Liebe Freunde des Bieres. Unsere Redaktion gönnt sich nun auch einmal einen verdienten Urlaub und eine kleine Pause vom Thema Bier. Jedenfalls in der Form des Schreibens.
Wir wünschen euch allen eine schöne Sommerzeit mit tollem Biergarten- und Grillwetter und darauf, dass das ein oder andere Bier in der Sonne genoßen werden kann.
Wir werden uns erholt, mit frischen Ideen und natürlich braun gebrannt am 2. September wieder melden!
Und es war mal wieder so weit, vom 6. - 8. August fand zum 14. Mal das Bierfestival der Genießer - Biermeile auf der Frankfurter Allee in Berlin statt. Und wie in den vergangenen Jahren wollen wir auch dieses Mal unserer Chronistenpflicht nachkommen. Wär doch schade, wenn nich alle Leser erfahren könnten, wie toll es dort war.
Der Bierbaron war dieses Mal mit den zwei Freunden vom letzten Jahr dort, Kollege Volker Robbel nebst Lebensgefährtin Monika Wolff. Verstärkt wurde das Team durch einen ebenso bierfreudigen wie bierkundigen leitenden Oberstaatsanwalt a. D.
Bei bewölktem aber trockenem Wetter machten wir uns auf den Weg, um die ganze Strecke, ca. 3,5 Km abzulaufen und uns umzuschauen, Bier zu probieren und mit den Anbietern und Ausstellern zu sprechen.
Dieses Mal gingen wir etwas früher los, da erfahrungsgemäß am letzten Tag im Laufe des Nachmittags die Besucherzahl ungemein zunimmt und die Menschenmenge fast zu dicht wird, um noch in Ruhe Eindrücke zu sammeln und Gespräche zu führen.
Natürlich waren die großen Namen und Marken aus dem In- und Ausland wie immer vertreten, aber es gab auch die interessanten “Exoten” aus Afrika, Indien, der Mongolei und Vietnam. Wie bei der Grünen Woche gibt es immer ein “Hauptland”, dessen Produkte besonders stark vertreten sind, dieses Mal war es Vietnam. Hier gab es ca. 8 Stände, nicht nur mit Bier, auch mit landestypischen Speisen und touristischen Informationen.
Einige liebgewordene alte Bekannte waren leider nicht vertreten, die netten Männer mit der Leipziger Gose im Ausschank haben wir doch sehr vermisst.
Dafür einige Newcomer, lobenswerterweise kleine, regionale Brauereien. Ein Beispiel ist das Barbarossa Bräu aus Schöllkrippen. Hier war nicht nur das unfiltrierte Kellerbier äußerst lecker, auch die kleinen Probiergläschen waren ein witziger Gag. Den Charme und die Freundlichkeit der netten jungen Damen am Stand kann man nicht genug preisen! Das musste natürlich auf einem Foto festgehalten werden, damit Ihr Euch selber auch davon überzeugen könnt.
Sehr erfreulich war für mich als aufgewachsenen Düsseldorfer, dass meine beiden Lieblingselixiere im Ausschank waren, nämlich Schuhmacher Alt und das Alt vom “Uerige”, “dat leckere Dröppke” aus dem Herzen der Düsseldorfer Altstadt. Da kam schon leichtes Heimweh auf. Es konnte aber mit einigen Gläschen gut gedämpft werden.
Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt, besonders auf dem Abschnitt mit den Thüringer Brauereien war die berühmte Thüringer Bratwurst vom Grill der Renner.
Mehrere Bühnen für Live - Auftritte von Bands und Gruppen aller musikalischen Stilrichtungen von Blues über Rock bis zum deutschen Schlager waren aufgebaut, es gab wirklich für jeden etwas. Natürlich auch ein bayerisches Bierzelt mit einer
Blaskapelle, die am späten Vormittag schon ordentlich Dicke - Backen - Musik spielte.
Die Fotos sollen und können Euch nur einen kleinen Eindruck vermitteln, ich kann jedem, der sich für Bier in seinen vielfältigen Formen, Farben, Geschmäckern und Ausprägungen interessiert, nur raten: Kommt und seht und trinkt selber!
