Besser spät als nie wollen wir euch hier ein Interview mit dem Ernährungsexperten Sven-David Müller präsentieren, der bestätigen kann, dass Bier – wider so manchem Schauermärchen – zu den vitamin- und nährstoffreichen Getränken zählt. Dieses Interview sollte eigentlich schon vor dem 23. April veröffentlicht werden, doch haben wir dieses leider nicht geschafft. Nun ist es aber da und wir wünschen viel Spaß beim lesen.
Das Interview führte die Bier-SpezialitätenmarkeMönchshof.
Mönchshof: Woher kommt der sogenannte „Bierbauch“?
S.-D. Müller: Der dicke Bauch von Biertrinkern wird oft als Bierbauch verunglimpft. Einen solchen gibt es überhaupt nicht, denn der Bierbauch ist ein Fettbauch und der kommt durch eine kalorienreiche Ernährungsweise, mangelnde Bewegung und eine genetische Prädisposition zustande. Aus Bier bildet sich kein Bauch!
Mönchshof: Hat Bier wirklich so viel mehr Kalorien als andere Getränke?
S.-D. Müller: Nein! Der Kaloriengehalt von Bier liegt bei durchschnittlich 48 Kilokalorien pro 100 Milliliter Bier. Wein hat beispielsweise 75 Prozent mehr Kalorien. Auch Cola-Getränke oder Fruchtsäfte wie Traubensaft haben mehr Kalorien als Bier. Im Vergleich zu Mineralwasser oder Tee hat Bier natürlich reichlich Kalorien, aber ein moderater Bierkonsum hilft sogar beim Abnehmen. Das beweisen auch verschiedene wissenschaftliche Studien. Aber nur moderater Bierkonsum hilft und moderat heißt ein bis zwei kleine Gläser Bier.
Mönchshof: Bleiben wir bei den guten Eigenschaften des Bieres. Welche sind besonders hervorzuheben?
S.-D. Müller: Bier ist durch seinen Hefe- und Malzgehalt ein effektiver Vitamin- und Mineralstofflieferant: es enthält große Konzentrationen der wichtigsten B-Vitamine sowie praktisch alle lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente.
Mönchshof: Wurde Bier deshalb früher auch in den Fastenplan der Mönche integriert, nach dem Motto „Flüssiges bricht das Fasten nicht?“
S.-D. Müller: Natürlich ist Bier kein flüssiges Brot, aber ein durchaus gesundes Lebensmittel, das in moderaten Mengen bewusst genossen die Gesundheit fördern kann. Mönche haben von jeher den nährenden Effekt von Bier geschätzt.
Mönchshof: Welches Bier empfehlen Sie als Gesundheitsexperte?
S.-D. Müller: Menschen, die auf ihre Schönheit achten, sollten Bierhefe einnehmen oder ungefiltertes Bier bevorzugt trinken, da es viel Bierhefe enthält. Auch hier möchte ich nochmal betonen, dass Bier moderat getrunken werden sollte, d.h. ein bis zwei Gläser aber möglichst nicht jeden Tag, am besten abends! Zu einem gesunden Essen mit Vollkornbrot und einem frischen Salat.
Mönchshof: Heißt „moderat“ auch „Bier auf Wein, das lass sein!?“
S.-D. Müller: Das ist ein Ernährungsmärchen. Dieser althergebrachte Spruch entbehrt jeder Grundlage. Die Nebenwirkungen des Alkohols sind auf die Menge und nicht auf die Reihenfolge der alkoholischen Getränke zurückzuführen. Grundsätzlich sollten minderwertige Alkoholika – also billiger Fusel – gemieden werden. Auch ist ein Übermaß an Alkohol natürlich grundsätzlich nicht gesund. Also lieber ein gutes Bier aus der Bügelverschlussflasche als ein billiger Wein aus dem Tetra-Pack.
Sven-David Müller ist der bekannteste Ernährungsexperte Deutschlands. Der 40-jährige Wahl-Berliner ist Medizinjournalist, Gesundheitspublizist sowie Diätexperte. An der Universitätsklinik Jena hat er sich zum Diabetesberater DDG fortgebildet, danach eine Redaktionsausbildung in einem medizinischen Fachverlag absolviert und Angewandte Nutritive Medizin studiert.
Sven-David Müller ist Autor von populärwissenschaftlichen Sachbüchern, Fachbüchern und Ratgebern sowie Kolumnist von Zeitschriften. Unter seinen 114 Büchern, die in 9 Sprachen übersetzt wurden, sind Bestseller wie „Moderne Ernährungsmärchen“, „Das Kalorienkiller-Kochbuch“, „Cholesterin-Killer“ sowie die von ihm entwickelte „Müller-Diät“.
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Heute wollen wir euch in unserer bierigen Interviewreihe ein ganz besonderes Interview präsentieren. Keine geringere als die heiße Anwärterin für den Titel der bayerischen Bierkönigin, Christina Rockstroh, haben wir zum Interview gebeten. Gleich vorweg, sie hat sich könglich verhalten und alle Fragen, auch wenn sie etwas privat waren, beantwortet.
Die Wahl zur Bayerischen Bierkönigin wurde vom Bayerischen Brauerbund e.V. ins Leben gerufen. Noch bis zum 16. November kann online abgestimmt werden. Am 17. November findet dann in München die Krönung statt. Dabei zählen die fünf Stimmen der Jury, eine Stimme aus dem Online-Voting und eine Stimme der Gäste der Krönungs-Gala.
Wir von Lieblingsbier.de unterstützen unsere oberfränkische Kandidatin Christina aus der heimlichen Hauptstadt des Bieres Kulmbach. Helft mit und wählt sie zur ersten Bayerischen Bierkönigin!
Hallo, stell dich doch erst einmal unseren Lesern vor.
Mein Name ist Christina Rockstroh, 20 Jahre alt, ich wohne in Fölschnitz bei Kulmbach. Zurzeit bin ich Auszubildende in der Kulmbacher Brauerei.
Du hast dich für den Titel der Bayerischen Bierkönigin beim Bayerischen Brauerbund beworben. Wie kam es dazu?
Im Juni habe ich in der Bayerischen Rundschau gelesen, dass eine bayerische Bierkönigin gesucht wird. Da ich der Meinung war, dafür die geeigneten Qualifikationen zu haben, habe ich mich kurzerhand beworben. Je mehr ich darüber nachdachte, desto besser hat mir der Gedanke gefallen und umso größer ist jetzt die Freude, unter den Finalistinnen zu sein
Wie läuft der Wettbewerb ab, kannst du das unseren Lesern erklären? Ihr müsst ja bestimmt mehr können, als “nur” gut aussehen.
Am 5. und 6. November kommen die sieben Finalistinnen nach Kulmbach. Wir werden die Kulmbacher Mönchshof Brauerei mit dem Bayerischen Brauereimuseum besichtigen und dort auch unseren eigenen Sud ansetzen. Am 17. November ist die Krönungsgala in München. Dort müssen wir uns vor der Jury präsentieren. Am selben Abend wird von der fünfköpfigen Jury entschieden, wer Bayerische Bierkönigin wird.
Was verbindet dich persönlich mit dem Thema Bier?
Ich widme mich privat und beruflich ganz dem Bier. Schon seit fünf Jahren feiere und helfe ich bei der Fölschnitzer Kerwa mit. Die bayerische Bierkultur und Traditionspflege liegen mir dabei sehr am Herzen. Seit dem Beginn meiner Ausbildung bei der Kulmbacher Brauerei vor zwei Jahren konnte ich schon viel über Brauereien und das Brauwesen – sowohl theoretisch, als auch praktisch lernen.
Was machst du, wenn du nicht gerade an Bier denkst?
Ich treibe viel Sport, zum Beispiel gehe ich gerne ins Fitnessstudio, aber auch Rad fahren und Schwimmen gehören zu meinen Lieblingssportarten. Außerdem fotografiere ich und treffe mich gerne mit meinen Freunden.
Du bist Auszubildende bei der Kulmbacher Brauerei – ein Vorteil?
