Die Welt ist im Fußballfieber und auch wir Deutschen sehen seit den letzten Tagen nur noch schwarz,rot und gold. Nicht nur, dass Autos mit Deutschland-Fahnen unterwegs sind oder ganze Häuser komplett mit einer Deutschlandfahne behängt sind, auch das Bier sieht in den letzten Tagen und hoffentlich auch noch in den nächsten vier Wochen schwarz, rot und gold.
Doch wer jetzt vermutet, bei dem Deutschlandbier handelt es sich um ein Bier einer großen Brauerei, was vor allem durch Farbstoffe, Chemie und Marketing erfunden wurde, liegt weit daneben. Das Deutschlandbier stammt aus einem kleinen Brauhaus aus dem beschaulichen Ort Schwalenberg im Landkreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.
Die Idee zum Deutschlandbier ist, wie soll es auch anders sein, durch reinen Zufall entstanden. Im Kreise der Schwalenberger Brauzunft, einem gemeinnützigen Verein, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat die alte Brautradition im Ort wieder aufleben zu lassen, entstand das Deutschlandbier bei einer Veranstaltung. Wie genau, könnt ihr weiter unten nachlesen.
Insgesamt tüftelten die Brauer mit Malz, Gerste und Hopfen rund vier Jahre am heutigen Deutschlandbier. Das Resultat kann sich sehen lassen und so hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt. Die Farben schwarz, rot und gold stehen wunderbar im Glas aufeinander und geben ein tolles Bild ab. Das Patent ist angemeldet, aber das große Geld wurde bisher noch nicht gemacht. Dies liegt unter anderem daran, da der Verein gemeinnützig ist und keinen großen Gewinn machen darf und will. Aber wer weiß, was die Zukunft den Braueren aus Schwalenberg noch so alles einbringen wird.
Wir haben einen der Erfinder des Deutschlandbieres, Eckhard Strüber, einmal etwas genauer befragt.
Wie seid ihr auf die Idee des Deutschlandbieres gekommen?
Das war ein reiner Zufall. Wir hatten im Herbst 2008 Zunft hell und unser Zunft dunkel gebraut und das Zunft Dunkel war nicht so gut gelungen. Ich wollte dann testen, wie das Bier schmeckt, wenn man es mischt. So zapfte ich das Helle auf das Dunkle und stellte fest, dass sich die Biere voneinander trennten. Sah klasse aus und irgendwie bin ich dann auf die Idee mit dem Deutschlandbier gekommen. Im März 2009 habe ich dann am ersten Brautag des Jahres das erste Deutschlandbier gebraut und es hat auf Anhieb funktioniert.
Könnt ihr etwas über die Zubereitung und das spezielle Brauverfahren verraten oder ist alles streng geheim?
Unsere Braurezepte sind natürlich ein kleines Geheimnis, obwohl ich glaube, dass es für einen Fachmann relativ einfach nachvollziehbar ist. Wir verarbeiten für das Deutschlandbier 10 verschiedene Malzsorten, drei Hopfensorten und untergärige Hefe.
Wie schmeckt eigentlich ein Deutschlandbier?
Das ist natürlich reine Geschmacksache. Dem Einen ist es zu süß, dem anderen zu herb und anderen schmeckt es gut. Wir sind natürlich noch in einer gewissen Erprobungsphase und geschmacklich lässt sich noch einiges verbessern. Das interessante ist, das sich durch die drei Biersorten beim Trinken immer wieder neue Geschmacksrichtungen ergeben.
Alles in allem eine tolle Sache und vor allem geschmacklich ein Erlebnis. Das Deutschlandbier wurde übrigens auch vom ProSieben Galileo-Team genauer unter die Lupe gekommen. Dabei ist ein schöner Beitrag entstanden, welchen ihr euch hier anschauen könnt.
