Meine Güte war das wieder ein Fest! Zum siebten Mal fand der World Beer Cup in den USA statt und die meisten Mitglieder der Jury schlafen wohl immer noch ihren Rausch aus. Immerhin wurden vom 5. bis 10. April 3.300 Biere von 642 Brauereien aus 44 Ländern getestet und beurteilt. Die 179 Mitglieder der Jury durften ihre Favoriten für insgesamt 90 verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel “Coffee Flavored Beer” oder “Classic English-Style Pale Ale” wählen. Der World Beer Cup ist einer der größten seiner Art und gehört mit zu den wichtigsten Auszeichnung für Brauereien. Er wird alle zwei Jahre von der Association of Brewers, einem Netzwerk von mittelständischen Brauereien aus den USA, verliehen.
Die Anzahl der eingereichten Biere hat sich im Laufe der Jahre mehr als nur verdreifacht. Immerhin nahmen schon bei der ersten Veranstaltung im Jahre 1996 knapp 600 Biere am Wettbewerb teil. Im Jahre 2004 waren es dann schon 1.500 Biere und nun im Jahre 2010 sage und schreibe 3.300 Biere. So viele wie noch nie.
In diesem Jahr wurden 268 Auszeichnungen in 90 Kategorien verteilt. Dabei gibt es pro Kategorie eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Allerdings kann es auch passieren, dass in bestimmten Kategorien keine Medaillen verteilt werden, da bestimmte Mindestkriterien nicht eingehalten wurden. Die Jury ist sowieso relativ streng und besteht ausschließlich aus Fachpersonen. Dabei gehören Biersommeliers ebenso dazu wie Brauereibesitzer oder Journalisten rund um das Thema Bier. Insgesamt stammen die 179 Mitglieder der Jury aus 26 verschiedenen Ländern, dabei mehr als die Häufe von außerhalb der USA. Ebenso ein Rekord wie alle anderen Zahlen beim diesjährigen World Beer Cup.
Deutschland ist mit 186 eingereichten Bieren, nach den USA mit wahnsinnigen 2371 Anmeldungen, das stärkste Teilnehmerland. Immerhin 16 von diesen 186 Bieren wurden mit Auszeichnungen belegt. So konnte unter anderem Braumeister Michael Plank, mit der gleichnamigen Brauerei, bereits zum fünften Mal seinen Titel für seinen Hellen Weizenbock verteidigen.
Das neue Jahr begann für die fränkische Brauerei aus Kulmbach gleich mit einem Paukenschlag. Beim härtesten Biertest der Welt, welcher von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt wird, räumte sie gleich fünf Goldmedaillen ab. Dabei wurden alle fünf eingereichten Biere mit Gold bewertet. Bei den Sorten handelt es sich um das Kulmbacher Edelherb, das Mönchshof Original, das Mönchshof Kellerbier, das Kapuziner Weißbier und das EKU Pils. Alles sehr schmackhafte und leckere Biere.
Grund für die Auszeichnung ist vor allem die hohe Qualität der Rohstoffe mit dennen die Kulmbacher Brauerei seit vielen Jahren ihr Bier herstellt. Alle Zutaten komme aus der Region und werden streng von der Brauerei kontrolliert. Mit dem weichen Brauwasser aus dem Fichtelgebirge, dem Gesten- und Weizenmalz aus eigenem Anbau, den besten Hopfensorten aus Süddeutschland und der Hefe aus eigener Reinzucht ebnen den Erfolg der Biere. Ebenfalls wird das Bier besonders aromaschonend gebraut und kann somit seinen vollen Geschmack behalten.
Viele Brauereien brauen mittlerweile zu bestimmten Anlässe auch bestimmte Biersorten. Es gibt zum Beispiel das Oktoberfestbier, den Maibock oder eben auch das Weihnachtsbier bzw. Weihnachtsbock.
Dieses bestimmte Bier hat bereits eine lange Tradition, so haben bereits die alten Wikinger diese besondere Brauart genutzt. Natürlich hieß das Bier früher nicht Weihnachtsbier, dies ist erst aus Marketinggründen in der heutigen Zeit entstanden.
