Was wurde nicht während der Weltmeisterschaft in Südafrika alles rund um den Bierabsatz der deutschen Brauereien geschrieben. So sollte der umsatzstarke Monat Juni die schwächeren Monate Mai und April ausgleichen und vergessen machen. Gebracht hat es, trotz der warmen Temperaturen und der WM nicht viel. Der Bierabsatz ist im ersten Halbjahr 2010 weiter in das Minus gerutscht. Ebenfalls meldete sich nun ein Experte zu Wort, mit der Meinung die Alkoholsteuer von neun Cent auf einen Euro zu erhöhen. Jeder Kasten Bier würde dann rund zehn Euro mehr kosten.
Das Statistische Bundesamt teilte in Wiesbaden mit, dass die deutschen Brauereien und Konzerne in den ersten sechs Monaten knapp 49 Millionen Hektoliter Bier absetzten. Dies sind 0,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Der warme Juni konnte immerhin einen Zuwachs um 7,8 Prozent im Vergleich zum Juni 2009 verzeichnen. Im Gegensatz gab es im April mit elf Prozent den größten Rückgang seit 15 Jahren. Trotz des starken Junis ist es die schlechteste Statistik seit Einführung der gesamtdeutschen Messung 1991. Alarmierende Zahlen!
Das Bierland Nummer eins in Deutschland ist übrigens nicht Bayern. Auf Platz eins liegt Nordrhein-Westfalen mit rund 12 Millionen Hektoliter abgesetzten Bier. In Bayern, welches auf Platz zwei liegt, waren es 10,6 Millionen Hektoliter, welche konsumiert wurden. Auf Platz drei, bereits mit weitem Abstand, liegt Niedersachsen/Bremen mit rund 5,4 Millionen Hektolitern.
Aus Sicht der Bierliebhaber gibt es auch eine erfreuliche Nachricht zu vermelden. So ging der Absatz von Biermischungen mit Limonaden, Fruchtsäften oder anderen seltsamen Inhaltsstoffen stark zurück. Immer wieder wurde der Markt für Biermischgetränke als positiver Gegensatz zum sinkenden Bierabsatz gemeldet, dies ist allerdings Geschichte und die Aussichten der Marketingexperten der deutschen Großbrauereien konnte nicht bestätigt werden. Der Absatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 4,3 Prozent. Der Anteil liegt mittlerweile bei 4,1 Prozent.
Was tun also bei diesem sinkenden Bierabsatz? Ständig wird dieser als negativ bewertet, was aber vor allem daran liegt, dass die Lobby der Brauereien gezielte Arbeit leistet und diese Meldungen so verbreitet. Aber ist es nicht ein gutes Zeichen, dass weniger Bier, also auch weniger Alkohol getrunken wird? Eigentlich schon, vor allem aus Sicht der Gesundheit. Bier ist ein Kulturgut der Deutschen und wir haben in der Welt schon immer das Image der Biernation, also muss dieses anscheinend gepflegt werden. Da passt es wenig ins Bild, wenn die Deutschen immer weniger “Lust” auf Bier haben. Aber vielleicht ist das Bier auch einfach zu teuer? Immerhin hat der Bierpreis in den letzten Jahren ordentlich angezogen (vgl.: Lieblingsbier.de: Bierpreis steigt: Die Geduld ist langsam am Ende - ein Kommentar.
Passend zur Veröffentlichung der aktuellen Statistiken, habe ich folgende Nachricht des Wirtschaftsexperten Tobias Effertz gelesen. Er fordert, dass ein Liter Bier genau 91 Cent teurer werden soll. Das Geld soll allerdings nicht als Gewinn den Brauerein zukommen, sondern die Alkoholsteuer soll von neun Cent auf einen Euro erhöht werden. Grund dafür sieht der Experte darin, dass der Kampf gegen die Alkoholkrankeit jährlich rund 26 Milliarden Euro kostet. Ein Kasten Bier würde dann rund 20 Euro oder mehr kosten. Das dieses Argument nicht unbegründet ist, zeigt auch die Statistik der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Jeder Deutsche konsumiert etwa 10 Liter reinen Alkohol im Jahr. Dies ist in der weltweiten Tabelle der Platz 5 und sicherlich eine Problematik die sehr wichtig ist.
