Artikel zur Kategorie: 'Brauereien'

2010: Bierabsatz sinkt - Bierpreis steigt

Was wurde nicht während der Weltmeisterschaft in Südafrika alles rund um den Bierabsatz der deutschen Brauereien geschrieben. So sollte der umsatzstarke Monat Juni die schwächeren Monate Mai und April ausgleichen und vergessen machen. Gebracht hat es, trotz der warmen Temperaturen und der WM nicht viel. Der Bierabsatz ist im ersten Halbjahr 2010 weiter in das Minus gerutscht. Ebenfalls meldete sich nun ein Experte zu Wort, mit der Meinung die Alkoholsteuer von neun Cent auf einen Euro zu erhöhen. Jeder Kasten Bier würde dann rund zehn Euro mehr kosten.

Das Statistische Bundesamt teilte in Wiesbaden mit, dass die deutschen Brauereien und Konzerne in den ersten sechs Monaten knapp 49 Millionen Hektoliter Bier absetzten. Dies sind 0,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Der warme Juni konnte immerhin einen Zuwachs um 7,8 Prozent im Vergleich zum Juni 2009 verzeichnen. Im Gegensatz gab es im April mit elf Prozent den größten Rückgang seit 15 Jahren. Trotz des starken Junis ist es die schlechteste Statistik seit Einführung der gesamtdeutschen Messung 1991. Alarmierende Zahlen!

Das Bierland Nummer eins in Deutschland ist übrigens nicht Bayern. Auf Platz eins liegt Nordrhein-Westfalen mit rund 12 Millionen Hektoliter abgesetzten Bier. In Bayern, welches auf Platz zwei liegt, waren es 10,6 Millionen Hektoliter, welche konsumiert wurden. Auf Platz drei, bereits mit weitem Abstand, liegt Niedersachsen/Bremen mit rund 5,4 Millionen Hektolitern.

Aus Sicht der Bierliebhaber gibt es auch eine erfreuliche Nachricht zu vermelden. So ging der Absatz von Biermischungen mit Limonaden, Fruchtsäften oder anderen seltsamen Inhaltsstoffen stark zurück. Immer wieder wurde der Markt für Biermischgetränke als positiver Gegensatz zum sinkenden Bierabsatz gemeldet, dies ist allerdings Geschichte und die Aussichten der Marketingexperten der deutschen Großbrauereien konnte nicht bestätigt werden. Der Absatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 4,3 Prozent. Der Anteil liegt mittlerweile bei 4,1 Prozent.

Was tun also bei diesem sinkenden Bierabsatz? Ständig wird dieser als negativ bewertet, was aber vor allem daran liegt, dass die Lobby der Brauereien gezielte Arbeit leistet und diese Meldungen so verbreitet. Aber ist es nicht ein gutes Zeichen, dass weniger Bier, also auch weniger Alkohol getrunken wird? Eigentlich schon, vor allem aus Sicht der Gesundheit. Bier ist ein Kulturgut der Deutschen und wir haben in der Welt schon immer das Image der Biernation, also muss dieses anscheinend gepflegt werden. Da passt es wenig ins Bild, wenn die Deutschen immer weniger “Lust” auf Bier haben. Aber vielleicht ist das Bier auch einfach zu teuer? Immerhin hat der Bierpreis in den letzten Jahren ordentlich angezogen (vgl.: Lieblingsbier.de: Bierpreis steigt: Die Geduld ist langsam am Ende - ein Kommentar.

Passend zur Veröffentlichung der aktuellen Statistiken, habe ich folgende Nachricht des Wirtschaftsexperten Tobias Effertz gelesen. Er fordert, dass ein Liter Bier genau 91 Cent teurer werden soll. Das Geld soll allerdings nicht als Gewinn den Brauerein zukommen, sondern die Alkoholsteuer soll von neun Cent auf einen Euro erhöht werden. Grund dafür sieht der Experte darin, dass der Kampf gegen die Alkoholkrankeit jährlich rund 26 Milliarden Euro kostet. Ein Kasten Bier würde dann rund 20 Euro oder mehr kosten. Das dieses Argument nicht unbegründet ist, zeigt auch die Statistik der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Jeder Deutsche konsumiert etwa 10 Liter reinen Alkohol im Jahr. Dies ist in der weltweiten Tabelle der Platz 5 und sicherlich eine Problematik die sehr wichtig ist.

Tobias Effertz: “Wir brauchen eine Anhebung der Steuern auf Bier, Wein und andere alkoholische Getränke mindestens auf die europäischen Durchschnittswerte. Als Obergrenze wäre eine Anhebung bis auf das skandinavische Niveau denkbar. Dann könnte beispielsweise die Steuer pro Liter Bier bis auf einen Euro steigen. Die Krankheitskosten durch Alkoholkonsum betragen mindestens 26,7 Milliarden Euro pro Jahr. Steuererhöhungen sind ein sehr wirksames Mittel, übermäßigen Konsum zu stoppen.”

Ob dieser Appell gehört wird oder unkommentiert bleibt, wird sich zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass der Bierpreis eigentlich immer weiter sinkt und nicht steigt. Der intensive Wettbewerb der Brauer zwingt sie die Preise immer mehr zu senken, bzw. immer mehr Aktionen auszuschreiben. Allerdings ist dies auch eine gezielte Meldung der Brauereiwirtschaft um vielleicht auch wieder steigende Kosten zu rechtfertigen. Wer blickt da schon noch durch?

Quellen:
Bundesamt Mitteilung
Ausführliches Statistikmaterial zum Bierabsatz
rtl.de: Bier-Schock: 20 Euro für die Kiste?
hr-online.de Alkohol – Teufelszeug oder Kulturgut?

1 Kommentar Juli 30th, 2010

Bierbrauer Wettbewerb: Berg-Braumeister in der Schweiz werden

Im letzten Jahr sorgte das Traumjob-Angebot rund um die Stelle als Ranger in einem australischen Inselparadies für Schlagzeilen. Diese Idee haben weitere Organisationen und Feriengebiete auf der ganzen Welt kopiert um für ihre eigenen Traumjobs zu werben.

