Heute wollen wir euch einen ersten Biervergleich vorstellen. Wir haben uns dazu entschlossen zwei Biere gegeneinander antreten zu lassen und diese zu vergleichen. Diese Biervergleiche wird es auch in Zukunft immer wieder geben. Beim ersten Vergleich prallen direkt zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite handelt es sich um das natürlich gebraute Kirschbier der Neuzeller Klosterbrauerei, welches gegen das Biermischgetränk Mixer Cherry von Karlsberg, antreten wird.
Wir haben den Vergleich in verschiedene Kategorien unterteilt. Diese Kategorien heißen:
Es gibt keine Punkte oder irgend etwas ähnliches, sondern lediglich unsere subjektive Meinung rund um die beiden Kontrahenten. Lasst uns beginnen.
Inhaltsstoffe:
Neuzeller Kirschbier
Beim Kirschbier der Klosterbrauerei handelt es sich um ein Bockbier, welches mit dem Saft von 50 Kirschen gemischt wurde. Neben dem Bockbier, welches aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen gebraut wurde, und dem Kirschmuttersaft beinhaltet das Bier ebenso Holundersaft und Invertzuckersirup. Letzterer wird auch Glukose-Fructose-Sirup genannt und wird häufig in der Lebensmittelherstellung verwendet, wo er als Frische- oder Feuchtestabilisator, als Süßungsmittel oder als Aromaträger genutzt wird.
Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 4,8% und wird in einer 0,5 Liter Flasche angeboten. Zu kaufen gibt es das Bier über den Onlineshop der Neuzeller Klosterbrauerei und in ausgewählten Getränkemärkten.
Mixery Cherry
Man mag es kaum glauben, aber auch im Mixery Biermischgetränk befindet sich Vollbier, welches aus Wasser, Hopfenextrakt und Gerstenmalz hergestellt wird. Im Vergleich lässt sich hier lediglich das Extrakt im Gegensatz zur ganzen Hopfendolde kritisieren. Aber Extrakt ist eben günstiger und somit für die Massenproduktion gut geeignet.
Das Getränk besteht aus 60% Bier und 40% Erfrischungsgetränk und hat 3,1% Alkohol. Die 40% Inhalt bestehen aus Wasser, Zucker, Kohlensäure, färbendes Konzentrat aus Karotte, Säuerungsmittel Citronensäure, natürliches Aroma und dem Farbstoff E133. Es wird vermutet, dass der Farbstoff rot färben würde, dies ist aber nicht der Fall. Beim Farbstoff E133 handelt es sich um das Brillantblau FCF. Der Farbstoff gilt als gesundheitlich unbedenklich, lediglich bei extrem hohen Dosen kann es Ablagerungen in Nieren und Lymphgefäßen geben.
Das Getränk kommt in der üblichen 0,33 Partyflasche daher und wird in vielen größeren Supermärkten und Getränkemärkten angeboten, allerdings meist nur in einer 6er Pack.
Aussehen
Neuzeller Kirschbier
Das Bier ist im Glas leuchtend dunkelrot, mit einem Braunstich. Das Bockbier schimmert hier durch und auch der Schaum ist eher bräunlich als rot und erinnert an ein Bockbier. Der Schaum hält die erste Zeit ganz gut und zeigt sich fein und cremig. Insgesamt ist das Bier eher arm an CO2 und versprüht wenig Spritzigkeit.
Mixery Cherry
Färbung von Karotten und ein Farbstoff. Man könnte ein schöne rote Farbe erwarten, welche an Kirschen erinnern soll. Diese Vorstellung ist allerdings Fehlanzeige. Das Bier ist eher pink und sieht sofort chemisch aus. Es erinnert eher an Himbeerbrause oder Berliner Weiße mit Himbeer. Auch der Schaum ist rosa und leitet nicht wirklich zum Genuss ein. Der Schaum ist mittelfein, fällt relativ schnell im Glas zusammen und verschwindet dann völlig. Insgesamt liegt das Bier im Glas wie eine fade Limonade.