Mal wieder geht die Reise der TeBe-Anhängerschaft hoch in den Norden. Diesmal führt der Weg in das Stadion Lohmühle des Traditionsclubs VfB Lübeck, welcher im soliden Mittelfeld mit Anschluss an die obere Tabellenhälfte verweilt. Der Verein, welcher zu seiner Gründungszeit in den höchsten Ligen mitspielte und noch 2002 zur 2. Bundesliga gehörte meldete im April 2008 Insolvenz an. Seit Februar 2010 läuft die geordnete Insolvenz und der Verein stellt sich mittlerweile strukturierte und moderner auf als zuvor.
Das knapp 18.000 Zuschauer fassende Stadion des VfB Lübecks prägt eine schöne, klassische, Fußballatmosphäre und ist immerhin das größte Stadion in Schleswig-Holstein. Zu hoffen ist, dass TeBe an den 3:0 Erfolg im Hinspiel anknüpft und eine ebenso solide Vorstellung gegen die Hansestadt darbieten wird.
Neben dem Spiel wird es für die Fußballfans das Bier der Holsten Brauerei im Stadion geben. Holsten gehört, wie viele andere Brauereien, zum Großkonzern Carlsberg und hat seinen Hauptsitz in Hamburg. Neben dem Sitz in Hamburg befindet sich auch eine Braustätte direkt in Lübeck, was den regionalen Bezug herstellt. Ebenfalls ist das durchaus bekannte Wahrzeichen der Stadt das so genannte Holsten-Tor ein Bezugspunkt zur Brauerei. Allerdings bezieht sich dieses eher auf die Region, da es auch Holstein-Tor genannt wird.
Anstelle von Holsten bestand übrigens auch die Möglichkeit das bayerische Paulaner Bier im Stadion auszuschenken, da auch diese Brauerei eine Zweigstelle in Lübeck hat. Dies wäre allerdings etwas seltsam beim norddeutschen Publikum angekommen.
Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,
„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“
Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.
Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?
Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.
Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.
Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.
Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.
Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).
Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.
Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.
Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.
Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?
Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.
In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.
Meine Güte war das wieder ein Fest! Zum siebten Mal fand der World Beer Cup in den USA statt und die meisten Mitglieder der Jury schlafen wohl immer noch ihren Rausch aus. Immerhin wurden vom 5. bis 10. April 3.300 Biere von 642 Brauereien aus 44 Ländern getestet und beurteilt. Die 179 Mitglieder der Jury durften ihre Favoriten für insgesamt 90 verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel “Coffee Flavored Beer” oder “Classic English-Style Pale Ale” wählen. Der World Beer Cup ist einer der größten seiner Art und gehört mit zu den wichtigsten Auszeichnung für Brauereien. Er wird alle zwei Jahre von der Association of Brewers, einem Netzwerk von mittelständischen Brauereien aus den USA, verliehen.
Die Anzahl der eingereichten Biere hat sich im Laufe der Jahre mehr als nur verdreifacht. Immerhin nahmen schon bei der ersten Veranstaltung im Jahre 1996 knapp 600 Biere am Wettbewerb teil. Im Jahre 2004 waren es dann schon 1.500 Biere und nun im Jahre 2010 sage und schreibe 3.300 Biere. So viele wie noch nie.
In diesem Jahr wurden 268 Auszeichnungen in 90 Kategorien verteilt. Dabei gibt es pro Kategorie eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Allerdings kann es auch passieren, dass in bestimmten Kategorien keine Medaillen verteilt werden, da bestimmte Mindestkriterien nicht eingehalten wurden. Die Jury ist sowieso relativ streng und besteht ausschließlich aus Fachpersonen. Dabei gehören Biersommeliers ebenso dazu wie Brauereibesitzer oder Journalisten rund um das Thema Bier. Insgesamt stammen die 179 Mitglieder der Jury aus 26 verschiedenen Ländern, dabei mehr als die Häufe von außerhalb der USA. Ebenso ein Rekord wie alle anderen Zahlen beim diesjährigen World Beer Cup.
