Wenn die Narrenkostüme ab Aschermittwoch wieder in den Schränken verschwinden, beginnt die karge Fastenzeit. Dass es dabei bisweilen trotzdem recht fröhlich zugeht, liegt an einem Hintertürchen, das seit Jahrhunderten gerne genutzt wird: Bockbier.
Dieses besonders gehaltvolle Bier darf auch in der Fastenzeit genossen werden, wie die Überlieferung besagt. So wird berichtet, dass vor langer Zeit bayerische Mönche ein Fässchen Bockbier nach Rom schickten zur Prüfung, ob der Trunk mit den kirchlichen Vorschriften vereinbar sei. Doch die Reise über die Alpen und die warme Sonne Italiens ließen den Sud völlig verderben. Der Papst probierte und konnte in dem abscheulichen Getränk keine Gefahr für das Seelenheil seiner Mitbrüder erkennen. Seither gehören Bockbier und Fastenzeit zusammen.
Gerade in Bayern ist die Auswahl an Starkbieren groß. Diese hochprozentige Vielfalt bereichert der Weißbierspezialist ERDINGER Weißbräu um einen Weizenbock, eine obergärige Spezialität. Mit einem Alkoholgehalt von 7,3 % und einer Stammwürze von 16,7°P ist der ERDINGER Pikantus dunkler Weizenbock der gehaltvollste Vertreter aus dem Hause ERDINGER.
Traditionsgemäß reift er in der Flasche; um sein volles Aroma zu entfalten, braucht er eine etwas längere Reifezeit. Starkbierkenner schätzen seinen typischen, malzbetonten und leicht süßlichen Geschmack, den der Pikantus durch die ausgesuchten, dunklen Weizen- und Gerstenmalze erhält. Dazu passend gibt es ein eigenes Glas, das mit seiner breiter angelegten Form die Aromaentfaltung unterstützt und die dunkle Farbe des Pikantus – das Auge trinkt mit – besonders zur Geltung kommen lässt.
Lieblingsbier.de wird in den nächsten Wochen für euch einmal einige Bockbiere testen und vorstellen. Dabei wünschen wir euch, aber auch uns, viel Spaß!
Das neue Jahr begann für die fränkische Brauerei aus Kulmbach gleich mit einem Paukenschlag. Beim härtesten Biertest der Welt, welcher von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt wird, räumte sie gleich fünf Goldmedaillen ab. Dabei wurden alle fünf eingereichten Biere mit Gold bewertet. Bei den Sorten handelt es sich um das Kulmbacher Edelherb, das Mönchshof Original, das Mönchshof Kellerbier, das Kapuziner Weißbier und das EKU Pils. Alles sehr schmackhafte und leckere Biere.
Grund für die Auszeichnung ist vor allem die hohe Qualität der Rohstoffe mit dennen die Kulmbacher Brauerei seit vielen Jahren ihr Bier herstellt. Alle Zutaten komme aus der Region und werden streng von der Brauerei kontrolliert. Mit dem weichen Brauwasser aus dem Fichtelgebirge, dem Gesten- und Weizenmalz aus eigenem Anbau, den besten Hopfensorten aus Süddeutschland und der Hefe aus eigener Reinzucht ebnen den Erfolg der Biere. Ebenfalls wird das Bier besonders aromaschonend gebraut und kann somit seinen vollen Geschmack behalten.
Anfang der Woche haben wir euch das Bierland Belgien vorgestellt. Nun haben wir für euch vier verschiedenebelgische Biere getestet und für euch in einem kleinen Biertest zusammengefasst.
Eins vorne weg, der Geschmack der belgischen Biere ist so unterschiedlich geprägt, da konnten wir für euch keine klare Linie erkennen und haben somit zum Beispiel auch ein warmes Kirschbier im Angebot. Lecker!