Tobias Effertz: “Wir brauchen eine Anhebung der Steuern auf Bier, Wein und andere alkoholische Getränke mindestens auf die europäischen Durchschnittswerte. Als Obergrenze wäre eine Anhebung bis auf das skandinavische Niveau denkbar. Dann könnte beispielsweise die Steuer pro Liter Bier bis auf einen Euro steigen. Die Krankheitskosten durch Alkoholkonsum betragen mindestens 26,7 Milliarden Euro pro Jahr. Steuererhöhungen sind ein sehr wirksames Mittel, übermäßigen Konsum zu stoppen.”
Ob dieser Appell gehört wird oder unkommentiert bleibt, wird sich zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass der Bierpreis eigentlich immer weiter sinkt und nicht steigt. Der intensive Wettbewerb der Brauer zwingt sie die Preise immer mehr zu senken, bzw. immer mehr Aktionen auszuschreiben. Allerdings ist dies auch eine gezielte Meldung der Brauereiwirtschaft um vielleicht auch wieder steigende Kosten zu rechtfertigen. Wer blickt da schon noch durch?
Das 14. Internationale Berliner Bierfestival findet vom 6. bis 8. August mitten im Herzen der deutschen Hauptstadt statt. Auch euer Bier Online Magazin www.Lieblingsbier.de wird dieses Jahr vor Ort sein und für euch dieses einzigartige Bierfestival Berlin in Bildern einfangen. Leider wurde unser Video der Biermeile 2008 von YouTube aus dem Verzeichnis gelöscht, da es Musikmaterial von Sony Entertainment beinhaltete. Schade.
Ein südostasiatischer Wind wird im Jahr 2010 auf dem Bierfestival wehen: nach der Tschechischen Republik im Jahre 2008 und Belgien im Jahr 2009 wird es mit der Sozialistische Republik Vietnam die erste außereuropäische Landespräsentation auf der Genießer-Biermeile geben.
Zwei Bier am Wochenende? Da muss ich eher überlegen wann ich das letzte Mal weniger getrunken habe! Zur WM unter der Woche im Freundeskreis, kommen schnell noch zwei weitere pro Spiel dazu – Vollkommen normal!
Die Welt ist im Fußballfieber und auch wir Deutschen sehen seit den letzten Tagen nur noch schwarz,rot und gold. Nicht nur, dass Autos mit Deutschland-Fahnen unterwegs sind oder ganze Häuser komplett mit einer Deutschlandfahne behängt sind, auch das Bier sieht in den letzten Tagen und hoffentlich auch noch in den nächsten vier Wochen schwarz, rot und gold.
Doch wer jetzt vermutet, bei dem Deutschlandbier handelt es sich um ein Bier einer großen Brauerei, was vor allem durch Farbstoffe, Chemie und Marketing erfunden wurde, liegt weit daneben. Das Deutschlandbier stammt aus einem kleinen Brauhaus aus dem beschaulichen Ort Schwalenberg im Landkreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.
Die Idee zum Deutschlandbier ist, wie soll es auch anders sein, durch reinen Zufall entstanden. Im Kreise der Schwalenberger Brauzunft, einem gemeinnützigen Verein, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat die alte Brautradition im Ort wieder aufleben zu lassen, entstand das Deutschlandbier bei einer Veranstaltung. Wie genau, könnt ihr weiter unten nachlesen.
Insgesamt tüftelten die Brauer mit Malz, Gerste und Hopfen rund vier Jahre am heutigen Deutschlandbier. Das Resultat kann sich sehen lassen und so hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt. Die Farben schwarz, rot und gold stehen wunderbar im Glas aufeinander und geben ein tolles Bild ab. Das Patent ist angemeldet, aber das große Geld wurde bisher noch nicht gemacht. Dies liegt unter anderem daran, da der Verein gemeinnützig ist und keinen großen Gewinn machen darf und will. Aber wer weiß, was die Zukunft den Braueren aus Schwalenberg noch so alles einbringen wird.