Das Bier selber ist meist ein Märzen oder Festbier, mit einer dunklen Farbe, einer ordentlichen Süffigkeit und einem vollmundigen Geschmack. Ebenso haben einige Weihnachtsbiere, vor allem der Weihnachtsbock, einen höheren Alkoholgehalt und schmecken malzig und süß. Weiterhin hat das Weihnachtsbier einen höheren Stammwürzegehalt als andere Biere und ist von den Inhaltsstoffen gesünder und frischer.
Leider muss auch erwähnt werden, dass viele Brauereien ein Weihnachtsbier im Sortiment haben, was sich im Vergleich zum Pils oder Export kaum unterscheidet. Trotzdem wird dieses Bier eben als Weihnachtsbier beworben und verkauft. Dabei handelt es sich meist nur um einen Marketing-Gag.
Wir wollen euch nun ein paar Weihnachtsbiere vorstellen.
Das Weihnachtsbier der Alpirsbacher Klosterbrauerei stammt aus Baden-Württemberg und wird bereits seit 1880 hergestellt. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,6% Vol. und eine Stammwürze von 13 %. Das Bier ist süffig, kräftig und malzig. Es hat einen herrlichen Duft nach Wald und Kräutern und schmeckt sogar auch nach diesen. Der Geschmack im Mittelteil schön süß und malzig. Im Abgang kommt eine Herbe durch, welche sich ordentlich bemerkbar macht. Insgesamt sehr schmackhaft, frisch und süffig! Sehr zu empfehlen!
Dieses Weihnachtsbier kommt aus Thalmannsfeld in der nähe von Schwabach, welches im wunderschönen Franken liegt. Die Brauerei ist eine kleine Privatbrauerei, welche ihr Bier lediglich im Großraum Franken vertreibt Es kommt mit 5,2% Vol. daher und hat ein wunderschönes Malzaroma. Der Malz macht sich von Anfang bis Ende bemerkbar und verleiht dem Bier eine schöne Süffigkeit. Ein schönes handwerklich gebrautes Bier.
Das Weihnachtsbier aus Kulmbach ist mit Sicherheit eines der bekannteren Biere seiner Spezies. Die 13,4% Stammwürze und 5,6% Vol. Alkohol kommen in einer schönen dunklen Farbe und Vollmundigkeit daher. Der Geschmack kann dagegen nicht wirklich überzeugen und erinnert auch nicht an Weihnachten. Ein hopfiger und herber Geschmack mit einer leichten säuerlichen Note kommt nicht wirklich ausgewogen daher. Bei diesem Bier ist der Vergleich mit einer Marketingkampagne leider zu nah. Es ist eher wie ein normales Export. Schade Kulmbach - die heimliche Hauptstadt des Bieres.
Das Weihnachtsbier auch in Sachsen gebraut werden kann, zeigt die Brauerei Sternquell aus Plauen. Mit starken 5,8% Vol. Alkoholgehalt und 13,2 % Stammwürze ist das sächsische Weihnachtsbier ein echter Bringer. Das schon eher leichte Bockbier hat einen feinen süßlichen Geschmack und ein dazu passendes würziges Aroma. Die Herbe ist nicht ganz so stark bemerkbar und erzeugt dadurch eine wunderbare Vollmundigkeit. Ein sehr feines und ausgewogenes Weihnachtsbier, sehr lecker!
Ein echtes Weihnachtsbock gibt es beim Brauhaus Sacher in Leonberg bei Stuttgart. Mit wunderbaren 6,5% Vol. Alkoholgehalt ist dieses Bier ein richtiges Bockbier. Es wird handwerklich mit feinsten Zutaten gebraut und hat eine fantastische Süffigkeit und einen richtig schönen süßlichen und malzigen Geschmack. Die Konsistenz ist fast sämig und sehr natürlich. Leider ist das Bier nur regional zu bekommen und daher eine echte Rarität. Wer zur Weihnachtszeit in der näheren Umgebung von Stuttgart ist, sollte aber dem Brauhaus Sacher auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
Nun beenden wir unsere kleine Testreihe und legen uns nach diesen vielen Weihnachtsbieren erst einmal ein wenig hin. Hoffen wir, dass wir den 24. Dezember nicht verschlafen.
Prost und eine besinnliche Weihnachten an alle Leser!
