Rückblick: World Beer Cup 2010 - Ein Wettbewerb der Rekorde

Meine Güte war das wieder ein Fest! Zum siebten Mal fand der World Beer Cup in den USA statt und die meisten Mitglieder der Jury schlafen wohl immer noch ihren Rausch aus. Immerhin wurden vom 5. bis 10. April 3.300 Biere von 642 Brauereien aus 44 Ländern getestet und beurteilt. Die 179 Mitglieder der Jury durften ihre Favoriten für insgesamt 90 verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel “Coffee Flavored Beer” oder “Classic English-Style Pale Ale” wählen. Der World Beer Cup ist einer der größten seiner Art und gehört mit zu den wichtigsten Auszeichnung für Brauereien. Er wird alle zwei Jahre von der Association of Brewers, einem Netzwerk von mittelständischen Brauereien aus den USA, verliehen.

Die Anzahl der eingereichten Biere hat sich im Laufe der Jahre mehr als nur verdreifacht. Immerhin nahmen schon bei der ersten Veranstaltung im Jahre 1996 knapp 600 Biere am Wettbewerb teil. Im Jahre 2004 waren es dann schon 1.500 Biere und nun im Jahre 2010 sage und schreibe 3.300 Biere. So viele wie noch nie.

Beer World Cup 2010

In diesem Jahr wurden 268 Auszeichnungen in 90 Kategorien verteilt. Dabei gibt es pro Kategorie eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Allerdings kann es auch passieren, dass in bestimmten Kategorien keine Medaillen verteilt werden, da bestimmte Mindestkriterien nicht eingehalten wurden. Die Jury ist sowieso relativ streng und besteht ausschließlich aus Fachpersonen. Dabei gehören Biersommeliers ebenso dazu wie Brauereibesitzer oder Journalisten rund um das Thema Bier. Insgesamt stammen die 179 Mitglieder der Jury aus 26 verschiedenen Ländern, dabei mehr als die Häufe von außerhalb der USA. Ebenso ein Rekord wie alle anderen Zahlen beim diesjährigen World Beer Cup.

Deutschland ist mit 186 eingereichten Bieren, nach den USA mit wahnsinnigen 2371 Anmeldungen, das stärkste Teilnehmerland. Immerhin 16 von diesen 186 Bieren wurden mit Auszeichnungen belegt. So konnte unter anderem Braumeister Michael Plank, mit der gleichnamigen Brauerei, bereits zum fünften Mal seinen Titel für seinen Hellen Weizenbock verteidigen.

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Kommentieren April 14th, 2010

Bier ABC: G wie Guinness

Ja auch das Guinness-Buch der Rekorde hat etwas mit dem Bier aus Irland zu tun. Im Jahre 1951 diskutierte bei einem Jagdausflug der damalige Direktor der Guinness Brauerei, Hugh Beaver, über die Schnelligkeit Irischer Vögel. Daraufhin entschloss er sich ein Nachschlagewerk mit diesen und ähnlichen außergewöhnlichen Fakten in Auftrag zu geben. Die erste Ausgabe, aus dem Jahre 1954, hatte einen Bestand von 1000 Exemplaren. Doch schon ein Jahr später war das Buch auf den Bestellerlisten zu finden und wurde zu einem Verkaufsschlager.

Auch soll ein Fluch auf der Familie Guinnes liegen, weil in jeder Generation ein Angehöriger auf seltsame Weise bei Unfällen ums Leben kam. Schon komisch dieses Guinness und so viele Leute trinken es gerne.

Geschichte von Guinness
1759 unterschrieb Arthur Guinness einen Pachtvertrag für die Brauerei St. James Gate in Dublin. Mit 100 Pfund ist er ins Braugeschäft eingestiegen. Mittlerweile gibt es 35 Brauereien auf der ganzen Welt, welche Guinness brauen. Der Getränkekonzern Diageo, dem die Marke mittlerweile gehört, fährt einen Gewinn von zwei Milliarden Euro im Jahr allein durch das Guinness ein. Mehr als 10 Millionen Pints Guinness werden Tag für Tag weltweit weggeschluckt. Allein in der Stammbrauerei in Dublin werden täglich vier Millionen Pints in Fässern und Flaschen abgefüllt.