Geruch
Neuzeller Kirschbier
Das Bockbier überdeckt den Kirschgeruch. Das Bier riecht nach Malz und Hopfen, aber auch süßlich nach Glühwein und Kirschlikör. Insgesamt ganz gut abgerundet und interessant. Ich finde es vor allem gut, dass das Bockbier den Geruch bestimmt und nicht der Geruch der Kirschen oder eventuell des Zuckersirups, was durchaus auch der Fall sein kann.
Nach langer Zeit dürfen wir euch endlich mal wieder einen neuen Biertest präsentieren und wir versprechen euch, dass es auch wieder regelmäßiger Tests geben wird. Gleich zu Beginn gibt es das neue alkoholfreie Welde Weizen, welches eher ein Sportlergetränk als ein Bier sein soll.
Das Bier kommt im Glas wie ein richtiges Weizen daher. Es ist trüb, orangefarben und hat einiges an Hefepartikel mit dabei. Die Blume ist zu Beginn recht schön und voluminös doch fällt ziemlich schnell zusammen. Die Spritzigkeit ist vorhanden und kommt richtig schön erfrischend rüber
Interessant ist natürlich der gebogene Flaschenhals der Welde Biere. Sehr modern und trendig und liegt ebenfalls sehr gut in der Hand. Der Wiedererkennungswert ist sicherlich hoch doch ob es wirklich notwendig ist, ist die andere Frage. Erwähnenswert auf jeden Fall.
Geruch: (2x)
Zunächst riecht das Welde Weizen isotonisch sehr fruchtig, vor allem nach Banane. Dies liegt mit Sicherheit daran, dass der Inhalt 20% Erfrischungsgetränk mit Bananengeschmack ist. Es handelt sich also um einen Biermix mit Bananengeschmack.
Dies ist natürlich bei einem Weizen gar nicht schlecht und gibt dem Bier das gewisse Extra. Neben dem starken Bananengeruch kommt auch etwas Hopfen und Zitrone durch und rundet das fruchtige etwas ab. Es riecht erfrischend, fruchtig, leicht und lecker.
Geschmack: (2x)
Das Bier schmeckt im Antrunk sehr spritzig und frisch und die Banane macht sich sofort bemerkbar. Es schmeckt eher wie eine Fruchtschorle und nicht wie ein alkoholfreies Bier. Wobei alkoholfreie Bier ja auch gar nicht schmecken. Also die 20% Erfrischungsgetränk mit Süßungsmittel machen sich definitiv extrem bemerkbar
Im Mittelteil ist es leicht zitronig und hat einen ganz leichtes Hefearoma, was den Biercharakter ausmacht. Im Abgang säuerlich und vollmundig.
Perfekt geeignet als Erfrischungsgetränk nach dem Sport oder während warmen Tagen. Angenehm vor allem, weil es keinen Alkoholgehalt hat und trotzdem gut und lecker schmeckt. Aber eben nicht nach Weizenbier.
Allerdings muss gesagt werden, dass die Süßungsmittel etwas übertrieben sind und sehr stark zum Vorschein kommen. Wenn diese etwas dezenter wären, dann wär es wirklich richtig lecker. So muss gesagt werden, dass es leider etwas zu süß ist und das schmeckt mir persönlich nicht gut.
Letzter Schluck:
Immer noch erfrischend und süß. Die Süßungsmittel verfliegen nicht so schnell und geben dem Weizen eine lange Haltbarkeit im Glas. Da sich die Hefepartikel im Glas unten absetzen, schmeckt der letzte Schluck insgesamt am allermeisten nach Weizenbier.
Sonstiges: nur Zusatzpunkte 1 – 5
(Besonderheiten, abgefahrener krasser Hefebestandteil, alkoholfrei, positiv und negativ)
Positiv:
- Alkoholfrei
- Trendige Flasche
- Schöner Biermix mit Banane
- Viele Vitamine, Calcium und Magnesium !!!
Negativ:
- Nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut
- Zu starke Süßstoffe die das Bier ziemlich süß machen
Zusammenfassung:
Ein trendiges alkoholfreies Weizenbier, welches sich vor allem an Sportler richtet. Laut Brauereiangaben vollgestopft mit Vitaminen, Calcium und Magnesium. Für warme Tage sicherlich gut geeignet, allerdings sehr sehr süß. Im Vergleich zu anderen alkoholfreien Weizen aber endlich mal eines mit Geschmack.
