Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,
„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“
Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.
Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?
Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.
Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.
Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.
Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.
Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).
Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.
Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.
Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.
Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?
Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.
In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.
Bei unseren Recherechen durch die weiten des Netzes, sind wir auf welt.de auf einen interessanten Artikel gestoßen, welchen wir euch nicht vorenthalten wollen.
Die Autorin Stephanie Geiger schreibt über den bayerischen Biermarkt und probiert anschaulich darzustellen, wie bayerische Traditionsbrauereien die Krise probieren zu meistern. Ein interessanter und lesenswerter Artikel, welcher mit dem Ergebnis endet, dass die bayerischen Traditionsbrauereien keine Sorge haben müssen, von den großen Brauereiriesen der Welt aufgekauft zu werden. Vielen Brauern ist eben Tradition, Qualität und regionale Bekanntheit wichtiger als der große Profit.
Die ewige Rivalität zwischen den beiden bedeutendsten und größten Städten des Rheinlands kocht mal wieder hoch. Diesmal in Form eines Bierkampfes. Eine Kölsch - Brauerei hatte seit geraumer Zeit eine durchaus witzige Werbekampagne mit Plakaten für ihr Produkt gestartet. Doch eines dieser Plakate weckte den Unmut der Düsseldorfer Altbier - Fans, jetzt wird zurückpolemisiert.
An der Spitze der Düsseldorfer Kampagne mit dem schönen Namen : Alt knallt! steht, nicht ganz uneigennützig eine Werbeagentur. Diese sammelt die Vorschläge der Düsseldorfer, wie man der frechen Kölner Bierwerbung begegnen könnte. Die bisher eingegangenen Vorschläge reichen von witzig bis geschmacklos, zeigen also die volle Bandbreite des Volkszornes.
Warum das? Woher kommt diese seit Menschengedenken bekannte Hassliebe der beiden Metropolen? Warum kann ein Kölsch - Trinker nie ein Alt - Trinker sein?
Warum gilt Düsseldorf für den Kölner als “Die verbotene Stadt”? Warum trennen diese beiden Metropolen Welten, obwohl sie doch nur gute 30 Km voneinander entfernt sind?
Lesen sie mehr dazu:
Als Nachfahre einer seit 750 Jahren in Düsseldorf ansässigen Familie, der selbstverständlich mit Alt - Bier großgeworden ist, versuche ich mal einige Erklärungen und Erläuterungen abzugeben.
Köln, von den Römern gegründet, durch Jahrhunderte Bischofs- Kardinals- und Kurfürstsitz, katholisch, romanisch, fast mediterran zu nennen.
Düsseldorf, nach einer Hilfsaktion für die Kölner in der Schlacht von Worringen erst 1288 mit dem Stadrecht belehnt, bis zur Industrialisierung immer im Schatten Kölns, erst dann zur Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz geworden, überwiegend protestantisch, Verwaltungssitz und nach dem 2. Weltkrieg zur Hauptstadt von Nordrhein - Westfalen geworden.
Wie die Charaktere, so unterscheiden sich die Dialekte, für den Kölner oder Düsseldorfer ist an der Sprache genau zu erkennen, aus welcher der beiden Städte jemand stammt, obwohl der Außenstehende, Zugereiste, hier auch “Immi” genannt, beides als rheinischen Dialekt hört. Dies liegt an der sog. Benrather Linie, die südlich von Düsseldorf verläuft und die Dialekte trotz aller Ähnlichkeit trennt.
So ähnlich verhält es sich mit den Bieren, beide, Kölsch sowie Alt sind obergärige Biere. Das Malz für das Alt ist nur dunkler geröstet, so dass das Kölsch hell ist und das Alt, je nach Brauerei dunkelbraun bis bernsteinfarben, bis in´s rötliche schimmernd sein kann. Beide Biere werden aus kleinen Gläsern mit 0,2l Inhalt getrunken. Dies geschieht aus Geschmacksgründen, da das obergärige Bier an der Luft schnell verschalt, es muss also schnell getrunken werden.
In beiden Städten hat das Bierbrauen in innerstädtisch gegegenen Haubrauereien mit Ausschank Tradition. Jeder Bierliebhaber, sei es in Köln oder Düsseldorf schwört auf sein “lecker Dröppke” aus seiner jeweiligen Lieblingsbrauerei. Wobei die Kölner hier einen ordentlichen Marketingvorteil haben, die Biersorte Kölsch ist, ähnlich den Münchner Bieren, herkunftsmäßig geschützt, Kölsch darf nur in Köln gebraut werden.
Durch die Konzentration auf dem Biermarkt sind einige ehemals stolze Düsseldorfer Brauereien entweder ganz verschwunden oder von Großkonzernen übernommen worden, so dass Altbier teilweise im Ruhrgebiet gebraut wird - ein verbrecherisches Tun!!
Die beliebtesten Hausbrauereien in Düsseldorf sind Uerige, Schuhmacher und Füchschen.
