Der Kampf um das stärkste Bier der Welt geht in eine neue Runde. Diesmal hat die schottische Brauerei BrewDog wieder einen vorgelegt und somit der fränkischen Brauerei Schorschbräu eine neue Angabe um das stärkste Bier der Welt unterbreitet. Allerdings glaube ich, dass sich diesmal Schorschbräu von diesem “Wettbewerb” eher distanzieren wird. Der Grund dafür ist, dass die Schotten ihr Bier, mit wahnsinnigen 55 Prozent Alkohol, in toten Tieren abfüllen und dieses so verkaufen. Klingt verrückt und ist es auch.
Nach Angaben der Brauerei wurden zwölf dieser Tierbehältnisse hergestellt und mittlerweile auch alle verkauft. Sieben Wiesel, vier Eichhörnchen und ein Hase mussten für diese makaberen Behälter herhalten. Anscheinend sind alle Tiere nicht für das Bier getötet worden, sondern wurden auf einer Straße überfahren. Ein Tierpräperator bereitet das Innere der Tiere so vor, dass eine Flasche Starkbier hineinpasst.
Natürlich bleibt diese Marketing-Aktion nicht ohne Proteste. Der schottische Tierschutzverband Advocates for Animals kritisierte diese Aktion als eine “krankhafte Idee” und “dummen Werbegag”. Es zeige den fehlenden Respekt vor lebenden Tieren, sagte Libby Anderson dem Sender BBC. Die schottische Gesundheitsbehörde nannte die Produktion unverantwortlich.
Das superstarke Bier sei “eine perfekte Konzeptehe von Tierpräparation, Kunst und Handwerksbrauerei”, sagte dagegen BrewDog-Chef James Watt. Eine 330 Milliliter Tierflasche mit dem Bier, welches den Namen “The End of History” trägt, kostet rund 600 Euro. Bei dem Bier handelt es sich um ein helles belgisches Ale, welches mit Nesseln und Wacholderbeeren verfeinert wurde.
Somit wurde von den Schotten ein weiteres Kapitel um den Kampf des stärksten Bieres aufgeschlagen. Ob darauf die fränkische Brauerei eingehen wird, wird sich zeigen. Angekündigt wurde bereits vor einiger Zeit, dass die Franken ein noch stärkeres Bier brauen wollen. Was das allerdings noch mit Bier und dem Genuss zu tun hat ist fraglich und ob die Franken darauf weiter eingehen werden ebenfalls.
Im letzten Jahr sorgte das Traumjob-Angebot rund um die Stelle als Ranger in einem australischen Inselparadies für Schlagzeilen. Diese Idee haben weitere Organisationen und Feriengebiete auf der ganzen Welt kopiert um für ihre eigenen Traumjobs zu werben.
Gerade letzterer ist sicherlich eine Überlegung wert. Warum nicht einmal in einer Brauerei hoch oben auf einem Berg arbeiten und dabei die Kunst der Bierproduktion, Lagerung, Abfüllung und natürlich auch der richtigen Verkostung erlernen. Dazu in einem wunderschönen Ambiente in den Bergen der Schweiz. Ort des Geschehens ist die BierVision Monstein, eine Brauerei mit Tradition und innovativen Ideen. Der Gewinner des Wettbewerbs darf eine ganze Woche, natürlich kostenlos, in der Brauerei verbringen und dort seine Erfahrungen machen.
Im Jahr 2001 wurde die BierVision, die höchstgelegene Brauerei Europas und die erste Schaubrauerei des Kantons Graubünden, in Betrieb genommen. Sie befindet sich in der ehemaligen Dorfsennerei, einem Gebäude, das vor rund 100 Jahren errichtet worden ist. Aus kristallklarem Monsteiner Quellwasser, Schweizer Hopfen und würzigem Malz braut jetzt die BierVision Monstein AG nach innovativer Tradition Monsteiner Bierspezialitäten. Unter der Marke Monsteiner wird heute aber nicht nur Bier gebraut. Ausgewiesene und innovative Davoser Betriebe haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und produzieren aus dem Malztreber und den Zutaten der Bierherstellung weitere ausgezeichnete Spezialitäten der Landschaft Davos.