Wir haben einen der Erfinder des Deutschlandbieres, Eckhard Strüber, einmal etwas genauer befragt.
Wie seid ihr auf die Idee des Deutschlandbieres gekommen?
Das war ein reiner Zufall. Wir hatten im Herbst 2008 Zunft hell und unser Zunft dunkel gebraut und das Zunft Dunkel war nicht so gut gelungen. Ich wollte dann testen, wie das Bier schmeckt, wenn man es mischt. So zapfte ich das Helle auf das Dunkle und stellte fest, dass sich die Biere voneinander trennten. Sah klasse aus und irgendwie bin ich dann auf die Idee mit dem Deutschlandbier gekommen. Im März 2009 habe ich dann am ersten Brautag des Jahres das erste Deutschlandbier gebraut und es hat auf Anhieb funktioniert.
Könnt ihr etwas über die Zubereitung und das spezielle Brauverfahren verraten oder ist alles streng geheim?
Unsere Braurezepte sind natürlich ein kleines Geheimnis, obwohl ich glaube, dass es für einen Fachmann relativ einfach nachvollziehbar ist. Wir verarbeiten für das Deutschlandbier 10 verschiedene Malzsorten, drei Hopfensorten und untergärige Hefe.
Wie schmeckt eigentlich ein Deutschlandbier?
Das ist natürlich reine Geschmacksache. Dem Einen ist es zu süß, dem anderen zu herb und anderen schmeckt es gut. Wir sind natürlich noch in einer gewissen Erprobungsphase und geschmacklich lässt sich noch einiges verbessern. Das interessante ist, das sich durch die drei Biersorten beim Trinken immer wieder neue Geschmacksrichtungen ergeben.
Alles in allem eine tolle Sache und vor allem geschmacklich ein Erlebnis. Das Deutschlandbier wurde übrigens auch vom ProSieben Galileo-Team genauer unter die Lupe gekommen. Dabei ist ein schöner Beitrag entstanden, welchen ihr euch hier anschauen könnt.
Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Deutschen Brauer-Bundes zeigte sich der Präsident Wolfgang Burgard in Sachen Biervielfalt und Diversifizierung des Biermarktes optimistisch.
Burgard gab in seinem Eingangsstatement einen kurzen Überblick über die Branche sowie verschiedene Themenbereiche, die die deutschen Brauer aktuell beschäftigen.
„Rund 5.000 deutsche Biere, gebraut von derzeit 1.327 Braustätten garantieren eine einzigartige Geschmacks- bzw. Genussvielfalt. Das Reinheitsgebot für Bier als eine der weltweit ältesten lebensmittelrechtlichen Vorschriften sichert zudem seit mittlerweile fast fünfhundert Jahren besten Verbraucherschutz. Daran werden sich auch in Zukunft alle deutschen Brauer halten”, so Burgard eingangs.
Ein offensichtlicher Anstieg der absoluten Zahl der deutschen Braustätten sei hingegen nur einem Zuwachs im Bereich der Braugasthäuser geschuldet. Dieser täusche über den Konsolidierungsdruck im mittleren und oberen Segment der Brauereien hinweg. Aufgrund des ständig steigenden Wettbewerbs seien die großen Brauereien gezwungen, Strukturen zu verschlanken und durch Aufkäufe die eigene Braustättenzahl zu erweitern, um so neue Absatzwege und –gebiete erschließen zu können.
Ein Gegentrend sei aber auch, dass gerade Braustätten im mittleren Marksegment nach Übernahmen zum Teil geschlossen worden seien. Mittlerweile seien durch diese Konzentrationsbewegung rund 14% der Branche für 95% des Bierausstoßes in Deutschland verantwortlich.
Au Backe! Neben der derzeitigen Finanzkrise wird sich wohl demnächst eine Bierkrise auf das Land Dänemark ausweiten. Wir berichteten bereits vor einiger Zeit über den Streik bei der dänischen Brauerei Carlsberg, welcher sich nun auch auf den Biermarkt auswirkt.