Die Rivalität der beiden Städte ist immer noch da, nicht nur auf dem Biersektor, es gibt Spottlieder, mehr oder weniger gute Witze über die jeweils andere Stadt, deren Einwohner und das dort gebraute Bier, aber die jüngeren Menschen sehen das nicht mehr ganz so “bierernst”, für sie ist es eher Spaß und Neckerei.
Wer sich weiter informieren will, hier zwei links zu diesem Thema :
www.koelsch-ist-kein-bier.de aus welcher Stadt kann der wohl kommen? Natürlich mit Witzchen und Geschichten auf Kosten des jeweils anderen.
und www.koelnliebtduesseldorf.de auch sehr informativ, aber etwas versöhnlicher, sehr gut gemacht von Studenten der FH Köln des Studienganges online - Redakteur.
Heute wollen wir für euch eine sehr lesenswerte Pressemitteilung der Unternehmensberatung CIS veröffentlichen. Dabei geht es um die ansteigende Profitgier der deutschen Brauereien auf dem Biermarkt und das trotz schwarzer Zahlen weiter Mitarbeiter entlassen werden.
Die großen deutschen Brauereien schmieden wieder Entlassungspläne in großer Manier. Nicht etwa rote Zahlen spielen bei den Vorhaben eine Rolle, sondern die globale Gier und ausländische Investoren. Soziale Verantwortung oder das Bewusstsein um eine einzigartige Kultur des deutschen Biers bleiben dabei auf der Strecke.
Wie der Wein zu Italien oder Frankreich gehört das Bier zu Deutschland. Fragt man den Deutschen nach seinem Nationalgetränk so wird mit Sicherheit ein Großteil der Befragten mit “Bier” antworten. “Bier ist rein. Bier ist Genuss. Bier ist Deutschland.” heißt es dieses Jahr in der Image-Kampagne des Deutschen Brauer Bundes. Sie frönen dem deutschen Reinheitsgebot, das am 23. April 1516 in Kraft getreten ist.
Doch viele Brauereien scheinen sich ihrer kulturellen Bedeutung nicht bewusst zu sein. Sie vergessen diese, sobald sie von der Profitgier von ausländischen Investoren beeinflusst werden. Schon seit einiger Zeit kaufen diese sich den deutschen Markt “zurecht”. Wie Heuschrecken mischen die geldgierigen aus Übersee Finanzmärkte auf oder zerschlagen Konzerne der Metall- und Autobranche, die bereits seit Generationen eingesessen sind.
Seit geraumer Zeit richtet sich ihr Augenmerk auch auf die Bierwelt. Ein Beispiel ist die Weltbrauerei AB Inbev. Zum Portfolio des Konzerns gehören Marken wie Becks, Franziskaner oder Löwenbräu. Im Jahr 2009 konnte InBev allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz 250 Mio. Euro Rendite erwirtschaften. Trotzdem möchte die Geschäftsleitung weitere 386 Jobs in Deutschland streichen. So verlangen es die brasilianischen Hauptanteilseigner. Ähnliche Umstände begegnen uns auch bei der Brau Holding International in München, bei der Heineken große Anteile hält, dazu zählen Marken wie Fürstenberg, Paulaner und viele Weitere. Stichhaltige Gründe sucht man in Deutschland vergebens. Unsere Brauereien schreiben keine roten Zahlen, es ist vielmehr die globale Gier, die von ihnen Besitz ergriffen hat.
Die CIS als renommierte Unternehmensberatung berät seit Jahren Konzerne in der Lebensmittelbranche, darunter auch die Getränkeindustrie. Sie sieht einen Markt, der mit 1.300 Brauereien und über 5.000 verschiedenen Bieren eine einzigartige Stellung auf der Welt einnimmt. Rund 30.000 Beschäftigte unterhalten die deutschen Braustätten im letzten Jahr. Wenn an einer Branche so viele Arbeitsplätze hängen bedarf sie natürlich besonderer Aufmerksamkeit. Mit Besorgnis beobachtet die CIS daher das hiesige Biergeschäft.
Im Vergleich zum Vorjahr war der Bierabsatz 2009 um 2,8 Prozent rückläufig. In Zahlen sind das jedoch immer noch fast 100 Mio. Hektoliter verkauftes Bier. Der Deutsche konsumiert rund 110 Liter Bier pro Jahr, das sind 66 % mehr als der durchschnittliche Europäer. Die deutschen Brauereien konnten ihre Umsätze in den letzten Jahren stabil halten oder sogar steigern. Seit 2005 beläuft sich der Umsatz der Branche tendenziell stabil auf rund 8,2 Mill. EUR. Diese werden durch moderate Preisanpassung und Zusammenschlüsse der Brauereien gesichert. Die CIS möchte sich auch nicht über moderate Preiserhöhungen beklagen. Als Branchenkenner ist es ihnen bekannt, dass beispielsweise steigende Rohstoffpreise auch eine Preiserhöhung nach sich ziehen. Das entspricht der Logik. Entlassungen trotz schwarzer Zahlen allerdings sind nicht logisch. Das beargwöhnt die CIS und das ist auch für Branchenfremde eine kritische Hinterfragung, wenn nicht sogar einer passenden Entgegnung wert.