Wer kennt es nicht? Freunde sind zu Gast und langsam aber sicher geht das Bier zu neige. Wie ärgerlich, vor allem wenn es spät in der Nacht ist und der nächste Weg zur 24 Stunden Tankstelle eine halbe Ewigkeit beträgt und vor allem, fahren kann sowieso keiner mehr.
Nun gibt es genau drei Möglichkeiten. Zum einen können die Gäste nach Hause geschickt werden, was nicht ganz so gut ankommen wird, da es ja noch früh in der Nacht ist und man selber ja eigentlich ein guter Gastgeber ist. Die andere Möglichkeit ist, die Gäste einfach verdursten zu lassen. Vielleicht auch keine ganz so gute Alternative? Zu guter letzt lässt sich einfach ein Lieferdienst anrufen, der einfach die gewünschte Menge an Bier und vielleicht auch noch einige andere Sachen vorbeibringen kann. Egal wie spät, egal wohin, vorausgesetzt man wohnt in einer urbanen Gegend und hat das nötige Kleingeld, da die Preise dann doch meist etwas teurer sind als an der Tankstelle. Aber was macht man nicht alles um die Party weiter am laufen zu lassen.
Neben Party-Retter aus Hamburg, Alkoport aus München gibt es viele andere Lieferdienste aus fast allen Städten Deutschlands. Doch leider noch kein wirkliches Verzeichnis, in dem alle aufgelistet sind und wo direkt verglichen werden kann.
Diese Lücke probiert nun das Lieferservice Portal Eat-Star.de zu schließen. Das neue Portal bietet ein Verzeichnis aller Lieferdienste Deutschlands an. Derzeit ist es noch im Wachstum, doch Woche für Woche kommen neue Lieferdienste hinzu. Eine sehr gute Idee wie wir finden und deswegen einen Beitrag wert. So kann jede Party gerettet werden.
(c) Herzogliches Bräustüberl Tegernsee Peter Hubert GmbH & Co. KG
Eine interessante Aktion spielte sich vor einiger Zeit in luftiger Höhe überhalb des Tegernsees in Bayern ab. Dort machten sich drei unerschrockene Männer im Dienst der Wissenschaft auf um ein Experiment durchzuführen.
Bräustüberl-Wirt Peter Hubert, Weißwurstkönig Hartl Walch und Ballonpilot Michi Unger traten an, eine Untersuchung des Fraunhofer-Insituts Holzkirchen zu verifizieren. Dieses hatte in einer sensorischen Studie nachgewiesen, dass sich das Geruchs- und Geschmacksempfinden bei niedrigem Luftdruck und geringer Luftfeuchtigkeit verändert. Ein Grund, warum viele Reisende die Speisen und Getränke im Flugzeug als „lasch“ erleben, während sich der am Boden eher wenig beliebte Tomatensaft über den Wolken großer Nachfrage erfreut.
Hubert, Unger und Walch hatten da eine ganz andere Theorie, die da lautete: „Einem g’scheiten Bier und ebensolchen Weißwürsten fehlt auch in der Höhe nix.“ Zur Beweisführung trat das Trio im Buzi-Heißluftballon seinen Weg nach oben an - und sah sich nach intensiver Verkostung in seiner These vollauf bestätigt. „Das Tegernseer Bier wurde eigentlich immer besser“, bestätigte Peter Hubert nach der Landung. Und Hartl Walch zeigte sich hocherfreut, dass seine zarten Saitlinge sogar nach halbstündigem „Trockenliegen“ fürs Fotoshooting strahlend weiß und wohlschmeckend waren.
Gut möglich, dass die Verkostung nach der erfolgreichen wissenschaftlichen Premiere zu einem eigenen Ballon-Paket „Tegernseer Höhenpicknick“ ausgebaut wird.
Weitere Bilder und Informationen rund um das Tegernseer Bier findet ihr auf www.braustueberl.de
Hier geht es zur vollständigen Bildergallerie: klick
In diesen Jahr hat mich mein Urlaub in den Bayrischen Wald gelockt. In der Nähe von Waldmünchen haben noch ein paar Verwandte von mir einen Bauernhof. Dieses Jahr habe ich mich für eine bestimmte Brauerei entschieden, weil deren Bier sehr vollmundig süffig und einfach richtig lecker schmeckte, die Genossenschaftsbrauerei in Rötz. Eine Homepage gibt es leider nicht, wer der Brauerei auch einmal einen Besuch abstatten möchte, hier das Google Maps Profil.