Die Ferienregion Graubünden in der Schweiz führt derzeit einen ähnlichen Wettbewerb durch. So können sich Bewerber für insgesamt 11 exklusive Traumjobs in derSchweizer Urlaubsregion Nr. 1 bewerben. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, so können sich die Bewerber als Alm-Öhi, als Pistenbully-Dompteur, als Lokführer oder als Bierbraumeister in der höchsten Brauerei Europas bewerben.

Gerade letzterer ist sicherlich eine Überlegung wert. Warum nicht einmal in einer Brauerei hoch oben auf einem Berg arbeiten und dabei die Kunst der Bierproduktion, Lagerung, Abfüllung und natürlich auch der richtigen Verkostung erlernen. Dazu in einem wunderschönen Ambiente in den Bergen der Schweiz. Ort des Geschehens ist die BierVision Monstein, eine Brauerei mit Tradition und innovativen Ideen. Der Gewinner des Wettbewerbs darf eine ganze Woche, natürlich kostenlos, in der Brauerei verbringen und dort seine Erfahrungen machen.

Im Jahr 2001 wurde die BierVision, die höchstgelegene Brauerei Europas und die erste Schaubrauerei des Kantons Graubünden, in Betrieb genommen. Sie befindet sich in der ehemaligen Dorfsennerei, einem Gebäude, das vor rund 100 Jahren errichtet worden ist. Aus kristallklarem Monsteiner Quellwasser, Schweizer Hopfen und würzigem Malz braut jetzt die BierVision Monstein AG nach innovativer Tradition Monsteiner Bierspezialitäten. Unter der Marke Monsteiner wird heute aber nicht nur Bier gebraut. Ausgewiesene und innovative Davoser Betriebe haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und produzieren aus dem Malztreber und den Zutaten der Bierherstellung weitere ausgezeichnete Spezialitäten der Landschaft Davos.

Für alle, die nun den Traumjob wahrnehmen möchten heißt es sich zu beeilen. Nur noch bis zum 22. Juli darf gewählt werden. Für alle die lieber einen der vorhandenen Bewerber wählen möchten, lohnt es sich auch seine Stimme abzugeben, denn jeder der sich für einen Favoriten entscheidet hat zusätzlich die Chance einen tollen Preis, zum Beispiel in Form einer Luxusreise nach Davos, zu gewinnen.

Links:
Graubünden - Die Ferienregion Nummer 1 in der Schweiz
Traumjob in der Ferienregion Graubünden
Alle Bewerber auf einen Blick
BierVision Monstein

Kommentieren Juli 17th, 2010

Neues aus der Lahnsteiner Brauerei

Das Sommerloch (auch Bierloch genannt) schreitet voran und auch wir von Lieblingsbier.de kommen derzeit nicht wirklich unserer Pflicht nach unsere treue Leserschaft weiter auf dem neuesten Stand der Biergesellschaft zu halten. Wir beschäftigen uns derzeit mit kreativen Sachen und haben unser erstes selbstgemachtes Biereis gerade fertig gestellt, wie das so geht, erfahrt ihr bald. Bis dahin gibt es aktuelle Neuigkeiten von unserem Partner der Lahnsteiner Brauerei.

Malt - Whisky
Im März 2010 zweigte der Lahnsteiner Braumeister Henrik Rohmann erstmals 30 Hektoliter (3.000 l) seiner kostbaren Vorderwürze ab, mit dem Ziel, dass diese zum Malt Whisky nach schottischem Vorbild werden sollen. Die Würze fuhr dann eilends im Container zur Birkenhof Brennerei im Westerwald, wo sie nach der alkoholischen Gärung abdestilliert und in Bourbon-Fässer eingelagert wurde. Dort verbringt sie, wie es bei einem echten Whisky sein soll, drei Jahre zur Reifung. Demnach wird im Frühjahr 2013 der erste Bier-Whisky aus Lahnsteiner Bier fertig sein. Freuen wir uns darauf.

Biersommelier lobt Martinator: „Ein wuchtiger Doppelbock“
Die helle Variante des Bockbieres aus der Lahnsteiner Brauerei ist der Martinator, der - wie der dunkle Schnee Bock - ganzjährig erhältlich ist. Dr. Wolfgang Stempfl, Biersommelier und Geschäftsführer der Doemens Akademie in München, verkostete nun den Martinator fachmännisch. Das Ergebnis liest sich beeindruckend:

• Sattes rotgold
• Glanzfein
• Feinporige, feste Schaumkrone
• Intensive Malznoten, unterlegt mit einer leichten Fruchtigkeit nach grünem Apfel, Limette und gedörrter Aprikose
• Angenehm spritzig
• Trotz eines wuchtigen Körpers recht erfrischend im Trunk
• Leichte Honigsüße, im harmonischen Zusammenspiel mit einer feinherben Hopfenbittere
• Im Abgang kräftiger Malzkörper
• Ein preisverdächtiger, exorbitanter heller Doppelbock.

Martinator Doppelbock

Kommt nach „Besser leben mit Bier“ ein „Noch besser leben mit Bier“?
Konsequent wäre die Wortwahl in jedem Fall. Konsequent wäre es auch, ein erfolgreiches Konzept fortzusetzen. Und erfolgreich wird das Buch „Besser leben mit Bier“ langsam aber sicher. Zwei Jahre nach seinem Erscheinen sind zwei Drittel der ersten Auflage verkauft, so dass im nächsten Jahr eine Zweite folgen wird. Doch damit nicht genug – die Lahnsteiner Brauerei denkt auch über eine Fortsetzung nach. Material dazu sammelt sich ebenso langsam aber sicher an. Mehr und mehr Leser von „Besser leben mit Bier“ senden es uns zu. Demnächst auch Sie? Ein wenig Zeit bleibt hierzu noch. Man munkelt, der Autor sei derzeit so mit seiner Brauerei beschäftigt, dass ihm nur wenig Zeit zum Schreiben bleibt.