Der Streik begann bereits im April, als Mitarbeiter gegen die Kürzung ihrer Freibierrationen während der Arbeit protestierten. Dieser Schritt der Geschäftsleitung, welcher irgendwie ja noch irgendwie verständlich ist, ist aber nicht mehr der einzige Grund für den Streik. Vielmehr wird gegen geplante Kündigungen, verschärfte Arbeitsbedingungen und gegen Nullrunden bei Löhnen protestiert. Insgesamt befinden sich derzeit 1100 der 2000 Beschäftigten im Streik. Dies ist für das Unternehmen Carlsberg ein herber Schlag, da die ausreichende Produktion für das Land nicht mehr gewährleistet werden kann.
Mittlerweile ist in Dänemark das Bier knapp geworden. Carlsberg-Sprecher Jens Bekke sagte, dass Geschäfte, Supermärkte, Gaststätten und Bars nicht mehr beliefert werden konnten. Die Geschäftsleitung möchte aber auf gar keinen Fall auf die Forderungen der Belegschaft eingehen und nennt den Streik “illegal”.
Doch wie wird es weiter gehen? Kann es wirklich passieren, dass die Dänen in ihren Kneipen auf Bier verzichten müssen? Durchaus eine Möglichkeit. Carlsberg, zu der auch die dänische Brauerei Tuborg gehört, bestimmt fast allein den kommerziellen Biermarkt. Allerdings hat sich in den letzten Jahren neben dem kommerziellen Biermarkt eine große Brauereienlandschaft entwickelt, welche deutlich an Zuwachs gefunden hat.
Das Land gehört mittlerweile zu den zehn Ländern in Europa, welche die meisten Brauereien pro Einwohner haben, nämlich 62.400 Einwohner pro Brauerei in Deutschland sind es 77.000. Dänemark ist sogar auf Rang Zwei aller europäischen Bierbrau-Nationen gelistet, nach Österreich und vor Deutschland, wenn es um die Einwohnerzahl pro Brauerei geht.
In der jüngeren Vergangenheit ist die Anzahl der Brauereien um fast mehr als die Hälfte gestiegen. Allein im Jahr 2006 wurden 23 neue dänische Brauereien mit eigenen Brauanlagen eröffnet. Es gibt also mittlerweile mehr als 50 Brauereien in Dänemark, welche erst seit wenigen Jahren existieren.
Das Land mausert sich also ganz langsam zu einer wahren Biernation, welche gut und gerne auf das Großunternehmen Carlsberg verzichten könnte. Dies müssen jetzt nur noch die Supermärkte und Bars verstehen und das Bier der kleineren Brauereien kaufen. Es ist also eine echte Chance sich von einem Großunternehmen zu distanzieren. Natürlich ist die Kapazität der kleinen Brauereien lang nicht so hoch wie bei Carlsberg, doch ein Engpass kann unserer Meinung nach nicht auftreten. Viel mehr probiert das Unternehmen Carlsberg Panik in der Bevölkerung hervorzurufen um den Druck auf die streikenden Mitarbeiter zu erhöhen.
Auch die Anzahl der Mikro- oder Haus-Brauereien ist in den letzten Jahren explosionsartig nach oben geschnellt. Einen sehr interessanten Artikel dazu gibt es auf der Internetseite fejo.dk unter folgendem Link: Fejo.dk - Hausbrauereien Dänemark. Ebenfalls findet ihr unter Bryggerier.dk eine Liste von dänischen Brauereien. Das Bier hat mittlerweile einen ganz anderen Stellenwert als vor einigen Jahren und wird viel mehr als Genussmittel angesehen. Eine tolle Entwicklung, welche das Land genommen hat.
Nach langer Zeit der Planung ist es nun soweit. Das 1. Festival der Bierkultur findet am 15. und 16. Mai 2010 in Köln-Ehrenfeld statt und steht unter dem sehr schönen Motto “Klassische und innovative Bierspezialitäten auch jenseits von Reinheitsgebot und Kölsch-Konvention”.
Das besondere an diesem Bierfestival steckt schon im Motto. So werden neben den “normalen” Bieren auch besondere Spezialitäten angeboten, welche alle handwerklich hergestellt werden. Es werden also eine Menge innovative Bierspezialitäten angeboten, welche sich die Besucher schmecken lassen dürfen.