Palm Speziale Pils
Das Pils nicht gleich Pils sein muss, dachten sich wohl bei diesem Bier die Belgier. So brauten sie hier ein eher malziges Ale mit vielen Röstaromen. Das Bier hat eine schöne bernsteinige Farbe, ist klar und sanft im Glas und überzeugt mit seinen Aromen auf der Zunge. Allerdings fehlen Bitterstoffe, die das Ganze noch aussagekräftiger machen könnten. Übrigens ist die PALM Brauerei die größte unabhängige Brauerei in Belgien und das Bier Palm das beliebteste Ale.
De Koninck
Beim De Koninck handelt es sich um ein ebenfalls bernsteinfarbiges, klares und ruhiges Bier. Dieses Bier trägt einen vollen aromatigen Körper, welcher nach Lakritze und Sherry schmeckt und einen alkalischen und rauchigen Geruch nach sich zieht. Es schmeckt eher bitter und trocken auf der Zunge und hinten raus leicht ansetzend. Von den Geschmacksnoten her ist es sehr intensiv und interessant, mit Sicherheit eines der besseren Biere in Belgien.
St. Louis Kriek Kirschbier
Interessant. So ist die empfohlene Trinktemperatur laut Hersteller bei 60 Grad. Also gut, Flasche in einen Topf mit heißem Wasser und schön erwärmt. Gerade bei kalten Temperaturen eine leckere und vor allem fruchtige Alternative zum Glühwein. Das Bier hat eine schöne, leicht dunkle, rote Farbe und einen schönen Schaum. Es ähnelt auch einem Gebräu aus einem Chemiebaukasten. Der erste Geruch geht in die Richtung Weihnachtsmarkt und Glühweinstand. Es riecht sehr süß, nussig und nach Nelken. Der Geschmack ist erst mal Wahnsinn! Sehr starke Kirscharomen, sehr sauer und leicht weinartig. Hinten raus sehr kitzelig und cremig im Abgang. Für kalte Tage sicherlich eine Alternative, hat aber leider nix mit Bier zu tun.
Ach war das nicht ein wunderschöner September mit viel Sonne und warmen Temperaturen? Das ein andere andere Bier wurde sicherlich von vielen noch bei einer schmackhaften Brotzeit im lokalen Biergarten genossen und vielleicht hat der ein oder andere ja auch noch einmal die Grillsaison zu einem unverhofften Comeback im September und Oktober geführt. Mit Sicherheit, es war ein wunderschöner Altweiber-Sommer, doch nun ist wohl auch dieser vorbei.
In der nächsten Woche werden wir wohl in ganz Deutschland mit heftigen Temperaturstürzen runter auf zehn bis zwölf Grad rechnen müssen, in der Nacht gibt es bereits leichten Frost. Die Biergartensaison darf somit für beendet erklärt werden. Aber wir wollen einfach nochmal zurückdenken an den wunderschönen Sommer mit seinen warmen Temperaturen, der schönen Zeit im Biergarten, am See oder auf der Terasse bei einem kühlen Bier. War es nicht schön ein frisch gezapftes Weizenbier oder ein frisches prickelndes Radler nach einem anstrengenden Arbeitstag in der Sonne unter Kastanien zu genießen? Ja! Das war es wohl!
Heute wollen wir euch eine kleine Geschichte rund um das Biermagazin “Bier & Brauhaus” erzählen. Ein Magazin, welches für jeden Bierliebhaber ein absolutes Muss ist. Ihr könnt es direkt über die Seite www.braupaul.de bestellen.
Entstanden ist die Idee für ein eigenes und unabhängiges Infomagazin zum Thema Bier und Brauen aus den Hausbraueraktivitäten vom Herausgeber Markus Harms. Denn bereits seid 2000 ist der mittlerweile 36jährige in der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer in Deutschland e.V. (VHD e.V.) aktiv. Als neues Mitglied reizte es ihn von Beginn an in der vereinseigenen Zeitschrift “Flaschenpost” durch redaktionelle Beiträge mitzuwirken. Das Potential und die unendliche Themenvielfalt hatten ihn von Anfang an begeistert. Nachdem die Veröffentlichung der Vereinszeitschrift “Flaschenpost” im Jahre 2006 eingestellt wurde, suchte Markus Harms als mittlerweile 2. Vorsitzender des Vereins gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern nach einem geeigneten Konzept und einem geeignetem Partner für eine Nachfolger-Zeitschrift.