Guinness-Versionen:
- Guinness Extra Stout
Es ähnelt dem originalen Stout von Arthur Guinness und wird auch „Guinness Original“ genannt. Das Bier ist ein Irisches Dry Stout mit 4,3 % Alkoholgehalt. Es sst ein sehr dunkles Rubinrotes, fast schwarzes Bier.

- Guinness Draught
Das Bier ist schwarz mit einer dicken, cremigen Schaumkrone. Es ist auch ein Sry Stout mit 5% Alkoholgehalt.

- Guinness Foreign Extra Stout
Diese Art ist eine Starkbierversion für den Export nach Afrika, Asien und andere weitere entfernte Länder. Es hat einen Alkoholgehalt von 7,5% und macht 40 % des weltweiten Verkaufs aus.

- Guinness Special Export
Dieses Guinness wurde extra für den belgischen Markt gebraut und hat einen Alkoholgehalt von 8%.

- Guinness Extra Cold
Das Bier unterliegt einer kälteren Kühlung als andere Sorten der Brauerei. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,2%.

- Guinness Red
Bei dieser Art handelt es sich um ein Red Ale, also einem traditionellen Ale Bier.

Autor: bierfra

Kommentieren Februar 25th, 2010

Bierbörse Karlsruhe vom 04. - 06. September 2009

Nicht zu heiß und auch nicht zu warm, also Topwetter für einen Besuch auf der Bierbörse. Früher gastierte sie ja in Mannheim. Ein Katzensprung von mir entfernt. Jetzt ist sie in Karlsruhe gewesen, es gibt aber zum Glück sehr gute Zugverbindungen, da eine Reise mit dem Auto nicht wirklich empfehlenswert ist. Das Drumherum war echt toll, die Börse fand im Schlossgarten, im Schatten statt. Viele Bierstände, Geschenkartikel, Gläser und gutes Essen waren mit von der Partie.

Bierboerse Karlsruhe 1


Was eine wirklich gelungene Idee war, die Probiergläser. Man hat sich eins gekauft und konnte dann an den verschiedenen Ständen ein 0,1 ltr. Bier probieren. Der Preis von 1,- - 1,50 Euro ging auch noch. Enttäuscht war ich eigentlich nur von der Tatsache, dass an jedem Stand mindestens ein Mischbier angeboten wurde. 90% mit Kirsch, dann Banane usw. Die Aussage war diese, wir müssen ja etwas für die Frauen anbieten. (Soll ich lieber sagen für die Jugendlichen)

Bierboerse Karlsruhe 2

Mehr Bilder:
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Kommentieren September 16th, 2009

Bier brauen: Was macht eigentlich das Malz im Bier?

Mittlerweile dürfte es sich bis in den hintersten Winkel herumgesprochen haben: Bier wird aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe hergestellt. Jedenfalls solange das Bier nach dem Reinheitsgebot hergestellt wird. Falls es nicht nach dem Reinheitsgebot hergestellt wird kommen noch verschiedene andere Ingredienzien hinzu, über die ich jedoch in einem anderen Artikel etwas näher eingehen möchte.

Aber was ist das eigentlich genau, dieses ominöse “Malz”-Dingens? Irgendwas in Richtung Getreide, denn es muss ja gemahlen werden - war es nicht Gerste? Oder Weizen? Sonst könnte man ja kein Weißbier machen, oder? Die Antwort ist relativ einfach und unglaublich komplex zur selben Zeit. Ich kann den Prozess der Malzherstellung in einem Satz beschreiben, ich kann aber auch einige hundert Seiten darüber schreiben.

In einem Satz: Getreide wird in Wasser eingeweicht und belüftet, zum Keimen gebracht, und anschließend bei hohen Temperaturen wieder getrocknet. Fertig - so einfach ist Mälzen.

