Nach langer Zeit dürfen wir euch endlich mal wieder einen neuen Biertest präsentieren und wir versprechen euch, dass es auch wieder regelmäßiger Tests geben wird. Gleich zu Beginn gibt es das neue alkoholfreie Welde Weizen, welches eher ein Sportlergetränk als ein Bier sein soll.
Das Bier kommt im Glas wie ein richtiges Weizen daher. Es ist trüb, orangefarben und hat einiges an Hefepartikel mit dabei. Die Blume ist zu Beginn recht schön und voluminös doch fällt ziemlich schnell zusammen. Die Spritzigkeit ist vorhanden und kommt richtig schön erfrischend rüber
Interessant ist natürlich der gebogene Flaschenhals der Welde Biere. Sehr modern und trendig und liegt ebenfalls sehr gut in der Hand. Der Wiedererkennungswert ist sicherlich hoch doch ob es wirklich notwendig ist, ist die andere Frage. Erwähnenswert auf jeden Fall.
Geruch: (2x)
Zunächst riecht das Welde Weizen isotonisch sehr fruchtig, vor allem nach Banane. Dies liegt mit Sicherheit daran, dass der Inhalt 20% Erfrischungsgetränk mit Bananengeschmack ist. Es handelt sich also um einen Biermix mit Bananengeschmack.
Dies ist natürlich bei einem Weizen gar nicht schlecht und gibt dem Bier das gewisse Extra. Neben dem starken Bananengeruch kommt auch etwas Hopfen und Zitrone durch und rundet das fruchtige etwas ab. Es riecht erfrischend, fruchtig, leicht und lecker.
Geschmack: (2x)
Das Bier schmeckt im Antrunk sehr spritzig und frisch und die Banane macht sich sofort bemerkbar. Es schmeckt eher wie eine Fruchtschorle und nicht wie ein alkoholfreies Bier. Wobei alkoholfreie Bier ja auch gar nicht schmecken. Also die 20% Erfrischungsgetränk mit Süßungsmittel machen sich definitiv extrem bemerkbar
Im Mittelteil ist es leicht zitronig und hat einen ganz leichtes Hefearoma, was den Biercharakter ausmacht. Im Abgang säuerlich und vollmundig.
Perfekt geeignet als Erfrischungsgetränk nach dem Sport oder während warmen Tagen. Angenehm vor allem, weil es keinen Alkoholgehalt hat und trotzdem gut und lecker schmeckt. Aber eben nicht nach Weizenbier.
Allerdings muss gesagt werden, dass die Süßungsmittel etwas übertrieben sind und sehr stark zum Vorschein kommen. Wenn diese etwas dezenter wären, dann wär es wirklich richtig lecker. So muss gesagt werden, dass es leider etwas zu süß ist und das schmeckt mir persönlich nicht gut.
Letzter Schluck:
Immer noch erfrischend und süß. Die Süßungsmittel verfliegen nicht so schnell und geben dem Weizen eine lange Haltbarkeit im Glas. Da sich die Hefepartikel im Glas unten absetzen, schmeckt der letzte Schluck insgesamt am allermeisten nach Weizenbier.
Sonstiges: nur Zusatzpunkte 1 – 5
(Besonderheiten, abgefahrener krasser Hefebestandteil, alkoholfrei, positiv und negativ)
Positiv:
- Alkoholfrei
- Trendige Flasche
- Schöner Biermix mit Banane
- Viele Vitamine, Calcium und Magnesium !!!
Negativ:
- Nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut
- Zu starke Süßstoffe die das Bier ziemlich süß machen
Zusammenfassung:
Ein trendiges alkoholfreies Weizenbier, welches sich vor allem an Sportler richtet. Laut Brauereiangaben vollgestopft mit Vitaminen, Calcium und Magnesium. Für warme Tage sicherlich gut geeignet, allerdings sehr sehr süß. Im Vergleich zu anderen alkoholfreien Weizen aber endlich mal eines mit Geschmack.
Hmmmmmmmmmmm.. so lässt es sich schön in das Wochenende starten. Bier, Erotik und dazu ein wenig Sonnenschein.
Wir wünschen allen Lesern ein schönes Wochenende und hoffen, dass trotz etwas schlechterer Wetterprognosen der ein oder andere Biergartenbesuch durchführbar ist.