Hmmmmmmmmmmm.. so lässt es sich schön in das Wochenende starten. Bier, Erotik und dazu ein wenig Sonnenschein.
Wir wünschen allen Lesern ein schönes Wochenende und hoffen, dass trotz etwas schlechterer Wetterprognosen der ein oder andere Biergartenbesuch durchführbar ist.
Wenn die Narrenkostüme ab Aschermittwoch wieder in den Schränken verschwinden, beginnt die karge Fastenzeit. Dass es dabei bisweilen trotzdem recht fröhlich zugeht, liegt an einem Hintertürchen, das seit Jahrhunderten gerne genutzt wird: Bockbier.
Dieses besonders gehaltvolle Bier darf auch in der Fastenzeit genossen werden, wie die Überlieferung besagt. So wird berichtet, dass vor langer Zeit bayerische Mönche ein Fässchen Bockbier nach Rom schickten zur Prüfung, ob der Trunk mit den kirchlichen Vorschriften vereinbar sei. Doch die Reise über die Alpen und die warme Sonne Italiens ließen den Sud völlig verderben. Der Papst probierte und konnte in dem abscheulichen Getränk keine Gefahr für das Seelenheil seiner Mitbrüder erkennen. Seither gehören Bockbier und Fastenzeit zusammen.
Gerade in Bayern ist die Auswahl an Starkbieren groß. Diese hochprozentige Vielfalt bereichert der Weißbierspezialist ERDINGER Weißbräu um einen Weizenbock, eine obergärige Spezialität. Mit einem Alkoholgehalt von 7,3 % und einer Stammwürze von 16,7°P ist der ERDINGER Pikantus dunkler Weizenbock der gehaltvollste Vertreter aus dem Hause ERDINGER.
Traditionsgemäß reift er in der Flasche; um sein volles Aroma zu entfalten, braucht er eine etwas längere Reifezeit. Starkbierkenner schätzen seinen typischen, malzbetonten und leicht süßlichen Geschmack, den der Pikantus durch die ausgesuchten, dunklen Weizen- und Gerstenmalze erhält. Dazu passend gibt es ein eigenes Glas, das mit seiner breiter angelegten Form die Aromaentfaltung unterstützt und die dunkle Farbe des Pikantus – das Auge trinkt mit – besonders zur Geltung kommen lässt.
Lieblingsbier.de wird in den nächsten Wochen für euch einmal einige Bockbiere testen und vorstellen. Dabei wünschen wir euch, aber auch uns, viel Spaß!
Das neue Jahr begann für die fränkische Brauerei aus Kulmbach gleich mit einem Paukenschlag. Beim härtesten Biertest der Welt, welcher von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt wird, räumte sie gleich fünf Goldmedaillen ab. Dabei wurden alle fünf eingereichten Biere mit Gold bewertet. Bei den Sorten handelt es sich um das Kulmbacher Edelherb, das Mönchshof Original, das Mönchshof Kellerbier, das Kapuziner Weißbier und das EKU Pils. Alles sehr schmackhafte und leckere Biere.
Grund für die Auszeichnung ist vor allem die hohe Qualität der Rohstoffe mit dennen die Kulmbacher Brauerei seit vielen Jahren ihr Bier herstellt. Alle Zutaten komme aus der Region und werden streng von der Brauerei kontrolliert. Mit dem weichen Brauwasser aus dem Fichtelgebirge, dem Gesten- und Weizenmalz aus eigenem Anbau, den besten Hopfensorten aus Süddeutschland und der Hefe aus eigener Reinzucht ebnen den Erfolg der Biere. Ebenfalls wird das Bier besonders aromaschonend gebraut und kann somit seinen vollen Geschmack behalten.
Anfang der Woche haben wir euch das Bierland Belgien vorgestellt. Nun haben wir für euch vier verschiedenebelgische Biere getestet und für euch in einem kleinen Biertest zusammengefasst.
Eins vorne weg, der Geschmack der belgischen Biere ist so unterschiedlich geprägt, da konnten wir für euch keine klare Linie erkennen und haben somit zum Beispiel auch ein warmes Kirschbier im Angebot. Lecker!