Der Braumeister Herr Grassl führte mich durch die Brauerei und erzählte mir viel von dieser. Im Mittelalter fand auf der Hauptstraße in Rötz ein Viehmarkt mit ca. 1000 Kühen statt, natürlich auch mit den Bauern dazu. Auf 100 Metern gab es 25 Wirtschaften. 1812 kauften diese 25 Wirte das Schloss des Bürgermeisters und errichteten dort eine Brauerei.
Noch heute sind diese Wirte aus den Lokalen die Besitzer der Brauerei. Einmal im Jahr gibt es eine Vollversammlung mit dem Braumeister, der dann seine Anliegen und eventuelle Kosten vorbringen kann. So wie Herr Grassl mir erzählt hat, ist es relativ schwer Geld für die Brauerei zu bekommen. Die Wirte geben einfach zur Antwort, dass das Geld, das mit dem Verkauf des Bieres reinkommt, angelegt wird und dann zur Erneuerung der Brauerei benutzt wird.
Leider geht auch in Bayern der Fluch mit den Billigbieren nicht vorbei. So verkauft die Brauerei mittlerweile sehr viel an Privathaushalte, einfach mal klingeln und fragen, wer ein Kiste Bier benötigt. Eine eher unkonventionelle Art und Weise das Bier zu verkaufen, aber warum nicht.
Mit 7000 hl ist sie eine kleinere Brauerei. Im Sortiment gibt es das ganze Jahr über das Vollbier und ein Dunkles. Im März den Bock und im Sommer das Festbier. Beschäftigt sind der Braumeister, zwei Brauer, zwei Fahrer und zwei Damen im Büro. Das Sudhaus das im Jahre 2000 knapp 500.000 Euro gekostet hat ist mittlerweile abbezahlt. Also schlecht läuft die Brauerei zum Glück nicht.
Und wie hat der Braumeister mir wörtlich im Gärkeller erzählt: Hier kommt die Hefe mit dem Zucker zusammen und heraus kommt der Alkohol. Sehr gut! Der Gärkeller ist offen gebaut, so dass der Fuselalkohol besser entweichen kann. Die Brauerei ist alt, klein von außen unscheinbar aber sie hatte das gewisse Etwas. Der Braumeister war sehr freundlich und wie schon erwähnt das Bier sehr empfehlenswert.
Nur kurz erwähnt, bei meiner Tour duch den bayrischen Wald bin ich durch den Ort Rhan gekommen. Originell was die Rhaner Brauerei mit ihrem kleinen Heizungswerk gemacht haben. Wahrscheinlich den größten Bierkasten der Welt erschaffen.
Heute wollen wir euch einen ersten Biervergleich vorstellen. Wir haben uns dazu entschlossen zwei Biere gegeneinander antreten zu lassen und diese zu vergleichen. Diese Biervergleiche wird es auch in Zukunft immer wieder geben. Beim ersten Vergleich prallen direkt zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite handelt es sich um das natürlich gebraute Kirschbier der Neuzeller Klosterbrauerei, welches gegen das Biermischgetränk Mixer Cherry von Karlsberg, antreten wird.
Wir haben den Vergleich in verschiedene Kategorien unterteilt. Diese Kategorien heißen:
Es gibt keine Punkte oder irgend etwas ähnliches, sondern lediglich unsere subjektive Meinung rund um die beiden Kontrahenten. Lasst uns beginnen.
Inhaltsstoffe:
Neuzeller Kirschbier
Beim Kirschbier der Klosterbrauerei handelt es sich um ein Bockbier, welches mit dem Saft von 50 Kirschen gemischt wurde. Neben dem Bockbier, welches aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen gebraut wurde, und dem Kirschmuttersaft beinhaltet das Bier ebenso Holundersaft und Invertzuckersirup. Letzterer wird auch Glukose-Fructose-Sirup genannt und wird häufig in der Lebensmittelherstellung verwendet, wo er als Frische- oder Feuchtestabilisator, als Süßungsmittel oder als Aromaträger genutzt wird.
Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 4,8% und wird in einer 0,5 Liter Flasche angeboten. Zu kaufen gibt es das Bier über den Onlineshop der Neuzeller Klosterbrauerei und in ausgewählten Getränkemärkten.
