Was wurde nicht während der Weltmeisterschaft in Südafrika alles rund um den Bierabsatz der deutschen Brauereien geschrieben. So sollte der umsatzstarke Monat Juni die schwächeren Monate Mai und April ausgleichen und vergessen machen. Gebracht hat es, trotz der warmen Temperaturen und der WM nicht viel. Der Bierabsatz ist im ersten Halbjahr 2010 weiter in das Minus gerutscht. Ebenfalls meldete sich nun ein Experte zu Wort, mit der Meinung die Alkoholsteuer von neun Cent auf einen Euro zu erhöhen. Jeder Kasten Bier würde dann rund zehn Euro mehr kosten.
Das Statistische Bundesamt teilte in Wiesbaden mit, dass die deutschen Brauereien und Konzerne in den ersten sechs Monaten knapp 49 Millionen Hektoliter Bier absetzten. Dies sind 0,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Der warme Juni konnte immerhin einen Zuwachs um 7,8 Prozent im Vergleich zum Juni 2009 verzeichnen. Im Gegensatz gab es im April mit elf Prozent den größten Rückgang seit 15 Jahren. Trotz des starken Junis ist es die schlechteste Statistik seit Einführung der gesamtdeutschen Messung 1991. Alarmierende Zahlen!
Das Bierland Nummer eins in Deutschland ist übrigens nicht Bayern. Auf Platz eins liegt Nordrhein-Westfalen mit rund 12 Millionen Hektoliter abgesetzten Bier. In Bayern, welches auf Platz zwei liegt, waren es 10,6 Millionen Hektoliter, welche konsumiert wurden. Auf Platz drei, bereits mit weitem Abstand, liegt Niedersachsen/Bremen mit rund 5,4 Millionen Hektolitern.
Aus Sicht der Bierliebhaber gibt es auch eine erfreuliche Nachricht zu vermelden. So ging der Absatz von Biermischungen mit Limonaden, Fruchtsäften oder anderen seltsamen Inhaltsstoffen stark zurück. Immer wieder wurde der Markt für Biermischgetränke als positiver Gegensatz zum sinkenden Bierabsatz gemeldet, dies ist allerdings Geschichte und die Aussichten der Marketingexperten der deutschen Großbrauereien konnte nicht bestätigt werden. Der Absatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 4,3 Prozent. Der Anteil liegt mittlerweile bei 4,1 Prozent.
Was tun also bei diesem sinkenden Bierabsatz? Ständig wird dieser als negativ bewertet, was aber vor allem daran liegt, dass die Lobby der Brauereien gezielte Arbeit leistet und diese Meldungen so verbreitet. Aber ist es nicht ein gutes Zeichen, dass weniger Bier, also auch weniger Alkohol getrunken wird? Eigentlich schon, vor allem aus Sicht der Gesundheit. Bier ist ein Kulturgut der Deutschen und wir haben in der Welt schon immer das Image der Biernation, also muss dieses anscheinend gepflegt werden. Da passt es wenig ins Bild, wenn die Deutschen immer weniger “Lust” auf Bier haben. Aber vielleicht ist das Bier auch einfach zu teuer? Immerhin hat der Bierpreis in den letzten Jahren ordentlich angezogen (vgl.: Lieblingsbier.de: Bierpreis steigt: Die Geduld ist langsam am Ende - ein Kommentar.
Passend zur Veröffentlichung der aktuellen Statistiken, habe ich folgende Nachricht des Wirtschaftsexperten Tobias Effertz gelesen. Er fordert, dass ein Liter Bier genau 91 Cent teurer werden soll. Das Geld soll allerdings nicht als Gewinn den Brauerein zukommen, sondern die Alkoholsteuer soll von neun Cent auf einen Euro erhöht werden. Grund dafür sieht der Experte darin, dass der Kampf gegen die Alkoholkrankeit jährlich rund 26 Milliarden Euro kostet. Ein Kasten Bier würde dann rund 20 Euro oder mehr kosten. Das dieses Argument nicht unbegründet ist, zeigt auch die Statistik der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Jeder Deutsche konsumiert etwa 10 Liter reinen Alkohol im Jahr. Dies ist in der weltweiten Tabelle der Platz 5 und sicherlich eine Problematik die sehr wichtig ist.