Insgesamt präsentieren sich rund 15 gewerbliche Kleinbrauereien und Bierfachhändler aus Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Dänemark. Alles also sehr international. Neben einer Brauvorführung sorgt ein Biersommelier mit moderierten Bierverkostungen für das Rahmenprogramm. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht natürlich das Bier, aber auch die Möglichkeit direkt mit dem Brauer bzw. dem Fachpersonal ins Gespräch zu kommen.
Die Besucher dürfen sich als neben vielen besonderen Themenstellungen rund um das Bier auch um das ein oder andere unbekannte Gebräu freuen. So wird es Bier geben, welches mit schwarzem Tee, Rosmarin oder anderen exotischen Zutaten gebraut wurde.
Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld Samstag 15. bis Sonntag 16. Mai 2010, jeweils von 12 – 20 Uhr
Eintritt: 3,50 €, inkl. Festivalglas
Einheitspreis für Vollbier: 1 €/0,15 Liter; Besondere Bierspezialitäten evtl. mehr Veranstalter: Peter Esser, Inhaber und Diplom-Braumeister der „Braustelle“ Kölns kleinster Gasthausbrauerei, www.braustelle.com
Wenn man schon die Möglichkeit hat und vor der Haustüre in Mannheim findet die größte Verbrauchermesse Deutschlands statt, liegt ein Besuch natürlich nahe. Doch um ehrlich zu sein, die fast 50 Hallen haben mich nicht so interessiert, eher die Sortenvielfalt und die Infos rund ums Bier.
Gestartet habe ich nach einem Kaffee beim Australian Food & Trading Stand. Natürlich haben sie Ihr Fosters mit dabei gehabt. Was soll man schreiben: Fosters ist wirklich nicht so der Bringer, aber man kann es trinken. Es ähnelt eben sehr dem Standard aus Übersee. Leicht, wässrig und gehaltlos.
Info: Fosters wurde jahrelang bei der Holsten Brauerei gebraut und wird nun in Belgien produziert. Zu welcher Gruppe die Brauerei gehört muss man ja nicht erwähnen. (InBev)
Seit 25 Jahren gibt es den Stand mit den Irischen Leckereien. Natürlich vom Fass. Guinness und Kilkenny. Frau Elfering betreut hier schon 18 Jahre lang Stammkundschaft und hat mir auch Infos über Guinness gegeben
Info: Man kann es kaum glauben aber das Dosenbier von Guinness schmeckt besser als das Flaschenbier. Das liegt daran, das beim öffnen der Dose eine CO2 Kapsel das Gas in das Bier drückt, und man es so mit dem Fassbier vergleichen kann. Geniale Erfindung.
Danach ging zum Stand der Welde Brauerei. Herr Thomas Sauer stand mir lange Rede und Antwort und ich wurde auch zu einer Brauereibesichtigung eingeladen. Die Welde Brauerei ist immer noch in Privatbesitz und bleibt das wohl hoffentlich noch lange. Sie haben einen neuen Braumeister der auch noch Diplom Biersommelier ist. Seit Stephan Dück in der Brauerei beschäftigt is gibt es immer wieder neue Biere. Dies ist wichtig, den neue Ideen sind heutzutage auf dem engen Biermarkt wichtig um sich gegen die Konkurrenz behaupten zu können. Dabei wird zwar auch immer mehr in die Mischbierrichtung experimentiert, was wir nicht ganz so gut finden.
Wir berichten immer wieder über Brauereien, welche zu transnationalen Braukonzernen wie InBev oder Carlsberg gehören. Heute wollen wir euch einmal eine kleine Liste präsentieren, damit ihr mal sehen könnt, welche vermeintlich netten Brauereien in Deutschland zu den Riesen gehören.
Brauereigiganten nur mit den Brauereien in Deutschland:
20.000 Produkte und Dienstleistungen aus allen Bereichen des Lebens bei rund 1.400 Ausstellern sind vom 24.04. - 04.05. auf dem Maimarkt in Mannheim zu erleben. Auf Deutschlands größter Regionalmesse findet sich in 47 Hallen und im Freigelände alles was man so braucht. 350.000 Besucher suchen auf 75.000 m² nützliches…auch Bier?