Wie sollte der deutsche Bierliebhaber dieser Unverschämtheit begegnen, mögen Sie sich jetzt fragen.
Ganz einfach empfiehlt Robert Sauer, Geschäftsführer der CIS: Greifen Sie auf Biere oder ganz allgemein Lebensmittel zurück, dessen Ursprung und soziale Verantwortung Sie sich bewusst sind. Viele Regionale kleine Brauereien beispielsweise leisten hier gute Arbeit. Hier geht es noch um andere Interessen: Bier, als eines der faszinierendsten Statussymbole unserer Kultur und Gesellschaft. Manch Großer scheint dies vergessen zu haben. Wir nicht.
Pressekontakt:
Pierre Sauer
(Redakteur)
Telefon 0 82 22 / 96 16 55
Originaltext: CIS OHG
Quelle: presseportal.de
Gold. Die letzten Spielminuten sind vergangen und jede Spielerin weiss: Kanada hat Gold. Olympia findet in der Heimat statt, das Stadion ist brechend voll und die kanadischen Eishockey-Spielerinnen machen sich und alle anderen rot-weiß-roten Fans glücklich: Ausgelassen wird die Eismaschine gekapert, Bier, Champagner und Zigarren ausgepackt um den Sieg zu feiern, doch genau damit haben die offiziellen IOC-Mitglieder ein Problem. So etwas hätte in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Dafür sei die Kabine da, alles andere wäre schlecht für den Sport.
Auch nach Olympia, ist Alkohol in der Öffentlichkeit so eine Sache: Auf dem Spielplatz oder in der S-Bahn stört es und wird zurecht nicht geduldet. Auf der Wiese am Baggersee, im Park oder zum Fussball kann das Bier oder der Wein dazu gehören aber auf dem Eis oder Sportplatz? Da muss man erstmal überlegen: Klar, solche Feier-Bilder von Olympia gehen um die Welt und laufen nicht nur im Abendprogramm.
Andererseits weiss nicht schon jedes Kind, dass Alkohol und Feiern gerne kombiniert werden?
Zeigt man damit nicht, dass für außergewöhnliche Ereignisse auch Genussmittel da sind? Oder wird so fälschlicherweise schon kleinen Kindern gezeigt, dass Drogen wie Alkohol und Tabak normal sind?
Wie auch der Fall der deutschen Bischöfin Käßmann zeigt, hängt die Beurteilung wohl mit der Funktion der trinkenden Personen zusammen: Eine moralische Instanz wie es die Vorsitzende eine Kirche ist, entscheidet weise und hat Respekt verdient wenn sie nach einer 1,5 Promille-Fahrt zurücktritt. Zuviel Glaubwürdigkeit hätte sie für zukünftige Moraldebatten eingebüßt.
Doch Sportler, die hart und entbehrungsreich für ihr Ziel arbeiten, sollten sich zum Feiern nicht verstecken müssen. Sie haben zwar auch eine Vorbild-Funktion aber Kinder können auch schon in jungen Jahren sehr wohl unterschieden was eine besondere Situation ist und was die Befriedigung einer Sucht. Eine olympische Goldmedaille hat ein Bier verdient und das sollte man auch zeigen dürfen.
Oder findet ihr, das gibt schon ein zu verharmlosendes Bild ab? Oder im Gegenteil: Hätte Käßmann nicht zurücktreten müssen weil sie ja auch nur ein Mensch ist und Fehler machen darf? Wir sind auf eure Meinungen gespannt!
Dieser Beitrag wurde vom Blog von BeerStickr.com zur Verfügung gestellt. In der nächsten Zeit werdet ihr öfters etwas von unserem neuen Kooperationspartner zu lesen und wahrscheinlich auch zu sehen bekommen. Wir freuen uns, dass wir unser Netzwerk mit BeerStickr.com erweitern konnten und freuen uns auf die Zusammenarbeit, welche auf vielen Ebenen rund um das Thema Bier stattfinden wird. Auf www.beerstickr.com könnt ihr übrigens eure eigenen Bier-Etiketten erstellen lassen und so ein ganz individuelles Bier genießen.
Wenn die Narrenkostüme ab Aschermittwoch wieder in den Schränken verschwinden, beginnt die karge Fastenzeit. Dass es dabei bisweilen trotzdem recht fröhlich zugeht, liegt an einem Hintertürchen, das seit Jahrhunderten gerne genutzt wird: Bockbier.
Dieses besonders gehaltvolle Bier darf auch in der Fastenzeit genossen werden, wie die Überlieferung besagt. So wird berichtet, dass vor langer Zeit bayerische Mönche ein Fässchen Bockbier nach Rom schickten zur Prüfung, ob der Trunk mit den kirchlichen Vorschriften vereinbar sei. Doch die Reise über die Alpen und die warme Sonne Italiens ließen den Sud völlig verderben. Der Papst probierte und konnte in dem abscheulichen Getränk keine Gefahr für das Seelenheil seiner Mitbrüder erkennen. Seither gehören Bockbier und Fastenzeit zusammen.