Tobias Effertz: “Wir brauchen eine Anhebung der Steuern auf Bier, Wein und andere alkoholische Getränke mindestens auf die europäischen Durchschnittswerte. Als Obergrenze wäre eine Anhebung bis auf das skandinavische Niveau denkbar. Dann könnte beispielsweise die Steuer pro Liter Bier bis auf einen Euro steigen. Die Krankheitskosten durch Alkoholkonsum betragen mindestens 26,7 Milliarden Euro pro Jahr. Steuererhöhungen sind ein sehr wirksames Mittel, übermäßigen Konsum zu stoppen.”
Ob dieser Appell gehört wird oder unkommentiert bleibt, wird sich zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass der Bierpreis eigentlich immer weiter sinkt und nicht steigt. Der intensive Wettbewerb der Brauer zwingt sie die Preise immer mehr zu senken, bzw. immer mehr Aktionen auszuschreiben. Allerdings ist dies auch eine gezielte Meldung der Brauereiwirtschaft um vielleicht auch wieder steigende Kosten zu rechtfertigen. Wer blickt da schon noch durch?
Im letzten Jahr sorgte das Traumjob-Angebot rund um die Stelle als Ranger in einem australischen Inselparadies für Schlagzeilen. Diese Idee haben weitere Organisationen und Feriengebiete auf der ganzen Welt kopiert um für ihre eigenen Traumjobs zu werben.
Gerade letzterer ist sicherlich eine Überlegung wert. Warum nicht einmal in einer Brauerei hoch oben auf einem Berg arbeiten und dabei die Kunst der Bierproduktion, Lagerung, Abfüllung und natürlich auch der richtigen Verkostung erlernen. Dazu in einem wunderschönen Ambiente in den Bergen der Schweiz. Ort des Geschehens ist die BierVision Monstein, eine Brauerei mit Tradition und innovativen Ideen. Der Gewinner des Wettbewerbs darf eine ganze Woche, natürlich kostenlos, in der Brauerei verbringen und dort seine Erfahrungen machen.
Im Jahr 2001 wurde die BierVision, die höchstgelegene Brauerei Europas und die erste Schaubrauerei des Kantons Graubünden, in Betrieb genommen. Sie befindet sich in der ehemaligen Dorfsennerei, einem Gebäude, das vor rund 100 Jahren errichtet worden ist. Aus kristallklarem Monsteiner Quellwasser, Schweizer Hopfen und würzigem Malz braut jetzt die BierVision Monstein AG nach innovativer Tradition Monsteiner Bierspezialitäten. Unter der Marke Monsteiner wird heute aber nicht nur Bier gebraut. Ausgewiesene und innovative Davoser Betriebe haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und produzieren aus dem Malztreber und den Zutaten der Bierherstellung weitere ausgezeichnete Spezialitäten der Landschaft Davos.
Für alle, die nun den Traumjob wahrnehmen möchten heißt es sich zu beeilen. Nur noch bis zum 22. Juli darf gewählt werden. Für alle die lieber einen der vorhandenen Bewerber wählen möchten, lohnt es sich auch seine Stimme abzugeben, denn jeder der sich für einen Favoriten entscheidet hat zusätzlich die Chance einen tollen Preis, zum Beispiel in Form einer Luxusreise nach Davos, zu gewinnen.
Das Sommerloch (auch Bierloch genannt) schreitet voran und auch wir von Lieblingsbier.de kommen derzeit nicht wirklich unserer Pflicht nach unsere treue Leserschaft weiter auf dem neuesten Stand der Biergesellschaft zu halten. Wir beschäftigen uns derzeit mit kreativen Sachen und haben unser erstes selbstgemachtes Biereis gerade fertig gestellt, wie das so geht, erfahrt ihr bald. Bis dahin gibt es aktuelle Neuigkeiten von unserem Partner der Lahnsteiner Brauerei.
Malt - Whisky
Im März 2010 zweigte der Lahnsteiner Braumeister Henrik Rohmann erstmals 30 Hektoliter (3.000 l) seiner kostbaren Vorderwürze ab, mit dem Ziel, dass diese zum Malt Whisky nach schottischem Vorbild werden sollen. Die Würze fuhr dann eilends im Container zur Birkenhof Brennerei im Westerwald, wo sie nach der alkoholischen Gärung abdestilliert und in Bourbon-Fässer eingelagert wurde. Dort verbringt sie, wie es bei einem echten Whisky sein soll, drei Jahre zur Reifung. Demnach wird im Frühjahr 2013 der erste Bier-Whisky aus Lahnsteiner Bier fertig sein. Freuen wir uns darauf.