Deutschland ist mit 186 eingereichten Bieren, nach den USA mit wahnsinnigen 2371 Anmeldungen, das stärkste Teilnehmerland. Immerhin 16 von diesen 186 Bieren wurden mit Auszeichnungen belegt. So konnte unter anderem Braumeister Michael Plank, mit der gleichnamigen Brauerei, bereits zum fünften Mal seinen Titel für seinen Hellen Weizenbock verteidigen.
Wenn es noch eines Beweises bedurfte um zu zeigen, dass Bier eine herausragende Stellung für viele Menschen hat, reicht ein Blick in die unendlichen Entwicklerweiten des mobilen Internets.
Damit keiner auf das flüssige Gold verzichten muss gibt es neben nützlichen bis spaßigen Apps für das iPhone (demnächst mehr dazu), auch schon erste Blicke in die zukünftige Suche nach Gerstensaft. Der nächste Trend wird einem durch den Kamerablick seines Smartphones zeigen wie man am schnellsten zur nächsten Ausschankstelle kommt. Ihr könnt Euch das nicht vorstellen? Na dann schaut mal, wie eine Applikation von Tiger Beer einen erkennen lässt, wo man in Londons China Town das besagte Bier kriegt:
Zugegeben, noch etwas hektisch aber für den Anfang schon mal beeindruckend. Realität virtuell anzureichern nennt man “augmented reality” und auf diesem Feld wird gewaltig geforscht zur Zeit.
Bei diesem Einblick in moderne Zeiten sollte man eins nicht vergessen: Den Geschmack von kühlem Bier wird eine Applikation nie ersetzen können.
Es gibt schon immer wieder kuriose Nachrichten rund um das Thema Bier und diese hier ist mit Sicherheit auch eine Erwähnung wert. Nachdem Bier mittlerweile im Weltraum gebraut wird oder auch mal Bier in der Sauna ausgeschenkt wird, gibt es nun wieder etwas kurioses zu berichten.
Das vor kurzem zu Wasser gelassene Kreuzfahrtschiff“Aidablu” beherbergt neben vielen spektakulären Attraktionen auch eine spektakuläre Brauerei auf dem Wasser, welche täglich für das Schiff eigenes Bier braut. Insgesamt 600 Liter braut Andreas Hegny auf dem schwimmenden Koloss, natürlich alles streng nach dem deutschen Reinheitsgebot. Die Brauerei, welche wie eine ganz normale Brauerei aufgebaut ist, gehört zur Dortmunder Hausrauerei Hövels und beinhaltet sogar einen eigenen Biergarten.
Wenn die Narrenkostüme ab Aschermittwoch wieder in den Schränken verschwinden, beginnt die karge Fastenzeit. Dass es dabei bisweilen trotzdem recht fröhlich zugeht, liegt an einem Hintertürchen, das seit Jahrhunderten gerne genutzt wird: Bockbier.
Dieses besonders gehaltvolle Bier darf auch in der Fastenzeit genossen werden, wie die Überlieferung besagt. So wird berichtet, dass vor langer Zeit bayerische Mönche ein Fässchen Bockbier nach Rom schickten zur Prüfung, ob der Trunk mit den kirchlichen Vorschriften vereinbar sei. Doch die Reise über die Alpen und die warme Sonne Italiens ließen den Sud völlig verderben. Der Papst probierte und konnte in dem abscheulichen Getränk keine Gefahr für das Seelenheil seiner Mitbrüder erkennen. Seither gehören Bockbier und Fastenzeit zusammen.
Gerade in Bayern ist die Auswahl an Starkbieren groß. Diese hochprozentige Vielfalt bereichert der Weißbierspezialist ERDINGER Weißbräu um einen Weizenbock, eine obergärige Spezialität. Mit einem Alkoholgehalt von 7,3 % und einer Stammwürze von 16,7°P ist der ERDINGER Pikantus dunkler Weizenbock der gehaltvollste Vertreter aus dem Hause ERDINGER.