Gerade in Bayern ist die Auswahl an Starkbieren groß. Diese hochprozentige Vielfalt bereichert der Weißbierspezialist ERDINGER Weißbräu um einen Weizenbock, eine obergärige Spezialität. Mit einem Alkoholgehalt von 7,3 % und einer Stammwürze von 16,7°P ist der ERDINGER Pikantus dunkler Weizenbock der gehaltvollste Vertreter aus dem Hause ERDINGER.
Traditionsgemäß reift er in der Flasche; um sein volles Aroma zu entfalten, braucht er eine etwas längere Reifezeit. Starkbierkenner schätzen seinen typischen, malzbetonten und leicht süßlichen Geschmack, den der Pikantus durch die ausgesuchten, dunklen Weizen- und Gerstenmalze erhält. Dazu passend gibt es ein eigenes Glas, das mit seiner breiter angelegten Form die Aromaentfaltung unterstützt und die dunkle Farbe des Pikantus – das Auge trinkt mit – besonders zur Geltung kommen lässt.
Lieblingsbier.de wird in den nächsten Wochen für euch einmal einige Bockbiere testen und vorstellen. Dabei wünschen wir euch, aber auch uns, viel Spaß!
Wir suchen ab sofort Verstärkung für die redaktionelle Arbeit auf Lieblingsbier.de. Hast du Lust ein Teil dieses wunderbaren und einzigartigen Projektes zu werden und möchtest du deinen persönlichen Teil dazu beitragen? Wir bieten dir ab sofort die Möglichkeit dazu und geben dir die Möglichkeit rund um das Thema Bier zu schreiben!
Mittlerweile hat sich Lieblingsbier.de zu einer festen Größe in der Bier-Branche gemaustert. Mittlerweile besuchen knapp 10.000 Leser das Online-Magazin, Tendenz steigend. Ebenfalls haben wir ein Augenmerk auf die Zukunft gerichtet und wollen in der nächsten Zeit, endlich, expandieren und größer werden und Lieblingsbier.de zu einer unabhängigen Plattform rund um das Thema Bier machen.
Bewerbe dich einfach mit ein paar Sätzen über dich und eventuellen Vorstellungen über deine Arbeit bei Lieblingsbier.de über unser Kontaktformular oder schreib direkt eine Email an info@lieblingsbier.de. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!
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Übrigends bieten wir dir die Möglichkeit neben der redaktionellen Arbeit auch Bierfestivals (z.B. Bierfestival Berlin), Biermessen (z.B. Brau Beviale) und weitere Veranstaltungen rund um das Thema Bier für Lieblingsbier.de zu besuchen. Dies selbstverständlich kostenlos und mit eigener Presseakkreditierung. Ebenfalls hast du die Möglichkeit verschiedene Biere von unseren Partnern zu verköstigen und für Lieblingsbier.de zu testen.
Ja die Weihnachtszeit ist wieder mal rum, aber kalt ist es noch immer. Bei uns werden die Weihnachtsmärkte dann zu Silvestermärkte umgenannt und das Glühwein trinken geht somit weiter. Vor ein paar Jahren war ich in Speyer auf dem Weihnachtsmarkt, kam an einer Würstchenbude vorbei und was lese ich “Glühbier”.
Ich habe ja schon viel getrunken aber ein Glühbier noch nicht. Die Vorfreude war groß und dann der Geschmack, halt weihnachtlich aber es war noch nicht der Kracher. Im Internet habe ich dann recherchiert und herausgefunden, dass es Glühbier schon seit Jahrzehnten gibt. Es kommt aus Belgien und wird dort meistens Glühkriek genannt. Auch deutsche Brauereien haben das Glühbier mittlerweile im Sortiment, als fertige Abfüllung.
Da meist solche Fertigabfüllungen nicht der Brüller sind, dachte ich mir, dass es doch auch sicherlich selber herzustellen geht. Hier habe ich für euch zwei Rezeptvorschläge zum nachmachen.
1. Rezept
1 ltr. dunkles Bier
50g brauner Zucker
1 El Honig
1 Pkch. Weihnachtsgewürze
45ml Rum
1 Schuß Zitronensaft
etwas Anis
Kirschsaft zum Abschmecken
Erst das Bier erhitzen und den Honig dazu geben. Weihnachtsgewürze 30 Minuten ziehen lassen. Nochmals erwärmen und mit Kirschsaft, Rum, Zitronensaft und den anderen Gewürzen abschmecken.
Topf mit Bier langsam erhitzen. Zutaten dazu geben. ca. 5 Minuten ziehen lassen. Denkt bitte daran das Bier darf nicht kochen, höchstens so um die 60 Grad!!!!