Für alle, die nun den Traumjob wahrnehmen möchten heißt es sich zu beeilen. Nur noch bis zum 22. Juli darf gewählt werden. Für alle die lieber einen der vorhandenen Bewerber wählen möchten, lohnt es sich auch seine Stimme abzugeben, denn jeder der sich für einen Favoriten entscheidet hat zusätzlich die Chance einen tollen Preis, zum Beispiel in Form einer Luxusreise nach Davos, zu gewinnen.
Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,
„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“
Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.
Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?
Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.
Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.
Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.
Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.
Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).
Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.
Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.
Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.
Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?
Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.
In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.
Meine Güte war das wieder ein Fest! Zum siebten Mal fand der World Beer Cup in den USA statt und die meisten Mitglieder der Jury schlafen wohl immer noch ihren Rausch aus. Immerhin wurden vom 5. bis 10. April 3.300 Biere von 642 Brauereien aus 44 Ländern getestet und beurteilt. Die 179 Mitglieder der Jury durften ihre Favoriten für insgesamt 90 verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel “Coffee Flavored Beer” oder “Classic English-Style Pale Ale” wählen. Der World Beer Cup ist einer der größten seiner Art und gehört mit zu den wichtigsten Auszeichnung für Brauereien. Er wird alle zwei Jahre von der Association of Brewers, einem Netzwerk von mittelständischen Brauereien aus den USA, verliehen.
Die Anzahl der eingereichten Biere hat sich im Laufe der Jahre mehr als nur verdreifacht. Immerhin nahmen schon bei der ersten Veranstaltung im Jahre 1996 knapp 600 Biere am Wettbewerb teil. Im Jahre 2004 waren es dann schon 1.500 Biere und nun im Jahre 2010 sage und schreibe 3.300 Biere. So viele wie noch nie.
In diesem Jahr wurden 268 Auszeichnungen in 90 Kategorien verteilt. Dabei gibt es pro Kategorie eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Allerdings kann es auch passieren, dass in bestimmten Kategorien keine Medaillen verteilt werden, da bestimmte Mindestkriterien nicht eingehalten wurden. Die Jury ist sowieso relativ streng und besteht ausschließlich aus Fachpersonen. Dabei gehören Biersommeliers ebenso dazu wie Brauereibesitzer oder Journalisten rund um das Thema Bier. Insgesamt stammen die 179 Mitglieder der Jury aus 26 verschiedenen Ländern, dabei mehr als die Häufe von außerhalb der USA. Ebenso ein Rekord wie alle anderen Zahlen beim diesjährigen World Beer Cup.
Deutschland ist mit 186 eingereichten Bieren, nach den USA mit wahnsinnigen 2371 Anmeldungen, das stärkste Teilnehmerland. Immerhin 16 von diesen 186 Bieren wurden mit Auszeichnungen belegt. So konnte unter anderem Braumeister Michael Plank, mit der gleichnamigen Brauerei, bereits zum fünften Mal seinen Titel für seinen Hellen Weizenbock verteidigen.
Was den Medaillenspiegel angeht, holte Deutschland Rang zwei, weit abgeschlagen hinter den USA mit 204 Auszeichnungen. Dies ist mit Sicherheit auch ein Anzeichen dafür, dass die Qualität des amerikanischen Bieres wieder besser wird, vor allem was kleine und mittelständische Brauereien betrifft. Bei den Großkonzernen schmeckt das Bier immer noch genau so bescheiden und nicht vergleichbar mit Qualitätsbieren. Den dritten Platz teilen sich Kanada und Belgien mit 7 Auszeichnungen. Aus Tschechien, immerhin das Land mit einem sehr hohen Pro-Kopf Verbrauch und auch einer ansehnlichen Bierkultur, wurden nur 13 Biere eingereicht. Immerhin konnten von diesen auch drei Biere überzeugen.
