23. April 2010: Der Tag des deutschen Bieres – Eine Abrechnung

Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,

„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“

Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.

Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?

Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.

Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.

Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.

Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.

Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).

Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.

Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.

Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.

Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?

Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.

In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.

Bierige Grüße,

Felix vom Endt

Betreiber Bier Online Magazin - Lieblingsbier.de

6 Kommentare April 23rd, 2010

Literpreis für Bierkäufer egal

Nach einer interessanten Studie von The Nielsen Company und Bormann & Gordon, stellte sich heraus, dass nicht einmal jeder zehnte Käufer wert auf den Literpreis von Bier legt. Die Käufer wurden direkt beim Verlassen von Supermärkten, Getränkemärkten und Geschäften des Einzelhandels befragt.

“Aufgrund der starken Aktionstätigkeit im Bierbereich sind die Kistenpreise bei den Käufern so präsent, dass der Literpreis wenig relevant scheint”, erklärte Marcus Strobl, Getränkeexperte bei The Nielsen Company.

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2 Kommentare August 24th, 2009

Bierkonsum der Deutschen bricht ein

Bereits vor einigen Tagen haben wir über die neuen Minuswerte der deutschen Großbrauereien berichtet. Nun zeigte sich auch im Gesamtabsatz, dass dieser im ersten Halbjahr des Jahres 2009 um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr 2008 eingebrochen ist. Dieses Minus ist so stark, wie nie zuvor! Die aktuellen Zahlen wurden vom Deutschen-Brauer-Bund vorgelegt.

Es herrscht mittlerweile Alarmbereitschaft bei den deutschen Brauereien, so wird auf der einen Seite immer weniger Bier getrunken und auf der anderen Seite werden die Rohstoffpreise und Energiekosten immer höher. Ein Teufelskreis, der entweder zu Lasten der Angestellten mit Entlassungen oder zu Lasten der Konsumenten mit einem höheren Bierpreis abgefedert werden kann. Ebenso kommen der bisher verhaltene Sommer und das Rauchverbot hinzu. “Das macht uns wahnsinnig.”, so der Vizepräsident des Brauerbundes, Michael Weiß.



DER SPIEGEL

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2 Kommentare Juli 29th, 2009

Bier ABC: C wie Codex Hammurabi

Der Babylonische König Hammurabi (* 1810 v. Chr.; † 1750 v. Chr.) ließ vor langer langer Zeit diverse Vorschriften in eine Säule aus Diorit-Stein meißeln. Diese Rechtssammlung nannte sich Codex Hammurabi und ist die älteste Gesetzsammlung der Welt. Die Säule wurde 1902 bei Susa im heutigen Irak gefunden und steht heute im Louvre in Paris.

Natürlich enthielt diese Gesetzvorschrift auch bereits einige Gesetze rund um das Thema Bier:

- Die Wirtin, die sich ihr Bier nicht in Gerste, sondern in Silber bezahlen lässt, oder minderwertiges Bier teuer verkauft, wird ertränkt.

- Eine Priesterin, die eine Wirtschaft aufsucht oder gar eine Wirtschaft eröffnet, wird verbrannt.

- Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische und staatsgefährdende Diskussionenduldet, ohne die Gäste der Obrigkeit ausliefert, wird getötet.

- Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken.

Ich muss schon sagen, die Gesetze damals waren wirklich hart. Allerdings sollte das Gesetz gegen die Bierpanscher, vielleicht nicht ganz in dieser harten Form, auch heute noch Bestand haben. So könnten wir endlich nur noch leckeres, feines und schmackhaftes Bier genießen und der Markt würde nicht mit qualitätsminderwertigen Billigbieren überschwemmt werden.

Autor: Bierfra




1 Kommentar Juli 25th, 2009

Deutsche Großbrauereien weiter im Minus - bis auf Oettinger!

Nicht nur der lahme Sommer ist Schuld an den neuesten Ergebnissen einer Studie bezogen auf den deutschen Biermarkt, auch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt seinen Schatten mittlerweile auf alles was sie kriegen kann.
Laut einer aktuellen Studie des Branchenmagazins Inside haben fast alle der 16 größten deutschen Brauereien in der letzten Zeit weniger Bier abgesetzt.

Nur das Lieblingsbier der Deutschen, das überall beliebte Billig-Pils Oettinger, konnte diesem Trend entgegensetzten. Es legte sogar zwei Prozent zu. Aber bei einem Preis von knapp 3,50 € für einen Kasten “Pils” ist das auch kein Wunder, können sich doch immer weniger Menschen 12 - 15 Euro für einen Kasten Qualitätsbier leisten und es ist ja nicht so, dass die Brauereien den Konsumenten entgegenkommen. Ganz im Gegenteil, der Bierpreis zieht weiter an.