Im November habe ich dann zu meinem Geburtstag einige Flaschen Glühkriek geschenkt bekommen. Auf dem Etikett steht, dass das St. Louis Glühkriek auf der Basis von einem Kriek Lambic, ein spontan vergorenes Bier, dem während des Gärungsprozesses Sauerkirschen zugesetzt wurden (Kirschen: belg. Krieken) gebraut wird. Es wird mit Honig und mit verschiedenen Gewürzen eingebraut und hat ebenfalls einen ganz interessanten, leicht säuerlichen, Geschmack.
Puh! Geht es euch auch so wie uns? Mit Sicherheit! Nach den Weihnachtstagen hat ja so gut wie jeder etwas mehr auf den Rippen und nun muss das Ganze natürlich wieder schnell weg, denn der Sommer naht und somit auch wieder die Badesaison. Viele haben kein Problem mit abnehmen und essen einfach mal etwas weniger und schnell sind die Kilos wieder weg. Doch viele mühen sich vergebens und haben keine Disziplin. Wir haben für euch nun eine absolut empfehlenswerte Diät, welche auch noch richtig viel Spaß machen kann. Es handelt sich um die Bier - Diät!
Die “kalte Bier Methode”:
Ein Thema, welches nie bei Diäten angesprochen wird, ist die Temperatur der Speisen oder auch der Getränke. Bekannt ist, dass eine Kalorie notwendig ist, um 1 g Wasser um 1 Grad von 21,5 auf 22,5 Grad zu erwärmen. Es lässt sich also berechnen, dass bei einem Glas kalten Wasser mit 0 Grad, 200 Kalorien benötigt werden um es um 1 Grad zu erwärmen. Sogar 7400 Kalorien werden benötigt, um das Wasser auf Körpertemperatur zu erwärmen. Der Körper muss also Energie aufwenden um nicht auszukühlen. Diese Energie holt er aus dem verbrennen des Körperfetts.
Nun wird das natürlich auf Bier umgemünzt. Ein großes Glas mit 500 g Bier und einer Temperatur mit 0 Grad, benötigt dann rund 16.000 Kalorien. Ihr denkt euch jetzt natürlich, halt, Bier hat ja auch Kalorien. Richtig, diese, rund 800 Kalorien, werden dann einfach abgezogen. So bleiben rund 15.000 Kalorien übrig, welche verbrannt werden müssen.
Der Vergleich mit anderen Möglichkeiten spricht absolut für die Bier - Diät. Eine Runde Fahrrad fahren oder joggen verbraucht zum Beispiel nur 1000 Kalorien pro Stunde! Auch Sex, ansich ein Diät-Wunder, verbraucht nur 100 Kalorien pro Stunde, also im Vergleich überhaupt nicht zu empfehlen.
Abnehmen ist also kein Problem. Mit genug kaltem Bier lassen sich also unnötige Pfunde ganz einfach abspecken. Viel Spaß dabei!
Viele Brauereien brauen mittlerweile zu bestimmten Anlässe auch bestimmte Biersorten. Es gibt zum Beispiel das Oktoberfestbier, den Maibock oder eben auch das Weihnachtsbier bzw. Weihnachtsbock.
Dieses bestimmte Bier hat bereits eine lange Tradition, so haben bereits die alten Wikinger diese besondere Brauart genutzt. Natürlich hieß das Bier früher nicht Weihnachtsbier, dies ist erst aus Marketinggründen in der heutigen Zeit entstanden.
Das Bier selber ist meist ein Märzen oder Festbier, mit einer dunklen Farbe, einer ordentlichen Süffigkeit und einem vollmundigen Geschmack. Ebenso haben einige Weihnachtsbiere, vor allem der Weihnachtsbock, einen höheren Alkoholgehalt und schmecken malzig und süß. Weiterhin hat das Weihnachtsbier einen höheren Stammwürzegehalt als andere Biere und ist von den Inhaltsstoffen gesünder und frischer.
Leider muss auch erwähnt werden, dass viele Brauereien ein Weihnachtsbier im Sortiment haben, was sich im Vergleich zum Pils oder Export kaum unterscheidet. Trotzdem wird dieses Bier eben als Weihnachtsbier beworben und verkauft. Dabei handelt es sich meist nur um einen Marketing-Gag.
Wir wollen euch nun ein paar Weihnachtsbiere vorstellen.
Das Weihnachtsbier der Alpirsbacher Klosterbrauerei stammt aus Baden-Württemberg und wird bereits seit 1880 hergestellt. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,6% Vol. und eine Stammwürze von 13 %. Das Bier ist süffig, kräftig und malzig. Es hat einen herrlichen Duft nach Wald und Kräutern und schmeckt sogar auch nach diesen. Der Geschmack im Mittelteil schön süß und malzig. Im Abgang kommt eine Herbe durch, welche sich ordentlich bemerkbar macht. Insgesamt sehr schmackhaft, frisch und süffig! Sehr zu empfehlen!
Dieses Weihnachtsbier kommt aus Thalmannsfeld in der nähe von Schwabach, welches im wunderschönen Franken liegt. Die Brauerei ist eine kleine Privatbrauerei, welche ihr Bier lediglich im Großraum Franken vertreibt Es kommt mit 5,2% Vol. daher und hat ein wunderschönes Malzaroma. Der Malz macht sich von Anfang bis Ende bemerkbar und verleiht dem Bier eine schöne Süffigkeit. Ein schönes handwerklich gebrautes Bier.