Traditionsgemäß reift er in der Flasche; um sein volles Aroma zu entfalten, braucht er eine etwas längere Reifezeit. Starkbierkenner schätzen seinen typischen, malzbetonten und leicht süßlichen Geschmack, den der Pikantus durch die ausgesuchten, dunklen Weizen- und Gerstenmalze erhält. Dazu passend gibt es ein eigenes Glas, das mit seiner breiter angelegten Form die Aromaentfaltung unterstützt und die dunkle Farbe des Pikantus – das Auge trinkt mit – besonders zur Geltung kommen lässt.
Lieblingsbier.de wird in den nächsten Wochen für euch einmal einige Bockbiere testen und vorstellen. Dabei wünschen wir euch, aber auch uns, viel Spaß!
Das neue Jahr begann für die fränkische Brauerei aus Kulmbach gleich mit einem Paukenschlag. Beim härtesten Biertest der Welt, welcher von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt wird, räumte sie gleich fünf Goldmedaillen ab. Dabei wurden alle fünf eingereichten Biere mit Gold bewertet. Bei den Sorten handelt es sich um das Kulmbacher Edelherb, das Mönchshof Original, das Mönchshof Kellerbier, das Kapuziner Weißbier und das EKU Pils. Alles sehr schmackhafte und leckere Biere.
Grund für die Auszeichnung ist vor allem die hohe Qualität der Rohstoffe mit dennen die Kulmbacher Brauerei seit vielen Jahren ihr Bier herstellt. Alle Zutaten komme aus der Region und werden streng von der Brauerei kontrolliert. Mit dem weichen Brauwasser aus dem Fichtelgebirge, dem Gesten- und Weizenmalz aus eigenem Anbau, den besten Hopfensorten aus Süddeutschland und der Hefe aus eigener Reinzucht ebnen den Erfolg der Biere. Ebenfalls wird das Bier besonders aromaschonend gebraut und kann somit seinen vollen Geschmack behalten.
Viele Brauereien brauen mittlerweile zu bestimmten Anlässe auch bestimmte Biersorten. Es gibt zum Beispiel das Oktoberfestbier, den Maibock oder eben auch das Weihnachtsbier bzw. Weihnachtsbock.
Dieses bestimmte Bier hat bereits eine lange Tradition, so haben bereits die alten Wikinger diese besondere Brauart genutzt. Natürlich hieß das Bier früher nicht Weihnachtsbier, dies ist erst aus Marketinggründen in der heutigen Zeit entstanden.
Das Bier selber ist meist ein Märzen oder Festbier, mit einer dunklen Farbe, einer ordentlichen Süffigkeit und einem vollmundigen Geschmack. Ebenso haben einige Weihnachtsbiere, vor allem der Weihnachtsbock, einen höheren Alkoholgehalt und schmecken malzig und süß. Weiterhin hat das Weihnachtsbier einen höheren Stammwürzegehalt als andere Biere und ist von den Inhaltsstoffen gesünder und frischer.
Leider muss auch erwähnt werden, dass viele Brauereien ein Weihnachtsbier im Sortiment haben, was sich im Vergleich zum Pils oder Export kaum unterscheidet. Trotzdem wird dieses Bier eben als Weihnachtsbier beworben und verkauft. Dabei handelt es sich meist nur um einen Marketing-Gag.
Wir wollen euch nun ein paar Weihnachtsbiere vorstellen.
Das Weihnachtsbier der Alpirsbacher Klosterbrauerei stammt aus Baden-Württemberg und wird bereits seit 1880 hergestellt. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,6% Vol. und eine Stammwürze von 13 %. Das Bier ist süffig, kräftig und malzig. Es hat einen herrlichen Duft nach Wald und Kräutern und schmeckt sogar auch nach diesen. Der Geschmack im Mittelteil schön süß und malzig. Im Abgang kommt eine Herbe durch, welche sich ordentlich bemerkbar macht. Insgesamt sehr schmackhaft, frisch und süffig! Sehr zu empfehlen!
Dieses Weihnachtsbier kommt aus Thalmannsfeld in der nähe von Schwabach, welches im wunderschönen Franken liegt. Die Brauerei ist eine kleine Privatbrauerei, welche ihr Bier lediglich im Großraum Franken vertreibt Es kommt mit 5,2% Vol. daher und hat ein wunderschönes Malzaroma. Der Malz macht sich von Anfang bis Ende bemerkbar und verleiht dem Bier eine schöne Süffigkeit. Ein schönes handwerklich gebrautes Bier.