Einige doch überraschende Ergebnisse brachte die sechste Auflage des European Beer Star, bei dem sich heuer 836 Biere aus über 30 Ländern beteiligten. Gold, Silber und Bronze wurden von den 78 Juroren in 41 verschiedenen Kategorien vergeben – vom deutschen Kellerbier über das böhmische Pilsner bis hin zum englischen Ale oder Kräuterbier.
Die Ausrichter des Wettbewerbes, der Verband Private Brauereien und die Association of Small and Independent Breweries in Europe freuten sich über eine absolute Rekordbeteiligung mit einem Zuwachs von 22% gegenüber dem Vorjahr.
Besonders bemerkenswert: Die besten Pilsbiere deutscher Brauart, die man eher im Norden der Republik vermutet hätte, kommen aus dem oberbayerischen Landkreis Traunstein: Gold für das Schönramer Pils der gleichnamigen Brauerei aus Petting, Silber für das Ruperti Pils der Brauerei Wieninger in Teisendorf.
Viele, bereits im Vorjahr ausgezeichnete Biere, finden sich auch heuer wieder auf der Siegerliste. Und das, obwohl anders als bei vergleichbaren Bierbewertungen in jeder Kategorie nur drei Preise (Gold, Silber, Bronze) vergeben werden. “Damit gilt der European Beer Star als einer der härtesten Wettbewerbe der Welt”, resümierte Dr. Werner Gloßner, Geschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, “jede ausgezeichnete Brauerei kann wirklich stolz sein auf den European Beer Star Award!”
Zu den herausragenden deutschen Gewinnern 2009 zählen vor allem die Oberbayern, wobei sich die Region zwischen Chiemsee und Traunstein ganz besonders medaillenträchtig gab: je zweimal Gold erzielte die Privatbrauerei Schönram (Petting) für „Surtaler Leicht“ und „Schönramer Pils“ sowie das Hofbrauhaus Traunstein für „Festbier“ und „Export“; über Gold und Silber freute sich die Gasthausbrauerei Camba Bavaria aus Truchtlaching. Weitere Preisträger dieser Region sind die Brauereien Wieninger in Teisendorf, Flötzinger in Rosenheim und Schwendl in Tacherting.
Hoher Wertschätzung der EBS-Juroren erfreuten sich auch heuer die Brauereien aus Bayerisch Schwaben und Baden-Württemberg: Die Hirsch-Brauerei Honer, Wurmlingen, errang zweimal Gold und einmal Bronze; ähnlich erfolgreich waren auch das Augsburger Brauhaus Riegele und die Schlossbrauerei Autenried.
Es ist ja mittlerweile schon fast Kult, sich mit dem Thema DDR auseinander zu setzen. Vor allem zur Zeit in Gedenken an den Mauerfall vor 20 Jahren. Wir haben zusammen mit der Internetseite DDR-Brauwesen.de nun für euch ein paar interessante Informationen rund um das DDR Brauwesen, vor allem in Form der Bieretiketten zusammengestellt.
Die Website DDR-Brauwesen.de beschäftigt sich umfassend mit dem DDR-Brauereiwesen und hat eine riesige Menge interessanter Details zusammen getragen. Es ist ihnen gelungen, eine umfangreiche Sammlung von Bildern der verschiedensten, damals bekannten, Bierdeckel und auch Getränkeetiketten zusammen zu stellen. Durch mühsame Recherche konnte ein Brauereiverzeichnis erstellt werden, in dem mehr als 500 Getränkebetriebe von damals aufgelistet sind.
Obwohl das Angebot damals doch recht begrenzt war, gab es Ende der 80er Jahre trotzdem bereits 37 verschiedene Sorten von alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Man begann sogar damit, auch Veränderungen an den Getränkeetiketten vorzunehmen, um diese dem Lauf der Zeit ein wenig anzupassen. Plötzlich begann man sich für Werbung zu interessieren und veränderte Design und Farben, um schon durch die Getränkeetiketten das Interesse der Kunden zu wecken.
Anfang der Woche haben wir euch das Bierland Belgien vorgestellt. Nun haben wir für euch vier verschiedenebelgische Biere getestet und für euch in einem kleinen Biertest zusammengefasst.