Onlineshop unter www.lahnsteiner-brauerei.de
Sie wohnen weit weg vom nächsten Getränkevertrieb, der unsere Produkte führt? Sie möchten gerne einem Freund oder Verwandten im Ausland eine Freude zum Geburtstag machen? Alles ist möglich. Auf unserer Homepage finden Sie einen Onlineshop mit weltweiter Versandmöglichkeit unserer Biere und natürlich auch unserer Spezialitäten wie Bierlikör, Bierbrand, Bierkäse, Bierstengel, Biernudeln, Hopfentee, Besser leben mit Bier – das Buch, Lahneckchen-Praline oder Knabbermalz.

Gibt es Lahnsteiner Biere bald an exotischen Zielen?
Im Export nach Frankreich, Holland und Italien ist die Lahnsteiner Brauerei bereits seit Jahren erfolgreich engagiert. Verhandlungen mit Interessenten in weiteren Ländern laufen aktuell. Insbesondere der Export nach Übersee scheiterte bislang mit daran, dass die Rückführung der leeren Fässer nicht sichergestellt werden konnte oder zu teuer war.
Am 4. Dezember 2009 hat die Lahnsteiner Brauerei nun einen entscheidenden Schritt getan, um ihre Bierspezialitäten bald an exotischen Zielen zu präsentieren. Als eine der ersten Brauereien überhaupt füllten die Lahnsteiner die neuen 30-l-Einweg-Stahlfässer ab. Dies wurde Möglich, zum einen durch die Installation einer neuen und hoch modernen Fassfüllanlage im März 2009 und zum anderen durch die Entwicklung dieses neuen Fasses durch die Firma Schäfer, von der auch die Lahnsteiner Partyfässer stammen.
„Ob wir wirklich bald Lahnsteiner Biere an den Stränden der Südsee oder in den Tälern des Himalajas trinken können, das muss nun der Markt entscheiden. Für uns ist es im ersten Schritt wichtig, zu den Vorreitern dieser Innovation auf dem Biermarkt zu gehören“ so die Geschäftsführung der Lahnsteiner Brauerei.

Alles weitere auf www.lahnsteiner-brauerei.de

Kommentieren Juli 16th, 2010

Der Krieg um das stärkste Bier der Welt: Franken wieder vorne!

Manche nennen es einfach auch “Wer hat den längsten?”. In dem speziellen Fall geht es allerdings darum, “Wer hat das stärkste?”. Erst im Februar 2010 hat die schottische Brauerei BrewDog den Titel “Das stärkste Bier der Welt” von der fränkischen Brauerei Schorschbräu übernommen. Das Bier hieß “Sink the Bismarck” und hatte unglaubliche 41 Vol. % Alkohol.

Also mehr Schnaps als Bier. Der Braumeister aus Franken Georg Tscheuschner bezweifelte damals, dass der Rekord gültig war, da er vermutete, dass das Bier in alten Whiskey Fässern gebraut wurde. Er kündigte an, ein Bier mit 45 Vol. % Alkohol zu brauen und somit den Rekord wieder nach Franken zu holen.

Was für ein verrücktes Spiel. Worum geht es dabei eigentlich? Geht es wirklich um den Titel oder nur darum um zu zeigen, wer hier “das stärkste” hat oder vielleicht um Aufmerksamkeit der Medien? Im Endeffekt ist es ja auch eigentlich egal, den um Bier geht es dabei wirklich nicht mehr und mit Sicherheit kann man dieses Spielchen auch noch ein wenig weiter treiben. Allerdings hat die Aufmerksamkeit der Medien auf dieses Thema schon ein wenig nachgelassen.

Nichts desto trotz veröffentlichte nun die Schorschbräu Brauerei, welche ihren Sitz im fränkischen Gunzenhausen in der Nähe von Ansbach hat, die Meldung, dass sie ein “Bier” gebraut hat, mit einem Alkoholgehalt von 43 Vol. %. Somit geht der Titel wieder in das fränkische Bierland.



Um den Alkoholgehalt auch offiziell zu bestätigen, wurde eine unabhängige Probe eines Forschungsinstituts durchgeführt, welche den Alkoholgehalt von 43,38 Vol. % bestätigte. Was also durchaus mit Spaß und einem Augenzwinkern begonnen hat, ist langsam bierernst geworden. Dabei wird auch verbal mittlerweile gut ausgeteilt. Die Meldung auf der Homepage der Schorschbräu Brauerei ist dafür das beste Beispiel:

“In unserer Milde und Gnade hatten wir beschlossen, dass die anderen eine Zeit lang Freude daran haben dürfen, den Titel zu führen. Jetzt ist aber gut – ab sofort wohnt das stärkste Bier der Welt wieder da, wo es hin gehört: in Franken! Schorschbock 43% Vol., weil Fränkische Männer Hosen tragen und nicht wie Mädels rumrennen.”

Das Bier, welches vom Braumeister handsigniert ist und in einer Bügelflasche versiegelt, kostet schlappe 100 €. Ob es schmeckt? Wir wissen es nicht. Falls uns einer eine Flasche schenken möchte, sehr gerne.

Nun sind wir gespannt, wie die Schotten reagieren werden oder ob vielleicht eine andere Brauerei den Angriff wagen wird. Abwarten und Bier trinken.

1 Kommentar Mai 21st, 2010

Die nationalen Brauereikonzerne

Wir berichten immer wieder über Brauereien, welche zu transnationalen Braukonzernen wie InBev oder Carlsberg gehören. Heute wollen wir euch einmal eine kleine Liste präsentieren, damit ihr mal sehen könnt, welche vermeintlich netten Brauereien in Deutschland zu den Riesen gehören.