Das erstaunlichste aber ist, dass die meisten amerikanischen Brauereien ihr Bier in typisch deutschen Kategorien weit vorne platzieren konnten. So sind mittlerweile Kategorien wie Märzen, Schwarzbier, Bock, Doppelbock, Kölsch und Alt fest in amerikanischer Brauerkunst vertreten. Jeweils Gold gewann das Kölsch, der The Saint Louis Brewery, und das Alt, der Widmer Brothers Brewing Company, beide aus Amerika. Auch in der Kategorie “German-Style Pilsener” konnte die amerikanische Sierra Nevada Brewing Company mit ihrem Pilsener überzeugen. Ebenso gewann das Berliner Weisse der Snake River Brewing Company in der Kategorie “German-Style Sour Ale” die Goldmedaille. Eigentlich erschreckend oder?
Wir gratulieren natürlich trotzdem allen Gewinnern und vor allem den deutschen Preisträgern.
Hier eine Übersicht über die deutschen Preisträger
Goldmedaillen Gewinner:
Privatbrauerei Hoepfner mit Hoepfner Export in der Kategorie “Münchner Helles” Stralsunder Brauerei mit Störtebeker Bio “1402″ in der Kategorie “Kellerbier/Zwickelbier” Private Landbrauerei Schönram mit Schönramer Gold in der Kategorie “Dortmunder/European-Style Export or German-Style Oktoberfest” Distelhäuser Brauerei mit Distelhäuser Frühlingsbock in der Kategorie “German-Style Heller Bock/Maibock” Schneider Weisse Kelheim mit TAP 2 Mein Kristall in der Kategorie “German-Style Pale Wheat Ale” Brauerei Michael Plank mit Plank Heller Weizenbock in der Kategorie “South German-Style Weizenbock/Weissbock”
Silbermedaillen Gewinner:
Distelhäuser Brauerei mit Disteläuser Leichtes in der Kategorie “European-Style Low-Alcohol Lager/German-Style” Aktienbrauerei Kaufbeuren mit Spezialbier Edel in der Kategorie “Dortmunder/European‑Style or German-Style Oktoberfest” Klosterbrauerei Weltenburg mit Kloster Barock Dunkel in der Kategorie “European-Style Dark/Münchner Dunkel” Weißbräu Unertl mit Unertl Leichte Weisse in der Kategorie “German-Style Pale Wheat Ale” Weißbräu Unertl mit Unertl Mühldorfer Weisse in der Kategorie “German-Style Dark Wheat Ale “
Bronzemedaillen Gewinner:
Engelbräu Rettenberg mit Günten Pils in der Kategorie “German-Style Pilsener” Alpirsbacher Klosterbräu mit Weihnachtsbier in der Kategorie “Dortmunder/European‑Style Export or German-Style Oktoberfest” Alpirsbacher Klosterbräu mit Kloster Starkbier in der Kategorie “German-Style Heller Bock/Maibock” Distelhäuser Brauerei mit Kristallweizen in der Kategorie “German-Style Pale Wheat Ale” Distelhäuser Brauerei mit Dunkles Weizen in der Kategorie “German-Style Dark Wheat Ale”
Am 17. März ist nicht nur Irland in die grüne Farbe getaucht, sondern auch in Deutschland wird an vielen Orten der legendäre St. Patrick`s Day gefeiert. Der Tag ehrt den irischen Nationalheiligen St. Patrick, welcher als erster christlicher Missonar der grünen Insel gilt. Nahezu alles wird in einen grünen Farbton getaucht um damit dem Missonar einen Ehrentag zu verschaffen. Selbst Flüsse, Springbrunnen und auch das heilige Bier bekommen einen grünen Anstrich.
Allein in München feiern mittlerweile rund 30.000 Teilnehmer auf der größten kontinentaleuropäischen St. Patrick`s Parade diesen irischen Nationalfeiertag.
Berliner Weiße
Nun ist vor allem in Berlin und Umgebung ein bestimmtes grünes Bier keine Unbekannte. Dort wird seit vielen Jahren die Berliner Weiße angeboten. Die Berliner Weiße ist ein obergäriges Bier mit, welches heutzutage mit einem Fruchtsirup (Himbeer oder Waldmeister) getrunken wird. Früher war die Berliner Weiße kein Mischgetränk, sondern es handelte sich um ein Weizenbier, welches um 1700 das beliebteste Getränk der Berliner war. Im Jahre 1800 gab es in Berlin rund 700 Weißbierlokale.