Eins vorne weg, der Geschmack der belgischen Biere ist so unterschiedlich geprägt, da konnten wir für euch keine klare Linie erkennen und haben somit zum Beispiel auch ein warmes Kirschbier im Angebot. Lecker!
Palm Speziale Pils
Das Pils nicht gleich Pils sein muss, dachten sich wohl bei diesem Bier die Belgier. So brauten sie hier ein eher malziges Ale mit vielen Röstaromen. Das Bier hat eine schöne bernsteinige Farbe, ist klar und sanft im Glas und überzeugt mit seinen Aromen auf der Zunge. Allerdings fehlen Bitterstoffe, die das Ganze noch aussagekräftiger machen könnten. Übrigens ist die PALM Brauerei die größte unabhängige Brauerei in Belgien und das Bier Palm das beliebteste Ale.
De Koninck
Beim De Koninck handelt es sich um ein ebenfalls bernsteinfarbiges, klares und ruhiges Bier. Dieses Bier trägt einen vollen aromatigen Körper, welcher nach Lakritze und Sherry schmeckt und einen alkalischen und rauchigen Geruch nach sich zieht. Es schmeckt eher bitter und trocken auf der Zunge und hinten raus leicht ansetzend. Von den Geschmacksnoten her ist es sehr intensiv und interessant, mit Sicherheit eines der besseren Biere in Belgien.
St. Louis Kriek Kirschbier
Interessant. So ist die empfohlene Trinktemperatur laut Hersteller bei 60 Grad. Also gut, Flasche in einen Topf mit heißem Wasser und schön erwärmt. Gerade bei kalten Temperaturen eine leckere und vor allem fruchtige Alternative zum Glühwein. Das Bier hat eine schöne, leicht dunkle, rote Farbe und einen schönen Schaum. Es ähnelt auch einem Gebräu aus einem Chemiebaukasten. Der erste Geruch geht in die Richtung Weihnachtsmarkt und Glühweinstand. Es riecht sehr süß, nussig und nach Nelken. Der Geschmack ist erst mal Wahnsinn! Sehr starke Kirscharomen, sehr sauer und leicht weinartig. Hinten raus sehr kitzelig und cremig im Abgang. Für kalte Tage sicherlich eine Alternative, hat aber leider nix mit Bier zu tun.
Weltweit fiebern Millionen Fans der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010[TM] in Südafrika entgegen. Während die deutsche Nationalmannschaft sich noch für Teilnahme am größten Sportereignis der Welt qualifizieren muss, steht eines bereits fest: Hasseröder Premium Pils ist Deutschlands offizielles Bier der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010[TM].
Mit einer nationalen, kanalübergreifenden FIFA WM-Kampagne rückt Hasseröder ab Dezember sein Sortiment bei Handel und Verbrauchern in den Mittelpunkt. Fußball-Fans können sich auf vielfältige Aktionen rund um die FIFA WM 2010 freuen. Im Fußballjahr 2010 startet die Premium Pilsmarke mit einer neuen, nationalen TV-Kampagne mit den fünf beliebten Hasseröder-Jungs und einer Fortführung der bereits in 2009 erfolgreich gestarteten Hasseröder Männer-Camps, bei denen sich natürlich alles um Fußball drehen wird. Über 70.000 Männer hatten sich in diesem Jahr um eine Teilnahme an der Eventreihe beworben.
Am 01.Oktober 2009 sind in Berlin die Würfel gefallen: Rasmus Kobbegsmad aus Dänemark ist Sieger des Qualitätswettbewerbs “International Master Bartender 2009″. Im Finale konnte er sich gegen 16 internationale Mitstreiter durchsetzten. Den Publikumspreis und dritten Platz im Wettbewerb gewann Maria Abrams aus Berlin. Platz zwei ging an Ivan ŠimonoviÄ aus der Slowakei.
Einzug und Präsentation am Brandenburger Tor, Gesprächsrunde auf der Pilsner-Urquell-Dachterasse am Pariser Platz, öffentlicher Zapfwettbewerb am Marlene-Dietrich-Platz – die Bartender waren am Donnerstag pausenlos im Einsatz, um ihr Bestes zu geben. Die Belohnung des Tages wartete im Deutschen Historischen Museum auf die gespannten Wettbewerber, internationalen Geschäftspartner und Ehrengäste von Pilsner Urquell. Vor einer überwältigenden, architektonischen Kulisse überreichten Moderatorin Verena Wriedt und Frank Höhler, Geschäftsführer der Pilsner Urquell Deutschland GmbH, im Namen der Jury die Preise an die Gewinner.