Palm Speziale Pils
Das Pils nicht gleich Pils sein muss, dachten sich wohl bei diesem Bier die Belgier. So brauten sie hier ein eher malziges Ale mit vielen Röstaromen. Das Bier hat eine schöne bernsteinige Farbe, ist klar und sanft im Glas und überzeugt mit seinen Aromen auf der Zunge. Allerdings fehlen Bitterstoffe, die das Ganze noch aussagekräftiger machen könnten. Übrigens ist die PALM Brauerei die größte unabhängige Brauerei in Belgien und das Bier Palm das beliebteste Ale.
De Koninck
Beim De Koninck handelt es sich um ein ebenfalls bernsteinfarbiges, klares und ruhiges Bier. Dieses Bier trägt einen vollen aromatigen Körper, welcher nach Lakritze und Sherry schmeckt und einen alkalischen und rauchigen Geruch nach sich zieht. Es schmeckt eher bitter und trocken auf der Zunge und hinten raus leicht ansetzend. Von den Geschmacksnoten her ist es sehr intensiv und interessant, mit Sicherheit eines der besseren Biere in Belgien.
St. Louis Kriek Kirschbier
Interessant. So ist die empfohlene Trinktemperatur laut Hersteller bei 60 Grad. Also gut, Flasche in einen Topf mit heißem Wasser und schön erwärmt. Gerade bei kalten Temperaturen eine leckere und vor allem fruchtige Alternative zum Glühwein. Das Bier hat eine schöne, leicht dunkle, rote Farbe und einen schönen Schaum. Es ähnelt auch einem Gebräu aus einem Chemiebaukasten. Der erste Geruch geht in die Richtung Weihnachtsmarkt und Glühweinstand. Es riecht sehr süß, nussig und nach Nelken. Der Geschmack ist erst mal Wahnsinn! Sehr starke Kirscharomen, sehr sauer und leicht weinartig. Hinten raus sehr kitzelig und cremig im Abgang. Für kalte Tage sicherlich eine Alternative, hat aber leider nix mit Bier zu tun.
Ach war das nicht ein wunderschöner September mit viel Sonne und warmen Temperaturen? Das ein andere andere Bier wurde sicherlich von vielen noch bei einer schmackhaften Brotzeit im lokalen Biergarten genossen und vielleicht hat der ein oder andere ja auch noch einmal die Grillsaison zu einem unverhofften Comeback im September und Oktober geführt. Mit Sicherheit, es war ein wunderschöner Altweiber-Sommer, doch nun ist wohl auch dieser vorbei.
In der nächsten Woche werden wir wohl in ganz Deutschland mit heftigen Temperaturstürzen runter auf zehn bis zwölf Grad rechnen müssen, in der Nacht gibt es bereits leichten Frost. Die Biergartensaison darf somit für beendet erklärt werden. Aber wir wollen einfach nochmal zurückdenken an den wunderschönen Sommer mit seinen warmen Temperaturen, der schönen Zeit im Biergarten, am See oder auf der Terasse bei einem kühlen Bier. War es nicht schön ein frisch gezapftes Weizenbier oder ein frisches prickelndes Radler nach einem anstrengenden Arbeitstag in der Sonne unter Kastanien zu genießen? Ja! Das war es wohl!
Heute wollen wir euch eine kleine Geschichte rund um das Biermagazin “Bier & Brauhaus” erzählen. Ein Magazin, welches für jeden Bierliebhaber ein absolutes Muss ist. Ihr könnt es direkt über die Seite www.braupaul.de bestellen.
Entstanden ist die Idee für ein eigenes und unabhängiges Infomagazin zum Thema Bier und Brauen aus den Hausbraueraktivitäten vom Herausgeber Markus Harms. Denn bereits seid 2000 ist der mittlerweile 36jährige in der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer in Deutschland e.V. (VHD e.V.) aktiv. Als neues Mitglied reizte es ihn von Beginn an in der vereinseigenen Zeitschrift “Flaschenpost” durch redaktionelle Beiträge mitzuwirken. Das Potential und die unendliche Themenvielfalt hatten ihn von Anfang an begeistert. Nachdem die Veröffentlichung der Vereinszeitschrift “Flaschenpost” im Jahre 2006 eingestellt wurde, suchte Markus Harms als mittlerweile 2. Vorsitzender des Vereins gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern nach einem geeigneten Konzept und einem geeignetem Partner für eine Nachfolger-Zeitschrift.