Am 25. Spieltag gastiert Tennis Borussia Berlin beim Goslarer SC 08 in Niedersachsen. Gegen Goslar sind drei Punkte ein Muss, da die Mannschaft derzeit abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz steht. Viel wird der TeBe-Fan allerdings nicht von der 40.000 Einwohnerstadt zu Gesicht bekommen, da der Goslarer SC seit Beginn der Saison seine Heimspiele im Stadion von Eintracht Braunschweig ausführen muss. Das eigene Stadion wird derzeit noch umgebaut, da es nicht den DFB-Richtlinien für die Regionalligen entspricht.
Normalerweise wird im Stadion von Eintracht Braunschweig das Krombacher ausgeschenkt, doch wenn der Goslarer SC kommt, gibt es, ebenso wie beim letzten Auswärtsspiel bei Hannover II, Hasseröder Premium Pils für die Fußballfans zum trinken. Über das Hasseröder haben wir bereits im letzten Artikel ausführlich berichtet und wollen uns auch nicht länger damit aufhalten.
Goslar ist für eine ganz bestimmte Biersorte bekannt. Dabei handelt es sich um die Gose. Die Gose wurde bereits im Mittelalter hergestellt und war weit über die Grenzen Goslars bekannt. Vor allem in der Gegend um Dessau, Halle und Leipzig fand die Gose viele Liebhaber. Die Gose ist ein obergäriges Bier, wobei neben der alkoholischen Gärung auch noch eine bakterielle Milchsäuregärung stattfindet. Dadurch hat die Gose einen ziemlich säuerlichen Geschmack. Ebenso wird dem Bier auch noch Kochsalz und Koriander zugesetzt, alles also ziemlich speziell, aber sicherlich ein Versuch wert.
Aber auch in Braunschweig wurde im späten Mittelalter ein spezielles Bier gebraut, dabei handelt es sich um die Braunschweiger Mumme. Die Mumme war früher ein stark alkoholartiges Bier mit viel Zucker und einer dadurch längeren Haltbarkeit. Nach 1736 wurde die Mumme dann in ein alkoholfreies Malzgetränke verwandelt und war somit der Urahne des Malzbieres. Erst ab dem Jahr 2008 wird die Braunschweiger Mumme wieder als normales Bier verkauft.
Der wachsenden Fangemeinde der Weizenbier-Freunde macht die Specialitätenbrauerei Welde ein besonderes Geschenk: Im Frühjahr kommt „WeldeWeizen – alkoholfrei“ in die Märkte. Schon bei der großen Weizenbier-Verkostung auf der Intergastra in Stuttgart machte das alkoholfreie WeldeWeizen von sich reden, denn der Geschmack ist vollmundig und aromatisch. Der Sportler im Laufschritt auf dem Etikett ist Programm, denn „WeldeWeizen –alkoholfrei“ ist isotonisch und enthält nicht nur die ganze Palette der Inhaltsstoffe von Weizenbier, sondern zusätzlich noch die Vitamine B 6 und B 12 sowie Calcium und Magnesium.
Die Anregung für „WeldeWeizen – alkoholfrei“ bekam WeldeChef Dr. Hans Spielmann, der aktiver Marathon-Läufer ist, bei einem Fachvortrag über die isotonischen Eigenschaften von Weizenbieren. Der Fachreferent kam zu dem Schluss, dass Weizenbier aus medizinischer Sicht das ideale Sportlergetränk ist, wenn da nicht der Alkohol wäre und leider auch einige B-Vitamine sowie Calcium und Magnesium fehlen würden. Der Gedanke, ein Weizenbier zu brauen, das alkoholfrei ist, trotzdem schmeckt und obendrein noch mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert ist, ließ den WeldeChef seither nicht mehr los.
Der Chemiekonzern BASF berichtet immer mal wieder in einem spannenden Podcast über Themen, welche den Konzern beschäftigen. Dabei geht es meist um alltägliche Dinge, wie zum Beispiel der Unterschied zwischen Zucker und Süßstoff oder warum Wasser eigentlich hart ist. Nun hat der Chemie-Reporter rund um das alkoholfreie Bier berichtet. Sehr interessant zum anhören. Viel Spaß!