Das Weihnachtsbier aus Kulmbach ist mit Sicherheit eines der bekannteren Biere seiner Spezies. Die 13,4% Stammwürze und 5,6% Vol. Alkohol kommen in einer schönen dunklen Farbe und Vollmundigkeit daher. Der Geschmack kann dagegen nicht wirklich überzeugen und erinnert auch nicht an Weihnachten. Ein hopfiger und herber Geschmack mit einer leichten säuerlichen Note kommt nicht wirklich ausgewogen daher. Bei diesem Bier ist der Vergleich mit einer Marketingkampagne leider zu nah. Es ist eher wie ein normales Export. Schade Kulmbach - die heimliche Hauptstadt des Bieres.
Das Weihnachtsbier auch in Sachsen gebraut werden kann, zeigt die Brauerei Sternquell aus Plauen. Mit starken 5,8% Vol. Alkoholgehalt und 13,2 % Stammwürze ist das sächsische Weihnachtsbier ein echter Bringer. Das schon eher leichte Bockbier hat einen feinen süßlichen Geschmack und ein dazu passendes würziges Aroma. Die Herbe ist nicht ganz so stark bemerkbar und erzeugt dadurch eine wunderbare Vollmundigkeit. Ein sehr feines und ausgewogenes Weihnachtsbier, sehr lecker!
Ein echtes Weihnachtsbock gibt es beim Brauhaus Sacher in Leonberg bei Stuttgart. Mit wunderbaren 6,5% Vol. Alkoholgehalt ist dieses Bier ein richtiges Bockbier. Es wird handwerklich mit feinsten Zutaten gebraut und hat eine fantastische Süffigkeit und einen richtig schönen süßlichen und malzigen Geschmack. Die Konsistenz ist fast sämig und sehr natürlich. Leider ist das Bier nur regional zu bekommen und daher eine echte Rarität. Wer zur Weihnachtszeit in der näheren Umgebung von Stuttgart ist, sollte aber dem Brauhaus Sacher auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
Nun beenden wir unsere kleine Testreihe und legen uns nach diesen vielen Weihnachtsbieren erst einmal ein wenig hin. Hoffen wir, dass wir den 24. Dezember nicht verschlafen.
Prost und eine besinnliche Weihnachten an alle Leser!
Derzeit dreht sich alles um unser Klima auf der Welt. Wird es eine Klimakatastrophe in den nächsten Jahrzehnten geben oder wird es sich doch noch zum Guten wenden?
Fakt ist, dass wir alle zum Handeln aufgerufen sind und jeder seinen Teil zu einem besseren Klima auf der Welt beitragen sollte. Dies gilt natürlich nicht nur für große Unternehmen oder für die Energiekonzerne. Auch kleine Unternehmer oder Privatleute können ihren Teil zu einer Verbesserung des Klimas beitragen. Hier sind vor allem die kleinen Brauereien gefragt, welche die Möglichkeit haben klimaneutrales Bier zu brauen.
Sicher gibt es bereits viele Brauereien, welche bereits klimaneutral brauen. Bei unseren Recherchen ist uns vor allem die Brauerei Clemens Härle aus dem Allgäu aufgefallen und ihr Konzept wollen wir nun einmal vorstellen.
Die Brauerei braut derzeit rund 30.000 Hektoliter Bier und liegt somit eher im unteren Segment der Braustätten in Deutschland. Allerdings ist der Bierumsatz seit dem Jahr 1999 um knapp 15% gestiegen. Somit ist die Brauerei eine der wenigen Brauereien, die sich gegen den gesunkenen Bierabsatz in Deutschland behaupten kann. Mit Sicherheit kann behauptet werden, dass die zwölf verschiedenen Biersorten ein ganzheitlich wunderbares Geschmackserlebnis bilden.
Doch nun zum eigentlichen Anliegen, dem klimaneutralen Bier. Die Brauerei hat in den letzten Jahren einige Schritte dazu geleistet und engagiert sich ebenfalls im Umweltschutz der Region. So sind zum Beispiel 10 Prozent des eigenen Strombedarfs selbst mit zwei großen Photovoltaikanlagen erzeugt. Die restliche Energie wird komplett aus erneuerbaren Energiequellen bezogen.
Ein erster Schritt zu einem 100% klimaneutralen Bier gab es bereits vor über 15 Jahren. Zunächst wurde der komplette Brauprozess der Brauerei untersucht. Im Laufe der Zeit wurde dann ein Konzept mit Unterstützung des Instituts für Agrar-Informatik an der Universität Hohenheim entwickelt, welches schrittweise die Umstellung der Prozesse auf eine klimaneutrale Ebene ausrichtete.