Mixery Cherry
Man mag es kaum glauben, aber auch im Mixery Biermischgetränk befindet sich Vollbier, welches aus Wasser, Hopfenextrakt und Gerstenmalz hergestellt wird. Im Vergleich lässt sich hier lediglich das Extrakt im Gegensatz zur ganzen Hopfendolde kritisieren. Aber Extrakt ist eben günstiger und somit für die Massenproduktion gut geeignet.
Das Getränk besteht aus 60% Bier und 40% Erfrischungsgetränk und hat 3,1% Alkohol. Die 40% Inhalt bestehen aus Wasser, Zucker, Kohlensäure, färbendes Konzentrat aus Karotte, Säuerungsmittel Citronensäure, natürliches Aroma und dem Farbstoff E133. Es wird vermutet, dass der Farbstoff rot färben würde, dies ist aber nicht der Fall. Beim Farbstoff E133 handelt es sich um das Brillantblau FCF. Der Farbstoff gilt als gesundheitlich unbedenklich, lediglich bei extrem hohen Dosen kann es Ablagerungen in Nieren und Lymphgefäßen geben.
Das Getränk kommt in der üblichen 0,33 Partyflasche daher und wird in vielen größeren Supermärkten und Getränkemärkten angeboten, allerdings meist nur in einer 6er Pack.
Aussehen
Neuzeller Kirschbier
Das Bier ist im Glas leuchtend dunkelrot, mit einem Braunstich. Das Bockbier schimmert hier durch und auch der Schaum ist eher bräunlich als rot und erinnert an ein Bockbier. Der Schaum hält die erste Zeit ganz gut und zeigt sich fein und cremig. Insgesamt ist das Bier eher arm an CO2 und versprüht wenig Spritzigkeit.
Mixery Cherry
Färbung von Karotten und ein Farbstoff. Man könnte ein schöne rote Farbe erwarten, welche an Kirschen erinnern soll. Diese Vorstellung ist allerdings Fehlanzeige. Das Bier ist eher pink und sieht sofort chemisch aus. Es erinnert eher an Himbeerbrause oder Berliner Weiße mit Himbeer. Auch der Schaum ist rosa und leitet nicht wirklich zum Genuss ein. Der Schaum ist mittelfein, fällt relativ schnell im Glas zusammen und verschwindet dann völlig. Insgesamt liegt das Bier im Glas wie eine fade Limonade.
Geruch
Neuzeller Kirschbier
Das Bockbier überdeckt den Kirschgeruch. Das Bier riecht nach Malz und Hopfen, aber auch süßlich nach Glühwein und Kirschlikör. Insgesamt ganz gut abgerundet und interessant. Ich finde es vor allem gut, dass das Bockbier den Geruch bestimmt und nicht der Geruch der Kirschen oder eventuell des Zuckersirups, was durchaus auch der Fall sein kann.
Passend zur Biergarten-Saison kann es keine treffendere App für das iPhone geben als Bier 1.0. Die App kennt sich aus mit dem gelben Gerstensaft, das bei der Sommerhitze zuverlässig den Durst löscht - und liefert ausführliche Informationen zu über 2.000 Biersorten aus der ganzen Welt. Dabei ist es möglich, die eigenen Lieblingssorten in eine Favoriten-Liste zu übernehmen oder Biersorten-Empfehlungen per E-Mail an die Freunde zu versenden.
Kurz zusammengefasst:
- Die App Bier 1.0 ist erschienen
- Für das iPhone, den iPod touch und das iPad
- Verzeichnis für über 2.000 Biersorten
- Mit Favoriten- und Mail-Funktion
- Mit Bierlexikon und Umgebungssuche
- Preis: 1,59 Euro
- Link: http://www.andraeweb.de
Bier-Genießer, -Kenner und Neugierige sollten auf ihrem iPhone Platz schaffen für eine ganz besondere App: Bier 1.0 ist da. Das mobile Programm kennt über 2.000 Biersorten aus aller Welt nicht nur beim Namen, sondern hält darüber hinaus auch noch eine Vielzahl weiterführender Informationen parat.
Der riesige Fundus lässt sich sehr gut mit der angebotenen Suche durchforsten. Es ist aber auch möglich, gezielt eine Kategorie aufzublättern, um sich alle Exportbiere, Festbiere, Lager, Landbiere oder Leichtbiere aufzeigen zu lassen. Die Auswahl kann sich sehen lassen und reicht vom Duckstein Weizen bis hin zum Breznak Original Böhmisch Pils. Auch nach einem Pils, einem Kölsch oder einem Alt kann gezielt gesucht werden.