Berliner Weiße als Mischgetränk ist eine Erscheinung der neueren Zeit. So wurde das Bier früher allenfalls mit Kümmelschnaps oder Korn getrunken und trug den Namen “Weiße mit Strippe”. Meist ist es üblich das Bier mit einem Strohhalm zu trinken, doch ist diese Art bei den Berlinern eher verpönnt.
Wer einmal richtiges irisches Bier probieren möchte, kann beim Bieronlineshop www.bierpost.com stöbern und sich die ein oder andere Flasche nachhause liefern lassen.
Wir suchen ab sofort Verstärkung für die redaktionelle Arbeit auf Lieblingsbier.de. Hast du Lust ein Teil dieses wunderbaren und einzigartigen Projektes zu werden und möchtest du deinen persönlichen Teil dazu beitragen? Wir bieten dir ab sofort die Möglichkeit dazu und geben dir die Möglichkeit rund um das Thema Bier zu schreiben!
Mittlerweile hat sich Lieblingsbier.de zu einer festen Größe in der Bier-Branche gemaustert. Mittlerweile besuchen knapp 10.000 Leser das Online-Magazin, Tendenz steigend. Ebenfalls haben wir ein Augenmerk auf die Zukunft gerichtet und wollen in der nächsten Zeit, endlich, expandieren und größer werden und Lieblingsbier.de zu einer unabhängigen Plattform rund um das Thema Bier machen.
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Ja die Weihnachtszeit ist wieder mal rum, aber kalt ist es noch immer. Bei uns werden die Weihnachtsmärkte dann zu Silvestermärkte umgenannt und das Glühwein trinken geht somit weiter. Vor ein paar Jahren war ich in Speyer auf dem Weihnachtsmarkt, kam an einer Würstchenbude vorbei und was lese ich “Glühbier”.
Ich habe ja schon viel getrunken aber ein Glühbier noch nicht. Die Vorfreude war groß und dann der Geschmack, halt weihnachtlich aber es war noch nicht der Kracher. Im Internet habe ich dann recherchiert und herausgefunden, dass es Glühbier schon seit Jahrzehnten gibt. Es kommt aus Belgien und wird dort meistens Glühkriek genannt. Auch deutsche Brauereien haben das Glühbier mittlerweile im Sortiment, als fertige Abfüllung.
Da meist solche Fertigabfüllungen nicht der Brüller sind, dachte ich mir, dass es doch auch sicherlich selber herzustellen geht. Hier habe ich für euch zwei Rezeptvorschläge zum nachmachen.
1. Rezept
1 ltr. dunkles Bier
50g brauner Zucker
1 El Honig
1 Pkch. Weihnachtsgewürze
45ml Rum
1 Schuß Zitronensaft
etwas Anis
Kirschsaft zum Abschmecken
Erst das Bier erhitzen und den Honig dazu geben. Weihnachtsgewürze 30 Minuten ziehen lassen. Nochmals erwärmen und mit Kirschsaft, Rum, Zitronensaft und den anderen Gewürzen abschmecken.
Topf mit Bier langsam erhitzen. Zutaten dazu geben. ca. 5 Minuten ziehen lassen. Denkt bitte daran das Bier darf nicht kochen, höchstens so um die 60 Grad!!!!
Im November habe ich dann zu meinem Geburtstag einige Flaschen Glühkriek geschenkt bekommen. Auf dem Etikett steht, dass das St. Louis Glühkriek auf der Basis von einem Kriek Lambic, ein spontan vergorenes Bier, dem während des Gärungsprozesses Sauerkirschen zugesetzt wurden (Kirschen: belg. Krieken) gebraut wird. Es wird mit Honig und mit verschiedenen Gewürzen eingebraut und hat ebenfalls einen ganz interessanten, leicht säuerlichen, Geschmack.