Das Weihnachtsbier aus Kulmbach ist mit Sicherheit eines der bekannteren Biere seiner Spezies. Die 13,4% Stammwürze und 5,6% Vol. Alkohol kommen in einer schönen dunklen Farbe und Vollmundigkeit daher. Der Geschmack kann dagegen nicht wirklich überzeugen und erinnert auch nicht an Weihnachten. Ein hopfiger und herber Geschmack mit einer leichten säuerlichen Note kommt nicht wirklich ausgewogen daher. Bei diesem Bier ist der Vergleich mit einer Marketingkampagne leider zu nah. Es ist eher wie ein normales Export. Schade Kulmbach - die heimliche Hauptstadt des Bieres.
Das Weihnachtsbier auch in Sachsen gebraut werden kann, zeigt die Brauerei Sternquell aus Plauen. Mit starken 5,8% Vol. Alkoholgehalt und 13,2 % Stammwürze ist das sächsische Weihnachtsbier ein echter Bringer. Das schon eher leichte Bockbier hat einen feinen süßlichen Geschmack und ein dazu passendes würziges Aroma. Die Herbe ist nicht ganz so stark bemerkbar und erzeugt dadurch eine wunderbare Vollmundigkeit. Ein sehr feines und ausgewogenes Weihnachtsbier, sehr lecker!
Ein echtes Weihnachtsbock gibt es beim Brauhaus Sacher in Leonberg bei Stuttgart. Mit wunderbaren 6,5% Vol. Alkoholgehalt ist dieses Bier ein richtiges Bockbier. Es wird handwerklich mit feinsten Zutaten gebraut und hat eine fantastische Süffigkeit und einen richtig schönen süßlichen und malzigen Geschmack. Die Konsistenz ist fast sämig und sehr natürlich. Leider ist das Bier nur regional zu bekommen und daher eine echte Rarität. Wer zur Weihnachtszeit in der näheren Umgebung von Stuttgart ist, sollte aber dem Brauhaus Sacher auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
Nun beenden wir unsere kleine Testreihe und legen uns nach diesen vielen Weihnachtsbieren erst einmal ein wenig hin. Hoffen wir, dass wir den 24. Dezember nicht verschlafen.
Prost und eine besinnliche Weihnachten an alle Leser!
Der dritte Advent ist vorrüber und wir nähern uns mit großen Schritten den 24. Dezember an. Auch unser Bier-Adventskalender wird nun immer kleiner und leerer, was aber ansich nicht so schlimm ist, da wir bisher tolle Biere kennenlernen durfte.
Das 12. und 13. Bierchen führt uns zu unseren westlichen Nachbarn nach Frankreich.
Mit dem Kronenbourg 1664 haben wir eines der bekanntesten französischen Biere im Test. Es kommt immerhin von der größten Brauerei aus Frankreich, welche eine jährliche Jahresproduktion von 8,5 Millionen Hektoliter hat. Dies sind 40% Marktanteil in Frankreich. Die Brauerei gehört mittlerweile zum Großkonzern Carlsberg.
Das zweite Bier ist das Pelforth Brune von der gleichnamigen Brauerei, welche zum Großkonzern Heineken gehört. Ein “Brune” ist eine bestimmte Bierart, welche sehr malzig, süffig und vor allem sehr stark ist. Schaun wa mal!
Alle weiteren Biere aus dem Adventskalender findet ihr hier.(Bier Adventskalender - alle 24 Sorten). Die Biere wurden uns freundlicherweise vom Bier Onlineshop www.bierpost.com zur Verfügung gestellt. Den Adventskalender haben wir selber gebastelt
12. Türchen - Kronenbourg 1664 aus Frankreich
Hersteller: Brasseries Kronenbourg S.A. www.brasseries-kronenbourg.com
Alkohol: 5 % Vol.