So wurden zunächst alle Fahrzeuge des Fuhrparks auf Biodiesel umgestellt. Dies geschah bereits im Jahre 1998. Allein diese Umstellung, bei zwölf Fahrzeugen mit einem Verbrauch von jährlich 45.000 Liter, sparte zirka 143 Tonne schädliches CO2. Auch der Biodiesel selber wurde in Deutschland hergestellt und ist somit auch klimaneutraler als Treibstoff aus Brasilien oder anderen Ländern.
Im Jahr 2008 konnte dann ein weiterer wichtiger Schritt in die Richtung einer klimaneutralen Brauerei gemacht werden. So wurde eine Anlage zur Verbrennung von Holzhackschnitzel, welche auch aus der Region stammen, errichtet. Diese versorgt das komplette Unternehmen mit Wärme und Energie. Der jährliche Ausstoß von knapp 120.000 Litern Heizöl wurde hinfällig und es konnten weitere 350 Tonnen schädliches Kohlendioxid eingespart werden. Dadurch, dass auch weitere Energie aus Ökostrom gewonnen wird, reduziert sich der jährliche schädliche Ausstoß um rund 900 Tonnen.
Natürlich werden auch die Braugerste, der Hopfen und die weiteren Zutaten aus Betrieben im Umkreis gekauft. Allein durch das Prädikat “100% klimaneutral” konnte sich die Brauerei mittlerweile einen Namen über die Landesgrenzen vom Allgäu hinaus machen. Trotzdem wird das Bier, auch aus Umeltgründen, nur in der näheren Gegend verkauft.
Weitere Informationen rund um die Brauerei gibt es auf www.haerle.de
Immer wieder berichten wir auch über andere Medien, welche interessante und spannende Artikel rund um das Thema Bier veröffentlichen. Einer dieser Artikel wurde nun auf WELT Online veröffentlicht.
Er handelt vom rückläufigen Bierkonsum in Deutschland, welcher von deutschen Brauereien mit seltsamen Mischgetränken bekämpft wird. Es geht um Existenzangst deutscher Brauereien und der deutschen Brautradition.
Während wir uns mit solchen Problemen beschäftigen, wird wo anders ein Traditionsbier gefeiert und die Bierkultur neu entdeckt. In den USA sträubt sich ein, mittlerweile erfolgreicher, Widerstand gegen die großen Brauereiriesen. Ein Wein-Sommelier hat sich in den USA zum Thema Bier umgesehen und dabei viel Gutes entdeckt.
Wir können euch nur raten den Artikel selber einmal zu lesen:
Es ist ja mittlerweile schon fast Kult, sich mit dem Thema DDR auseinander zu setzen. Vor allem zur Zeit in Gedenken an den Mauerfall vor 20 Jahren. Wir haben zusammen mit der Internetseite DDR-Brauwesen.de nun für euch ein paar interessante Informationen rund um das DDR Brauwesen, vor allem in Form der Bieretiketten zusammengestellt.
Die Website DDR-Brauwesen.de beschäftigt sich umfassend mit dem DDR-Brauereiwesen und hat eine riesige Menge interessanter Details zusammen getragen. Es ist ihnen gelungen, eine umfangreiche Sammlung von Bildern der verschiedensten, damals bekannten, Bierdeckel und auch Getränkeetiketten zusammen zu stellen. Durch mühsame Recherche konnte ein Brauereiverzeichnis erstellt werden, in dem mehr als 500 Getränkebetriebe von damals aufgelistet sind.
Obwohl das Angebot damals doch recht begrenzt war, gab es Ende der 80er Jahre trotzdem bereits 37 verschiedene Sorten von alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Man begann sogar damit, auch Veränderungen an den Getränkeetiketten vorzunehmen, um diese dem Lauf der Zeit ein wenig anzupassen. Plötzlich begann man sich für Werbung zu interessieren und veränderte Design und Farben, um schon durch die Getränkeetiketten das Interesse der Kunden zu wecken.
Das Brauereiverzeichnis soll auch die Veränderung im Laufe der Zeit darstellen. So gibt es z. B. die Vita-Cola noch heute. Sie erfreut sich wachsender Beliebtheit, besonders weil sie sich durch einen nicht ganz so süßen Geschmack auszeichnet, der mit einem Spritzer Zitrone ergänzt wurde. Die Getränkeetiketten haben sich im Laufe der Jahre den neuen marketingtechnischen Aspekten angepasst und dementsprechend auch stark verändert. So fällt speziell bei der Vita-Cola die neue Farbgebung auf. Zu DDR-Zeiten war alles doch ein wenig schlichter. Das Design der Bieretiketten oder auch der Getränkeetiketten allgemein war eher zweitrangig.
Ende der 80er Jahre gab es aber nicht nur diese 37 verschiedenen Sorten von alkoholfreien Erfrischungsgetränken, sondern auch 15 verschiedene Biersorten. Auch die Bieretiketten veränderten sich im Laufe der Zeit. Man erkannte, dass der Spruch „Das Auge isst mit.“, in diesem Falle natürlich „trinkt mit“, ein Körnchen Wahrheit enthielt und entdeckte die Möglichkeiten der Umsatzsteigerung durch Werbeträger, wie z. B. Bierdeckel. Diese gab es in jeder Gaststätte in verschiedenen Formen und von den unterschiedlichsten Marken. Das Bierdeckelsammeln wurde sogar für Einige zu einem neuen Hobby. Auf der Seite ist es gelungen, einige Bilder der damals bekannten Bierdeckel zu präsentieren.