Brauereigiganten nur mit den Brauereien in Deutschland:

InBev: (89.000 Mitarbeiter; Jahresumsatz 2007: 15 Milliarden Euro)
• Diebels
• Becks
— Haake Beck
• Hasseröder
• Gilde Gruppe
— Lindener Aktien Brauerei
— Brauhaus Wülfel
• die Kooperationen von
— Spaten
— Franziskaner
— Löwenbräu
• Hemelinger Spezial

Carlsberg: (35.000 Mitarbeiter; Jahresumsatz 2007: 44.750 Mrd. DKK)
• Carlsberg Elephant
• Ducksteiner
• Holsten
• Lübzer
• Feldschlösschen Dresden
• Feldschlösschen Braunschweig
• Astra
• Gatz Alt
• Hannen Alt
• Grenzquell Pilsner

Brau Holding International: (2.500 Mitarbeiter; Jahresumsatz: 700 Millionen Euro)

Heineken gehört 49.9%:
• Königsbacher
• Braustolz
• Scherdel
• Sternquell
• Würzburger Hofbräu
• Fürstliche Brauerei Wächtersbach
• Lohrer
• Werner Bräu

Schörghuber Unternehmungsgruppe gehört 50,1%:

• Paulaner
— Hacker-Pschorr
— Auer-Bräu
— Thurn + Taxis
— Weißbierbrauerei Hopf
• Kulmbacher
• Fürstenberg
• Hoepfner
• Schmucker
• Karlsberg

Bitburger Holding GmbH: (??? Mitarbeiter; Jahresumsatz 2009: 763 Millionen Euro)
• Bitburger
• Licher
• König-Brauerei
• Köstritzer
• Wernersgrüner

Radeberger Gruppe: (??? Mitarbeiter; Umsatz: 1,25 Milliarden Euro - Marktführer in Deutschland)
(100% Dr. Oetker)
• Berliner Kindl
• Binding
• Dortmunder Actien Brauerei
• Andreas Brauerei
• Tucher
• Thier
• Dortmunder Hansa
• Dortmunder Stifts
• Kronen Brauerei Dortmund
• Hövels
• Freiberger
• Henninger
• Krostitzer
• Mainzer Aktien Brauerei
• Allgäuer Brauhaus
• Bayrische Brauerei Schuck
• Erbacher Brauhaus
• Radeberger
• Schöfferhofer
• Stuttgarter Hofbräu
• Moninger
• Brinkhoff
• Dortmunder Union
• Wicküler
• Schlüsser
• Jever
• Berliner Schultheiss
• Leipziger Brauhaus

Cramer KG: (2.200 Mitarbeiter; Jahresumsatz 2004: 470 Millionen Euro)
• Warsteiner
• Paderborner
• Weissenburg
• Isenbeck
• Frankenheim
• König Ludwig
• Herforder

Dinkelacker Gruppe: (keine Daten vorhanden)
• Dinkelacker
• Schwaben-Bräu
• Sanwald
• Cluss
• Wulle

So das war mal eine kleine Auflistung. Nun kommen noch die ausländischen Marken dazu und schon haben wir die wahren Bierriesen, die die kleinen Brauereien so manchmal einfach auffressen um weiter zu wachsen und immer größer zu werden. An diesem Punkt könnten wir natürlich anknüpfen und weiter über den kapitalistischen Markt diskutieren, werden dies aber auf Grund von Platz Gründen lassen.

Nur eine Sache noch:

Unterstützt die kleinen Brauereien und kauft euer Bier beim regionalen Brauer! Danke!

Autor: bierfra

6 Kommentare Mai 4th, 2010

23. April 2010: Der Tag des deutschen Bieres – Eine Abrechnung

Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,

„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“

Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.

Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?

Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.

Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.

Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.

Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.

Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).

Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.

Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.

Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.

Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?

Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.

In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.

Bierige Grüße,

Felix vom Endt

Betreiber Bier Online Magazin - Lieblingsbier.de

6 Kommentare April 23rd, 2010

Das Bier Online Magazin Lieblingsbier.de sucht Verstärkung!

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Wir suchen ab sofort Verstärkung für die redaktionelle Arbeit auf Lieblingsbier.de. Hast du Lust ein Teil dieses wunderbaren und einzigartigen Projektes zu werden und möchtest du deinen persönlichen Teil dazu beitragen? Wir bieten dir ab sofort die Möglichkeit dazu und geben dir die Möglichkeit rund um das Thema Bier zu schreiben!

Mittlerweile hat sich Lieblingsbier.de zu einer festen Größe in der Bier-Branche gemaustert. Mittlerweile besuchen knapp 10.000 Leser das Online-Magazin, Tendenz steigend. Ebenfalls haben wir ein Augenmerk auf die Zukunft gerichtet und wollen in der nächsten Zeit, endlich, expandieren und größer werden und Lieblingsbier.de zu einer unabhängigen Plattform rund um das Thema Bier machen.

Bewerbe dich einfach mit ein paar Sätzen über dich und eventuellen Vorstellungen über deine Arbeit bei Lieblingsbier.de über unser Kontaktformular oder schreib direkt eine Email an info@lieblingsbier.de. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Falls du nicht wirklich in der redaktionellen Arbeit Lust hast dich am Projekt zu beteiligen, dich aber in grafischen Dingen auskennst, bist du ebenfalls herzlich Willkommen!

Übrigends bieten wir dir die Möglichkeit neben der redaktionellen Arbeit auch Bierfestivals (z.B. Bierfestival Berlin), Biermessen (z.B. Brau Beviale) und weitere Veranstaltungen rund um das Thema Bier für Lieblingsbier.de zu besuchen. Dies selbstverständlich kostenlos und mit eigener Presseakkreditierung. Ebenfalls hast du die Möglichkeit verschiedene Biere von unseren Partnern zu verköstigen und für Lieblingsbier.de zu testen.

Also, bewerbe dich noch heute!!

Viele Grüße,
die Redaktion

Biere aus aller Welt by www.BierPost.com

Kommentieren Februar 16th, 2010

Kulmbacher Brauerei räumt 5 Goldmedaillen ab

Das neue Jahr begann für die fränkische Brauerei aus Kulmbach gleich mit einem Paukenschlag. Beim härtesten Biertest der Welt, welcher von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt wird, räumte sie gleich fünf Goldmedaillen ab. Dabei wurden alle fünf eingereichten Biere mit Gold bewertet. Bei den Sorten handelt es sich um das Kulmbacher Edelherb, das Mönchshof Original, das Mönchshof Kellerbier, das Kapuziner Weißbier und das EKU Pils. Alles sehr schmackhafte und leckere Biere.