Biersommelier lobt Martinator:„Ein wuchtiger Doppelbock“
Die helle Variante des Bockbieres aus der Lahnsteiner Brauerei ist der Martinator, der - wie der dunkle Schnee Bock - ganzjährig erhältlich ist. Dr. Wolfgang Stempfl, Biersommelier und Geschäftsführer der Doemens Akademie in München, verkostete nun den Martinator fachmännisch. Das Ergebnis liest sich beeindruckend:
• Sattes rotgold
• Glanzfein
• Feinporige, feste Schaumkrone
• Intensive Malznoten, unterlegt mit einer leichten Fruchtigkeit nach grünem Apfel, Limette und gedörrter Aprikose
• Angenehm spritzig
• Trotz eines wuchtigen Körpers recht erfrischend im Trunk
• Leichte Honigsüße, im harmonischen Zusammenspiel mit einer feinherben Hopfenbittere
• Im Abgang kräftiger Malzkörper
• Ein preisverdächtiger, exorbitanter heller Doppelbock.
Kommt nach „Besser leben mit Bier“ ein „Noch besser leben mit Bier“?
Konsequent wäre die Wortwahl in jedem Fall. Konsequent wäre es auch, ein erfolgreiches Konzept fortzusetzen. Und erfolgreich wird das Buch „Besser leben mit Bier“ langsam aber sicher. Zwei Jahre nach seinem Erscheinen sind zwei Drittel der ersten Auflage verkauft, so dass im nächsten Jahr eine Zweite folgen wird. Doch damit nicht genug – die Lahnsteiner Brauerei denkt auch über eine Fortsetzung nach. Material dazu sammelt sich ebenso langsam aber sicher an. Mehr und mehr Leser von „Besser leben mit Bier“ senden es uns zu. Demnächst auch Sie? Ein wenig Zeit bleibt hierzu noch. Man munkelt, der Autor sei derzeit so mit seiner Brauerei beschäftigt, dass ihm nur wenig Zeit zum Schreiben bleibt.
Onlineshop unter www.lahnsteiner-brauerei.de
Sie wohnen weit weg vom nächsten Getränkevertrieb, der unsere Produkte führt? Sie möchten gerne einem Freund oder Verwandten im Ausland eine Freude zum Geburtstag machen? Alles ist möglich. Auf unserer Homepage finden Sie einen Onlineshop mit weltweiter Versandmöglichkeit unserer Biere und natürlich auch unserer Spezialitäten wie Bierlikör, Bierbrand, Bierkäse, Bierstengel, Biernudeln, Hopfentee, Besser leben mit Bier – das Buch, Lahneckchen-Praline oder Knabbermalz.
Gibt es Lahnsteiner Biere bald an exotischen Zielen?
Im Export nach Frankreich, Holland und Italien ist die Lahnsteiner Brauerei bereits seit Jahren erfolgreich engagiert. Verhandlungen mit Interessenten in weiteren Ländern laufen aktuell. Insbesondere der Export nach Übersee scheiterte bislang mit daran, dass die Rückführung der leeren Fässer nicht sichergestellt werden konnte oder zu teuer war.
Am 4. Dezember 2009 hat die Lahnsteiner Brauerei nun einen entscheidenden Schritt getan, um ihre Bierspezialitäten bald an exotischen Zielen zu präsentieren. Als eine der ersten Brauereien überhaupt füllten die Lahnsteiner die neuen 30-l-Einweg-Stahlfässer ab. Dies wurde Möglich, zum einen durch die Installation einer neuen und hoch modernen Fassfüllanlage im März 2009 und zum anderen durch die Entwicklung dieses neuen Fasses durch die Firma Schäfer, von der auch die Lahnsteiner Partyfässer stammen. „Ob wir wirklich bald Lahnsteiner Biere an den Stränden der Südsee oder in den Tälern des Himalajas trinken können, das muss nun der Markt entscheiden. Für uns ist es im ersten Schritt wichtig, zu den Vorreitern dieser Innovation auf dem Biermarkt zu gehören“ so die Geschäftsführung der Lahnsteiner Brauerei.
Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Deutschen Brauer-Bundes zeigte sich der Präsident Wolfgang Burgard in Sachen Biervielfalt und Diversifizierung des Biermarktes optimistisch.
Burgard gab in seinem Eingangsstatement einen kurzen Überblick über die Branche sowie verschiedene Themenbereiche, die die deutschen Brauer aktuell beschäftigen.