Wir von Lieblingsbier.de wollen das App noch ausführlich testen und werden demnächst einen Testbericht veröffentlichen.
Heute wollen wir euch einen kleinen Nachbericht unseres Autors Bierfra über die zwölfte Bierböse in Mainz präsentieren. Vom 16. bis zum 18. wurden am Rheinufer in Mainz rund 1000 Biersorten aus 75 Ländern präsentiert. Neben den zahlreichen Brauereien und Essensständen gab es ebenso etliche Musikgruppen, die für Tanz und Freude bei den 15.000 Besuchern sorgten.
Letztes Wochenende war mal wieder schönes Wetter und ich fuhr mit dem Zug nach Mainz. Ein schöner Spaziergang am Rheinufer und was sehe ich da: “Die Bierbörse”, was für ein Zufall (hehe)
Schon zum 12ten mal fand die Bierbörse in Mainz statt. Letztes Jahr war ich ja in Karlsruhe, die Umgebung war bei beiden sehr schön. Auch in Mainz gab es die Probiergläser. 0,1 ltr. mal 20 Proben, hat sich gelohnt. Positiv war auch, dass die Mixgetränke nicht mehr so angeboten wurden. Die meisten Stände und Brauereien konnten und wollten mir Auskunft über ihr Bier geben und waren alle sehr nett. Mit Lieblingsbier.de ist man ja immer vorne mit dabei.
1. Ein Bier aus dem fränkischen Bayreuth. Daher kam die Schinner Brauerei. Hier am Anfang ein gutes, aber etwas zu mildes, Pils mit 5% Alkohol, genau richtig für den Anfang. Das die Franken Bier brauen können, ist ja bekannt. Allerdings fehlt es meist etwas an den Bitterstoffen beim Pils. Aber das lernen die bestimmt auch noch.
2. Bei der Brauerei Svijany aus der nordböhmischen Region Liberec hatte ein gutes Schwarzes im Angebot. Das Bier hatte eine schöne Farbe und war richtig kräftig im Geschmack. Sehr lecker. Ebenfalls gab es auch Hanfbier, was aber etwas komisch war und mir nicht ganz so gut gefiel.
3. Die 1719 gegründete Brauerei Belhaven aus Schottland hatte ein cremiges schwarzes 5% Bier. Das Bier ist süffig, malzig und hat einen herben Abgang. Ein schönes schottisches Bitter Ale, welches allerdings mit einem Guinness nicht zu vergleichen ist. Dort habe ich eine sehr freundliche Unterhaltung mit der Dame hinter dem Tresen geführt, welche mir alle meine Fragen beantwortet hatte.
4. Aus der Tschechei das Bier Radegast der Brauerei in Nošovice. Dort gab es ein Dunkles, naja, man konnte es trinken aber auch nicht mehr. Radegast ist eine sehr neue Brauerei, sie existiert erst seit 1970. Im Jahre 1991 wurde sie privatisiert und durch ausgetüffelte Marketingstrategien zur zweit größten Brauerei in Tschechien.
5. Aus den südlichen Ländern waren die Spanier mit San Miguel und die Italiener mit ihrer bekannten Brauerei Birra Moretti vertreten. Bei letzteren gab es ein Starkbier mit 7,2 Umdrehungen mit dem klangvollen Namen “La Rossa”. Das Bier war nicht schlecht, aber aus Deutschland ist man anderes gewöhnt. Ich fand es einfach viel zu süß.
6. Das Hellgold vom Hofbräu München. Kann man nichts falsch machen, so lange es gut gekühlt und frisch gezapft ist. Dann schmeckt das Helle aus München richtig frisch, fein und perlig.
7. Am längsten habe ich mich am Stand derVan Honsebrouck Brauerei aus Belgien. Dort gibt es das bekannte St. Louis Kirschbier und andere exotische Sorten. Für mich brauen die Belgier das beste Kirschbier. An das Kriek kommt keiner ran. Hier habe ich dann doch noch Nummer 8. getrunken. Ein Barbar, ein Honig-Starkbier mit 8%, welches von mir sofort ein sehr gut bekommen hatte. Der Honig kommt mit in den Brauprozess und wirkt sich beim Trinken erst beim Nachgeschmack aus.