Grund für die Auszeichnung ist vor allem die hohe Qualität der Rohstoffe mit dennen die Kulmbacher Brauerei seit vielen Jahren ihr Bier herstellt. Alle Zutaten komme aus der Region und werden streng von der Brauerei kontrolliert. Mit dem weichen Brauwasser aus dem Fichtelgebirge, dem Gesten- und Weizenmalz aus eigenem Anbau, den besten Hopfensorten aus Süddeutschland und der Hefe aus eigener Reinzucht ebnen den Erfolg der Biere. Ebenfalls wird das Bier besonders aromaschonend gebraut und kann somit seinen vollen Geschmack behalten.

Auch die ständigen Investitionen in die Technik und die Produktion der Brauerei machen sich nun bezahlbar. “Bierkenner können sich darauf verlassen, dass unsere Bierspezialitäten nach den modernsten Brauverfahren von der Schrotung des Malzes bis hin zur Gärung, Reifung und Abfüllung hergestellt werden. Diese Auszeichnung ist eine echte Anerkennung für unsere Braumeister und ein Ansporn, in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen”, betont Hermann Nothhaft, Braumeister Technologie und Qualität der Kulmbacher Brauerei in einem Interview auf InFranken.de

Einen ausführlichen Bericht zum Biertest der DLG wird es demnächst geben. Vorweg ist nur zu sagen, dass über 750 Biersorten von 188 Brauereien aus 13 Ländern getestet wurden.
Ebenso werden wir für euch ein Porträt der Kulmbacher Brauerei vorstellen und euch viele Infos über die fränkische Braukunst darstellen.

2 Kommentare Januar 5th, 2010

Biertest: Weihnachtsbier und Weihnachtsbock

Viele Brauereien brauen mittlerweile zu bestimmten Anlässe auch bestimmte Biersorten. Es gibt zum Beispiel das Oktoberfestbier, den Maibock oder eben auch das Weihnachtsbier bzw. Weihnachtsbock.
Dieses bestimmte Bier hat bereits eine lange Tradition, so haben bereits die alten Wikinger diese besondere Brauart genutzt. Natürlich hieß das Bier früher nicht Weihnachtsbier, dies ist erst aus Marketinggründen in der heutigen Zeit entstanden.

Das Bier selber ist meist ein Märzen oder Festbier, mit einer dunklen Farbe, einer ordentlichen Süffigkeit und einem vollmundigen Geschmack. Ebenso haben einige Weihnachtsbiere, vor allem der Weihnachtsbock, einen höheren Alkoholgehalt und schmecken malzig und süß. Weiterhin hat das Weihnachtsbier einen höheren Stammwürzegehalt als andere Biere und ist von den Inhaltsstoffen gesünder und frischer.

Leider muss auch erwähnt werden, dass viele Brauereien ein Weihnachtsbier im Sortiment haben, was sich im Vergleich zum Pils oder Export kaum unterscheidet. Trotzdem wird dieses Bier eben als Weihnachtsbier beworben und verkauft. Dabei handelt es sich meist nur um einen Marketing-Gag.

Wir wollen euch nun ein paar Weihnachtsbiere vorstellen.

Alpirsbacher Klosterbräu Weihnachtsbier

Das Weihnachtsbier der Alpirsbacher Klosterbrauerei stammt aus Baden-Württemberg und wird bereits seit 1880 hergestellt. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,6% Vol. und eine Stammwürze von 13 %. Das Bier ist süffig, kräftig und malzig. Es hat einen herrlichen Duft nach Wald und Kräutern und schmeckt sogar auch nach diesen. Der Geschmack im Mittelteil schön süß und malzig. Im Abgang kommt eine Herbe durch, welche sich ordentlich bemerkbar macht. Insgesamt sehr schmackhaft, frisch und süffig! Sehr zu empfehlen!

Felsenbräu Weihnachtsbier

Dieses Weihnachtsbier kommt aus Thalmannsfeld in der nähe von Schwabach, welches im wunderschönen Franken liegt. Die Brauerei ist eine kleine Privatbrauerei, welche ihr Bier lediglich im Großraum Franken vertreibt Es kommt mit 5,2% Vol. daher und hat ein wunderschönes Malzaroma. Der Malz macht sich von Anfang bis Ende bemerkbar und verleiht dem Bier eine schöne Süffigkeit. Ein schönes handwerklich gebrautes Bier.

Kulmbacher Mönchshof Weihnachtsbier

Das Weihnachtsbier aus Kulmbach ist mit Sicherheit eines der bekannteren Biere seiner Spezies. Die 13,4% Stammwürze und 5,6% Vol. Alkohol kommen in einer schönen dunklen Farbe und Vollmundigkeit daher. Der Geschmack kann dagegen nicht wirklich überzeugen und erinnert auch nicht an Weihnachten. Ein hopfiger und herber Geschmack mit einer leichten säuerlichen Note kommt nicht wirklich ausgewogen daher. Bei diesem Bier ist der Vergleich mit einer Marketingkampagne leider zu nah. Es ist eher wie ein normales Export. Schade Kulmbach - die heimliche Hauptstadt des Bieres.

Sternquell Weihnachtsbier

Das Weihnachtsbier auch in Sachsen gebraut werden kann, zeigt die Brauerei Sternquell aus Plauen. Mit starken 5,8% Vol. Alkoholgehalt und 13,2 % Stammwürze ist das sächsische Weihnachtsbier ein echter Bringer. Das schon eher leichte Bockbier hat einen feinen süßlichen Geschmack und ein dazu passendes würziges Aroma. Die Herbe ist nicht ganz so stark bemerkbar und erzeugt dadurch eine wunderbare Vollmundigkeit. Ein sehr feines und ausgewogenes Weihnachtsbier, sehr lecker!