Ich denke, jeder hat im Grunde genommen dieselben Chancen. Die Jury wird sich ein “Gesamtpaket” heraussuchen. Jemand, der in den Bereichen Bierkenntnis, Aussehen, Repräsentanz und Umgang mit Menschen gut abschneidet, wird Bierkönigin werden. Insofern hilft mir natürlich das in meiner Ausbildung bisher erworbene Wissen schon.
Vor der Siegerehrung am 17. November werden alle Bewerberinnen nach Kulmbach eingeladen um einen eigenen Sud zu brauen. Für dich ein Heimspiel. Schon mit dem Braumeister ein paar fiese Tricks ausgehandelt?
Nein, wir werden diesen Sud ja unter Anweisung des Braumeisters der gläsernen Brauerei im Bayerischen Brauereimuseum einbrauen. Über das Brauen an sich konnte ich schon viel während meiner Ausbildung lernen. Aus diesem Grund freut es mich, das Gelernte auch einmal in die Praxis umsetzen zu können.
Paul Breitner, Legende des FC Bayern Münchens, sitzt in der Jury. Du als Fränkin müsstest ja eigentlich dem 1. FC Nürnberg zugetan sein. Wie gehst du damit um?
Das wird kein Problem sein, da ich kein Fan eines bestimmten Vereins bin. Ich fiebere lediglich bei Länderspielen mit und da ist Deutschland mein Favorit.
Warum bist gerade du Bayerns Bierkönigin?
Eine Bierkönigin sollte mehr können, als eine Maß zu vertragen und dabei hübsch auszusehen. Bayern, insbesondere Oberfranken, das mit rund 200 Brauereien die höchste Brauereidichte der Welt hat, bietet eine Menge Themen rund ums Bier. Die bayerisch-fränkischen Bierkultur und unsere regionalen Bräuche, wie die der Kerwa, müssen am Leben erhalten werden. Nur wenn man unsere Bierkultur pflegt, kann dies verwirklicht werden. Dies setzt natürlich das Wissen voraus, dass meiner Meinung nach, eine Bierkönigin unbedingt mitbringen muss. Dies alles traue ich mir zu!
Was ist deine Meinung zur derzeitigen Bierkultur in Deutschland?
Ich denke, dass zurzeit die Traditionen und Bräuche wieder aufleben. Es werden wieder mehr Kerwas und Feste veranstaltet und sogar die Jugend geht dann lieber im Dirndl aus.
Wo siehst du das Bierland Deutschland in 20 Jahren?
Als Exportweltmeister, da wir das beste Bier nach dem Reinheitsgebot brauen und wir in Oberfranken die größte Brauereidichte weltweit haben. Außerdem verkaufen wir nicht nur unser Bier, sondern auch die Traditionen und Bräuche.
Wenn du nicht bayerische Bierkönigin wirst, wie wird dann dein weiteres Leben aussehen?
Ich werde ganz normal meine Ausbildung absolvieren und mich dann umsehen, wie es weitergehen soll.
Wird es auch einen König an deiner Seite geben oder können sich unsere männlichen Leser noch Hoffnungen machen?
Bisher wird nur eine bayerische Bierkönigin gesucht, ob der bayerische Brauerbund auch einen Bierkönig suchen wird, kann ich nicht sagen. (Anm. d. Red. was das auch immer heißen mag)
Wir wünschen dir ganz viel Glück und hoffen, dass du jedenfalls die erste Stimme, aus dem Online-Voting bekommst. Abschließend noch etwas zu sagen?
Nach einiger Zeit, möchten wir nun unsere Rubrik der bierigen Interviews wieder aufnehmen und für euch ein weiteres, sehr interessantes, Interview veröffentlichen. Diesmal konnten wir einen Experten für Bier und für die fränkische Kultur gewinnen, der sich unsere Fragen rund um das Thema Bier gestellt hat. Frank Wetzel zeigt interessante Einblicke in die Vielfalt des Geschmacks, der Bierkultur und der Bierregion Franken. Viel Spaß beim lesen!
Servus, stell dich doch bitte zunächst unseren Lesern einmal vor.
Mein Name ist Frank Wetzel, ich bin 49 Jahre alt und wohne seit 28 Jahren in der wahren Hauptstadt des Bieres, in Bamberg. Von der Ausbildung her bin ich Diplom-Soziologe und arbeite in der Erwachsenenbildung. Fränkische Kultur und fränkische Brauereien sind meine Leidenschaft.
Die Bierregion Franken ist weltweitbekannt, du hast vor langer Zeit ein Infoportal online gestellt, wie kam es zu dieser Idee?
1998 habe ich im Rahmen einer Multimedia-Weiterbildung mit Herrn Klaus Eckert das Projekt einer Internetseite zum Thema „Brauereien in Franken“ fertiggestellt. Bis 2004 haben wir als erste Internetseite, unter der Adresse www.bierregion-franken.info, weltweit fränkisches Bier online verkauft. Seit 2002 erscheint mehrmals jährlich ein fränkischer Brauereiführer auf CD. Seit 2005 betreibe ich die Seite alleine.
Neu im Sortiment ist eine Landkarte mit allen fränkischen Brauereien auf dem aktuellesten Stand, wie kam es dazu?
2006 habe ich zusammen mit Ursl Blenk und Robert Pawelczak das erste Franken-Bier-Quartett herausgebracht. Wir waren sozusagen die Erfinder dieses erfolgreichen (inzwischen nachgeahmten) Kartenspiels.
Mittlerweile haben wir drei verschiedene Quartette konzipiert, die miteinander spielbar sind. Im November 2008 haben wir die Brauereilandkarte Franken veröffentlicht. Die Daten stammen aus meiner aktuellen Brauerei-CD und aus aktuellen eigenen Recherchen. Die 96 Brauereien der Bier-Quartette sind in der Landkarte mit verschiedenen Farben markiert. Die Landkarte haben wir deshalb veröffentlicht, weil seit der legendären fränkischen Brauereilandkarte von Stefan Mack seit über zehn Jahren nur größtenteils Unsinn in diesem Bereich publiziert wurde.
Hast du bereits alle Brauereien in Franken selber besucht?
Von den zurzeit über 270 Brauereien haben wir ca. 250 persönlich besucht.
Euer Ziel, die Bewahrung der Brauereienvielfalt, ist durchaus lobenswert, leider wird sie von zu wenigen eingehalten und umgesetzt, warum ist das deiner Meinung so?
Der Verbraucher ist im Bereich der Getränke und Lebensmittel größtenteils unkritisch. Im Gegensatz zum Konsumverhalten bei Autos und Handys. Dies ist für mich ein Zeichen von Kulturverlust. Das Brauereisterben geht unvermindert weiter und öffnet dem Industrie- und Fernsehbier (d.h. dem Bier, das durch TV-Werbung in die Köpfe und Schlünde der Bevölkerung Einlass findet) Tür und Tor. Ich werde trotzdem weiterhin jedem Industriebiertrinker die Leviten lesen.
Wo steht das Bierland Deutschland in zehn Jahren?
Es wird weniger Brauereien geben. Die Biersortenvielfalt wird künstlich mit sogenannten Kreativ- und Mixbieren (Kirsch, Marzipan und anderen Unsinn) aufgebläht werden. Die Etiketten werden bunter und das Bier wird schlechter. An dieser Entwicklung ist insbesondere die junge Bevölkerung schuld, die sich von Werbung und Trends manipulieren lässt, anstatt auf Qualität zu achten.
Wie unterscheiden sich Biere von großen kommerziellen Braukonzernen mit Bieren von kleinen Privatbrauereien, z.B. aus Franken?
Die großen kommerziellen Braukonzerne produzieren einen Einheitsgeschmack, der alle individuellen Geschmacksfacetten eines Bieres herausfiltert. Damit wird auch die Haltbarkeit von einem Jahr und länger erreicht und somit die globale Vermarktung gewährleistet. Die kleinen fränkischen Brauereien produzieren Biere, die oft unfiltriert, das heißt leicht naturtrüb und mit einem höheren Gehalt an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen sind. Wenn dieses Bier zusätzlich ungespundet (kohlensäurearm und mit geringer Schaumhaltbarkeit) ist, nennt man es Kellerbier. Im fränkischen Bier ist individueller Geschmack, im Industriebier globaler Unsinn.