Nationales Finale in Tschechien
Der Wettbewerb wurde von der Biermarke Pilsner Urquell vor vier Jahren ins Leben gerufen und hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Zapfqualität zu steigern und dem Endkonsumenten dadurch einen verbesserten Service anzubieten. Erstmals wurde das Finale in Deutschland ausgetragen.
Das Klima ist im Wandel. Dies wissen wir nicht erst seit der jetzigen Bundestagswahl oder anderen politischen Auseinandersetzungen rund um dieses Thema. Wir merken es eigentlich jedes Jahr. Der Sommer wird kälter, der Winter wird wärmer und dann ist es auch mal wieder anders rum. Doch jetzt allerdings erreicht der Klimawandel auch eines der letzen Heiligtümer dieser Erde - unser Bier!
Nach einer aktuellen wissenschaftlichen Studie des Hydrometeorologischen Instituts in Prag hat sich herausgestellt, dass der Klimawandel und die damit verbundenen steigenden Temperaturen die Qualität des Hopfens mindern.
So fällt nicht nur die Ernte des grünen Goldes schlechter aus, auch ist seit Jahren eine immer schlechter werdende Qualität zu beobachten. Der Grund dafür soll der Gehalt der Alpha-Säure im Hopfen sein. Diese Säure, welche für das Aroma verantwortlich ist, schwindet immer mehr. Umso weniger im Bier umso schaler und schlechter schmeckt unser Lieblingsgetränk.
Nicht zu heiß und auch nicht zu warm, also Topwetter für einen Besuch auf der Bierbörse. Früher gastierte sie ja in Mannheim. Ein Katzensprung von mir entfernt. Jetzt ist sie in Karlsruhe gewesen, es gibt aber zum Glück sehr gute Zugverbindungen, da eine Reise mit dem Auto nicht wirklich empfehlenswert ist. Das Drumherum war echt toll, die Börse fand im Schlossgarten, im Schatten statt. Viele Bierstände, Geschenkartikel, Gläser und gutes Essen waren mit von der Partie.
Was eine wirklich gelungene Idee war, die Probiergläser. Man hat sich eins gekauft und konnte dann an den verschiedenen Ständen ein 0,1 ltr. Bier probieren. Der Preis von 1,- - 1,50 Euro ging auch noch. Enttäuscht war ich eigentlich nur von der Tatsache, dass an jedem Stand mindestens ein Mischbier angeboten wurde. 90% mit Kirsch, dann Banane usw. Die Aussage war diese, wir müssen ja etwas für die Frauen anbieten. (Soll ich lieber sagen für die Jugendlichen)
Bereits zum 1. August kaufte das bayerische Familienunternehmen Oettinger die Feldschlößchen Brauerei vom dänischen Carlsberg-Konzern. Nun will Oettinger die Braunschweiger Brauerei zu einer wichtigen Zweigstelle im Norden ausbauen um weiter erfolgreich ihrem Geschäftsmodell treu bleiben zu können.
Die Brauerei arbeitet vor allem nach dem Motto, dass kurze Lieferwege direkt zum Händler den Preis des Bieres nach unten treiben. So sagte Oettinger-Chef Dirk Kollmar auf einer Pressekonferenz: “Wir sind der Auffassung, Bier wird nicht besser, wenn man es weiter fährt - auch nicht billiger.”
Oettinger, nach eigenen Angaben mit 6,6 Millionen Hektoliter die größte Brauerei Deutschlands, baut für eine ungenannte Summe nun neue Lagerhallen um vor allem die Logistik im Norden zu verbessern.
Das bekannte Magazin Öko-Test hat in der aktuellen August Ausgabe den deutschen Biermarkt einem Test unterzogen und insgesamt 46 Biermarken getestet. Dabei waren 20 Biere von großen und bekannten Brauereien und 26 Marken von regionalen Brauereien.