Hoffentlich verlangt jetzt keiner von mir, dass ich einige hundert Seiten schreibe, denn 1. würde das den Rahmen von Lieblingsbier.de sprengen, 2. würde der ganze Sermon nicht wahnsinnig viele Leute interessieren, 3. gibt es dazu genug Literatur (z.B. Technologie Brauer und Mälzer von Kunze, VLB Berlin), und 4. kann man mich doch in gewissem Sinne als faulen Sack bezeichnen. Was ich hingegen machen möchte, ist einen kurzen Abriss über die Herstellung von Malz zu geben. Wer mehr wissen will, kann mir gerne auch eine e-Mail schreiben (oder in besagtem Buch nachschauen ;-))

Prinzipiell kann man aus vielen Getreidesorten Malz herstellen. Dementsprechend wird in Deutschland auch Roggen-, Gersten- und Weizenmalz zur Bierproduktion verwendet. Andere Getreide, wie z.B. Reis, Sorghum und Mais können nicht vermälzt werden, und werden als sog. “Rohfrucht” (also ungemälzt) dem Abbauprozess zugeführt. In Deutschland ist das nicht erlaubt. Das Getreide wird nach der Ernte vom Bauern an die Mälzerei angeliefert. Dort wird das Getreide erst einmal über verschiedene Siebe geleitet um es von Verunreinigungen (Stroh, Grassamen, Steinchen) zu befreien. Anschließend wird das Getreide erst einmal eingelagert, bis die sog. “Keimruhe” überwunden ist, was einige Wochen dauern kann.
Ist das Getreide bereit zum Vermälzen, wird es erst einmal mit Wasser vermischt und in große, konische Trichter, den sog. Trichterweichen, gefüllt.

Weiche

Das hat den Sinn das Getreide zu reinigen (anhaftender Staub wird entfernt), und den Wassergehalt des Getreides auf ca. 45% zu erhöhen. Um Schimmelbildung zu vermeiden, muss gleichzeitig auch belüftet und das entstehende CO2 abgesaugt werden. Das gesamte Weichen und Belüften dauert ca. zwei bis drei Tage.
Ist der Wassergehalt des Getreides hoch genug (je nach Getreideart und gewünschtem Endresultat), wird das Getreide in sogenannte Keimkästen umgepumpt.

Keimkasten

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1 Kommentar März 29th, 2009

O. O. O. Oettinger und das Billigbier

Ich drinke gerade ein gutes dunkles Export und lese einen Bericht bei welt.de/wirtschaft. “Siegeszug der Billigbiere”, ich kann euch den Bericht nur empfehlen. Ja es stimmt, immer mehr Menschen haben weniger Geld im Geldbeutel und es klingt ja auch verlockend, wenn ein Kasten Bier nur um die 4,-€ kostet. Nicht jeder Biertrinker geniest das Bier so wie wir. Wie haben wir früher gesagt: “Hauptsache es ballert.” Mein Kasten Bier kostet so um die 12,-€, da bekomme ich drei Billige dafür. Meine Frau hat schon gesagt, ich kaufe dir das auch (die Scheidung läuft, hahaha)

Trittin erfand das Dosenpfand und schon gab es kaum noch das Bier in Dosen. Eine billige Variante ist gestorben und da hat die Brauerei Oettinger zugeschlagen. 30% mehr Absatz pro Jahr, 6,6 Millionen hl Ausstoß. Was für Zahlen! Leider Tendenz steigend. Billigbiere haben einen Marktanteil von 25% gegenüber 43% den Premium-Bieren. Doch die Gewichtung verschiebt sich immer mehr.

Billig geht halt auch nur, wenn man einspart. Kein Aromahopfen, keine Sommergerste, wenig Reklame, kein Sponsorring, keine Messeauftritte. Die Aufwendung der Flaschen und Kisten sind plumb. Es gibt keine Zwischenhändler und kein Gastonomiegeschäft.

Wir können nur hoffen, dass nicht noch mehr Brauereien auf das Boot der Billigbiere aufspringen.

Ah tut der Schluck von dem “teuren” dunklen Export gut.