„Rund 5.000 deutsche Biere, gebraut von derzeit 1.327 Braustätten garantieren eine einzigartige Geschmacks- bzw. Genussvielfalt. Das Reinheitsgebot für Bier als eine der weltweit ältesten lebensmittelrechtlichen Vorschriften sichert zudem seit mittlerweile fast fünfhundert Jahren besten Verbraucherschutz. Daran werden sich auch in Zukunft alle deutschen Brauer halten”, so Burgard eingangs.
Ein offensichtlicher Anstieg der absoluten Zahl der deutschen Braustätten sei hingegen nur einem Zuwachs im Bereich der Braugasthäuser geschuldet. Dieser täusche über den Konsolidierungsdruck im mittleren und oberen Segment der Brauereien hinweg. Aufgrund des ständig steigenden Wettbewerbs seien die großen Brauereien gezwungen, Strukturen zu verschlanken und durch Aufkäufe die eigene Braustättenzahl zu erweitern, um so neue Absatzwege und –gebiete erschließen zu können.
Ein Gegentrend sei aber auch, dass gerade Braustätten im mittleren Marksegment nach Übernahmen zum Teil geschlossen worden seien. Mittlerweile seien durch diese Konzentrationsbewegung rund 14% der Branche für 95% des Bierausstoßes in Deutschland verantwortlich.
Ist es euch auch schon aufgefallen? Falls nicht, wird es euch spätestens beim nächsten Besuch im Supermarkt auffallen. Es gibt wieder vermehrt das fantastische Dosenbier zu kaufen und dies nicht bei Tankstellen, sondern beim Supermarkt um die Ecke. Der Discounter Penny teilte mit, dass es ab Juni wieder vermehrt Bier und Softdrinks in bepfandeten Dosen in seinen Märkten zu kaufen geben wird. Zunächst in einem ersten Schritt hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen.
Als Markenbiere wird es Bitburger und König Pilsener geben. Ebenso die Eigenmarke “Adelskrone”, welche einen Preis von 30 Cent (zzgl. Pfand) pro halber Liter haben wird. Insgesamt wird es ein Angebot von zehn verschiedenen Getränken, unter anderem Coca-Cola, Fanta, Sprite, Pepsi, und der bekannte Brausehersteller aus Österreich, in der Dose geben.
Anscheinend gibt es vermehrt Kunden, welche sich das Dosenbier zurück wünschen. Auch geringe Logistikkosten sprechen, laut Penny, für eine Wiedereinführung. Für viele hat Dosenbier sicherlich einen gewissen Kultstatus, aber die Frage, ob wirklich die Kundenwünsche ausschlaggebend sind oder andere Gründe, welche eher in die Kostensparte gehen, lässt sich doch stark bezweifeln. Penny sieht sich mit diesem Schritt als “Trendsetter”. Es wird wohl davon auszugehen sein, dass die Dose ein Revival auf dem Markt vollziehen wird, wenn andere Unternehmen dem Discounter folgen werden.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert diesen Schritt sehr scharf und appelliert an den Handel, sich dem Druck von Penny nicht zu beugen: “Die Dose ist die ökologisch nachteiligste Verpackung, die von der Industrie immer wieder “schöngerechnet” werde”, so der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Bisherige Versuche, die Dose wieder in den Markt einzuführen, sind bisher immer gescheitert. Auch die Einführung des Dosenpfandes hat dabei eine große Rolle gespielt und die Dose vom Markt verdrängt.
Nach langer Zeit der Planung ist es nun soweit. Das 1. Festival der Bierkultur findet am 15. und 16. Mai 2010 in Köln-Ehrenfeld statt und steht unter dem sehr schönen Motto “Klassische und innovative Bierspezialitäten auch jenseits von Reinheitsgebot und Kölsch-Konvention”.
Das besondere an diesem Bierfestival steckt schon im Motto. So werden neben den “normalen” Bieren auch besondere Spezialitäten angeboten, welche alle handwerklich hergestellt werden. Es werden also eine Menge innovative Bierspezialitäten angeboten, welche sich die Besucher schmecken lassen dürfen.
Insgesamt präsentieren sich rund 15 gewerbliche Kleinbrauereien und Bierfachhändler aus Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Dänemark. Alles also sehr international. Neben einer Brauvorführung sorgt ein Biersommelier mit moderierten Bierverkostungen für das Rahmenprogramm. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht natürlich das Bier, aber auch die Möglichkeit direkt mit dem Brauer bzw. dem Fachpersonal ins Gespräch zu kommen.