Hier kommt ihr direkt zum Podcast und könnt ihn anhören: klick for Podcast
Was befindet sich eigentlich hier dem Begriff der Biersteuer? Wir haben für euch einmal die Entstehungsgeschichte, den Nutzen und die eigentliche Bedeutung der Biersteuer herausgesucht. Gleich eines vorweg, Deutschland nimmt nach ersten Schätzungen im Jahr 2009 rund 725 Mio. Euro, Europa rund 57 Milliarden Euro, durch die Biersteuer ein.
Die Biersteuer entstand in einer Zeit, als das Bier noch völlig rein und trübe getrunken wurde, nämlich in den mittelalterlichen deutschen Städten. Damals hieß sie Malzaufschlag, Bierziese, Bierungeld oder Bierpfennig und wurde bereits gesetzlich geregelt. Im Jahre 1542 wurde in Bayern ein erstes Biersteuergesetz erlassen. Im Jahre 1871 wurde dann das Norddeutsche Brausteuergebiet dem Deutschen Reich übertragen.
Die Länder Bayern und Baden Württemberg wollten allerdings ihre Kompetenzen behalten und erkauften sich diese durch Zahlungen an das Deutsche Reich. Erst nach dem ersten Weltkrieg übernahmen auch die beiden eigenständigen Länder das Reichsteuergesetz, konnten aber die Einnahmen aus der Biersteuer für sich behalten. Im Jahre 1949 bekam die Biersteuer ihren heutigen Status und wird seitdem von der Bundesfinanzbehörde verwaltet.
Die Biersteuer ist eine Verbrauchersteuer und steht den Ländern zu. Die Verteilung der Biersteuer unter den Bundesländern bestimmt sich dabei nach dem Betriebssitz der Steuerschuldner (Hersteller, Lagerinhaber und Importeure). Es ist also nicht entscheidend, in welchem Bundesland das Bier getrunken wird.
Die Steuer wird auf “Bier aus Malz” und auf “Mischungen von Bier mit nichtalkoholischen Getränken” bezogen. Alkoholfreies Bier, welches einen Alkoholgehalt bis 0,5 % vol hat, unterliegt nicht der Biersteuer.
57 Milliarden Euro haben die internationalen Regierungen in Europa im letzten Jahr durch den Bierkonsum eingenommen. Dies zeigte nun eine neue Untersuchung der Unternehmensberatung “Ernst & Young”. Auf Deutschland fällt knapp eine Milliarden Euro Steuereinahmen ab. Dies ist, bei einer Jahresproduktion von 103 Millionen Hektoliter, eine runde Summe. Deutschland ist somit auch Europas größter Bierproduzent und hält mit 1.330 auch die mit Abstand größte Anzahl an Brauereien im eigenen Land.
Europaweit sind rund 2,5 Millionen Jobs abhängig von der Bierbranche. In Europa werden rund 427 Millionen Hektoliter Bier im Jahr gebraut. Dies ist, weltweit gesehen, der absolute Spitzenwert. Im Vergleich dazu produziert China 393 Mio. Hektoliter und die USA 234 Mio. Hektoliter bedeutend weniger Bier.
Entgegen den Trend, dass deutsche Brauereien langsam aussterben, legte die Anzahl der Brauereien in ganz Europa von 3.000 auf 3.733 zu. Die größten Exporteure sind die Niederlande, Belgien und Irland. Diese Länder verkaufen mehr als die Hälfte ihres Bieres im Ausland. Deutschland liegt mit 15 Mio. Hektoliter Exportbier eher auf den hinteren Plätzen.
Die größten global europäischen Biermarken sind das britische Guinness, das niederländische Heineken und das belgische Stella Artois. Tschechien belegt beim Pro-Kopf-Konsum mit 158 Litern den ersten Platz, darauf folgt Österreich mit 109 und Deutschland mit 108 Litern.
Nun kann auf Grund dieser Zahlen eigentlich gesagt werden, dass es dem Biermarkt in Europa ganz gut geht, doch das ist nur teilweise die Wahrheit.
Jedes Jahr wieder schießt der Bierkonsum zum Oktoberfest in berauschende Höhen, dies ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch dieses Jahr konnte in der ersten Woche, trotz Wirtschaftskrise, ein neuer Rekord aufgestellt werden.