Eine lange Zeit reiften die Überlegungen, wurden Kontakte geknüpft und Konzepte geprüft, und Vorschläge gesammelt. Professionelle Verlage konnten für die Zusammenarbeit nicht gewonnen werden und für den VHD e.V. kristallisierte sich heraus, dass eine Umsetzung mit vereinseigenen Kräften nicht machbar war.
Das bekannte Magazin Öko-Test hat in der aktuellen August Ausgabe den deutschen Biermarkt einem Test unterzogen und insgesamt 46 Biermarken getestet. Dabei waren 20 Biere von großen und bekannten Brauereien und 26 Marken von regionalen Brauereien.
Die wichtigste Erkenntnis des Testes ist diese, dass 44 Biere mit der Gesamtnote “sehr gut” abschnitten! Da ist die komplette Qualitätsdiskussion, welche durch Frau Aigner (Lieblingsbier.de berichtete) ja eigentlich wieder vom Tisch. Doch ist das wirklich so?
Mit Sicherheit ist das positive Ergebnis von Öko-Test auch ein Zeichen dafür, dass auf bewusste und gute Qualität beim Bier gesetzt wird und das ist enorm wichtig. So sind die meisten Biere, mit Bestnoten in allen Bereichen, Brauereien die ihr Bier nur regional vermarkten und anbieten. Erst danach kommen die Großbrauereien wie Becks, Krombacher oder Andere, welche aber ebenso Bestnoten erhielten. Auch die Billigbier Brauerei Oettinger und Sternburg Pilsener gehören mit zu den Besten im Test. Dies wollen wir nun einfach mal so unkommentiert im Raum stehen lassen und verweisen auf einen äußerst interessanten und vor allem kritischen Artikel über das Unternehmen Öko-Test: Blamage für Öko-Test. So kann sich jeder selber seine Sichtweise bilden.
Bereits vor einiger Zeit habe ich euch etwas vom nordamerikanischen Biermarkt und seinen Gegebenheiten erzählt. So gibt es eine Vereinigung von Biertestern, welche versuchen mittels “Biergattungs-Richtlinien” eine bestimmte Qualität in Nordamerika zu erzielen, da es dort kein Reinheitsgebot für Bier gibt. Diese Organisation nennt sich Beer Judge Certification Program und nun möchte ich euch die eingeteilten Kategorien näher erläutern.
Laut BJCP gehören zur Kategorie 1, “Light Lager” (also leichte oder helle untergärige Biere), die folgenden Unterkategorien:
1A - “Lite American Lager”
Typische Vertreter: Bitburger Light, Sam Adams Light, Heineken Premium Light, Miller Lite, Bud Light, Coors Light, Baltika #1 Light, Old Milwaukee Light, Amstel Light
1B - “Standard American Lager”
Typische Vertreter: Pabst Blue Ribbon, Miller High Life, Budweiser, Baltika #3 Classic, Kirin Lager, Grain Belt Premium Lager, Molson Golden, Labatt Blue, Coors Original, Foster’s Lager
1C - “Premium American Lager”
Typische Vertreter: Full Sail Session Premium Lager, Miller Genuine Draft, Corona Extra, Michelob, Coors Extra Gold, Birra Moretti, Heineken, Beck’s, Stella Artois, Red Stripe, Singha
Anmerkung: Diese drei Kategorien hätte man eigentlich alle in einer einzigen Kategorie zusammenfassen können, da die entsprechenden Beschreibungen dieser Biere, bis auf den Stammwürzegehalt, vollkommen identisch sind:
Aroma: wenig bis gar nicht malzaromatisch. Wenn doch vorhanden, dann oft getreideartig, süßlich oder Maisartig. Hopfenaroma von gar nicht vorhanden bis hin zu einer leichten, gewürz- oder blumenartigen Beschaffenheit. Sehr geringer Hefecharakter (grüner Apfel, DMS, oder Fruchtigkeit) ist optional und akzeptabel. Kein Diacetyl.
Aussehen: sehr helle Strohfarbe bis zu mittlerem Gelb. Weißer, feinporiger Schaum, der nicht lange stabil bleibt. Sehr klar.