8. Aus Prag kam die bekannteste Tschechische Traditionsbrauerei Staropramen. Dort probierte ich das Cerny, ein malzig mildes Dunkles, welches sehr süffig ist und einen schönen Lakritzgeschmack hat. Lecker.
9. Auch Österreich war vertreten. Die Österreicher sehen sich ja auch gerne als eines der Bierländer. Mich haben sie jedenfalls zum positiven überrascht. Von der Stiegl Brauerei gabs ein Zwickl, das Paracelsus, auch hier gabs ein sehr gut von mir. Frisch, cremig und auf der Börse einmalig.
Was wurde nicht während der Weltmeisterschaft in Südafrika alles rund um den Bierabsatz der deutschen Brauereien geschrieben. So sollte der umsatzstarke Monat Juni die schwächeren Monate Mai und April ausgleichen und vergessen machen. Gebracht hat es, trotz der warmen Temperaturen und der WM nicht viel. Der Bierabsatz ist im ersten Halbjahr 2010 weiter in das Minus gerutscht. Ebenfalls meldete sich nun ein Experte zu Wort, mit der Meinung die Alkoholsteuer von neun Cent auf einen Euro zu erhöhen. Jeder Kasten Bier würde dann rund zehn Euro mehr kosten.
Das Statistische Bundesamt teilte in Wiesbaden mit, dass die deutschen Brauereien und Konzerne in den ersten sechs Monaten knapp 49 Millionen Hektoliter Bier absetzten. Dies sind 0,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Der warme Juni konnte immerhin einen Zuwachs um 7,8 Prozent im Vergleich zum Juni 2009 verzeichnen. Im Gegensatz gab es im April mit elf Prozent den größten Rückgang seit 15 Jahren. Trotz des starken Junis ist es die schlechteste Statistik seit Einführung der gesamtdeutschen Messung 1991. Alarmierende Zahlen!
Das Bierland Nummer eins in Deutschland ist übrigens nicht Bayern. Auf Platz eins liegt Nordrhein-Westfalen mit rund 12 Millionen Hektoliter abgesetzten Bier. In Bayern, welches auf Platz zwei liegt, waren es 10,6 Millionen Hektoliter, welche konsumiert wurden. Auf Platz drei, bereits mit weitem Abstand, liegt Niedersachsen/Bremen mit rund 5,4 Millionen Hektolitern.
Aus Sicht der Bierliebhaber gibt es auch eine erfreuliche Nachricht zu vermelden. So ging der Absatz von Biermischungen mit Limonaden, Fruchtsäften oder anderen seltsamen Inhaltsstoffen stark zurück. Immer wieder wurde der Markt für Biermischgetränke als positiver Gegensatz zum sinkenden Bierabsatz gemeldet, dies ist allerdings Geschichte und die Aussichten der Marketingexperten der deutschen Großbrauereien konnte nicht bestätigt werden. Der Absatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 4,3 Prozent. Der Anteil liegt mittlerweile bei 4,1 Prozent.
Was tun also bei diesem sinkenden Bierabsatz? Ständig wird dieser als negativ bewertet, was aber vor allem daran liegt, dass die Lobby der Brauereien gezielte Arbeit leistet und diese Meldungen so verbreitet. Aber ist es nicht ein gutes Zeichen, dass weniger Bier, also auch weniger Alkohol getrunken wird? Eigentlich schon, vor allem aus Sicht der Gesundheit. Bier ist ein Kulturgut der Deutschen und wir haben in der Welt schon immer das Image der Biernation, also muss dieses anscheinend gepflegt werden. Da passt es wenig ins Bild, wenn die Deutschen immer weniger “Lust” auf Bier haben. Aber vielleicht ist das Bier auch einfach zu teuer? Immerhin hat der Bierpreis in den letzten Jahren ordentlich angezogen (vgl.: Lieblingsbier.de: Bierpreis steigt: Die Geduld ist langsam am Ende - ein Kommentar.