Die Besucher dürfen sich als neben vielen besonderen Themenstellungen rund um das Bier auch um das ein oder andere unbekannte Gebräu freuen. So wird es Bier geben, welches mit schwarzem Tee, Rosmarin oder anderen exotischen Zutaten gebraut wurde.
Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld Samstag 15. bis Sonntag 16. Mai 2010, jeweils von 12 – 20 Uhr
Eintritt: 3,50 €, inkl. Festivalglas
Einheitspreis für Vollbier: 1 €/0,15 Liter; Besondere Bierspezialitäten evtl. mehr Veranstalter: Peter Esser, Inhaber und Diplom-Braumeister der „Braustelle“ Kölns kleinster Gasthausbrauerei, www.braustelle.com
Am 4. Mai wurde einmal wieder über das Thema Alkohol im Fernsehen diskutiert. Diesmal bei der Sendung Menschen bei Maischberger. Das Thema hieß: “Alkohol – Bester Freund oder schlimmster Feind?”. Eine rege Diskussionsrunde entstand mit verschiedensten Teilnehmern, welche zum einen auf der Freundesseite, als auch auf der Feindesseite des Alkohols standen.
Da hätten wir zum einen den Suchttherapeut, der sich vehement dafür einsetzte, dass Alkohol eine Droge ist und süchtig mache. “Alkohol ist eine Droge. Also ist auch jedes Getränk, das Alkohol beinhaltet, eine Droge.” Eine wahre Aussage, an der es nichts zum rütteln gibt. Als Gegenpol stand u.a. der Geschäftsführer der Augsburger BrauereiRiegele, Herr Sebastian Priller, welcher den moderaten und bewussten Alkoholkonsum als gesellschaftlich akzeptiert darstellte. Dies vor allem bezogen auf das Getränk Bier.“Ich befürchte, wenn wir mit den Promille-Grenzen noch weiter runtergehen, verhindern wir das Bier im Biergarten oder beim Mittagessen.”
Gegen diese Aussage stellte sich Mode-Designer Harald Glööckler, welcher unter seinem alkoholsüchtigen Vater litt, gegen die Verharmlosung des Bieres ist.
Als Paradebeispiel gab sich dann noch der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz her. Zunächst musste er zu Beginn der Sendung für einen simulierte Fahrt herhalten. Dabei simulierte ein Computer eine Autofahrt mit 0,8 Promille. Herr Völz schlug sich wacker. Er fuhr die ganze Zeit in Schlangenlinien, baute mehrere Unfälle und überfuhr ein Kind. Auf die Nachfrage, ob er auch selber schon betrunken gefahren ist antwortete er: “Ich bin auch schon oft betrunken Auto gefahren” und das ihn Alkohol einfach lustig mache. Am Ende der Sendung, nachdem Herr Völz zwei Bier getrunken hatte und beteuerte vor der Sendung nüchtern gewesen zu sein, ergab sich beim “Blasen” ein Alkoholwert von 1,3. Dies war angeblich auf den Mundalkohol zurückzuführen. Na klar! Ebenfalls fanden sich neben diesen Vertretern noch zwei ehemalige Alkoholiker ein welche ihre Sichtweise auf das Thema darstellten.
Wir empfehlen euch einen Blick in die ARD Mediathek, in der ihr die Aufzeichnung findet. Direkter Link zur Sendung
Meinung von Lieblingsbier.de
Jeder hat sicherlich eine andere Perspektive auf das Thema. Wir setzen uns auch für einen moderaten und bewussten Konsum ein. Das Problem an der Sache ist, dass die Gesellschaft zu wenig aufgeklärt ist und wir meist ein anderes Umgehen mit dem Alkohol haben.
Grundsätzlich sollte unserer Meinung nach hochprozentiger Alkohol nicht mehr im normalen Supermarkt verkauft werden, sondern nur noch in speziellen Schnapsläden. Alle Alkoholika sollten erst ab 18 zugänglich sein und diese nur unter Vorlage des Ausweises verkauft werden. Als Promillegrenze beim Autofahren sollte 0,0 eingeführt werden. So würde es keine Spielräume geben, sondern nur ein entweder ich trinke und fahre nicht oder ich trinke nicht und fahre.
Wie ist eure Meinung dazu? Lasst sie uns über die Kommentarfunktion wissen.
Das Bier und Schokolade zusammen passen wissen wir ja alle mittlerweile. Wir werden uns diesem Thema auch noch etwas gesondert widmen und ein paar Geschmackstest vollziehen.