Geschmack: frisch und trocken, mit wenig getreideartiger oder maisartiger Süße. Hopfengeschmack gar nicht bis sehr gering. Sehr geringe Bittere. Im Großen und Ganzen geschmacklich ausbalanciert, von leicht malzig bis leicht bitter. Hoher CO2-Gehalt kann eine leichte Acidität (Säure) verleihen. Kein Diacetyl (Butterartiges Fehlaroma des Bieres). Keine Fruchtigkeit.
Insgesamt durften sich am Tag des deutschen Bieres18 deutsche Brauerein über die Auszeichnung des Bundesehrenpreises freuen. Diese Auszeichnung, welche von der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, verliehen wurde, ist die größte und höchste Auszeichnung welche eine deutsche Brauerei erreichen kann.
Die neuen Träger des Bundesehrenpreises hatten bei der Qualitätsprüfung der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) für Bier die besten Ergebnisse in den verschiedenen Bundesländern erzielt. Dieser traditionsreiche Wettbewerb gilt als härtester Biertest der Welt, dem sich 742 Biere von 190 Brauereien stellen.
Naja, dann gibt es einige Herren, die sich darüber beschweren, dass in Deutschland immer weniger des guten Bieres getrunken wird? Wie kommts? Ideen? Uns Deutschen ist einfach die Lust am Bier vergangen, es macht ja auch keinen Spaß zwischen 12 und 15 Euro für einen Kasten (ohne Pfand) auszugeben, jedenfalls merken immer mehr Leute wie teuer das Bier geworden ist und nun sollen wir den Tag des deutschen Bieres feiern? Jedenfalls nicht mit uns! Wir feiern keinen Tag des deutschen Bieres, wir feiern jeden Tag das deutsche Bier und wollen das Bier als Kulturgut in Deutschland weiter bewerben mit interessanten Artikeln, Biertests, Geschichten rund um Brauereien, Hopfen, Hefe und Malz sowie Kurioses aus allen Herren Ländern rund um das Thema Bier.
In diesem Sinne wünschen wir dir, liebes Bier, alles Gute zum 493. Geburstag und das du uns noch für viele weitere hunderte Jahre erhalten bleiben wirst! Achja, der eigentliche Geburstag ist ja am 23. April und wer sich über bestimmte Festivitäten oder Veranstaltungen informieren möchte, der kann einfach auf www.brauer-bund.de in den Veranstaltungskalender schnuppern und naja, vielleicht gibt es am 23. April ja auch auf www.lieblingsbier.de die ein oder andere Überraschung - oder halt auch nicht!
In unserer Interviewreihe über Bier haben wir diesmal den Gründer eines interessanten Webprojektes, welches sich stark an Wikipedia orientiert, zu Wort kommen lassen. Viel Spaß beim lesen.
Hallo, stell dich doch erst mal unseren Lesern vor, damit jeder weiß, mit wem er es zu tun hat.
Mein Name ist Marcel Mack bin 27 Jahre alt. Beruflich bin ich Netzwerkadministrator und Mechatroniker und was vielleicht auch noch wichtig ist, ich habe im Januar 2009 zusammen mit einigen Freunden die Seite www.geistreichwiki.de gestartet.
Zunächst die interessanteste Frage, was ist dein Lieblingsbier und vor allem warum?
Ein Lieblingsbier? Also in Zahlen: 1? Das wird sehr schwer. Definitiv eines meiner Lieblingsbiere ist das Hopfenschlingelbier (ein naturtrübes Pils), das in einer kleinen Hausbrauerei in Pforzheim gebraut wird. Ich mag naturtrübes Bier, weil es einfach einen runderen Geschmack hat und das Hopfenschlingelbier ist aus dieser Sparte das Beste, das ich bis jetzt getrunken habe (Außerdem lebe ich nicht weit von Pforzheim entfernt). Das bei uns zu Feierlichkeiten meist getrunkene Bier, ist jedoch mit Sicherheit Rothaus Tannenzäpfle (ebenfalls ein Pils). Es hat natürlich einen Lokalpatriotismus-Bonus, da Rothaus ja die badische Staatsbrauerei ist.