Prost

Autor: bierfra

7 Kommentare März 20th, 2009

Wieso hilft warmes Bier und weitere Rezepte

Warmes Bier ist eine wunderbare Methode sich gegen eine Erkältung zu stemmen. Einen ausführlichen Test mit einem warmen Bier gegen die Erkältung könnt ihr bei uns bereits nachlesen. Nun hat sich unser Autor Bierfra hingesetzt und weitere Rezepte mit warmen Bier getestet und ebenso für begründet, warum ein warmes Bier überhaupt hilft.




Bier heiß zu trinken ist eine alte Bierweisheit und hat seine medizinische Berechtigung. Denn der warme Gerstensaft fördert die periphere Durchblutung und das wirkt sich bei einem Infekt günstig aus. Der Genuss von heißem Bier lindert die Beschwerden, der Atem wird freier, die Gliederschmerzen lassen nach und das Immunsystem wird gestärkt. Am besten wirkt der Zaubertrank, wenn man sich nach seinem Genuss in warme Decken hüllt und die Erkältung dann richtig ausschwitzt.

Die Erklärung für dieses Phänomen ist: Der Alkohol tötet einen Teil der Erkältungsviren ab.

Das Bier sollte nicht gekocht werden, da sonst der heilsame Alkohol entweicht. Mehr als 78 Grad Celsius sollte der Erkältungstrunk nicht haben. Wenn sie das warme Bier nicht so trinken können, dann probieren sie es mal so, wie wir es für sie getestet haben mit einigen weiteren Varianten.

Warmbier:
1/4 ltr. Wasser
1 Flasche dunkles Bier (0,5ltr.)
1/4 ltr. Sahne oder Dosenmilch
Zucker
1 Teelöffel Mehl

Wasser und Bier erhitzen. Das Mehl mit der Sahne oder Dosenmilch angerührt in die heiße Flüssigkeit gießen. Noch ein paar Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen. Mit Zucker abschmecken.

Alte Liebe:
1 Flasche Bier (0,5ltr.)
60 g Zucker
1/2 Stange weißen Zimt (Kaneel)
1/2 Teelöffel gemahlenen Ingwer
1/2 Zitronenschale
2-3 Eigelb

Bier, Zucker, Zimt, Zitronenschale und Ingwer erhitzen. Das Eigelb schaumig schlagen. Heißes Bier unter fortgesetztem Schlagen dazuführen.

Eier-Bier:
1 Flasche Bier (0,5)
2-3 Eigelb
2 Esslöffel Staubzucker

Das Bier erhitzen. Zucker und Eigelb schaumig rühren. Vorsichtig mit dem Bier vermengen. Auf kleiner Flamme mit einem Schneebesen dick und schaumig schlagen. Nach Geschmack kann ein Stück Zimt oder Zitronenschale mit dem Bier erhitzt werden.

Na dann Gute Besserung

Autor: Bierfra

7 Kommentare Februar 16th, 2009

Biersorten

In den nächsten Tagen und Wochen möchten wir euch von Lieblingsbier.de die verschiedenen Biersorten vorstellen die es, laut Aussage des deutschen Brauerbundes bei uns in Deutschland gibt. Neben den Biersorten, die jeder kennt, wie Alt, Kölsch, Dunkles, Helles, Pils, Weißbier, Schwarzbier, Bock, Leichtbier und Berliner Weisse, wollen wir euch auch etwas exotischere Biersorten vorstellen und vielleicht bringen wir euch ja auch auf den Geschmack mal etwas neues auszuprobieren.

Viele von euch haben sicherlich noch nicht von ihnen gehört, aber neben unseren alltäglichen Biersorten gibt es auch die etwas anderen Biersorten. Dabei handelt es sich um Diätbier, Eisbier, Zwickelbier, Märzen, Rauchbier und Roggenbier. Neben diesen exotischen Biersorten stellen wir euch selbstverständlich auch die von vielen verhassten Biermischgetränke vor.

Also seid gespannt was euch alles in den nächsten Wochen hier bei Lieblingsbier.de erwartet. Es kommt viel auf euch zu, also zurücklehnen und geniessen.

Biersorten

2 Kommentare Februar 29th, 2008


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