Zu den wenigen, ostdeutschen Brauereien, die bis heute im aktuellen Brauereiverzeichnis zu finden sind, gehört sicherlich die Lübzer Brauerei. Auch sie hat ihre Marketingstrategie erfolgreich der aktuellen Marktsituation anpassen können. Sie überzeugt durch neue Produkte und innovative Ideen. Die aktuellen Bieretiketten sind kreativ gestaltet worden und ziehen die Blicke der Kunden auf sich. In Sachen Trendprodukte der heutigen Zeit hat sich die Lübzer Brauerei auch Einiges einfallen lassen. So gibt es nicht mehr nur das klassische Lübzer Pils, sondern z. B. auch das Lübzer Lemon.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass in den letzten Jahren nicht nur geschmacklich eine große Veränderung stattgefunden hat. Auch in Sachen Design der Getränkeetiketten, Bierdeckel und Bieretiketten hat sich Einiges getan.
Das umfangreiche Brauereiverzeichnis macht neugierig, sich einmal gezielt nach Produkten der damaligen Zeit umzuschauen, die sich bis heute auf dem Markt etablieren konnten. Auch wir haben das gemacht und werden in der nächsten Zeit ausführlich über damalige Brauereien aus der DDR berichten, welche noch heute ein Bestandteil der Deutschen Brauereilandschaft sind.
Was befindet sich eigentlich hier dem Begriff der Biersteuer? Wir haben für euch einmal die Entstehungsgeschichte, den Nutzen und die eigentliche Bedeutung der Biersteuer herausgesucht. Gleich eines vorweg, Deutschland nimmt nach ersten Schätzungen im Jahr 2009 rund 725 Mio. Euro, Europa rund 57 Milliarden Euro, durch die Biersteuer ein.
Die Biersteuer entstand in einer Zeit, als das Bier noch völlig rein und trübe getrunken wurde, nämlich in den mittelalterlichen deutschen Städten. Damals hieß sie Malzaufschlag, Bierziese, Bierungeld oder Bierpfennig und wurde bereits gesetzlich geregelt. Im Jahre 1542 wurde in Bayern ein erstes Biersteuergesetz erlassen. Im Jahre 1871 wurde dann das Norddeutsche Brausteuergebiet dem Deutschen Reich übertragen.
Die Länder Bayern und Baden Württemberg wollten allerdings ihre Kompetenzen behalten und erkauften sich diese durch Zahlungen an das Deutsche Reich. Erst nach dem ersten Weltkrieg übernahmen auch die beiden eigenständigen Länder das Reichsteuergesetz, konnten aber die Einnahmen aus der Biersteuer für sich behalten. Im Jahre 1949 bekam die Biersteuer ihren heutigen Status und wird seitdem von der Bundesfinanzbehörde verwaltet.
Die Biersteuer ist eine Verbrauchersteuer und steht den Ländern zu. Die Verteilung der Biersteuer unter den Bundesländern bestimmt sich dabei nach dem Betriebssitz der Steuerschuldner (Hersteller, Lagerinhaber und Importeure). Es ist also nicht entscheidend, in welchem Bundesland das Bier getrunken wird.
Die Steuer wird auf “Bier aus Malz” und auf “Mischungen von Bier mit nichtalkoholischen Getränken” bezogen. Alkoholfreies Bier, welches einen Alkoholgehalt bis 0,5 % vol hat, unterliegt nicht der Biersteuer.
Die Abgabe der Biersteuer richtet sich nach dem Stammwürzegehalt (Grad Plato) des Bieres. Der Regelsteuersatz beträgt pro Hektoliter 0,787 Euro je Grad Plato. Ein Liter normales Vollbier, mit einem 12 Grad Plato, ergibt etwa 9 Cent Biersteuer.
Übrigens gibt es auch Bier, welches von der Steuer befreit ist. Dieses ist der Fall, wenn das Bier zum Beispiel für die Herstellung von Essig, Lebensmitteln oder Arzneimitteln verwendet wird.
Auch die Arbeiter in Brauereien, welche einen bestimmte Menge Bier mit nachhause nehmen dürfen, müssen dafür keine Steuern begleichen. Glück haben auch Haus- und Hobbybrauer, welche ihr Bier für den eigenen Verbrauch herstellen. Allerdings darf die Menge nicht mehr als zwei Hektoliter im Jahr überbieten. Auch Brauereien mit einem Gesamtabsatz von weniger als 200.000 Hektoliter können ermäßigte Steuersätze in Anspruch nehmen. Allerdings müssen diese unabhängig von anderen Brauereien sein.
Weitere Einzelheiten sowie die genaue Worterläuterung des Biersteuergesetzes gibt es hier: klick