Was ist eurer Meinung ein wichtiges Entscheidungskriterium, dass der Verbraucher ein qualitätsbewusstes Bier erkennen kann?
Im Gegensatz zu sogenannten Biersommeliers ist für mich Farbe und Schaumhaltbarkeit unwichtig. Mein individueller Geschmack entscheidet allein, ob ich ein Bier für gut, nicht so gut oder schlecht finde. Ein anderer Biertrinker hat hoffentlich noch seinen eigenen individuellen Geschmack, mit dem er ein gutes qualitätsbewusstes Bier erkennen kann.
Habt ihr persönlich ein Lieblingsbier und warm gerade dieses?
Wir haben mehrere Lieblingsbiere, die ich hier jedoch nicht nenne. Jeder Verbraucher sollte sich sein Lieblingsbier selbst erarbeiten bzw. ertrinken. Von subjektiven Brauereiführern und Portalen wie ratebeer.com halte ich nichts. Das riecht nach Manipulation. Die Leute sollten nicht nur beim Bier Ihren eigenen Geschmackssinn schärfen.
Vielen Dank schon mal, zum Abschluss noch etwas zu sagen?
Außer der Bewahrung der Brauereivielfalt geht es uns auch noch um die Bewahrung der Wirtshauskultur in Franken. Die persönliche Begegnung mit verschiedenen Menschen im Wirtshaus hat mir mehr praktisches Wissen über die Gesellschaft beigebracht als mein Soziologiestudium. Der übermäßige Gebrauch von Handy und Internet verhunzt diese Kommunikation.
Um auf die Bewahrung der fränkischen Wirtshauskultur aufmerksam zu machen, haben wir gerade ein Schafkopfspiel mit fränkischem Blatt herausgebracht. Vielleicht lässt sich die Jugend ja doch noch bekehren.
In unserer Interview Reihe rund um das Thema Bier haben wir uns diesmal mit der Versandleiterin und dem Betreiber vom Brauonlineshop www.brauen.de unterhalten. Viel Spaß beim lesen!
Hallo, stellt euch doch erst einmal unseren Lesern vor.
Doreen: Hallo, ich bin Doreen Tunger, die neue Versandleiterin bei brauen.de und bin seit September 2008 dabei den Versand zu optimieren. Aber mein Interesse an Bier und dessen Herstellung bestand schon vor meiner Arbeit für brauen.de. Dirk: Und ich bin Dirk Oschmann und habe im Mai 2005 das Internetunternehmen INlife gegründet, welches den Onlineshop brauen.de betreibt.
Du, Dirk, bist Chef des Onlineshops www.brauen.de – was bietet ihr euren Kunden an?(Doreen und Dirk schauen sich an: Wer ist eigentlich der Chef?)
Doreen: Bei uns findet der Bierfreund jegliches Material um Bier zuhause zu brauen – von den einfachsten Mitteln bis zur semiprofessionellen Brauanlage.
Wie bist du auf die Idee gekommen brauen.de zu gründen?
Doreen: Oh, da muss ich Dirk antworten lassen. Dirk: Ursprünglich waren wir ein reines Onlineunternehmen und haben uns vor jeglichen Offlinegeschäften gesträubt. Im Kundenauftrag sollten wir die Domain brauexpress.de vermarkten und kauften zur besseren Vermarktung brauen.de dazu und irgendwie fand ich als damaliger Nichtbiertrinker dieses Nischenprodukt unglaublich interessant.
Ihr gebt jedem die Möglichkeit Bier zu brauen, wie kompliziert ist es als Laie sein eigenes Bier herzustellen?
Dirk: Ich selbst bin das beste Beispiel: Ich habe keine Ahnung von Bier, geschweige denn vom Bierbrauen und habe es dennoch mühelos hinbekommen, obwohl ich anfangs Probleme hatte die Brauanleitung zu lesen. Doreen: Ja, das merke ich am Telefon öfter, dass ihr Männer keine Bedienungsanleitung lest. Wir hätten das ja mal von Kindern testen lassen, aber leider gibt das die Altersfreigabe nicht her (lacht).
Braust du gelegentlich selber Bier bzw. testest du deine Produkte?
Dirk: Ich bin ein Bierkitbrauer und versuche möglichst viele Sorten zu testen. Doreen: Ich bin immer wieder interessiert daran, was die Kunden denken und wie sie ihr Bier brauen. Deshalb habe ich schon einigen Kunden einen Besuch abgestattet und selbst Brauereien besucht, um die Sortenvielfalt zu entdecken.
Zum einen verkauft ihr Hefe, Hopfen und Malz Produkte aber auch ganze Bierkits, also so genanntes Instantbier, welche Erfahrung hast du damit gemacht?
Doreen: Die Hefe-, Hopfen- und Malzprodukte sind die passenden Zutaten für den erfahrenen Heimbrauer und die Bierkits sind eine konzentrierte Form von Hefe, Hopfen und Malz und bestens geeignet für Brauanfänger zum Ausprobieren. Der Vorteil dabei ist, dass der langwierige Schritt des Maischens, der normalerweise rund 10 Stunden dauert, beim Brauen mit einem Bierkit wegfällt und man so nur 2 Stunden für diesen Brauvorgang benötigt.
Wie siehst du Privatbrauereien im Vergleich zu Braukonzernen wie InBev?
Doreen: Egal welcher Braukonzern, alle gefilterten Biere verlieren an Mineralstoffen Vitaminen und Eiweißen. Ungefiltertes Bier ist einfach gesünder und reichhaltiger an Inhaltsstoffen. Klar heißt nicht immer rein! Dirk: Außerdem ist das heutige Industriebier ist fast zum Wegwerfen gefiltert und mit weniger Geschmacksstoffen. Zwar ist das Ungefilterte ein nicht dauerhaft haltbares Bier, aber dafür schmeckt es umso besser. Es ist schade, dass die Vielfalt auf dem deutschen Biermarkt immer geringer wird und damit einher geht auch eine sinkende Qualität. Auch wird durch die großen Braukonzerne die Eigenständigkeit der Marken nicht mehr verdeutlicht.
Wo siehst du den deutschen Biermarkt in 20 Jahren?
Doreen: Es verschiebt sich um einiges in Richtung Mädchenbier! Dirk: Was ist denn bitte Mädchenbier? Doreen: Na, Sirup in der herben Brühe! (beide deuten Brechreiz an und lachen)
Zum Thema Lieblingsbier, was ist euer Lieblingsbier und warum?
Doreen: Ich als Frau bevorzuge nicht zu bittere Light-Biere, also welche mit geringem Alkoholgehalt. Dirk: Ich mag stark herbe Biere und natürlich-trübe Frischgebraute wie Zwickl am liebsten.
Glaubt ihr, dass das Thema Hausbrauereien in Zukunft eine noch wichtigere Bedeutung bekommt?
Dirk: Ich glaube, dass der Markt in den nächsten Jahren noch bis zu 500% wachsen kann. Doreen: Schade finde ich, dass bisher viele nicht wissen, dass man Bier auch selbst Zuhause brauen kann. Deshalb würde es mich freuen, wenn die Kunden den Heimbraukult nach außen tragen könnten und so die Popularität steigern.
Habt ihr abschließend noch etwas unseren Lesern mitzuteilen?
Doreen: Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen nach den früheren Serviceproblemen mit dem alten Versandleiter. Ich hoffe ich kann das Vertrauen bestätigen und ich bin wahnsinnig glücklich über so liebe Kunden, die auch immer mal wieder für einen netten Plausch am Telefon zu haben sind.
Dirk: Ach deswegen ist die Telefonrechnung so hoch?! Doreen: Nein, ich lass mich natürlich generell zurückrufen (grinst). Dirk: Ach so ist das! Zum Schluss noch etwas: Wir werden versuchen die Preise stabil zu halten, das Sortiment zu vergrößern und sind natürlich immer für Tipps und Hinweise zu neuen Produkten dankbar.