Brauhaus Sacher Weihnachtsbock

Ein echtes Weihnachtsbock gibt es beim Brauhaus Sacher in Leonberg bei Stuttgart. Mit wunderbaren 6,5% Vol. Alkoholgehalt ist dieses Bier ein richtiges Bockbier. Es wird handwerklich mit feinsten Zutaten gebraut und hat eine fantastische Süffigkeit und einen richtig schönen süßlichen und malzigen Geschmack. Die Konsistenz ist fast sämig und sehr natürlich. Leider ist das Bier nur regional zu bekommen und daher eine echte Rarität. Wer zur Weihnachtszeit in der näheren Umgebung von Stuttgart ist, sollte aber dem Brauhaus Sacher auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Nun beenden wir unsere kleine Testreihe und legen uns nach diesen vielen Weihnachtsbieren erst einmal ein wenig hin. Hoffen wir, dass wir den 24. Dezember nicht verschlafen.

Prost und eine besinnliche Weihnachten an alle Leser!

3 Kommentare Dezember 23rd, 2009

Klimaneutrales Bier am Beispiel der Härle Brauerei aus dem Allgäu

Derzeit dreht sich alles um unser Klima auf der Welt. Wird es eine Klimakatastrophe in den nächsten Jahrzehnten geben oder wird es sich doch noch zum Guten wenden?
Fakt ist, dass wir alle zum Handeln aufgerufen sind und jeder seinen Teil zu einem besseren Klima auf der Welt beitragen sollte. Dies gilt natürlich nicht nur für große Unternehmen oder für die Energiekonzerne. Auch kleine Unternehmer oder Privatleute können ihren Teil zu einer Verbesserung des Klimas beitragen. Hier sind vor allem die kleinen Brauereien gefragt, welche die Möglichkeit haben klimaneutrales Bier zu brauen.

Sicher gibt es bereits viele Brauereien, welche bereits klimaneutral brauen. Bei unseren Recherchen ist uns vor allem die Brauerei Clemens Härle aus dem Allgäu aufgefallen und ihr Konzept wollen wir nun einmal vorstellen.

Die Brauerei braut derzeit rund 30.000 Hektoliter Bier und liegt somit eher im unteren Segment der Braustätten in Deutschland. Allerdings ist der Bierumsatz seit dem Jahr 1999 um knapp 15% gestiegen. Somit ist die Brauerei eine der wenigen Brauereien, die sich gegen den gesunkenen Bierabsatz in Deutschland behaupten kann. Mit Sicherheit kann behauptet werden, dass die zwölf verschiedenen Biersorten ein ganzheitlich wunderbares Geschmackserlebnis bilden.

Doch nun zum eigentlichen Anliegen, dem klimaneutralen Bier. Die Brauerei hat in den letzten Jahren einige Schritte dazu geleistet und engagiert sich ebenfalls im Umweltschutz der Region. So sind zum Beispiel 10 Prozent des eigenen Strombedarfs selbst mit zwei großen Photovoltaikanlagen erzeugt. Die restliche Energie wird komplett aus erneuerbaren Energiequellen bezogen.

Ein erster Schritt zu einem 100% klimaneutralen Bier gab es bereits vor über 15 Jahren. Zunächst wurde der komplette Brauprozess der Brauerei untersucht. Im Laufe der Zeit wurde dann ein Konzept mit Unterstützung des Instituts für Agrar-Informatik an der Universität Hohenheim entwickelt, welches schrittweise die Umstellung der Prozesse auf eine klimaneutrale Ebene ausrichtete.



So wurden zunächst alle Fahrzeuge des Fuhrparks auf Biodiesel umgestellt. Dies geschah bereits im Jahre 1998. Allein diese Umstellung, bei zwölf Fahrzeugen mit einem Verbrauch von jährlich 45.000 Liter, sparte zirka 143 Tonne schädliches CO2. Auch der Biodiesel selber wurde in Deutschland hergestellt und ist somit auch klimaneutraler als Treibstoff aus Brasilien oder anderen Ländern.

Im Jahr 2008 konnte dann ein weiterer wichtiger Schritt in die Richtung einer klimaneutralen Brauerei gemacht werden. So wurde eine Anlage zur Verbrennung von Holzhackschnitzel, welche auch aus der Region stammen, errichtet. Diese versorgt das komplette Unternehmen mit Wärme und Energie. Der jährliche Ausstoß von knapp 120.000 Litern Heizöl wurde hinfällig und es konnten weitere 350 Tonnen schädliches Kohlendioxid eingespart werden. Dadurch, dass auch weitere Energie aus Ökostrom gewonnen wird, reduziert sich der jährliche schädliche Ausstoß um rund 900 Tonnen.

Natürlich werden auch die Braugerste, der Hopfen und die weiteren Zutaten aus Betrieben im Umkreis gekauft. Allein durch das Prädikat “100% klimaneutral” konnte sich die Brauerei mittlerweile einen Namen über die Landesgrenzen vom Allgäu hinaus machen. Trotzdem wird das Bier, auch aus Umeltgründen, nur in der näheren Gegend verkauft.

Weitere Informationen rund um die Brauerei gibt es auf www.haerle.de

Autor: FvE

Kommentieren Dezember 7th, 2009

Neues Bier: Lahnsteiner Brauerei präsentiert Historienturm Obergärig

Bereits seit mehreren Jahren braut die Lahnsteiner Brauerei erfolgreich ihr “Obergäriges”. So erfolgreich, dass es heute die zweit stärkste Biersorte der Brauerei ist. Ab sofort gibt es das “Obergärige” auch in der Flasche.

Seit Menschen am Rhein wohnen haben sie dort auch obergäriges Bier gebraut. Dies änderte sich um das Jahr 1800 mit der Einführung der untergärigen Brauweise. Biersorten wie Pils oder Export traten in den Vordergrund. Zeitweise schien das neue, untergärige Bier die obergärigen Biere vollständig aus dem Rheinland zu verdrängen. Durch ihre Lage in den Städten am Rhein hatten jedoch viele Brauer keine Möglichkeit, die zur Produktion untergäriger Biere notwendigen Keller zu bauen. Diese Keller hätten sich sofort mit Wasser aus dem nahen Fluß gefüllt. So blieben die Brauer bei ihrem obergärigen Bier. Lahnsteiner Obergärig ist daher ein echtes Bier vom Rhein - ein helles, mildes obergäriges Vollbier.