Bierart: Lager/Helles
Die Franzosen sind Feinschmäcker und legen großen Wert auf gute Qualität und Geschmack. Mit diesen Vorurteilen sind wir auch in den Test vom Kronenbourg 1664 gegangen und wurden bei diesem Bier jedenfalls enttäuscht. Zum einen wimmelt es in dem Bier von Zusatzstoffen wie Glucosesirup oder sogar Farbstoffen wie E-Kennzeichen, was wir gar nicht mögen und zum anderen schmeckt es einfach nicht gut. Brrr!!
Zu Beginn ein leichter Hopfengeschmack mit eine ganz guten Spritzigkeit. Allerdings baut sich das ziemlich fix ab und es bleibt ein fader metallischer Geschmack zurück. Im Abgang eine leichte Malznote mit einer ziemlichen Bitterkeit.
Fazit: Falls keine hohen Erwartungen und Ansprüche vorhanden sind, dann ist das schon ok.
13. Türchen - Pelforth Brune aus Frankreich
Hersteller: Pelforth. www.pelforth.fr
Alkohol: 6,5 % Vol.
Bierart: Brune
Nun zum zweiten Bier der Franzosen, welches einen ganz anderen Eindruck vermittelt. Beim Pelforth Brune handelt es sich um ein innovatives Bier, welches in Deutschland mit einem Dunkel-Bock zu vergleichen wäre. Vor allem der Alkoholgehalt von 6,5 % Vol. macht sich gleich direkt beim Antrunk bemerkbar.
Ansonsten hat das Bier eine tolle malzige Süffigkeit, mit leichten Röstaromen und Karamellgeschmack. Ansonsten ebenfalls eine schöne Hopfennote mit einem schönen bitteren Abgang. Der Alkoholgehalt macht sich ziemlich bemerkbar und könnte sicherlich etwas kleiner ausfallen. Eine angenehme Süße legt sich über das gesamte Bier. Sicherlich nicht für jeden eine runde Sacher, wir finden es aber toll!
Fazit: Süß und süffig, ein leckeres Bier der Franzosen! Toll kombinierbar mit schönem französischen Käse..hmmm..
lecker!
Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Leider hatten wir in der letzten Zeit nicht wirklich Zeit unsere Bierchen zu öffnen und genüsslich zu testen, aber das wollen wir natürlich jetzt aufholen. Wir präsentieren euch drei internationale Biere aus drei fernen Ländern zum 8. 9. und 10. Dezember.
Als erstes gibt es das Palma Cristal aus dem wunderschönen und warmen Cuba. Danach reisen wir nach Griechenland und schauen mal, was dort für ein Bier gebraut wird. Allein der Name, Mythos, verspricht schon mal einiges. Unser letztes Ziel geht dann noch etwas weiter weg, nämlich nach China. Mit dem Tsingtao reihen wir uns in die grünen Biere ein (grün im Sinne der Marke) und lassen uns überraschen, wie Fernost so Bier braut.
Alle weiteren Biere aus dem Adventskalender findet ihr hier.(Bier Adventskalender - alle 24 Sorten). Die Biere wurden uns freundlicherweise vom Bier Onlineshop www.bierpost.com zur Verfügung gestellt. Den Adventskalender haben wir selber gebastelt
8. Türchen - Palma Cristal aus Cuba
Hersteller: Cerveceria Bucanero www.cerveceriabucanero.com
Alkohol: 4,9 % Vol.
Bierart: Helles
Sonne, Meer, hübsche Frauen und natürlich Latin-Musik. Das ist Cuba! Mit der Vorstellung gerade an diesem Ort zu sein und es sich einfach nur gut gehen zu lassen, schmeckt das Palm Cristal einfach nur fantastisch. Leicht, spritzig, erfrischend und mit einem Hauch Zitronengeschmack. Leichter Hopfengeschmack gesellt sich zu einem schönen himmlischen guten Gefühl.