Meine Wenigkeit hat alle Hebel in Bewegung gesetzt und im Vorfeld die Hallen und die Brauereien, welche sich am Maimarkt präsentieren, zusammengestellt. Somit dürfen wir euch wahrscheinlich den ersten “Bier-Maimarkt-Führer” präsentieren.
Halle 1 - 2
Schon Jahre lang wird von den Kölner Funken das Dom Kölsch ausgeschenkt. Da es um Reisen geht wird die Stadt Rosenheim mit einem Maxlrainer Zwickl dargestellt. Ebenfalls gibt es leckere Fischbrötchen und dazu ein gutes herbes Jever
Halle 6 - 9
In diesen Hallen geht es ums Essen und Trinken. Hier sind gleich einige Brauereien vertreten. Dazu zählen sich Fürstenberg, Rothaus, Palmbräu, echte und gute Badische Brauereien mit einem leckeren Sortiment. Beim Stand Australian Food & Trading gibt es verschiedene australische Biere zu verkosten. Die Welde-Brauerei aus Schwetzingen hat einen großen Bierstand. Hier gibt es fetzige Musik und eine gute Auswahl an Bieren.
Besser spät als nie wollen wir euch hier ein Interview mit dem Ernährungsexperten Sven-David Müller präsentieren, der bestätigen kann, dass Bier – wider so manchem Schauermärchen – zu den vitamin- und nährstoffreichen Getränken zählt. Dieses Interview sollte eigentlich schon vor dem 23. April veröffentlicht werden, doch haben wir dieses leider nicht geschafft. Nun ist es aber da und wir wünschen viel Spaß beim lesen.
Das Interview führte die Bier-SpezialitätenmarkeMönchshof.
Mönchshof: Woher kommt der sogenannte „Bierbauch“?
S.-D. Müller: Der dicke Bauch von Biertrinkern wird oft als Bierbauch verunglimpft. Einen solchen gibt es überhaupt nicht, denn der Bierbauch ist ein Fettbauch und der kommt durch eine kalorienreiche Ernährungsweise, mangelnde Bewegung und eine genetische Prädisposition zustande. Aus Bier bildet sich kein Bauch!
Mönchshof: Hat Bier wirklich so viel mehr Kalorien als andere Getränke?
S.-D. Müller: Nein! Der Kaloriengehalt von Bier liegt bei durchschnittlich 48 Kilokalorien pro 100 Milliliter Bier. Wein hat beispielsweise 75 Prozent mehr Kalorien. Auch Cola-Getränke oder Fruchtsäfte wie Traubensaft haben mehr Kalorien als Bier. Im Vergleich zu Mineralwasser oder Tee hat Bier natürlich reichlich Kalorien, aber ein moderater Bierkonsum hilft sogar beim Abnehmen. Das beweisen auch verschiedene wissenschaftliche Studien. Aber nur moderater Bierkonsum hilft und moderat heißt ein bis zwei kleine Gläser Bier.
Mönchshof: Bleiben wir bei den guten Eigenschaften des Bieres. Welche sind besonders hervorzuheben?
S.-D. Müller: Bier ist durch seinen Hefe- und Malzgehalt ein effektiver Vitamin- und Mineralstofflieferant: es enthält große Konzentrationen der wichtigsten B-Vitamine sowie praktisch alle lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente.
Mönchshof: Wurde Bier deshalb früher auch in den Fastenplan der Mönche integriert, nach dem Motto „Flüssiges bricht das Fasten nicht?“
Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,
„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“
Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.
Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?
Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.
Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.
Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.
Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.
Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).
Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.
Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.
Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.
Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?
Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.
In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.
Meine Güte war das wieder ein Fest! Zum siebten Mal fand der World Beer Cup in den USA statt und die meisten Mitglieder der Jury schlafen wohl immer noch ihren Rausch aus. Immerhin wurden vom 5. bis 10. April 3.300 Biere von 642 Brauereien aus 44 Ländern getestet und beurteilt. Die 179 Mitglieder der Jury durften ihre Favoriten für insgesamt 90 verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel “Coffee Flavored Beer” oder “Classic English-Style Pale Ale” wählen. Der World Beer Cup ist einer der größten seiner Art und gehört mit zu den wichtigsten Auszeichnung für Brauereien. Er wird alle zwei Jahre von der Association of Brewers, einem Netzwerk von mittelständischen Brauereien aus den USA, verliehen.