Bereits vom 3. bis zum 4. Mai fand in München der 12. Bierkongress statt. Über zwei Tage verteilt traffen sich hochrangige Manager aus der Bierbranche, Marketingexperten, Bierspezialisten, und ganz normale Brauer um unter dem Motto “Sturm im Bierglas” Themen wie, Alkoholpolitik, Preiskampf gegen Discounter, Differenzierung der Biervielfalt und neuartige Produktvielfalt zu diskutieren. Als Referent war ebenfalls dGeschäftsführer und Brauer der Lahnsteiner Brauerei , Dr. Markus Fohr, anwesend. Im nachhinein konnten wir ihn zur aktuellen Stimmungslage in der Brauereibranche befragen. Viel Spaß!
Hallo Herr Dr. Fohr, willkommen zurück vom 12. Bierkongress aus München, wie ist die derzeitige Stimmungslage?
Hervorragend. Auf dem Kongress wurden viele Punkte genannt, die erfolgreiche Brauereien umsetzen müssen, um in Zukunft zu bestehen. Da wir all dies schon umgesetzt haben fühlen wir uns nun bestärkt. Beispiel: Außergewöhnliche Spezialitäten wir unser Buch, Bierlikör, Bierkäse, Hopfentee etc.
Als Autor des Buches „Besser Leben mit Bier“ und als Geschäftsführer der Lahnsteiner Brauerei hatten Sie die Ehre als Referent tätig zu sein. Wie kam es zu dieser Ehre?
Das Buch wird als erfolgreicher Versuch angesehen, das Image des Bieres zu steigern. Dies geschieht durch Geschichte und Geschichten, aber auch durch Informationsvermittlung in lockerer und humorvoller Form.
Erzählen sie doch bitte kurz worin es in ihrem Beitrag „Besser leben mit Bier – Wege in und aus der Imagekrise des Bieres“ ging.
Wichtigster Punkt: Wir müssen neue Wege finden um das Image des Bieres in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Wir haben entgegen vieler Vorurteile die These „Bier macht schnell, schlank, schlau und schön“ aufgestellt und diese wissenschaftlich bewiesen. Mehr dazu in meinem Buch.
Haben Sie den Eindruck, dass sie ihre Message gut vermitteln konnten?
Ja, denn ich konnte einige Bücher direkt verkaufen, wurde oft auf meinen Vortrag angesprochen und lernte Interessenten kennen, die möglicherweise eine größere Anzahl Bücher kaufen möchten.
Denken Sie, dass die Hauptthemen wie die Alkoholpolitik, die Differenzierung der Biermarken oder der Preiskampf der Brauereien mit den Discountern in einer ausreichenden Lage diskutiert wurden?
Ja, denn dies waren Kernpunkte vieler Vorträge, teilweise (Alkoholpolitik) auch meines Vortrages.
Glauben Sie, dass direkte Ergebnisse des Kongresses auch umgesetzt werden?
Ja, denn anhand der Vorträge gerade von kleineren Brauereien wie unserer Lahnsteiner Brauerei oder der Brauerei Bolten konnte man feststellen, dass vieles schon in der Umsetzung ist. Bis allerdings ein Branchen weites Umdenken kommt wird es noch etwas dauern, denn ein Markt mit 1.300 Teilnehmern bewegt sich in seiner Gesamtheit mit der Trägheit eines Ozeanriesen.
Haben Sie in den zwei anstrengenden Tagen überhaupt etwas von der wunderschönen Bierstadt München gesehen?
Leider nein. Zum Glück kenne ich München gut genug, um mich darüber nicht ärgern zu müssen.
Ganz ehrlich, glauben Sie, dass sich in Zukunft etwas konkretes im deutschen Biermarkt ändern wird?
Ja, das glaube ich. Die Brauereien werden mehr auf das Image des Bieres, auf die Produkteigenschaften wie Qualität und Rohstoffe, auf Tradition, auf Spezialitäten, auf alkoholfreie Biere setzen. Nur wenn wir ein hochwertiges Produkt verkaufen können wir auch die Absätze zu den Preisen erzielen, die wir zum Überleben benötigen.
Nach einiger Zeit haben wir es mal wieder geschafft euch ein interessantes Interview über Bier zu präsentieren. Wir für euch einen der weltweit führenden Kronkorkensammler als Interviewpartner zu gewinnen. Insgesamt hat Wolfgang Bauer knapp 14.000 Kronkorken gesammelt. Wie es zu dieser Sammelleidenschaft kam und was seine Frau dazu sagt, erfahrt ihr im folgenden Interview.
Hallo, stellen sie sich doch bitte unseren Lesern einmal vor…
Ich heiße Wolfgang Bauer, Jahrgang 1952, wohne in Mühlberg/Elbe (das liegt zwischen Leipzig und Dresden), bin verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder.
Sie sind Sammler aus Leidenschaft, wie kam es zu diesem Hobby?
Meine Sammelei begann 1965. Zur Feier „800 Jahre Stadt Leipzig“ gab es ein Jubiläumsbier der Sternburg-Brauerei mit einem bedruckten Kronkorken. Der gefiel mir gut und wurde das erste Exemplar meiner Sammlung.
Auf ihrer Homepage www.kronkorkenkatalog.de geben sie an, knapp 12.000 Kronkorken zu besitzen, was sagt ihre Frau dazu?
Ohne das Verständnis und ohne die Unterstützung durch meine Frau könnte ich mein Hobby nicht annähernd so intensiv betreiben. Sie bringt jeden Kronkorken mit, den sie irgendwo sieht und hilft mir, wenn es viel zu sortieren gibt.
Inzwischen sind es wohl eher 14.000 verschiedene Kronkorken deutscher Brauereien geworden.
Haben Sie einen Kronkorken doppelt?
Ich habe sehr viele Kronkorken doppelt, diese sind die Basis für einen Tausch mit anderen Sammlern.
Normalerweise kommt hier die Frage nach dem Lieblingsbier, bei ihnen nun nach dem Lieblingskorken?
Wenn es so etwas für mich gibt, dann ist es der Korken aus Frage 2. Eigentlich sind es immer meine Neuerwerbungen, die mich besonders erfreuen.
Trinken Sie ebenfalls die Biere zu den Korken?
Ich versuche, alle Biere auch zu trinken, falls ich den Kronkorken mit Flasche bekomme. Es ist nicht immer erfreulich. Wenn ich eine größere Menge Flaschen habe, lade ich Freunde zu einer Bierprobe ein.
Welche Möglichkeiten gibt es seine Sammlung zu erweitern?
Da gibt es viele Möglichkeiten. Die wichtigste ist, wie vermutlich bei fast allen Sammlern, der Tausch mit Gleichgesinnten. Dazu besuche ich verschiedene Tauschtreffen, auch mehrtägige. Meine Frau kommt übrigens oft zu den Tauschtreffen mit und trifft dort auf ihre „Leidensgefährtinnen“. Weiterhin tausche ich per Mail und Foto, besuche regelmäßig Getränkemärkte und Brauereien, schreibe Brauereien an. Kollegen, Freunde, Nachbarn bringen Kronkorken aus dem Urlaub mit. Manchmal liegt im Briefkasten ein Tütchen mit Kronkorken. Einen kleinen Teil meiner Kronkorken kaufe ich bei Ebay.
Ich sehe jeden Kronkorken digitalisiert als Bild auf ihrer Homepage – wie lang dauerte dies?
Ich sitze fast jeden Tag 2 bis 3 Stunden daran, es werden mehrere tausend (schöne) Stunden sein.
Was halten sie allgemein vom deutschen Biermarkt?
Es gibt ein erfreulich vielfältiges Angebot guter Biere. Durch die Konzentration auf wenige Konzerne leidet diese Vielfalt, die standardisierten Biere sind kaum ein besonderes Erlebnis. Leider verwenden auch immer weniger Brauereien bedruckte Kronkorken.