Passend zur Veröffentlichung der aktuellen Statistiken, habe ich folgende Nachricht des Wirtschaftsexperten Tobias Effertz gelesen. Er fordert, dass ein Liter Bier genau 91 Cent teurer werden soll. Das Geld soll allerdings nicht als Gewinn den Brauerein zukommen, sondern die Alkoholsteuer soll von neun Cent auf einen Euro erhöht werden. Grund dafür sieht der Experte darin, dass der Kampf gegen die Alkoholkrankeit jährlich rund 26 Milliarden Euro kostet. Ein Kasten Bier würde dann rund 20 Euro oder mehr kosten. Das dieses Argument nicht unbegründet ist, zeigt auch die Statistik der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Jeder Deutsche konsumiert etwa 10 Liter reinen Alkohol im Jahr. Dies ist in der weltweiten Tabelle der Platz 5 und sicherlich eine Problematik die sehr wichtig ist.
Tobias Effertz: “Wir brauchen eine Anhebung der Steuern auf Bier, Wein und andere alkoholische Getränke mindestens auf die europäischen Durchschnittswerte. Als Obergrenze wäre eine Anhebung bis auf das skandinavische Niveau denkbar. Dann könnte beispielsweise die Steuer pro Liter Bier bis auf einen Euro steigen. Die Krankheitskosten durch Alkoholkonsum betragen mindestens 26,7 Milliarden Euro pro Jahr. Steuererhöhungen sind ein sehr wirksames Mittel, übermäßigen Konsum zu stoppen.”
Ob dieser Appell gehört wird oder unkommentiert bleibt, wird sich zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass der Bierpreis eigentlich immer weiter sinkt und nicht steigt. Der intensive Wettbewerb der Brauer zwingt sie die Preise immer mehr zu senken, bzw. immer mehr Aktionen auszuschreiben. Allerdings ist dies auch eine gezielte Meldung der Brauereiwirtschaft um vielleicht auch wieder steigende Kosten zu rechtfertigen. Wer blickt da schon noch durch?
Das 14. Internationale Berliner Bierfestival findet vom 6. bis 8. August mitten im Herzen der deutschen Hauptstadt statt. Auch euer Bier Online Magazin www.Lieblingsbier.de wird dieses Jahr vor Ort sein und für euch dieses einzigartige Bierfestival Berlin in Bildern einfangen. Leider wurde unser Video der Biermeile 2008 von YouTube aus dem Verzeichnis gelöscht, da es Musikmaterial von Sony Entertainment beinhaltete. Schade.
Ein südostasiatischer Wind wird im Jahr 2010 auf dem Bierfestival wehen: nach der Tschechischen Republik im Jahre 2008 und Belgien im Jahr 2009 wird es mit der Sozialistische Republik Vietnam die erste außereuropäische Landespräsentation auf der Genießer-Biermeile geben.
Der Kampf um das stärkste Bier der Welt geht in eine neue Runde. Diesmal hat die schottische Brauerei BrewDog wieder einen vorgelegt und somit der fränkischen Brauerei Schorschbräu eine neue Angabe um das stärkste Bier der Welt unterbreitet. Allerdings glaube ich, dass sich diesmal Schorschbräu von diesem “Wettbewerb” eher distanzieren wird. Der Grund dafür ist, dass die Schotten ihr Bier, mit wahnsinnigen 55 Prozent Alkohol, in toten Tieren abfüllen und dieses so verkaufen. Klingt verrückt und ist es auch.
Nach Angaben der Brauerei wurden zwölf dieser Tierbehältnisse hergestellt und mittlerweile auch alle verkauft. Sieben Wiesel, vier Eichhörnchen und ein Hase mussten für diese makaberen Behälter herhalten. Anscheinend sind alle Tiere nicht für das Bier getötet worden, sondern wurden auf einer Straße überfahren. Ein Tierpräperator bereitet das Innere der Tiere so vor, dass eine Flasche Starkbier hineinpasst.
Natürlich bleibt diese Marketing-Aktion nicht ohne Proteste. Der schottische Tierschutzverband Advocates for Animals kritisierte diese Aktion als eine “krankhafte Idee” und “dummen Werbegag”. Es zeige den fehlenden Respekt vor lebenden Tieren, sagte Libby Anderson dem Sender BBC. Die schottische Gesundheitsbehörde nannte die Produktion unverantwortlich.