Insgesamt strömten bei schönem Spätsommerwetter 3,3 Millionen Gäste, welche knapp 3,3 Millionen Maß Bier tranken, auf die Theresienwiese. Dies sind 100.000 Besucher mehr als im Vorjahr und 200.000 Liter mehr Bier im Vergleich zum Oktoberfest 2008.
Auch bei den Alkoholfreien Getränken verzeichneten die Wirte ein Umsatzplus von 15 Prozent. Dies liegt sicherlich auch am Ansturm von Tagesgästen aus München und Umgebung, welche vor allem das schöne Wetter im Biergarten nutzten.
Nach einer interessanten Studie von The Nielsen Company und Bormann & Gordon, stellte sich heraus, dass nicht einmal jeder zehnte Käufer wert auf den Literpreis von Bier legt. Die Käufer wurden direkt beim Verlassen von Supermärkten, Getränkemärkten und Geschäften des Einzelhandels befragt.
“Aufgrund der starken Aktionstätigkeit im Bierbereich sind die Kistenpreise bei den Käufern so präsent, dass der Literpreis wenig relevant scheint”, erklärte Marcus Strobl, Getränkeexperte bei The Nielsen Company.
Bereits vom 3. bis zum 4. Mai fand in München der 12. Bierkongress statt. Über zwei Tage verteilt traffen sich hochrangige Manager aus der Bierbranche, Marketingexperten, Bierspezialisten, und ganz normale Brauer um unter dem Motto “Sturm im Bierglas” Themen wie, Alkoholpolitik, Preiskampf gegen Discounter, Differenzierung der Biervielfalt und neuartige Produktvielfalt zu diskutieren. Als Referent war ebenfalls dGeschäftsführer und Brauer der Lahnsteiner Brauerei , Dr. Markus Fohr, anwesend. Im nachhinein konnten wir ihn zur aktuellen Stimmungslage in der Brauereibranche befragen. Viel Spaß!
Hallo Herr Dr. Fohr, willkommen zurück vom 12. Bierkongress aus München, wie ist die derzeitige Stimmungslage?
Hervorragend. Auf dem Kongress wurden viele Punkte genannt, die erfolgreiche Brauereien umsetzen müssen, um in Zukunft zu bestehen. Da wir all dies schon umgesetzt haben fühlen wir uns nun bestärkt. Beispiel: Außergewöhnliche Spezialitäten wir unser Buch, Bierlikör, Bierkäse, Hopfentee etc.
Als Autor des Buches „Besser Leben mit Bier“ und als Geschäftsführer der Lahnsteiner Brauerei hatten Sie die Ehre als Referent tätig zu sein. Wie kam es zu dieser Ehre?
Das Buch wird als erfolgreicher Versuch angesehen, das Image des Bieres zu steigern. Dies geschieht durch Geschichte und Geschichten, aber auch durch Informationsvermittlung in lockerer und humorvoller Form.
Erzählen sie doch bitte kurz worin es in ihrem Beitrag „Besser leben mit Bier – Wege in und aus der Imagekrise des Bieres“ ging.
Wichtigster Punkt: Wir müssen neue Wege finden um das Image des Bieres in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Wir haben entgegen vieler Vorurteile die These „Bier macht schnell, schlank, schlau und schön“ aufgestellt und diese wissenschaftlich bewiesen. Mehr dazu in meinem Buch.
Haben Sie den Eindruck, dass sie ihre Message gut vermitteln konnten?
Ja, denn ich konnte einige Bücher direkt verkaufen, wurde oft auf meinen Vortrag angesprochen und lernte Interessenten kennen, die möglicherweise eine größere Anzahl Bücher kaufen möchten.
Denken Sie, dass die Hauptthemen wie die Alkoholpolitik, die Differenzierung der Biermarken oder der Preiskampf der Brauereien mit den Discountern in einer ausreichenden Lage diskutiert wurden?
Der Trend, das in Deutschland immer weniger Bier abgesetzt wird, hält auch im ersten Quartal 2009 weiter an. So teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit, dass in diesem Zeitraum insgesamt 20,7 Millionen Hektoliter Bier von den deutschen Brauereien abgesetzt wurde. Dies sind 1,5 Millionen Hektoliter (6,8%) weniger als m Vorjahreszeitraum. Alkoholfreie und Malzgetränke sind in diesen Angaben nicht enthalten.