Und nun doch die Frage, welches ist ihr Lieblingsbier?
Meine Lieblingssorte ist helles Hefeweizen der Privatbrauerei Hofmann in Pahres. Allgemein bevorzuge ich die Weizenbiere kleiner Brauereien, die aber ihr Bier oft nur regional oder im eigenen Gasthof anbieten. Zu Hause trinke ich regelmäßig Hefeweizen der Bergquell Brauerei Löbau.
Abschließend vielleicht, was müsste man ihnen bieten, dass sie ihre Sammlung abgeben?
Einen Verkauf könnte ich mir nur bei einem Notfall vorstellen.
Passend zu den derzeitigen Temperaturen möchten wir euch den absoluten Sommer-Hit für alle Bierliebhaber vorstellen. Dabei handelt es sich um eine sowohl geniale als auch absolut simple Erfindung. Es geht um den Bierkastenschwimmreifen. Sommer, 30 Grad im Schatten, baden am See und ein kühles Bier. Das ist die Traumvorstellung eines jeden Bierliebhabers, doch woher das kühle Bierchen nehmen? Wir geben euch die Antwort.
Hallo, stell dich doch erst einmal unseren Lesern vor.
Hallo, mein Name ist Daniel, ich bin 22 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem schönen Kurort Bad Salzuflen. Derzeit lebe ich im schönen Schwabenland Esslingen und dort mache ich eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei der Firma INDAVO (www.indavo.de)
Du hast für alle Bierliebhaber ein ganz besonderes Produkt entwickelt, erzähl doch mal.
Naja, Entwickelt und Erfunden habe das Produkt leider nicht. Eher versuche ich derzeit das Produkt bekannter zu machen. Erfinder des Produktes ist ein Gewisser Herr Frank Hesselmann. Unterstützt wird die Erfindung von der Quelle Innovationsinitiative.
Und zwar ist es ja so, dass man zum Beispiel beim Camping am See keinen Kühlschrank für das gute liebe Pils hat. Aber im Sommer bei 30 °C wird das Bier ja ohne Kühlung sehr schnell warm. Jetzt gibt es dafür ein einfaches, aber geniales Hilfsmittel. Den Bierkastenschwimmreif. Ja Sie haben richtig gelesen, einen Schwimmreifen für eine Kiste Bier. Somit kann man im Sommer am See, im Fluss beim Kanufahren oder im eigenen Schwimmpool das Bier kühlen.
Wie kamt ihr auf diese Idee?
Ich kam ja leider nicht auf diese doch so geniale Erfindung, die allen Bierliebhabern das leben einfacher machen. Aber wir, die Firma INDAVO, möchten diese Erfindung mit Unterstützen und deswegen produzieren und vertreiben wir den Bierkastenschwimmreifen.
Ist der Bierkastenschwimmreif auch Ozean tauglich?
Den Bierkastenschwimmreif kann man auch im Ozean schwimmen lassen (je nach Wetterlage). Nur beim Bermuda-Dreieck würde ich aufpassen, dass das leckere Pils nicht mit dem Schwimmreif auf mysteriöse Weise verschwindet. Obwohl… Vielleicht kann ein Magier uns behilflich sein diesen wieder aufzuspüren.
Wo gibt es den Schwimmreifen zu kaufen?
Zu erst möchte ich da mal auf unsere derzeitige Aktion aufmerksam machen. Derzeit kann man den Bierkastenschwimmreif unter www.getraenkekastenschwimmreif.de kostenlos gegen ein Video erhalten. Zudem bekommt das beste Video, was uns gefällt, extra 100 Bierkastenschwimmreifen kostenlos für den Vatertag dazu. Weitere Infos dazu auf www.getrankekastenschwimmreif.de
Wer kein lustiges Video hat oder einfach nicht mitmachen möchte, der kann es sich zB. unter www.shop-kurios.de erwerben.
Wiederverkäufer, die größere Mengen abnehmen (min. 50 Stück) bekommen Ihn bei uns. www.indavo.de
Was treibst du sonst so, wenn du nicht gerade den Bierkastenschwimmreif vertreibst?
Ich selber habe auch ein kleines Blog, wo ich ab und an mal einen neuen Eintrag verfasse. Die Adresse lautet www.untenlieger.de
Ansonsten bin ich ein kleiner Freizeitpark-Freak der gerne in den Parks geht und sich dort einen schönen Tag macht.
Gibt es auch speziell etwas für den Winter? Zum Beispiel ein Bierkasten auf Skiern?
Zum Thema Bier haben wir für den Winter leider nichts. Aber das mit den Skiern ist gar nicht mal so schlecht die Idee. Vielleicht wird ja was draus. Ihr seid auf jeden fall dann die ersten, die es Erfahren werden.
Zum Thema Lieblingsbier, was ist dein Lieblingsbier und warum?
Mein Lieblingsbier ist nach wie vor das Herforder Pils. Ich kann ehrlich gesagt nicht genau sagen warum, aber das war auch das erste Bier was ich getrunken habe und es schmeckt mir auch am besten. Zumal die Brauerei damals keine 15 KM von mir entfernt war, wo ich in Bad Salzuflen lebte.
Was sagst du zur derzeitigen Entwicklung des Biermarktes in Deutschland?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht. wie es auf dem Biermarkt derzeit aussieht. Da muss ich leider passen.
Wie sieht die Zukunft für den Bierkastenschwimmreifen aus?
Ich hoffe gut. Vielleicht wird es auch noch Erweiterungen geben mit kleinem Zubehör. Man wird es sehen.
Wo siehst du das „Bierland Deutschland“ in 20 Jahren?
Ich hoffe, dass es da immer noch das Herforder Pils gibt und das es auch das Oktoberfest in München mit dem „Maß“ noch existiert.
Abschließend noch etwas zu sagen?
Ja, ich möchte mich für das lustige Interview bedanken und ich muss sagen, dass Lieblingsbier.de in meinem Favoriten gespeichert ist und ich mich so über das Bier informieren kann.
Lieblingsbier.de sagt ebenfalls danke und wünscht weiterhin viel Erfolg! In ein paar Wochen (es muss nur noch ein bischen wärmer werden), werdet ihr einen ausführlichen Selbsterfahrungstest mit dem Bierkastenschwimmreifen von Lieblingsbier.de hier zu sehen bekommen.
In unserer Interviewreihe über Bier haben wir diesmal den Gründer eines interessanten Webprojektes, welches sich stark an Wikipedia orientiert, zu Wort kommen lassen. Viel Spaß beim lesen.
Hallo, stell dich doch erst mal unseren Lesern vor, damit jeder weiß, mit wem er es zu tun hat.
Mein Name ist Marcel Mack bin 27 Jahre alt. Beruflich bin ich Netzwerkadministrator und Mechatroniker und was vielleicht auch noch wichtig ist, ich habe im Januar 2009 zusammen mit einigen Freunden die Seite www.geistreichwiki.de gestartet.
Zunächst die interessanteste Frage, was ist dein Lieblingsbier und vor allem warum?
Ein Lieblingsbier? Also in Zahlen: 1? Das wird sehr schwer. Definitiv eines meiner Lieblingsbiere ist das Hopfenschlingelbier (ein naturtrübes Pils), das in einer kleinen Hausbrauerei in Pforzheim gebraut wird. Ich mag naturtrübes Bier, weil es einfach einen runderen Geschmack hat und das Hopfenschlingelbier ist aus dieser Sparte das Beste, das ich bis jetzt getrunken habe (Außerdem lebe ich nicht weit von Pforzheim entfernt). Das bei uns zu Feierlichkeiten meist getrunkene Bier, ist jedoch mit Sicherheit Rothaus Tannenzäpfle (ebenfalls ein Pils). Es hat natürlich einen Lokalpatriotismus-Bonus, da Rothaus ja die badische Staatsbrauerei ist.
Der eigentliche Grund, warum wir dieses Interview führen ist der, dass ihr eine s.g. Wikipedia über alkoholhaltige Getränke gegründet habt, in dem auch mittlerweile 100 Bier aufgenommen sind, wie kam es dazu?