Die so genannte Bierschokolade gibt es ja auch schon in Hülle und Fülle, doch nun gibt es eine wirklich schmackhafte und leckere Neuheit von Ritter Sport in Zusammenarbeit mit der Spaten Brauerei aus München und damit der Naschspaß abgerundet wird, gibt es gleich eine weitere neue Geschmacksrichtung: Weisswurst-Schokolade!
hmmm.. bestimmt lecker diese bayerische Sonderserie bei Ritter Sport.
Meine Güte war das wieder ein Fest! Zum siebten Mal fand der World Beer Cup in den USA statt und die meisten Mitglieder der Jury schlafen wohl immer noch ihren Rausch aus. Immerhin wurden vom 5. bis 10. April 3.300 Biere von 642 Brauereien aus 44 Ländern getestet und beurteilt. Die 179 Mitglieder der Jury durften ihre Favoriten für insgesamt 90 verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel “Coffee Flavored Beer” oder “Classic English-Style Pale Ale” wählen. Der World Beer Cup ist einer der größten seiner Art und gehört mit zu den wichtigsten Auszeichnung für Brauereien. Er wird alle zwei Jahre von der Association of Brewers, einem Netzwerk von mittelständischen Brauereien aus den USA, verliehen.
Die Anzahl der eingereichten Biere hat sich im Laufe der Jahre mehr als nur verdreifacht. Immerhin nahmen schon bei der ersten Veranstaltung im Jahre 1996 knapp 600 Biere am Wettbewerb teil. Im Jahre 2004 waren es dann schon 1.500 Biere und nun im Jahre 2010 sage und schreibe 3.300 Biere. So viele wie noch nie.
In diesem Jahr wurden 268 Auszeichnungen in 90 Kategorien verteilt. Dabei gibt es pro Kategorie eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Allerdings kann es auch passieren, dass in bestimmten Kategorien keine Medaillen verteilt werden, da bestimmte Mindestkriterien nicht eingehalten wurden. Die Jury ist sowieso relativ streng und besteht ausschließlich aus Fachpersonen. Dabei gehören Biersommeliers ebenso dazu wie Brauereibesitzer oder Journalisten rund um das Thema Bier. Insgesamt stammen die 179 Mitglieder der Jury aus 26 verschiedenen Ländern, dabei mehr als die Häufe von außerhalb der USA. Ebenso ein Rekord wie alle anderen Zahlen beim diesjährigen World Beer Cup.
Deutschland ist mit 186 eingereichten Bieren, nach den USA mit wahnsinnigen 2371 Anmeldungen, das stärkste Teilnehmerland. Immerhin 16 von diesen 186 Bieren wurden mit Auszeichnungen belegt. So konnte unter anderem Braumeister Michael Plank, mit der gleichnamigen Brauerei, bereits zum fünften Mal seinen Titel für seinen Hellen Weizenbock verteidigen.
Mitarbeiter des dänischen Brauereikonzerns Carlsberghaben ihre Arbeit niedergelegt, weil ihnen ihr Arbeitgeber verboten hat am Arbeitsplatz Bier zu trinken. Bei Carlsberg war es normal, dass sich die Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit am Bier-Kühlschrank uneingeschränkt und kostenlos bedienen durften. Die einzige Auflage war, dass die Mitarbeiter nicht betrunken sein durften und sich verantwortungsvoll benahmen. Derzeit dürfen die Arbeiter nur in ihrer Mittagspause in der Kantine zum Bier greifen.
Diesmal geht es nicht um mehr Lohn oder kürzere Arbeitszeit, sondern tatsächlich um das trinken von Bier am Arbeitsplatz. Während in Deutschland der Suchtbericht 2010 derzeit für großen Medienrummel sorgt, auch was das Thema Alkoholkonsum angeht, sorgen sich die Menschen in Dänemark anscheinend um andere Dinge. Allerdings könnte der Streik auch finanzielle Aspekte haben, so kostet das Bier in Dänemark um einiges mehr als in Deutschland. Für ein halben Liter wird in der Gastronomie zwischen fünf und zwölf Euro verlangt, während der Arbeitszeit war das Bier für die Mitarbeiter kostenlos.