Das superstarke Bier sei “eine perfekte Konzeptehe von Tierpräparation, Kunst und Handwerksbrauerei”, sagte dagegen BrewDog-Chef James Watt. Eine 330 Milliliter Tierflasche mit dem Bier, welches den Namen “The End of History” trägt, kostet rund 600 Euro. Bei dem Bier handelt es sich um ein helles belgisches Ale, welches mit Nesseln und Wacholderbeeren verfeinert wurde.
Somit wurde von den Schotten ein weiteres Kapitel um den Kampf des stärksten Bieres aufgeschlagen. Ob darauf die fränkische Brauerei eingehen wird, wird sich zeigen. Angekündigt wurde bereits vor einiger Zeit, dass die Franken ein noch stärkeres Bier brauen wollen. Was das allerdings noch mit Bier und dem Genuss zu tun hat ist fraglich und ob die Franken darauf weiter eingehen werden ebenfalls.
Da derzeit bewegte Bilder mehr als tausend Worte sagen, bleiben wir unseren derzeitigen Beiträgen treu und veröffentlichen ein weiteres Video. Diesmal dreht sich alles um das wunderbare Augustiner Bier aus München und seine Traditionsgeschichte. Da die Augustiner Brauerei ansich keine Werbung schaltet und nur durch ihr positives Image lebt, ist diese Werbung eine kleine Besonderheit. Wir finden, sie ist sehr gut gelungen.
Als Vergleich könnt ihr euch eine andere Augustiner Bier Werbung ansehen, welche wir bereits vor langer Zeit veröffentlicht haben. In dieser Werbung geht es um die Namensfindung des Augustiner Bieres, auch sehr gelungen wie wir finden.
Wir haben uns auch schon gedacht, was wir mit unseren wunderbaren Vuvuzela-Instrumenten machen können. Viel zu schade zum wegschmeißen, auch wenn diese Lärmentwickler es nicht anders verdient hätten.
Allerdings gibt es eine nachhaltige Lösung für die Vuvuzelas, die sie vor dem Mülleimer bewahren. Auch wir werden diesen Nachhaltigkeitsaspekt in Zukunft mehr beachten und uns eine eigene Vuvuzela-Bier-Trinkmaschine bauen. Seht es euch an und staunt.
Im letzten Jahr sorgte das Traumjob-Angebot rund um die Stelle als Ranger in einem australischen Inselparadies für Schlagzeilen. Diese Idee haben weitere Organisationen und Feriengebiete auf der ganzen Welt kopiert um für ihre eigenen Traumjobs zu werben.
Gerade letzterer ist sicherlich eine Überlegung wert. Warum nicht einmal in einer Brauerei hoch oben auf einem Berg arbeiten und dabei die Kunst der Bierproduktion, Lagerung, Abfüllung und natürlich auch der richtigen Verkostung erlernen. Dazu in einem wunderschönen Ambiente in den Bergen der Schweiz. Ort des Geschehens ist die BierVision Monstein, eine Brauerei mit Tradition und innovativen Ideen. Der Gewinner des Wettbewerbs darf eine ganze Woche, natürlich kostenlos, in der Brauerei verbringen und dort seine Erfahrungen machen.
Im Jahr 2001 wurde die BierVision, die höchstgelegene Brauerei Europas und die erste Schaubrauerei des Kantons Graubünden, in Betrieb genommen. Sie befindet sich in der ehemaligen Dorfsennerei, einem Gebäude, das vor rund 100 Jahren errichtet worden ist. Aus kristallklarem Monsteiner Quellwasser, Schweizer Hopfen und würzigem Malz braut jetzt die BierVision Monstein AG nach innovativer Tradition Monsteiner Bierspezialitäten. Unter der Marke Monsteiner wird heute aber nicht nur Bier gebraut. Ausgewiesene und innovative Davoser Betriebe haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und produzieren aus dem Malztreber und den Zutaten der Bierherstellung weitere ausgezeichnete Spezialitäten der Landschaft Davos.
Für alle, die nun den Traumjob wahrnehmen möchten heißt es sich zu beeilen. Nur noch bis zum 22. Juli darf gewählt werden. Für alle die lieber einen der vorhandenen Bewerber wählen möchten, lohnt es sich auch seine Stimme abzugeben, denn jeder der sich für einen Favoriten entscheidet hat zusätzlich die Chance einen tollen Preis, zum Beispiel in Form einer Luxusreise nach Davos, zu gewinnen.