Tja, so ganz genau lässt sich das, glaube ich, nicht mehr sagen. Aber einer der Gründe ist sicherlich, dass ich mich sehr für Technik interessiere und angefangen habe, mit Mediwiki (das ist die Software die Wikipedia benutzt) zu experimentieren. Anschließend habe ich mir überlegt, was man damit machen kann. Da ich vorher bereits Rum gesammelt habe, wurde es dann ein Spirituosenwiki.
Was ist euer gesetztes Ziel bzw. was wollt ihr erreichen?
Nun, da das Projekt anfing ein Selbstläufer zu werden, da einige meiner Freunde wirklich fleißig anfingen, mitzuarbeiten, begannen wir, unsere Ziele höher zu stecken. Unser derzeitiges Ziel ist recht einfach und bescheiden: Wir wollen die größte deutschsprachige Informationsseite über Spirituosen im Web werden.
Wie groß ist euer Team und kann bei euch jeder mitmachen?
Als wir bei der Suche nach einem Namen den Begriff „wiki“ verwendet haben, hatten wir uns schon dazu entschlossen die Seite wie Wikipedia aufzuziehen. D.h. jeder kann mitmachen! Jeder kann Artikel schreiben und ändern. Davon leben wir. Momentan schreiben wir zwar einen Großteil der Artikel selbst, aber unser Ziel können wir nur nach dem Wiki-Prinzip erreichen, wenn viele mitmachen. Deswegen kann man auch nicht sagen, wie groß unser Team ist. Aber man kann sagen, dass wir im Moment 5 Leute sind, die hinter dem Projekt stehen.
Auf eurer Seite werden auch Biere getestet, nach welchen Kriterien wird der Test abgehalten?
Ich muss zugeben, wir sind gerade erst dabei, unser Testsystem zu entwickeln. Ihr könnt aber unter:
(Geistreich-Bierprobe) bereits sehen, welche Gedanken wir uns über unser Testsystem gemacht haben. Zurzeit ist es so, dass wir uns immer mal wieder treffen und einen Geistreich-Probetag veranstalten. Dabei wird dann irgendein bestimmtes Gebiet verkostet (Rotwein, Weizenbier, Rum usw.) und ein passender Bericht auf Geistreichwiki veröffentlicht.
Kostet ihr alle Spirituosen selber bevor ihr sie auf eurer Seite online stellt?
Nein! Dann wären wir, glaube ich, schwere Alkoholiker :-). Wir haben in den letzten 3 Monaten 100 Sorten Bier und 50 Spirituosen online gestellt. Oft legen wir nur die entsprechenden Artikel an. Manches werden wir mit Sicherheit zu einem späteren Zeitpunkt verkosten, aber nicht alles. Unsere Hoffnung ist, dass die Leute Geistreichwiki auch als eine unabhängige Bewertungsplattform verstehen und dort ihre Meinungen zu den einzelnen Spirituosen abgeben werden.
Was wollt ihr unseren Lesern noch mitteilen?
Geht verantwortlich mit Alkohol um, damit ihr dieses Hobby lange genießen könnt. Und es wäre schön, wenn wir uns eines Tages auf Geistreichwiki treffen, entweder als Leser oder als Autoren, um gemeinsam unserem Hobby zu frönen. In diesem Sinne: Prost!
Vielen Dank für das interessante Interview. Falls ihr auch auf Lieblingsbier.de zu Wort kommen möchtet, sendet einfach eine Mail über unser Kontaktformular und wir setzten uns mit euch in Verbindung.
Auf der Seite www.bloggersdorf.com gibt es ein interessantes Interview mit dem Gründer und Chefredakteur von Lieblingsbier.de, Felix vom Endt, zu lesen. Einen Ausschnitt könnt ihr bereits bei uns betrachten. Die Seite interviewt regelmäßig Blogger aus Deutschland über Entstehungsgeschichte, Ziele und aktuelle Themen des jeweiligen Blogs. Bereits am 21. April wurden wir von Bloggersdorf zum Interview gebeten, was sich seit dem getan hat könnt ihr nun lesen. Viel Spaß!
Hallo Felix und herzlich willkommen zurück in unserem schönen Bloggersdorf. Auch mit Dir haben wir im vergangenen Jahr bereits ein Interview geführt. Wie ist es lieblingsbier.de seitdem ergangen?
Hallo. Erst mal freue ich mich, euch hier wieder Rede und Antwort stehen zu dürfen. Unserm Bier Online Magazin ist es seit dem sehr gut gegangen. Wir haben uns stetig weiter entwickelt und können mittlerweile auf eine große Stammleserschaft zählen. Ebenfalls haben wir einige freie Redakteure die für uns tätig sind und ihrer Bierleidenschaft freien lauf lassen können. Derzeit wird die Seite im Hintergrund optimiert und neu entwickelt, so dass wir in Zukunft noch besser aufgestellt sind.
Du schreibst über Interessantes zu einem der Lieblingsgetränke der Deutschen. Wie viele Nutzer erreichst Du mittlerweile mit Deinem Blog?
Naja, Bier ist ja ein weitläufiges Thema und so schwanken natürlich etwas die Besucherzahlen, aber insgesamt erreichen wir mittlerweile im Schnitt ca. 7000 Leser auf unserer Seite. Dies ist eine ganz schöne Zahl, was uns auch ziemlich stolz macht. In Zukunft wollen wir natürlich noch mehr erreichen und auch internationaler bekannt werden. Derzeit wird zum Beispiel ein großes Special über die Bierkultur in Kanada geplant.
Hast Du einen Überblick, wie oft Du in der Woche Bier trinkst und wie viele Biere Euer Team insgesamt schon getestet hat?
Wie viel Bier? Nun, dass bleibt Betriebsgeheimnis . So viele Biere haben wir bisher noch nicht getestet. Es werden so an die 50 Biere gewesen sein, wobei einige noch offline sind, da wir den Biertest derzeit optimieren und demnächst neu starten. Ihr seht wir befinden uns gerade in einer Entwicklungsphase.
Wie unterscheidet sich die süddeutsche „Bierkultur“ von der der übrigen Republik?
Wir suchen ab sofort Verstärkung für die redaktionelle Arbeit auf Lieblingsbier.de. Hast du Lust ein Teil dieses wunderbaren und einzigartigen Projektes zu werden und möchtest du deinen persönlichen Teil dazu beitragen? Wir bieten dir ab sofort die Möglichkeit dazu!
Bewerbe dich einfach mit einem kleinen Lebenslauf, ein paar Sätzen über dich und eventuellen Vorstellungen über deine Arbeit über unser Kontaktformular oder schreib direkt eine Email an info@lieblingsbier.de. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!
Übrigends bieten wir dir die Möglichkeit neben der redaktionellen Arbeit auch Bierfestivals (z.B. Bierfestival Berlin), Biermessen (z.B. Brau Beviale) und weitere Veranstaltungen rund um das Thema Bier für Lieblingsbier.de zu besuchen. Dies selbstverständlich kostenlos und mit eigener Presseakkreditierung. Ebenfalls hast du die Möglichkeit verschiedene Biere von unseren Partnern zu verköstigen und für Lieblingsbier.de zu testen.
Wie wir bereits vor einigen Tagen berichtet haben, wurde das stärkste Bier der Welt im Brauhaus Südstern in Berlin gebraut. Der Brauer Thorsten Schoppe schaffte es, ein Bier mit dem sagenhaften Alkoholgehalt von 27,6 vol% zu brauen. Nun stellte er sich den Fragen des Bier Online Magazins Lieblingsbier.de.
Hallo, stell dich doch erst einmal unseren Lesern vor.
Hallo, Thorsten Schoppe, 37 Jahre alt, gelernter Brauer und Mälzer bei Feldschlösschen Braunschweig, Studium zum Dipl. Ing. Brauwesen an TU Berlin. Selbstständig seit 2001. Inzwischen bilde ich einen Brauerlehrling aus.