Heute haben wir für euch mal wieder eine nette Idee für die Vorweihnachtstage, besser gesagt eine Bastelidee für einen einzigartigen Adventskalender. Wie bereits im letzten Jahr, werden wir euch auch dieses Jahr wieder die Idee mit dem Adventskalender mit Bier vorschlagen.
Das Besondere in diesem Jahr ist, dass unsere Redaktion ebenfalls einen Adventskalender mit 24 internationalen Bieren aus der ganzen Welt basteln wird. Das Bier wird freundlicherweise vom Biershopwww.bierpost.com zur Verfügung gestellt.
Wir werden nun jeden Tag vom 1. bis zum 24. Dezember ein neues Türchen, besser gesagt ein neues Bierchen, öffnen und dieses auf Lieblingsbier.de vorstellen.
Wenn ihr selber einen Adventskalender basten möchtet, dann geht das ganz einfach. Das einzige was ihr braucht sind folgende Zutaten:
Man nehme den Kronkorken als Schablone und malt 24 Kreise auf das Papier. Diese werden ausgeschnitten und von 1 bis 24 durchnummeriert. Dann auf jede einzelne Flasche jeweils eine Nummer geklebt und fertig ist der Bierkasten Adventskalender. Einfach und effektiv. Viel Spaß dabei
Hier die Sorten des Bierpakets welches wir testen werden und welches es auf www.bierpost.com zu kaufen gibt.
1 Fl. 0,33l Windhoek Lager - Namibia oder Baltika Russland
1 Fl. 0,33l Lapin Kulta - Finnland
1 Fl. 0,33l Effes - Türkei
1 Fl. 0,33l Moretti - Italien
1 Fl. 0,33l Mythos - Griechenland
1 Fl. 0,33l Grolsch oder Amstel aus den Niederlanden
1 Fl. 0,25l St.Louis Kirschbier aus Belgien
1 Fl. 0,33l Karlovako - Kroatien
1 Fl. 0,33l Superbock - Portugal
1 Fl. 0,33l Estella Damm - Spanien oder Fosters - Australien
1 Fl. 0,33l Zipfer oder Gösser aus Österreich-
1 Fl. 0,33l Kronenbourg oder Meteor aus Frankreich
1 Fl. 0,33l XXXX Castelmaine - Australien
1 Fl. 0,25l Old Spekled Hen - England
1 Fl. 0,33l Lion Lager- Srilanka
1 Fl. 0,33l Tsingtao - China oder Kilkenny - Irland
1 Fl. 0,33l Singha - Thailand
1 Fl. 0,33l Mooshead Lager - Kanada
1 Fl. 0,33l Stella Artois oder Palm Speziale aus Belgien
1 Fl. 0,33l King Fisher - Indien
1 Fl. 0,33l Castel Lager aus Südafrika
1 Fl. 0,33l Palma Cristal - Kuba
1 Fl. 0,33l Tyskie aus Polen
1 Fl. 0,33l Pelforth bruine - Frankreich
Anfang der Woche haben wir euch das Bierland Belgien vorgestellt. Nun haben wir für euch vier verschiedenebelgische Biere getestet und für euch in einem kleinen Biertest zusammengefasst.
Eins vorne weg, der Geschmack der belgischen Biere ist so unterschiedlich geprägt, da konnten wir für euch keine klare Linie erkennen und haben somit zum Beispiel auch ein warmes Kirschbier im Angebot. Lecker!
Palm Speziale Pils
Das Pils nicht gleich Pils sein muss, dachten sich wohl bei diesem Bier die Belgier. So brauten sie hier ein eher malziges Ale mit vielen Röstaromen. Das Bier hat eine schöne bernsteinige Farbe, ist klar und sanft im Glas und überzeugt mit seinen Aromen auf der Zunge. Allerdings fehlen Bitterstoffe, die das Ganze noch aussagekräftiger machen könnten. Übrigens ist die PALM Brauerei die größte unabhängige Brauerei in Belgien und das Bier Palm das beliebteste Ale.