Der eigentliche Grund, warum wir dieses Interview führen ist der, dass ihr eine s.g. Wikipedia über alkoholhaltige Getränke gegründet habt, in dem auch mittlerweile 100 Bier aufgenommen sind, wie kam es dazu?
Tja, so ganz genau lässt sich das, glaube ich, nicht mehr sagen. Aber einer der Gründe ist sicherlich, dass ich mich sehr für Technik interessiere und angefangen habe, mit Mediwiki (das ist die Software die Wikipedia benutzt) zu experimentieren. Anschließend habe ich mir überlegt, was man damit machen kann. Da ich vorher bereits Rum gesammelt habe, wurde es dann ein Spirituosenwiki.
Was ist euer gesetztes Ziel bzw. was wollt ihr erreichen?
Nun, da das Projekt anfing ein Selbstläufer zu werden, da einige meiner Freunde wirklich fleißig anfingen, mitzuarbeiten, begannen wir, unsere Ziele höher zu stecken. Unser derzeitiges Ziel ist recht einfach und bescheiden: Wir wollen die größte deutschsprachige Informationsseite über Spirituosen im Web werden.
Wie groß ist euer Team und kann bei euch jeder mitmachen?
Wer kennt das nicht: man sitzt mit Freunden bei einem oder zwei (oder drei) Bierchen zusammen, scherzt, hat eine Mordsgaudi, unterhält sich über dies und jenes oder meinetwegen auch über etwas komplett anderes, etwa über das persönliche Lieblingsbier, und dann passiert es… jemand wagt es tatsächlich, das Unaussprechliche auszusprechen: „Wos sogst do? Des Weißbier vom XXX mogst? Bist narrisch oda wos? Den Plempi kost ja ned saufn, da biagts da jo de Zeanägl auf!“ (für alle Nicht-Bayern: „Wie bitte? Das Weizenbier der Brauerei XXX schmeckt dir besonders gut? Da muß ich dir leider widersprechen, dieses Bier gehört geschmacklich nun überhaupt nicht zu meinen Favoriten!“)
Nun könnte man jetzt stundenlang darüber debattieren, ob dieses Bier jetzt wirklich trinkwürdig oder doch bloß eher zum Füße waschen gedacht ist, aber sehr wahrscheinlich wird man auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Gottseidank, denn Geschmäcker gibt es so viele verschiedene wie es Menschen gibt, und Geschmack ist etwas, über das man beim besten Willen nicht streiten kann - und auch nicht streiten sollte. Wie sagt mein alter Herr immer so schön: „Jedem Tierchen sein Plaisierchen!“.
Was man hingegen machen kann und auch machen sollte, ist, Biere objektiv zu verkosten und nach festgelegten Kriterien miteinander zu vergleichen. Das hört sich sehr einfach an, erfordert jedoch einiges an Übung und Training. Sehr viele Faktoren gilt es dabei zu berücksichtigen, und seine eigenen Präferenzen sollte man hierbei auch hinten anstellen können.
Um eine Bierverkostung erfolgreich durchzuführen, müssen zunächst einmal einige Vorbereitungen getroffen werden. Man benötigt z.B. einen Raum in dem nicht geraucht werden darf, denn Zigarettenqualm beeinträchtigt das Geschmacksempfinden.
Man benötigt auch absolut saubere und richtig gespülte Gläser. Ganz besonders gilt das bei vergleichenden Verkostungen, d.h. bei denen ein Bier mit einem anderen verglichen werden soll. Am besten eignen sich hierfür klare, dünnwandige, zylindrische Gläser; so werden die Bierfarbe, die Klarheit und der Glanz eines Bieres am wenigsten beeinflußt.
Die Gläser bitte NICHT in der Spülmaschine spülen, das kann zu Ablagerungen führen die die Qualität des Bieres beeinträchtigen können. Auch haushaltsübliche Geschirrspülmittel eignen sich mit Sicherheit nicht zur Bierglas-Reinigung. Es gibt im Handel jedoch spezielle Reiniger für Biergläser die keinerlei Rückstände hinterlassen, und somit weder Geschmack oder Geruch, noch den Schaum des Bieres in irgendeiner Art verändern.
Wer nicht gleich eine ganze Flasche des Reinigers kaufen will, wendet sich einfach vertrauensvoll an die Kneipe seines Vertrauens!