Wir gratulieren erst Mal zum stärksten Bier der Welt. Wie fühlt es sich an der Brauer
dieses Bieres zu sein?
Es war eine Herausforderung, die mir Spaß gemacht hat. Es war schon auch etwas stressig aber wenns denn klappt, ist es ein durchaus schönes Gefühl ein wenig im Rampenlicht zu stehen und ein wenig Aufmerksamkeit für seine Arbeit zu bekommen.
Wie ist es zu der Idee und zu der Umsetzung gekommen das stärkste Bier der Welt zu
brauen?
Die Idee kam ja ursprünglich vom Sender Vox, ich habe aber spontan zugesagt, weil ich schon immer Spaß an etwas merkwürdigen Bieren hatte.
Wie verlief der Brauprozess und gab es Probleme?
Nach der Zusage mußte ich mich erstmal hinsetzen und etwas über die Technologie meditieren. Es tauchten mehr Probleme auf als erwartet. Die möchte ich hier nicht alle erwähnen, um es eventuellen Nachahmern nicht allzu leicht zu machen Nur ein kleiner Tip: Es stimmt nicht, daß beim Eisbock Eis ausfriert und dies aus reinem Wasser besteht, daß man einfach entfernt…
Der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde hat aus formalen Gründen leider nicht
funktioniert, wird es also eine Wiederholung geben?
Ich habe da schon so eine hübsche idee, wie man den Wert noch toppen kann….
Was nimmst du dir nun für die Zukunft vor? Bereits ausgesorgt?
1.) Noch mehr Bier zu brauen. 2.) Sischa !
Zum Thema Lieblingsbier, was ist dein Lieblingsbier und warum?
Ich bin generell ein Fan von stark gehopften Bieren. Gerne Jever oder so. Neulich hatte ich ein klasse Bier. Hieß 100. Wegen den 100 Bittereinheiten, die sie da reingedrückt
haben. Ist aber inzwischen hier wieder vom Markt verschwunden. Wie soviele gut gehopfte Biere
Was sagst du zur derzeitigen Entwicklung des Biermarktes in Deutschland?
Ja, was soll man dazu sagen. Die Konzentration nimmt zu. Immer größere Konzerne entstehen, die uns ihre Einheitsbrühe mit massenkompatiblem Geschmack aufdrücken wollen. Aber die Konterrevolution ist am laufen. Es entstehen immer mehr Kleinbrauereien, die gegen diesen Trend angehen. Gut so !
Abschließend noch etwas zu sagen? Vielleicht einem Brauer der probieren wird dich zu
toppen?
ich weiß wo dein Auto steht….
Vielen Dank an Thorsten Schoppe für dieses Interview. Weiterhin viel Erfolg beim knacken von Weltrekorden und natürlich beim brauen von leckerem Bier. Bei unserem nächsten Berlinbesuch werden wir dem Brauhaus Südstern sicherlich einen Besuch abstatten und uns persönlich von seinen Braukünsten überzeugen. Mehr Informationen gibt es auf www.brauhaus-suedstern.de
Die Redaktion wünscht euch allen frohe und besinnliche Weihnachten und schöne Feiertage. Selbstverständlich auch einen guten Rutsch in das Jahr 2009.
Euer Bier Online Magazin wird dann natürlich auch weiter für euch da sein. Einige Neuerungen, die wir bereits für 2008 versprochen hatten, werden dann auch in die Tat umgesetzt. Ganz getreu nach dem Motto “Gut Ding will weile haben”. Lasst euch einfach überraschen, was auf euch zukommen wird.
Einen kleinen Vorgeschmack können wir euch natürlich geben. Es wird wieder ausführliche und interessante Biertests geben, dazu kommt ein wahnsinnges Bierquiz mit vielen tollen Preisen und natürlich weitere spannende Geschichten rund um das Lieblingsthema der Deutschen. Lieblingsbier.de wird für euch im Sommer auf Tour gehen und live in Bild und Ton von verschiedenen Bierfestivals und Biermessen berichten. Ebenfalls planen wir an einem neuen Format um euch das Thema Bier noch ansehnlicher und spannender vermitteln zu drüfen. Ganz getreu nach einem weiteren Motto “Beer goes Web 2.0.”
Ebenfalls wollen wir uns natürlich bei euch Lesern für eure Treue bedanken und freuen uns euch im neuen Jahr wieder auf www.lieblingsbier.de begrüßen zu dürfen.
Falls ihr Anregungen, Kritik, Lob oder sonstiges loswerden möchtet, dann schickt uns eine Email an info@lieblingsbier.de oder nutzt unser Kontaktformular.
In unserer Bier-Interview Kategorie dürfen wir euch diesmal die Gründer des Vereins Biersekte e.V. vorstellen. Lest selbst über die Entstehung des Vereins, die Hintergründe und Leitsätze sowie die ganz persönliche Einstellung der beiden Gründer zum Thema Bier, Bierkonsum und Brautradition in Deutschland. Viel Spaß!
1. Hallo René, Hallo Michael, stellt euch doch erst Mal unseren Lesern vor
René: Hallo Felix, ich heiße René, bin 27 Jahre alt, Mitglied Nr. 2 in der Biersekte und Schatzmeister in unserem Verein Biersekte e.V. Zurzeit studiere ich Betriebswirtschaft an der Friedrich-Schiller Universität in Jena und kümmere mich nebenher als einer der Webmaster von www.Biersekte.de um zahlreiche administrative Aufgaben. Michael: Hallo auch! Ich bin Michael, 26 Jahre alt, Biersektenmitglied Nr. 5 und ebenfalls ein Webmaster von Biersekte.de. Seit unserer Vereinsgründung bin ich auch Vorstandsvorsitzender der Biersekte. Im normalen Leben bin ich hingegen Doktorand der Bioinformatik in Rostock. René und ich kennen uns schon seit der Schulzeit und vom gemeinsamen Studium in Jena.
2. Ihr habt bereits vor langer Zeit den Verein „Biersekte“ gegründet. Wie kam es dazu?
René: Wie bei anderen tollen Ideen im Internet kam uns die Idee zur Biersekte 1997 bei einer Kneipentour. Die ersten Jahre wurde die Biersekte nur im kleinen Freundschaftskreis etabliert und ab dem Jahre 2001 haben wir die Biersekte auch durch unsere Internetseite für andere Interessierte „geöffnet“.
Natürlich wurden wir in den ersten Jahren oft belächelt und die Mitgliederanzahl wuchs nur langsam. Aufgrund unserer Arbeit an der Internetseite und später auch zahlreichen Berichten im TV, Radio und Zeitungen können wir jedoch heute rund 7500 Mitglieder in der Ersten Deutschen Biersekte zählen. Zudem haben wir uns 2004 entschlossen, einen eingetragenen Verein, den Biersekte e.V., als „Dachverband“ zu gründen. Dort haben Mitglieder die Möglichkeit die Zukunft der Biersekte auf den Mitgliederversammlungen mitzuentscheiden und sich auch ehrenamtlich einzubringen.
Michael: Genau, die Gründung des Vereins war einfach ein konsequenter Schritt. Wir steuerten damals gerade auf unser 2000. Community-Mitglied zu und da wurde es einfach nötig, dass sich die Leute, die sich besonders für die Biersekte engagieren, regelmäßiger als Verein treffen können. Außerdem steht man als Verein auch rechtlich auf sicheren Füßen.
Nach wie vor ist jedoch unsere Webseite Dreh- und Angelpunkt und die hat damals unser Guru höchstpersönlich ins Leben gerufen. Ja genau, wie es sich für eine Sekte gehört, haben wir einen Guru als Nr. 1 und er war, als die Biersektenidee geboren wurde, übrigens auch derjenige mit dem größten Bierdurst.
3. Welche Ziele verfolgt ihr mit der Biersekte? Und warum nennt ihr euch „Sekte“?
René: Natürlich sind wir keine richtige „Sekte“ und gebrauchen das Wort eher aus Spaß. Das Wort „Sekte“ spiegelt aber auch ziemlich gut den Mythos rund ums Bier, welches es ja schon seit über 5000 Jahren gibt, wider. Und verständlicherweise macht es gerade den Reiz unserer „Gemeinschaft“ aus, denn wer kann schon von sich behaupten, Mitglied einer Sekte zu sein?