Die wichtigste Erkenntnis des Testes ist diese, dass 44 Biere mit der Gesamtnote “sehr gut” abschnitten! Da ist die komplette Qualitätsdiskussion, welche durch Frau Aigner (Lieblingsbier.de berichtete) ja eigentlich wieder vom Tisch. Doch ist das wirklich so?
Mit Sicherheit ist das positive Ergebnis von Öko-Test auch ein Zeichen dafür, dass auf bewusste und gute Qualität beim Bier gesetzt wird und das ist enorm wichtig. So sind die meisten Biere, mit Bestnoten in allen Bereichen, Brauereien die ihr Bier nur regional vermarkten und anbieten. Erst danach kommen die Großbrauereien wie Becks, Krombacher oder Andere, welche aber ebenso Bestnoten erhielten. Auch die Billigbier Brauerei Oettinger und Sternburg Pilsener gehören mit zu den Besten im Test. Dies wollen wir nun einfach mal so unkommentiert im Raum stehen lassen und verweisen auf einen äußerst interessanten und vor allem kritischen Artikel über das Unternehmen Öko-Test: Blamage für Öko-Test. So kann sich jeder selber seine Sichtweise bilden.
Auch wenn der Sommer nicht wirklich mitspielt, wollen wir natürlich unsere Reihe über die Biergärten in unserer Hauptstadt Berlin fortsetzen.
Heute mal kein reiner, klassischer Biergarten, sondern ein Restaurant - Bar - Cafe mit schönem, angenehmen Garten.
Für den Bierliebhaber von Interesse ist, dass hier noch Engelhardt Pils gezapft wird.
Die Engelhardt Brauerei produzierte bis vor einigen Jahren noch zwei Straßen weiter. Das angenehm süffige und gut trinkbare Pils trug damals noch den Namenszusatz : Charlottenburger Pilsner. Die lange und wechselhafte Geschichte dieses Bieres und dieser Brauerei würde den Rahmen dieser Serie sprengen, es lohnt sich aber, mal bei Google zu schauen.
Berlin ist ja bekanntlich eine Riesenstadt, und nach außen hin ist der Berliner erst mal Berliner. Nach Innen hin aber ist er zu aller erst mal Charlottenburger, Reinickendorfer, Neuköllner, etc. Das Kietzgefühl ist hier sehr stark ausgeprägt. Aus diesem Grund gab es auch in den vergangenen Jahren immer wieder wütende Proteste und böse, massive Drohungen der eingefleischten Charlottenburger, wenn die Produktion von Engelhardt Pils eingestellt werden sollte. Die ganze Sache erinnerte an das gallische Dorf im Asterix - Comic. Aber wie bei den Geschichten aus Gallien haben die Charlottenburger bisher auch immer gesiegt.
Der Schloßgarten in Berlin - Charlottenburg liegt an der Schloßstraße, ca. 250 Meter vom Schloß Charlottenburg entfernt. Auf der Terasse sind 120 Sitzplätze. Im Ausschank Radeberger Pils, 0.3l für 2,20€, 0,4l für 2,70€, 0,5l für 3,30€. Dazu Schöfferhofer Weizenbier, 0,3l für 2,50€, 0,5l für 3,10€. Und das berühmte Engelhardt Pils, 0,3l für 1,90€, 0,4l für 2,40€ und 0,5l für 3.-€.
Nicht nur der lahme Sommer ist Schuld an den neuesten Ergebnissen einer Studie bezogen auf den deutschen Biermarkt, auch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt seinen Schatten mittlerweile auf alles was sie kriegen kann.
Laut einer aktuellen Studie des BranchenmagazinsInside haben fast alle der 16 größten deutschen Brauereien in der letzten Zeit weniger Bier abgesetzt.
Nur das Lieblingsbier der Deutschen, das überall beliebte Billig-Pils Oettinger, konnte diesem Trend entgegensetzten. Es legte sogar zwei Prozent zu. Aber bei einem Preis von knapp 3,50 € für einen Kasten “Pils” ist das auch kein Wunder, können sich doch immer weniger Menschen 12 - 15 Euro für einen Kasten Qualitätsbier leisten und es ist ja nicht so, dass die Brauereien den Konsumenten entgegenkommen. Ganz im Gegenteil, der Bierpreis zieht weiter an.