Eine lange Zeit reiften die Überlegungen, wurden Kontakte geknüpft und Konzepte geprüft, und Vorschläge gesammelt. Professionelle Verlage konnten für die Zusammenarbeit nicht gewonnen werden und für den VHD e.V. kristallisierte sich heraus, dass eine Umsetzung mit vereinseigenen Kräften nicht machbar war.
Das bekannte Magazin Öko-Test hat in der aktuellen August Ausgabe den deutschen Biermarkt einem Test unterzogen und insgesamt 46 Biermarken getestet. Dabei waren 20 Biere von großen und bekannten Brauereien und 26 Marken von regionalen Brauereien.
Die wichtigste Erkenntnis des Testes ist diese, dass 44 Biere mit der Gesamtnote “sehr gut” abschnitten! Da ist die komplette Qualitätsdiskussion, welche durch Frau Aigner (Lieblingsbier.de berichtete) ja eigentlich wieder vom Tisch. Doch ist das wirklich so?
Mit Sicherheit ist das positive Ergebnis von Öko-Test auch ein Zeichen dafür, dass auf bewusste und gute Qualität beim Bier gesetzt wird und das ist enorm wichtig. So sind die meisten Biere, mit Bestnoten in allen Bereichen, Brauereien die ihr Bier nur regional vermarkten und anbieten. Erst danach kommen die Großbrauereien wie Becks, Krombacher oder Andere, welche aber ebenso Bestnoten erhielten. Auch die Billigbier Brauerei Oettinger und Sternburg Pilsener gehören mit zu den Besten im Test. Dies wollen wir nun einfach mal so unkommentiert im Raum stehen lassen und verweisen auf einen äußerst interessanten und vor allem kritischen Artikel über das Unternehmen Öko-Test: Blamage für Öko-Test. So kann sich jeder selber seine Sichtweise bilden.
Bereits vor einiger Zeit habe ich euch etwas vom nordamerikanischen Biermarkt und seinen Gegebenheiten erzählt. So gibt es eine Vereinigung von Biertestern, welche versuchen mittels “Biergattungs-Richtlinien” eine bestimmte Qualität in Nordamerika zu erzielen, da es dort kein Reinheitsgebot für Bier gibt. Diese Organisation nennt sich Beer Judge Certification Program und nun möchte ich euch die eingeteilten Kategorien näher erläutern.
Laut BJCP gehören zur Kategorie 1, “Light Lager” (also leichte oder helle untergärige Biere), die folgenden Unterkategorien:
1A - “Lite American Lager”
Typische Vertreter: Bitburger Light, Sam Adams Light, Heineken Premium Light, Miller Lite, Bud Light, Coors Light, Baltika #1 Light, Old Milwaukee Light, Amstel Light
1B - “Standard American Lager”
Typische Vertreter: Pabst Blue Ribbon, Miller High Life, Budweiser, Baltika #3 Classic, Kirin Lager, Grain Belt Premium Lager, Molson Golden, Labatt Blue, Coors Original, Foster’s Lager
1C - “Premium American Lager”
Typische Vertreter: Full Sail Session Premium Lager, Miller Genuine Draft, Corona Extra, Michelob, Coors Extra Gold, Birra Moretti, Heineken, Beck’s, Stella Artois, Red Stripe, Singha
Anmerkung: Diese drei Kategorien hätte man eigentlich alle in einer einzigen Kategorie zusammenfassen können, da die entsprechenden Beschreibungen dieser Biere, bis auf den Stammwürzegehalt, vollkommen identisch sind:
Aroma: wenig bis gar nicht malzaromatisch. Wenn doch vorhanden, dann oft getreideartig, süßlich oder Maisartig. Hopfenaroma von gar nicht vorhanden bis hin zu einer leichten, gewürz- oder blumenartigen Beschaffenheit. Sehr geringer Hefecharakter (grüner Apfel, DMS, oder Fruchtigkeit) ist optional und akzeptabel. Kein Diacetyl.