Michael: Genau. Ansonsten verfolgen wir mit unserem Biersekte e.V. zahlreiche Ziele: Vor allem möchten wir die lokale Bier- und Brautradition erhalten und fördern. Eine derartige Biervielfalt und Brauqualität wie in unserem Land gibt es eben nicht noch einmal auf der Welt und deshalb setzen wir uns auch dafür ein. Vieles realisieren wir über Beiträge auf unserer Internetseite. Wir möchten einfach rüberbringen, dass Bier einfach ein prima Getränk ist: man kann es in vielen Varianten kaufen, es ist gesund, und gehört für viele bei einer gesellige Runde einfach dazu. Dabei verherrlichen wir das Bier auch nicht übermäßig (Stichworte „Alkohol am Steuer“ und „Koma-Saufen“). Ansonsten bieten wir auch aktive Angebote wie Brauereibesichtigungen und Vereinsveranstaltungen an. Wir fördern die Geselligkeit, z.B. auf unseren Biersektentreffen und auf regionaler Ebene. Weiterhin setzen wir uns, wenn auch derzeit begrenzt auf die Region Weimar, für sportliche Aktivitäten unserer Mitglieder ein, etwa bei Stadtläufen.
4. Wer kann alles Mitglied werden und was hat er dann zu tun?
René: Im Prinzip kann jeder ab dem 16. Lebensjahr bei uns Mitglied werden, im Biersekte e.V. ab 18. Verpflichtungen oder gar Mitgliedsbeiträge gibt es in der Biersekte nicht. Natürlich sollte jedes Biersektenmitglied eine Vorliebe für das Bier mitbringen. Zudem freuen wir uns, wenn uns Mitglieder bei der Vereinsarbeit, z.B. an der Webseite oder im Diskussionsforum mit Beiträgen unterstützen. Dies ist aber kein Muss. Michael: Wir werden ja oft gefragt, ob man denn bei uns als Mitglied eine bestimmte Menge trinken muss. Das ist natürlich Unsinn und darum geht es uns nicht. Es ist einfach so, wer gerne ab und zu ein Bierchen am Abend trinkt, der ist bei uns genau richtig. Verpflichtungen gibt es also keine, die Leute sollen einfach Freude am Bier haben.
5. Was bietet der Verein Biersekte sonst noch seinen Mitgliedern?
René: Wir veranstalten regelmäßig Gewinnspiele auf unserer Internetseite, wo es z.B. im Dezember wieder zahlreiche Preise, u.a. eine Bierzapfanlage, zu gewinnen gibt. Zudem laden wir unsere Mitglieder zu einem jährlichen Treffen ein, auf dem dann zusammen bei Musik, Spass und natürlich dem ein oder anderem Bier gefeiert wird. Für ein kleines Entgelt kann jedes Biersektenmitglied sein eigenes Shirt oder Jacke mit seiner persönlichen Mitgliedsnummer erwerben. Mitglieder helfen anderen Mitgliedern bei Problemen und Anfragen in unserem Forum und auch sonst bieten wir via E-Mail und Telefon Support bei Fragen rund ums Bier an.
6. Eure Homepage ist voll von Dingen die mit dem Thema Bier zu tun haben, alles selbst ausgedacht?
Michael: Naja vieles, nicht alles, die Biersekte ist schließlich immer noch nur ein Hobby von uns. Aber wir freuen uns, dass wir täglich zahlreiche E-Mails mit Ergänzungen, Anregungen und Verbesserungsvorschlägen für unsere Internetseite erhalten. Viele Inhalte haben sich so über die Jahre einfach angesammelt.
7. Was haltet ihr von der derzeitigen Entwicklung des Biermarktes in Deutschland?
René: Es ist leider so, dass der Bierkonsum in den letzten Jahren in Deutschland eher rückläufig ist. Zudem setzen Konzentrationsprozesse in der Bierbranche ein, die es vielen kleineren Traditionsbrauereien schwer machen, sich am hart umkämpften Biermarkt zu halten. Wir sollten in Deutschland sehr stolz auf das Reinheitsgebot und die Brauereivielfalt sein und diese Vielfalt sollte auch in Zukunft bewahrt werden.
Michael: Auch von politischer Seite wird es ja gerade kleineren Brauereien oft schwer gemacht. Man denke da an die Auswirkungen des Raucherschutzes in der Gastronomie oder die Diskussion über die generelle Einführung eines Werbeverbots für sämtliche alkoholhaltige Getränke. Erfreulicherweise haben wir ansonsten in den vergangenen Jahren etliche Innovationen im Biermarkt erlebt. Auch wenn etwa Biermischgetränke und Leichtbiere nicht jedermanns Geschmack sind, können auf diese Weise einige Brauereien ihren Absatz sichern.
8. Der Bierkonsum steigt wieder, ein kurzzeitiger Trend oder ein dauerhafter Anstieg?
Michael: Ich befürchte dies wird nur ein kurzzeitiger Trend sein. Ein dauerhafter Anstieg wird wohl nicht eintreten, allein schon wegen der heutigen Preise in der Gastronomie. Ich finde es aber ausgesprochen gut, dass es immer mehr wirklich gute Internetseiten zum Thema Bier gibt, welche die Bierkultur würdigen und einem einfach Geschmack auf ein gut gebrautes Bier machen.
9. Was haltet ihr von Bier mit Kaffee, Wodka oder irgendwelchen anderen chemischen Zusätzen?
René: Ich persönlich halte nicht viel von solchen Bier-Mix-Getränken. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und jeder soll trinken, was er mag und was ihm schmeckt. Aber ein „echtes Bier“ sollte keine weiteren Zusatzstoffe enthalten als im Reinheitsgebot angegeben: Hopfen, Malz und Wasser.
10. Wie seht ihr euch in zehn Jahren?
René: Wir werden versuchen die Biersekte weiter auszubauen, bekannter zu machen und unseren Mitgliedern und Besuchern auch weiterhin Informationen und Unterhaltung rund ums Bier zu liefern. Natürlich wird das einige Zeit benötigen und neben Studium und Beruf nicht besonders einfach werden, aber wir sind zuversichtlich, dass die Biersekte auch noch in vielen Jahren bestehen wird.
11. Was ist euer Lieblingsbier und warum?
René: Sehr gerne mag ich Biere nach Pilsener Brauart. Auf eine konkrete Marke möchte ich mich aber hier nicht festlegen Michael: Geht mir ähnlich. Zu Hause habe ich eigentlich immer 4-5 verschiedene Biermarken im Kühlschrank. Und ich probiere immer mal wieder neue aus. Aber Lübzer finde ich ganz lecker…
12. Was würdet ihr heute machen, wenn ihr die Biersekte nicht gegründet hättet?
René: Wenn auch nur ein Hobby, so hat die Biersekte einen großen Stellenwert in meinem Leben eingenommen. Wir haben sehr viele nette Menschen kennen gelernt, die zu echten Freunden wurden. Nebenher sind wir auch viel im Rahmen der Biersekte rumgereist, haben Brauereien besichtigt und dabei auch viel über das Bier gelernt. Was ohne die Biersekte wäre, kann ich leider nicht sagen.
13. Abschließend noch etwas zu sagen?
Michael: Vielleicht eines: Wer Interesse hat, an unserer Webseite mitzuwirken, d.h. neue Inhalte einzupflegen, bestehende Inhalte zu erweitern, sich im Forum zu beteiligen usw., kann sich gerne bei uns melden. René: Ansonsten möchten wir hiermit noch einmal alle Bierfreunde einladen, sich die Biersekte und unsere Internetseite anzuschauen & wünschen allen Lesern schon einmal einen schönen Jahresausklang und sagen: Zum Wohl!
Lieblingsbier.de bedankt sich ganz herzlichst für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg mit der Biersekte. Mehr Informationen gibt es auf: www.biersekte.de