Welche Brauerei sollte ein solches Bier brauen wenn nicht die Lahnsteiner Brauerei. In Lahnstein wird mindestens seit der Stadtgründung im Jahre 1324 Bier gebraut. Auch die Familie Fohr, Inhaber der Lahnsteiner Brauerei blickt bereits nachweislich auf zehn Generationen Brautradition seit 1667 zurück.
Damit das “Obergärige” einen engen Bezug zu Lahnstein aufweist heißt es mit vollem Namen “Historienturm Obergärig”. Es nimmt Bezug auf die acht Lahnsteiner Historientürme. Das Etikett ziert der “Pulverturm” in der Hintermauergasse in Oberlahnstein. Mit der stattlichen Höhe von 26 m bildete er im Mittelalter die südöstliche Ecke der Stadtbefestigung. Der Pulverturm befindet sich im Eigentum der Lahnsteiner Brauerei, die Gründungsmitglied des Vereins ist. Seit 2002 gibt es den Verein Historientürme Lahnstein e. V., dessen Aufgabe es ist, diese Türme zu erhalten und für die Öffentlichkeit zu nutzen. Dank des Engagements des Historientürme Lahnstein e. V. gelang es ihn zu restaurieren und Ende 2007 der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Heute ist der Pulverturm Teil von Stadtbesichtigungen und Brauereibesichtigungen und kann für Veranstaltungen gemietet werden. Weitere Informationen über die historischen Lahnsteiner Stadttürme gibt es unter www.historientuerme-lahnstein.de

2002 war nicht nur die Geburtsjahr des Historientürme Lahnstein e. V., sondern auch das Geburtsjahr des “Obergärig”. Als Spezialität für die Gastronomie füllte es die Lahnsteiner Brauerei zunächst nur in 30- und 50-l-Fässer ab. Bald stellte sich der Wunsch ein, es auch zu Hause genießen zu können. Die 10- und 15-l-Partyfässer ebneten den Weg in diese Richtung. Seit dem 8. September 2009 gibt es nun auch “Historienturm Obergärig” im 20 x 0,5 l Mehrwegkasten.
Erhältlich ist das neue Bier im Online-Shop oder direkt ab Brauerei in der Sandgasse in Oberlahnstein. Am Vertrieb über die Gastronomie und über den Groß- und Einzelhandel wird gearbeitet.

Weitere Informationen über “Historienturm Obergärig” und über die Lahnsteiner Brauerei gibt es unter www.lahnsteiner-brauerei.de

1 Kommentar Oktober 2nd, 2009

Brauereiwanderweg: Fünf-Seidla-Steig in der Fränkischen Schweiz

Einen wirklisch wunderschönen und vor allem genussvollen Brauereiwanderweg bietet der “Fünf-Seidla-Steig” in der Fränkischen Schweiz. Der Wanderweg liegt in einer wunderschönen Landschaft zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg. Er verbindet auf seiner 15 Kilometer langen Rundtour fünf Privatbrauereien zwischen Gräfenberg und Weißenrohe welche zum gemütlichen einkehren einladen. Ganz unter dem Motto “Gemütlich wandern – von einem Bier zum andern”, kann man(n) es sich so richtig gut gehen lassen.

Wer bei der ein oder anderen Gasthausbrauerei dann ein paar fränkische Seidla zu viel erwischt hat, kann auch getrost auf das weiter wandern verzichten und mit einem kostengünstigen Transfer zurück zur Ausgansposition kommen. Wer es dagegen schafft bei allen fünf Brauereien einzukehren und seinen Wanderausweis abstempeln zu lassen, dem winkt am Ende der Wanderung eine nette Überraschung. Mehr dazu im Video von nordbayern.de.

Neben einem Infoflyer über die Brauereien gibt es auch ein Jahresprogramm in welchem besondere Ereignisse wie Brauereiführungen oder Festivitäten aufgelistet sind.

Ebenso gibt es auf der Onlineseite der Nürnberger Nachrichten ein interessantes Video zu begutachten. Hier der direkte Link: klick



Valentins - Blumen und Geschenke

4 Kommentare Juni 29th, 2009

DLG Bierguide 2009: Die Spitzenbiere des Jahres

Die höchste Auszeichnung für deutsche Brauereien werden mit dem Bundesehrenpreis für Brauereien des Bundesministerium für Ernährung ausgezeichnet. Die DLG untersucht mit einem geschulten Sensoriker-Team das deutsche Bier.
Es dürfen nur Biere teilnehmen, die nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden. Untersucht wird die Reinheit des Geschmacks, Qualität der Bittere, Vollmundigkeit, Frische und Geschmack. Zehn Sachverständige verkosten das Bier und entscheiden dann wer den Bronzenen, Silbernen oder Goldenen DLG-Preis bekommt. Von insgesamt 190 teilnehmenden Brauereien bekamen 18 Brauereien den Bundesehrenpreis.

Wir haben für euch die Preisträger einmal aufgelistet. Ebenfalls wird es in der nächsten Zeit einen ausführlichen Bericht über den neuen DLG Bierguide 2009 geben. Viel Spaß dabei.

Den DLG Bierguide 2009 könnt ihr übrigends für 9,90 € direkt hier bestellen: zum Lieblingsbier.de Biershop

Brauerei des Jahres:
ausgezeichnet mit dem Bundesehrenpreis in Gold
Distelhäuser Brauerei
Tauberbischofsheim
- seit 1876 im Besitz der Familie Bauer
- einen Jahresausstoß von 185.000 hl
- einen Mitarbeiterstamm von 147 Personen
- 15 verschiedene Biersorten werden im Moment gebraut

Ausgezeichnet mit dem Bundesehrenpreis in Silber
Familienbrauerei Bauhöfer
Renchen-Ulm
- 1852 gegründet
- 1920 Ausbau der Brauerei
- heute 30 Mitarbeiter
- Austoss von 50.000 hl im Jahr

Ausgezeichnet mit dem Bundesehrenpreis in Bronze
Lehner Bräu
Rosenfeld
- 1998 brachte der ehemalige Besitzer der Brauerei sein ganzes Betriebsvermögen in die gemeinnützige Günther-Lehner Stiftung ein.