Aussehen: sehr helle Strohfarbe bis zu mittlerem Gelb. Weißer, feinporiger Schaum, der nicht lange stabil bleibt. Sehr klar.
Geschmack: frisch und trocken, mit wenig getreideartiger oder maisartiger Süße. Hopfengeschmack gar nicht bis sehr gering. Sehr geringe Bittere. Im Großen und Ganzen geschmacklich ausbalanciert, von leicht malzig bis leicht bitter. Hoher CO2-Gehalt kann eine leichte Acidität (Säure) verleihen. Kein Diacetyl (Butterartiges Fehlaroma des Bieres). Keine Fruchtigkeit.
Insgesamt durften sich am Tag des deutschen Bieres18 deutsche Brauerein über die Auszeichnung des Bundesehrenpreises freuen. Diese Auszeichnung, welche von der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, verliehen wurde, ist die größte und höchste Auszeichnung welche eine deutsche Brauerei erreichen kann.
Die neuen Träger des Bundesehrenpreises hatten bei der Qualitätsprüfung der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) für Bier die besten Ergebnisse in den verschiedenen Bundesländern erzielt. Dieser traditionsreiche Wettbewerb gilt als härtester Biertest der Welt, dem sich 742 Biere von 190 Brauereien stellen.
Naja, dann gibt es einige Herren, die sich darüber beschweren, dass in Deutschland immer weniger des guten Bieres getrunken wird? Wie kommts? Ideen? Uns Deutschen ist einfach die Lust am Bier vergangen, es macht ja auch keinen Spaß zwischen 12 und 15 Euro für einen Kasten (ohne Pfand) auszugeben, jedenfalls merken immer mehr Leute wie teuer das Bier geworden ist und nun sollen wir den Tag des deutschen Bieres feiern? Jedenfalls nicht mit uns! Wir feiern keinen Tag des deutschen Bieres, wir feiern jeden Tag das deutsche Bier und wollen das Bier als Kulturgut in Deutschland weiter bewerben mit interessanten Artikeln, Biertests, Geschichten rund um Brauereien, Hopfen, Hefe und Malz sowie Kurioses aus allen Herren Ländern rund um das Thema Bier.
In diesem Sinne wünschen wir dir, liebes Bier, alles Gute zum 493. Geburstag und das du uns noch für viele weitere hunderte Jahre erhalten bleiben wirst! Achja, der eigentliche Geburstag ist ja am 23. April und wer sich über bestimmte Festivitäten oder Veranstaltungen informieren möchte, der kann einfach auf www.brauer-bund.de in den Veranstaltungskalender schnuppern und naja, vielleicht gibt es am 23. April ja auch auf www.lieblingsbier.de die ein oder andere Überraschung - oder halt auch nicht!
In unserer Interviewreihe über Bier haben wir diesmal den Gründer eines interessanten Webprojektes, welches sich stark an Wikipedia orientiert, zu Wort kommen lassen. Viel Spaß beim lesen.
Hallo, stell dich doch erst mal unseren Lesern vor, damit jeder weiß, mit wem er es zu tun hat.
Mein Name ist Marcel Mack bin 27 Jahre alt. Beruflich bin ich Netzwerkadministrator und Mechatroniker und was vielleicht auch noch wichtig ist, ich habe im Januar 2009 zusammen mit einigen Freunden die Seite www.geistreichwiki.de gestartet.
Zunächst die interessanteste Frage, was ist dein Lieblingsbier und vor allem warum?