Aber wer sich vorstellt, dass wir im kalten und regnerischen Deutschland zu sitzen und auf Weihnachten zu warten, der fragt sich, ob er da nicht gerade einfach nur Wasser zu sich genommen hat.
Die alten Griechen sind doch immer wieder für Überraschungen gut. Wir haben ja wirklich etwas mieses erwartet (Vorurteile?) sind allerdings ganz positiv überrascht. Das goldgelbe aus Griechenland hat einen zunächst ganz angenehmen malzigen Geschmack, welcher sich leicht hopfig und zitrusfruchtig präsentiert. Das Bier bleibt irgendwie etwas auf der Zunge kleben, lässt sich dann aber im Abgang, zwar etwas herb und bitter, ganz gut verdauen.
Fazit: Soweit ganz nett, aber vielleicht sind wir in Gedanken noch in Cuba und deswegen so euphorisch.
10. Türchen - Tsingtao aus China
Hersteller: Tsingtao Brewerywww.tsingtaobeer.com/
Alkohol: 4,7 % Vol.
Bierart: Helles
Das China eine Brautradition hat, zeigt vor allem das bekannte Tsingtao aus Quingao, welches bereits seit 1903 gebraut wird. Allerdings wurde die Brauerei nicht von Chinesen gegründet, sondern von deutschen Siedlern unter dem Namen Germania-Brauerei.
Tsingtao ist heute die größte Brauerei Chinas und weltweit unter den zehn größten zu verzeichnen. Zunächst schlägt es mit einer feinen und milden Süße durch, dann kommt etwas Hopfen hinzu und eine leichte fruchtige Note. Der verwendete Reis kommt vor allem im Abgang dann durch. Aber dennoch schlagen sich hier die deutschen Brauwurzeln durch die fernöstliche Tradition.
Schon sieben Tage sind vergangen und wir sind weiter fleißig beim Bierchen öffnen und genießen. Das 7. Bierchen stammt heute aus Thailand und ist eines der bekannteren Biere aus dieser Gegend. Es handelt sich dabei um das Chang Beer der ´.
Chang steht übrigens für das Wort Elefant, dieser ist bekanntlich in Thailand ein kulturell und geschichtlich sehr bedeutsames Tier. Chang existiert erst seit 1994, nachdem Alkohol in Thailand liberalisiert wurde. Durch aggressives Marketing konnte sich die Marke weltweit durchsetzen und ist unter anderem Sponsor vom FC Everton, einem bekannten Fußballclub aus England.
Alle weiteren Biere aus dem Adventskalender findet ihr hier.(Bier Adventskalender - alle 24 Sorten). Die Biere wurden uns freundlicherweise vom Bier Onlineshop www.bierpost.com zur Verfügung gestellt. Den Adventskalender haben wir selber gebastelt
Das Thailand nicht wirklich das Bierland ist, wird einem frühestens bei diesem Bier klar. Zu Beginn hat es noch eine leichte Malznote mit einer leichten fruchtigen Spritzigkeit, doch dies lässt ziemlich schnell nach. Ein leicht metallischer Geschmack legt sich auf die Zunge, welcher am Ende völlig in die Neutralität abstumpft. Ein leichter Hopfengeschmack ist nach einiger Zeit messbar, aber auch wirklich sehr leicht.
Heute wollen wir euch das 5. und 6. Bierchen aus unserem Bier Adventskalender zusammen vorstellen. Dabei handelt es sich, zum einen um das Windhoek Lager von der namibischen Namibia Breweries Limited , und zum anderen um das britische Bass Pale Ale, welches von der Marston’s Brauerei in Burton (UK) für InBev hergestellt wird.
Das Windhoek Lager wird nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut und ist in Südafrika und Namibia eines der bekanntesten Biere. Das Bier hat unter anderem schon mehrfach den DLG-Gütesiegel für ausgezeichneten Geschmack erhalten. Na da sind wir ja mal gespannt.
Zum Nikolaus gab es dann zum ersten Mal ein Ale für uns zum testen. Dabei handelt es sich um ein Ale mit Tradition. Bereits im Jahre 1777 wurde die Brauerei gegründet und das Bass Ale zum Verkauf angeboten.