Privatbrauerei Hoepfner
Karlsruhe
- Gründung 1798
- 1896 bis heute wird in der Hoepfner Burg gebraut. (sehr Sehenswert)
- es werden 12 Sorten gebraut



Valentins - Blumen und Geschenke

Fürstlich Fürstenbergische Brauerei
Donaueschingen
- Gründung 1283
- erste Versandbrauerei Deutschlands
- Sortiment umfasst 20 Marken
- gehört seit 2004 zur Brau Holding International

AuerBräu
Rosenheim
- 1888 Johann Auer investiert in die Brauerei
- Ausstoss von über 70.000 hl im Jahr
- gehört zu einer Aktiengesellschaft mit der Paulaner Brauerei München

Schlossbrauerei Maxlrain
Tuntenhausen
- seit 1636 braut man Bier
- Man braut 14 Biersorten

Pöllinger Brauerei
Pfeffenhausen
- 1474 gegründet
- 1891 wird der Name Pöllinger erwähnt
- 46 Mitarbeiter
- 220.000 hl Ausstoss im Jahr

Sperber-Bräu
Sulzbach-Rosenberg
- seit 1988 gibts wieder Zoigl-Bier
- 1894 wurde Georg Sperber der Braumeister

Brauhaus Riegele
Augsburg
- bis ins Jahr 1386 lassen sich die Wurzeln zurückverfolgen
- 100 Mitarbeiter

Pfungstädter Brauerei
Pfungstadt
- 1831 gegründet
- 165 Mitarbeiter
- Bierausstoss von 450.000 hl im Jahr

Hessische Löwenbier Brauerei
Malsfeld
- 1870 gegründet

Stralsunder Brauerei
Stralsund
- 1827 gegründet

Gräflich zu Stolberg´sche Brauerei
Westheim
- 1840 gegründet
- 35 Beschäftigte

Privatbrauerei Ernst Barre
Lübbecke
- 1842 gegründet
- 6.te Generation der Familie Barre

Park&Bellheimer Brauereien
Bellheim
- 1865 gegründet
- 1890 schon einen Ausstoss von 30.000 hl
- 1909 dann schon 70.000 hl

Schwerter Brauerei Wohlers
Meißen
- geschichtlich schon seit 1460
- 1953 übernahm Wohlers die Brauerei
- 1997 wurde die neue Brauerei errichtet

Meininger Privatbrauerei
Meiningen
- 1858 gegründet
- 17 verschiedene Biersorten
- 80.000 hl Ausstoss im Jahr

Viele Biere dieser Brauereien habe ich und natürlich auch die Lieblingsbier.de Redaktion auch verkostet und wir sind alle der Meinung, dass sie die Preise durch die Reihe verdient haben.

Autor: bierfra

Kommentieren Juni 2nd, 2009

Bundesehrenpreis für Brauereien

Insgesamt durften sich am Tag des deutschen Bieres 18 deutsche Brauerein über die Auszeichnung des Bundesehrenpreises freuen. Diese Auszeichnung, welche von der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, verliehen wurde, ist die größte und höchste Auszeichnung welche eine deutsche Brauerei erreichen kann.

Die neuen Träger des Bundesehrenpreises hatten bei der Qualitätsprüfung der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) für Bier die besten Ergebnisse in den verschiedenen Bundesländern erzielt. Dieser traditionsreiche Wettbewerb gilt als härtester Biertest der Welt, dem sich 742 Biere von 190 Brauereien stellen.

“Die Qualitätsbrauereien Deutschlands stehen für eine Genusskultur, die weltweit ihresgleichen sucht. Die Vielfalt der heimischen Bierkultur verdanken wir dem fachlichen Können unserer Brauer. Die mit dem Bundesehrenpreis ausgezeichneten Brauereien gehören zu dieser Qualitätselite. Sie dürfen sich zu Recht zu den Qualitätsbotschaftern des deutschen Bieres zählen”, lobte Ilse Aigner, denn der hohe Qualitätsstandard und die konsequente Qualitätsorientierung der meist mittelständischen Brauereien seien beeindruckend.

“Die Preisträger haben in der weltweit anspruchvollsten Qualitätsprüfung für Bier ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit dem Bundesehrenpreis empfehlen sich die Brauereien als herausragende Spitzenbetriebe Deutschlands, die in Fragen der Qualität und des Genusses Maßstäbe für die Branche setzen”, lobte ebenfalls der DLG-Präsident, Carl-Albrecht Bartmer, die ausgezeichneten Brauereien.

Hier findet ihr die Liste der Gewinner mit hinterlegter Internetseite:

Baden-Württemberg:

Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co., Tauberbischofsheim (Bundesehrenpreis in Gold und “Brauerei des Jahres”)
Familienbrauerei Bauhöfer GmbH & Co. KG, Renchen-Ulm
Fürstlich Fürstenbergische Brauerei GmbH & Co. KG, Donaueschingen
Günther-Lehner-Stiftung GmbH, Rosenfelder Lehner Bräu, Rosenfeld
Privatbrauerei Hoepfner GmbH & Co. KG, Karlsruhe

Bayern:
Auer Bräu AG, Rosenheim
Schlossbrauerei Maxlrain Leo Graf von Hohenthal und Bergen, Tuntenhausen
Brauhaus Riegele, Augsburg
Anton Pöllinger Brauerei e.K., Pfeffenhausen
Sperber Bräu, Sulzbach-Rosenberg

Hessen:
Pfungstädter Brauerei, Pfungstadt
Hessische Löwenbier Brauerei GmbH & Co. KG, Malsfeld

Mecklenburg-Vorpommern:
Stralsunder Brauerei GmbH, Stralsund

Nordrhein-Westfalen:
Gräflich zu Stolberg’sche Brauerei Westheim GmbH, Westheim
Privatbrauerei Ernst Barre GmbH, Lübbecke

Rheinland-Pfalz:
Park & Bellheimer Brauereien GmbH & Co. KG, Bellheim

Sachsen:
Schwerter Brauerei Wohlers KG, Meißen

Thüringen:
Meininger Privatbrauerei GmbH, Meiningen

Autor: FvE

1 Kommentar April 29th, 2009

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