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2 Kommentare Juli 18th, 2009

Oettinger und die Erdbeere

Oettinger hat es geschafft. Endlich bringt der “Branchenprimus” ein eigen erschaffenes Bier auf den Markt und kupfert nicht bei anderen Brauerein ab oder nimmt einfach irgendwelche Reste und schüttet sie zusammen. Nein, nun ist es endlich so weit, Oettinger verkauft eigenes Bier. Allerdings ist dieses Bier mit Erdbeeraroma - fantastisch, das lässt die Herzen der Bierliebhaber höher schlagen.

Neben dem Apfel ist die Erdbeere das beliebteste Obst in Deutschland. Insgesamt werden knapp drei Kilogramm pro Kopf gegessen. Also warum nicht ein Bier mit Erdbeeraroma produzieren. Dies dachte sich auch die Brauerei Oettinger und bringt nun ein Weizenbier mit Erdbeergeschmack in einer trendigen 0,33 Liter Flasche und in leuchtenden roten Farben auf den Markt.

“Ab sofort wagen wir uns aus der Deckung, um einer der Taktgeber für die Bierwelt in Deutschland zu werden”, kündigt Geschäftsführer der Brauerei Dirk Kollmar selbstbewusst an. Bisher wurde allerdings nur kopiert, egal ob es Bionade, Weizenbier mit Grapefruite, Cola-Mix oder andere Kreationen waren. Sobald die Konkurrenz ein gutes Produkt auf den Markt gebracht hatte, dauerte es nicht lange und Oettinger hatte das selbe Produkt in der Palette. Nun also Neuland für die Brauerei mit einem Erdbeerweißbier. Na dann, Prost!

Weiteres zu Oettinger findet ihr unter folgendem Artikel bei Lieblingsbier.de: Oettinger und das Billigbier (20.03.2009)

Autor: FvE

16 Kommentare Mai 6th, 2009

Oettinger verkauft Premium Pilsener

Eine Sensation! Der Billigbier-Produzent Oettinger nimmt ab dem 01.06.2009 ein Premium Pilsener mit in seine Produktpalette auf. Das Bier soll nach strengen Qualitätskriterien gebraut werden und deutschlandweit vertrieben werden.

Laut Unternehmensangaben möchte die Brauerei sich vom eher negativ besetzten “Billigbier-Image” entfernen und auch Käufer hinzugewinnen, die mehr Wert auf Qualität der Inhaltsstoffe und der Produktion legen. Mit diesem Schritt wird sich Oettinger weiter als die Nummer 1 im deutschen Biersektor behaupten können und auch im Jahr 2009 seinen Platz an der Sonne ausbauen. Der Kasten Premium Pilsener soll nach Angaben zwischen 21 und 25 Euro ohne Pfand kosten. Das Bier wird in handelsüblichen 0,45 Liter Flaschen verkauft. Der Kasten soll von einem Designer aus der Automobilbranche entworfen sein.

Hier das neue Etikett:

Oettinger Premium Pils

Wir sind gespannt und werden, so bald das Bier in den Laden verfügbar ist euch natürlich ausführlich berichten.

5 Kommentare April 1st, 2009

O. O. O. Oettinger und das Billigbier

Ich drinke gerade ein gutes dunkles Export und lese einen Bericht bei welt.de/wirtschaft. “Siegeszug der Billigbiere”, ich kann euch den Bericht nur empfehlen. Ja es stimmt, immer mehr Menschen haben weniger Geld im Geldbeutel und es klingt ja auch verlockend, wenn ein Kasten Bier nur um die 4,-€ kostet. Nicht jeder Biertrinker geniest das Bier so wie wir. Wie haben wir früher gesagt: “Hauptsache es ballert.” Mein Kasten Bier kostet so um die 12,-€, da bekomme ich drei Billige dafür. Meine Frau hat schon gesagt, ich kaufe dir das auch (die Scheidung läuft, hahaha)

Trittin erfand das Dosenpfand und schon gab es kaum noch das Bier in Dosen. Eine billige Variante ist gestorben und da hat die Brauerei Oettinger zugeschlagen. 30% mehr Absatz pro Jahr, 6,6 Millionen hl Ausstoß. Was für Zahlen! Leider Tendenz steigend. Billigbiere haben einen Marktanteil von 25% gegenüber 43% den Premium-Bieren. Doch die Gewichtung verschiebt sich immer mehr.

Billig geht halt auch nur, wenn man einspart. Kein Aromahopfen, keine Sommergerste, wenig Reklame, kein Sponsorring, keine Messeauftritte. Die Aufwendung der Flaschen und Kisten sind plumb. Es gibt keine Zwischenhändler und kein Gastonomiegeschäft.

Wir können nur hoffen, dass nicht noch mehr Brauereien auf das Boot der Billigbiere aufspringen.

Ah tut der Schluck von dem “teuren” dunklen Export gut.

Prost

Autor: bierfra

7 Kommentare März 20th, 2009


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