Nicht nur die Mitarbeiter in der Braurei legten die Arbeit nieder, auch die Lastwagenfahrer schlossen sich dem Streik an. Allerdings sind diese gar nicht von der neuen Alkohol-Richtlinie betroffen, da sie eh ständig unterwegs sind. Die Fahrer dürfen sich sogar drei Bier mit auf die Auslieferung mitnehmen, da sie unterwegs ihre Mittagspause machen. Als Kontrolle, dass nicht mehr getrunken wird, verfügen die Carlsberg-Laster über Zündschlösser, welche mit Atemluftsensoren und Zündsperren ausgestattet sind. Trinkt also ein Fahrer einmal etwas mehr, kann er seinen Motor nicht starten. Vielleicht auch ein Zukunftsmodell für den normalen PKW um Alkohol am Steuer eindämmen zu können?
Wir sind gespannt, wie dieser Arbeitskampf weitergeführt wird und bleiben natürlich dran.
Der Schwergewichtsboxer Wladimir Klitschko konnte Samstagnacht seinen Titel gegen den Herausforderer Chambers verteidigen. Der Ukrainer, welcher wiedermal einen unglaublich durchtrainierten und fitten Eindruck machte, knockte seinen nicht ganz so trainierten Gegner in der 12. Runde auf die Bretter. Somit war der 54. Sieg im 57. Kampf perfekt gemacht. Bis hier hin eigentlich alles unspektakulär und von der Thematik her für ein Bier Online Magazin auch irrelevant, doch dann wurde es interessant.
Da der Kampf in Düsseldorf stattfand, dachte sich Herr Klitschko nach dem Kampf ein Altbier auf seinen Sieg zu trinken. Er beklagte zwar noch kurz, dass es keinen Champagner gibt, schüttelte dann aber mit einem Lächeln die Altbierflasche, wobei er vielleicht auch dachte, dass es sich um Champagner handelte und ploppte es, nach mehrmaligen Versuchen, auf. Nachdem er fast das ganze Altbier über sich und andere verspritzte, nahm er noch einen kräftigen Zug und sagte: “leeeeeeeeeeecker”! Vom Ringmoderator Kai Ebel wurde er dann noch gefragt ob das Altbier besser schmecke als Wodka, aber ich glaube Wladimir war sich bei seiner Antwort nicht so ganz sicher.
Nun ja, wir berichteten bereits vor einiger Zeit rund um den Kampf Altbier gegen Kölsch und vielleicht kochen deswegen so manche Meinungen im Internet rund um diese Aktion hoch. Es wird sogar vermutet, dass die Initiative Alt-knallt.de, eine Düsseldorfer Brauerei oder vielleicht auch die Toten Hosen dahinter stecken könnten. Immerhin sahen im Schnitt 12,59 Millionen Zuschauer den K.o.-Erfolg des Ukrainers und die gelungene PR-Aktion für das Altbier.
Hier ein paar Meinungen:
“..und ich dachte schlimmer ging nicht mehr. langweiliges Boxen, Altbier und jetzt noch der Schweiger…und Campino.. *grusel*”
“..Nachtrag zu gestern: man kann ihn verstehen: lieber damit duschen als es zu trinken..”
“..So das wars, jetzt wird er krank … nicht trinken … das Wort ALTbier muss ihm doch was sagen :-O …”
“..Wladimir Klitschko zeigt gerade, was man mit Altbier machen muss: Ausschütten!..”
“..Toll - Klitschko gewinnt und muss Altbier trinken - Da würde ich mich lieber K.O. hauen lassen..”
Wir entschuldigen uns für die einseitige Meinungsbetrachtung, doch positives haben wir über Klitschko und Altbier nicht gefunden.
Bei unseren Recherechen durch die weiten des Netzes, sind wir auf welt.de auf einen interessanten Artikel gestoßen, welchen wir euch nicht vorenthalten wollen.
Die Autorin Stephanie Geiger schreibt über den bayerischen Biermarkt und probiert anschaulich darzustellen, wie bayerische Traditionsbrauereien die Krise probieren zu meistern. Ein interessanter und lesenswerter Artikel, welcher mit dem Ergebnis endet, dass die bayerischen Traditionsbrauereien keine Sorge haben müssen, von den großen Brauereiriesen der Welt aufgekauft zu werden. Vielen Brauern ist eben Tradition, Qualität und regionale Bekanntheit wichtiger als der große Profit.
Heute wollen wir für euch eine sehr lesenswerte Pressemitteilung der Unternehmensberatung CIS veröffentlichen. Dabei geht es um die ansteigende Profitgier der deutschen Brauereien auf dem Biermarkt und das trotz schwarzer Zahlen weiter Mitarbeiter entlassen werden.