De Koninck
Beim De Koninck handelt es sich um ein ebenfalls bernsteinfarbiges, klares und ruhiges Bier. Dieses Bier trägt einen vollen aromatigen Körper, welcher nach Lakritze und Sherry schmeckt und einen alkalischen und rauchigen Geruch nach sich zieht. Es schmeckt eher bitter und trocken auf der Zunge und hinten raus leicht ansetzend. Von den Geschmacksnoten her ist es sehr intensiv und interessant, mit Sicherheit eines der besseren Biere in Belgien.
St. Louis Kriek Kirschbier
Interessant. So ist die empfohlene Trinktemperatur laut Hersteller bei 60 Grad. Also gut, Flasche in einen Topf mit heißem Wasser und schön erwärmt. Gerade bei kalten Temperaturen eine leckere und vor allem fruchtige Alternative zum Glühwein. Das Bier hat eine schöne, leicht dunkle, rote Farbe und einen schönen Schaum. Es ähnelt auch einem Gebräu aus einem Chemiebaukasten. Der erste Geruch geht in die Richtung Weihnachtsmarkt und Glühweinstand. Es riecht sehr süß, nussig und nach Nelken. Der Geschmack ist erst mal Wahnsinn! Sehr starke Kirscharomen, sehr sauer und leicht weinartig. Hinten raus sehr kitzelig und cremig im Abgang. Für kalte Tage sicherlich eine Alternative, hat aber leider nix mit Bier zu tun.
Hoegaarden Witbier
Dieses Weißbier kommt in einer sehr großen 0,75 Liter Flasche daher. Dabei handelt es sich um ein trübes Weißbier mit einem leichten Orangen- und Vanillearoma. Auch der Geruch ist fruchtig, zitronig und die Hefe kommt ziemlich gut durch. Der Geschmack an sich aber eher etwas schal, langweilig und bitter im Abgang. Nicht zu empfehlen und kein Vergleich zu deutschen Weißbieren.
Wir hoffen, wir konnten euch einen kleinen Einblick in das belgische Bier geben. Vielleicht kommen in den nächsten Tagen noch ein paar weitere Sorten hinzu, unter anderem das weltberühmte belgische Trappistenbier. Falls ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr auf Bierpost.comonline eure belgischen Biere bestellen.
Im internationalen Vergleich schlägt sich das kleine Nachbarland von Deutschland richtig gut. Belgien ist nämlich eines der Bierländer in Europa, neben Deutschland, England und Tschechien. Das belgische Bier, so sagen viele Bierliebhaber, ist genauso heilig wie zum Beispiel der Wein in Frankreich oder der Käse in der Schweiz.
Insgesamt gibt es in Belgien knapp 120 Brauereien. Im Vergleich liegt der Bierausstoß, verglichen mit den 10 Millionen Einwohnern des Landes, knapp unter dem der deutschen Brauereien.
Ähnlich wie in Deutschland beherrschen große Brauereien fast den kompletten Biermarkt. Der mittlerweile weltweit größte Bierkonzern InBev stammt ursprünglich aus Belgien. Damals kaufte das belgische Unternehmen Interbrew die brasilianische AmBev und fusionierte zum Brauereigiganten Nummer 1 in der Welt. InBev und die Brauerei Alken Maes, welche mittlerweile zu Carlsberg/Heineken gehört, teilen sich fast 90% des Biermarktes in Belgien.
Trotz dieser Machtposition werden in Belgien fast 500 verschiedene Biere gebraut. Ebenfalls verzeichnet der Markt für Spezialbiere, wie zum Beispiel Kirsch, Honig oder Trappistenbiere, in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten. Hier können sich vor allem kleinere Brauereien behaupten und gegen die großen Konkurrenten durchsetzen.
Es kann also durchaus behauptet werden, dass in Belgien eine bunte Bierkultur herrscht. Dies zeigt sich vor allem in den größeren Städten in unzähligen Bars, Kneipen und Cafès wieder, in denen diese Bierspezialiäten teilweise gebraut und konsumiert werden. Nicht nur für Bierliebhaber ist Belgien mit Sicherheit eine Reise wert.
In der nächsten Woche wollen wir euch vier verschiedene, eher unbekanntere, Biersorten aus Belgien vorstellen. Mit dabei wird auch die ein oder andere Überraschung sein.