Positiv für uns Bierliebhaber ist vielleicht, das nun auch der Absatz der ungeliebten Biermischgetränke im Vergleich zum ersten Quartal 2008 enorme Verluste (-9.6%) erzielt hat. So machen Biermixgetränke nur noch 0,7 Millionen Hektoliter des gesamten Bierabsatzes aus.
Allein 86,3 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert, was einen Rückgang von 6,3 Prozent auf 17,8 Millionen Hektoliter entspricht.
Bei einer Einwohneranzahl von 82 Millionen beträgt der Rückgang pro Kopf insgesamt 1,8 Liter. Der Absatz pro Person beträgt im ersten Quartal nur noch 25,2 Liter.
Der Niedergang der deutschen Wirtschaft und der Rücklauf des Bierkonsums ist mittlerweile allen klar und deswegen bleiben positive Meldungen leider ziemlich aus, doch wir haben für euch eine. Die Brauerei Licher aus Hessen investiert mitten in der Wirtschaftskrise in ein neues Sudhaus welches vier Millionen Euro kostet. Der Geschäftsführer Ulrich Peters sprach von einem Zeichen der Zuversicht in diesen schwersten Zeiten. Auch Ministerpräsident Roland Koch konnte ein wichtiges Signal für den Standort Hessen erkennen.
Peters, der für die Technik verantwortliche Chef, kritisierte die Debatten um höhere Steuern und Abgaben, die den Preis für einen Kasten Bier erheblich steigern würden, sowie die Pläne zur Einschränkung von Werbung und Sponsoring. Koch warnte in der Diskussion um Alkoholmissbrauch ebenfalls vor einer “Hysterie”. Kinder müssten mit allen Mitteln geschützt werden, doch der große Teil der Gesellschaft sei in der Lage, vernünftig mit dem Volksgetränk umzugehen.
“Die folgende Sportsendung wird Ihnen präsentiert von…” Nicht nur im Fernsehen und auf großen Plakaten, auch in den Vereinen werben Brauereien für ihr Bier. Doch nicht nur Bier, auch Sekt und Wein gehören dazu. Irgendwie scheinen Alkohol und Sport schier untrennbar miteinander verbunden, auch wenn sie eigentlich gar nicht zueinander passen.
Sport und gleichzeitiger Alkoholkonsum sind nah zu vereinbaren. Aus dem Vereinsalltag aber lässt Alkohol sich anderseits auch nicht ganz verbannen. Denn das Vereinsleben besteht nicht nur aus Sport. Und es ist auch gar nicht das Ansinnen von Suchtprävention, Erwachsenen Alkohol grundsätzlich zu verbieten. Selbst abstinente Personen sollten eine gewisse Toleranz üben, wenn im Verein Alkoholisches genossen wird. Außerdem sind viele Vereine auf die Unterstützung durch Brauereien angewiesen und benötigen die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf.
Passend zur Fastenzeit etwas über alkoholfreies Bier. Alkoholfreies Bier ist nicht tatsächlich frei von Alkohol: Bis zu 0,5 Prozent können noch enthalten sein, ohne dass der Gesetzgeber dies zu beanstanden hätte.
Alkfreies Bier wird gebraut ohne das Ethanol entsteht oder das C2H5OH wird nachträglich entzogen. Damit Alkohol erst gar nicht entsteht, wird bereits in den Bierbrauprozess eingegriffen. Während der Gärung reagiert die Hefe mit dem Malzzucker in der Bierwürze. Aber die Hefe reagiert nur mit bestimmten Zuckermolekülen. Mehrkettige Zucker kann sie nicht in Alkohol umwandeln. Dementsprechend enthält die Bierwürze hauptsächlich mehrkettige Zucker. So entsteht fast kein Alkohol.
Durch eine niedrige Temperatur läuft der Brauprozess langsamer ab. Spätestens bei 0,5 Prozent Alkoholanteil wird die Gärung dann gestoppt. Viele Brauereien lassen die Maische - die Mischung aus Malz, Hopfen, Zucker und Wasser - für alkoholfreies Bier viel kühler gären als für normales Bier. Dabei entsteht eine andere Mischung von Estern, Zuckern und Alkoholen.