Die Anzahl der eingereichten Biere hat sich im Laufe der Jahre mehr als nur verdreifacht. Immerhin nahmen schon bei der ersten Veranstaltung im Jahre 1996 knapp 600 Biere am Wettbewerb teil. Im Jahre 2004 waren es dann schon 1.500 Biere und nun im Jahre 2010 sage und schreibe 3.300 Biere. So viele wie noch nie.
In diesem Jahr wurden 268 Auszeichnungen in 90 Kategorien verteilt. Dabei gibt es pro Kategorie eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Allerdings kann es auch passieren, dass in bestimmten Kategorien keine Medaillen verteilt werden, da bestimmte Mindestkriterien nicht eingehalten wurden. Die Jury ist sowieso relativ streng und besteht ausschließlich aus Fachpersonen. Dabei gehören Biersommeliers ebenso dazu wie Brauereibesitzer oder Journalisten rund um das Thema Bier. Insgesamt stammen die 179 Mitglieder der Jury aus 26 verschiedenen Ländern, dabei mehr als die Häufe von außerhalb der USA. Ebenso ein Rekord wie alle anderen Zahlen beim diesjährigen World Beer Cup.
Deutschland ist mit 186 eingereichten Bieren, nach den USA mit wahnsinnigen 2371 Anmeldungen, das stärkste Teilnehmerland. Immerhin 16 von diesen 186 Bieren wurden mit Auszeichnungen belegt. So konnte unter anderem Braumeister Michael Plank, mit der gleichnamigen Brauerei, bereits zum fünften Mal seinen Titel für seinen Hellen Weizenbock verteidigen.
Mitarbeiter des dänischen Brauereikonzerns Carlsberghaben ihre Arbeit niedergelegt, weil ihnen ihr Arbeitgeber verboten hat am Arbeitsplatz Bier zu trinken. Bei Carlsberg war es normal, dass sich die Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit am Bier-Kühlschrank uneingeschränkt und kostenlos bedienen durften. Die einzige Auflage war, dass die Mitarbeiter nicht betrunken sein durften und sich verantwortungsvoll benahmen. Derzeit dürfen die Arbeiter nur in ihrer Mittagspause in der Kantine zum Bier greifen.
Diesmal geht es nicht um mehr Lohn oder kürzere Arbeitszeit, sondern tatsächlich um das trinken von Bier am Arbeitsplatz. Während in Deutschland der Suchtbericht 2010 derzeit für großen Medienrummel sorgt, auch was das Thema Alkoholkonsum angeht, sorgen sich die Menschen in Dänemark anscheinend um andere Dinge. Allerdings könnte der Streik auch finanzielle Aspekte haben, so kostet das Bier in Dänemark um einiges mehr als in Deutschland. Für ein halben Liter wird in der Gastronomie zwischen fünf und zwölf Euro verlangt, während der Arbeitszeit war das Bier für die Mitarbeiter kostenlos.
Nicht nur die Mitarbeiter in der Braurei legten die Arbeit nieder, auch die Lastwagenfahrer schlossen sich dem Streik an. Allerdings sind diese gar nicht von der neuen Alkohol-Richtlinie betroffen, da sie eh ständig unterwegs sind. Die Fahrer dürfen sich sogar drei Bier mit auf die Auslieferung mitnehmen, da sie unterwegs ihre Mittagspause machen. Als Kontrolle, dass nicht mehr getrunken wird, verfügen die Carlsberg-Laster über Zündschlösser, welche mit Atemluftsensoren und Zündsperren ausgestattet sind. Trinkt also ein Fahrer einmal etwas mehr, kann er seinen Motor nicht starten. Vielleicht auch ein Zukunftsmodell für den normalen PKW um Alkohol am Steuer eindämmen zu können?
Wir sind gespannt, wie dieser Arbeitskampf weitergeführt wird und bleiben natürlich dran.