Die großen deutschen Brauereien schmieden wieder Entlassungspläne in großer Manier. Nicht etwa rote Zahlen spielen bei den Vorhaben eine Rolle, sondern die globale Gier und ausländische Investoren. Soziale Verantwortung oder das Bewusstsein um eine einzigartige Kultur des deutschen Biers bleiben dabei auf der Strecke.
Wie der Wein zu Italien oder Frankreich gehört das Bier zu Deutschland. Fragt man den Deutschen nach seinem Nationalgetränk so wird mit Sicherheit ein Großteil der Befragten mit “Bier” antworten. “Bier ist rein. Bier ist Genuss. Bier ist Deutschland.” heißt es dieses Jahr in der Image-Kampagne des Deutschen Brauer Bundes. Sie frönen dem deutschen Reinheitsgebot, das am 23. April 1516 in Kraft getreten ist.
Doch viele Brauereien scheinen sich ihrer kulturellen Bedeutung nicht bewusst zu sein. Sie vergessen diese, sobald sie von der Profitgier von ausländischen Investoren beeinflusst werden. Schon seit einiger Zeit kaufen diese sich den deutschen Markt “zurecht”. Wie Heuschrecken mischen die geldgierigen aus Übersee Finanzmärkte auf oder zerschlagen Konzerne der Metall- und Autobranche, die bereits seit Generationen eingesessen sind.
Seit geraumer Zeit richtet sich ihr Augenmerk auch auf die Bierwelt. Ein Beispiel ist die Weltbrauerei AB Inbev. Zum Portfolio des Konzerns gehören Marken wie Becks, Franziskaner oder Löwenbräu. Im Jahr 2009 konnte InBev allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz 250 Mio. Euro Rendite erwirtschaften. Trotzdem möchte die Geschäftsleitung weitere 386 Jobs in Deutschland streichen. So verlangen es die brasilianischen Hauptanteilseigner. Ähnliche Umstände begegnen uns auch bei der Brau Holding International in München, bei der Heineken große Anteile hält, dazu zählen Marken wie Fürstenberg, Paulaner und viele Weitere. Stichhaltige Gründe sucht man in Deutschland vergebens. Unsere Brauereien schreiben keine roten Zahlen, es ist vielmehr die globale Gier, die von ihnen Besitz ergriffen hat.
Bereits seit Beginn der Saison 2009/2010 kooperieren wir mit dem Fußballverein Tennis Borussia Berlin. Wir füttern regelmäßig das Stadionheft von TeBe mit einem ausführlichen Bericht rund um das Bier im Stadion des Auswärtsgegners und die Bierkultur in der Gegnerstadt. Ebenso liefern wir immer wieder Tipps zum Aufenthalt der TeBe Fans in der Stadt des jeweiligen Gegners. In Zukunft wollen wir diese Artikel auch online auf Lieblingsbier.de veröffentlichen und zum nachlesen abspeichern.
Zu den bisher erschienen Stadionheften geht es hier: klick TeBe.de
Endlich rollt der Ball wieder und Lieblingsbier.de hat für euch wieder die besten Auswärtstipps zum Thema Bier in eurem Stadionheft von TeBe. Also alle auf zum Auswärtsspiel nach Niedersachsen zur zweiten Mannschaft von Hannover 96. Ähnlich wie die erste Mannschaft, befinden sich auch die Amateure von 96 im unteren Tabellendrittel und so heißt es für TeBe ein paar Punkte aus Niedersachsen mit nachhause zu nehmen, was hoffentlich auch machbar ist. Nachdem die Amateure vor einigen Jahren vom DFB dazu gezwungen wurden aus ihrem Heimstadion, dem Eilenriede-Stadion, in die AWD-Arena umzuziehen, ist für das Spiel mit Sicherheit eine “beachtliche” Kulisse geboten.
Im Stadion wird den Gästefans, trotz eines guten regionalen Angebotes aus Hannover mit vielen Privatbrauereien, das Hasseröder Premium Pils angeboten. Die Brauerei Hasseröder ist viertgrößter Produzent von Premium-Pils in Deutschland und verkauft sein Bier vor allem über Supermärkte wie Netto und Norma. Die Brauerei wurde im Jahre 1872 in Wennigerode, rund 130 Kilometer süd-östlich von Hannover, gegründet. Nach der Wende wurde dort ein neues und moderneres Braugebäude errichtet und die Hannoversche Gilde Brauerei kaufte Hasseröder auf. Im Jahr 2002 wurde Gilde vom weltgrößten Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev aufgekauft. Ein schönes Beispiel, wie sich langsam die deutsche Brauereivielfalt auflöst.