Alle weiteren Biere aus dem Adventskalender findet ihr hier.(Bier Adventskalender - alle 24 Sorten). Die Biere wurden uns freundlicherweise vom Bier Onlineshop www.bierpost.com zur Verfügung gestellt. Den Adventskalender haben wir selber gebastelt
Das Windhoek Lager aus Namibia, welches nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut ist, ist ein frisches und mildes helles Lagerbier. Das Bier schmeckt überraschend lecker und feinwürzig. Es ist feinherb, spritzig und leicht säuerlich. Der zu Beginn leicht fruchtige Geschmack verändert sich dann mit der Zeit in einen schönen Hopfengeschmack welcher dem Bier eine feine Note gibt. Die Kohlensäure ist ebenso schön vorhanden und passt zu einem gelungenen Bier.
Fazit: Ein feines und frisches Bier welches zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika sicherlich von vielen gemocht werden wird. Nur zu empfehlen, natürlich auch dank des Reinheitsgebotes.
6. Türchen - Bass Pale Ale aus England
Hersteller: InBev www.bassale.com
Alkohol: 5 % Vol.
Bierart: Ale
Endlich mal ein Ale aus England in unserem Kalender. Ein schöner Körper und ein feiner malziger Geschmack, prägt dieses Ale. Der Kohlensäuregehalt ist sehr gut ausgeprägt und legt sich fein in den Mund. Nach dem ersten Malzgeschmack kommt eine schöne, leicht säuerliche, Fruchtigkeit hinzu. Zum Ende kommt noch einmal ein kräftiger Malzgeschmack. Über die ganze Zeit hält sich ebenso eine leichte Hopfennote. Leider ist das Bier mit Zusatzstoffen gebraut, was uns nicht so gut gefällt.
Fazit: Geschmacklich interessantes Ale aber nicht gerade der Oberbringer.
Das 4. Bierchen am 4. Dezember passt perfekt zur Gruppenauslosung der Weltmeisterschaft in Südafrika. Das heutige Türchen kommt nämlich aus Südafrika. Deutschland spielt nächstes Jahr gegen Australien, Serbien und Ghana und wir beschäftigen uns heute schon einmal mit dem südafrikanischen Castle Lager Bier.
Die Brauerei wurde bereits im Jahre 1894 in Johannesburg gegründet und produziert seitdem das bekannte Castle Lager. Mittlerweile gehört die Brauerei, so wie die meisten in Südafrika, zum Großkonzern SABMiller. Das Lager hat bereits mehrere Auszeichnungen bekommen, unter anderem den Titel “World’s Best Bottled Lager” der International Brewing Industry im Jahr 2000.
Alle weiteren Biere aus dem Adventskalender findet ihr hier.(Bier Adventskalender - alle 24 Sorten). Die Biere wurden uns freundlicherweise vom Bier Onlineshop www.bierpost.com zur Verfügung gestellt. Den Adventskalender haben wir selber gebastelt
Das 5. und 6. Bierchen gibt es dann zusammen am Sonntag für euch.
4. Türchen - Castle Lager aus Südafrika
Hersteller: SAB Miller www.castlelager.co.za
Stammwürze: ?
Alkohol: 5 % Vol.
Bierart: Helles Lager
Das Castle Lager ist ein ordentliches frisches und spritziges Bier. Es hat eine schöne Menge an Kohlensäure und schmeckt leicht herb, mit einer feinen Malznote.
Der Hopfen ist leicht bemerkbar, insgesamt aber etwas zu lasch. Der Nachgeschmack ist von einer säuerlichen Note, welche durch den verarbeiteten Mais entsteht. Ebenso ist der Abgang malzig und etwas bitter. Das Bier ist in seiner Gesamterscheinung zwar süffig und ganz gut abgestimmt, aber irgendwie fehlt etwas.
Fazit: Bassd scho so! Ein ganz gutes Lager aber leider ohne eigener Seele.