Ein Lieblingsbier? Also in Zahlen: 1? Das wird sehr schwer. Definitiv eines meiner Lieblingsbiere ist das Hopfenschlingelbier (ein naturtrübes Pils), das in einer kleinen Hausbrauerei in Pforzheim gebraut wird. Ich mag naturtrübes Bier, weil es einfach einen runderen Geschmack hat und das Hopfenschlingelbier ist aus dieser Sparte das Beste, das ich bis jetzt getrunken habe (Außerdem lebe ich nicht weit von Pforzheim entfernt). Das bei uns zu Feierlichkeiten meist getrunkene Bier, ist jedoch mit Sicherheit Rothaus Tannenzäpfle (ebenfalls ein Pils). Es hat natürlich einen Lokalpatriotismus-Bonus, da Rothaus ja die badische Staatsbrauerei ist.
Der eigentliche Grund, warum wir dieses Interview führen ist der, dass ihr eine s.g. Wikipedia über alkoholhaltige Getränke gegründet habt, in dem auch mittlerweile 100 Bier aufgenommen sind, wie kam es dazu?
Tja, so ganz genau lässt sich das, glaube ich, nicht mehr sagen. Aber einer der Gründe ist sicherlich, dass ich mich sehr für Technik interessiere und angefangen habe, mit Mediwiki (das ist die Software die Wikipedia benutzt) zu experimentieren. Anschließend habe ich mir überlegt, was man damit machen kann. Da ich vorher bereits Rum gesammelt habe, wurde es dann ein Spirituosenwiki.
Was ist euer gesetztes Ziel bzw. was wollt ihr erreichen?
Nun, da das Projekt anfing ein Selbstläufer zu werden, da einige meiner Freunde wirklich fleißig anfingen, mitzuarbeiten, begannen wir, unsere Ziele höher zu stecken. Unser derzeitiges Ziel ist recht einfach und bescheiden: Wir wollen die größte deutschsprachige Informationsseite über Spirituosen im Web werden.
Wie groß ist euer Team und kann bei euch jeder mitmachen?
Wer kennt das nicht: man sitzt mit Freunden bei einem oder zwei (oder drei) Bierchen zusammen, scherzt, hat eine Mordsgaudi, unterhält sich über dies und jenes oder meinetwegen auch über etwas komplett anderes, etwa über das persönliche Lieblingsbier, und dann passiert es… jemand wagt es tatsächlich, das Unaussprechliche auszusprechen: „Wos sogst do? Des Weißbier vom XXX mogst? Bist narrisch oda wos? Den Plempi kost ja ned saufn, da biagts da jo de Zeanägl auf!“ (für alle Nicht-Bayern: „Wie bitte? Das Weizenbier der Brauerei XXX schmeckt dir besonders gut? Da muß ich dir leider widersprechen, dieses Bier gehört geschmacklich nun überhaupt nicht zu meinen Favoriten!“)
Nun könnte man jetzt stundenlang darüber debattieren, ob dieses Bier jetzt wirklich trinkwürdig oder doch bloß eher zum Füße waschen gedacht ist, aber sehr wahrscheinlich wird man auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Gottseidank, denn Geschmäcker gibt es so viele verschiedene wie es Menschen gibt, und Geschmack ist etwas, über das man beim besten Willen nicht streiten kann - und auch nicht streiten sollte. Wie sagt mein alter Herr immer so schön: „Jedem Tierchen sein Plaisierchen!“.
Was man hingegen machen kann und auch machen sollte, ist, Biere objektiv zu verkosten und nach festgelegten Kriterien miteinander zu vergleichen. Das hört sich sehr einfach an, erfordert jedoch einiges an Übung und Training. Sehr viele Faktoren gilt es dabei zu berücksichtigen, und seine eigenen Präferenzen sollte man hierbei auch hinten anstellen können.
Um eine Bierverkostung erfolgreich durchzuführen, müssen zunächst einmal einige Vorbereitungen getroffen werden. Man benötigt z.B. einen Raum in dem nicht geraucht werden darf, denn Zigarettenqualm beeinträchtigt das Geschmacksempfinden.
Man benötigt auch absolut saubere und richtig gespülte Gläser. Ganz besonders gilt das bei vergleichenden Verkostungen, d.h. bei denen ein Bier mit einem anderen verglichen werden soll. Am besten eignen sich hierfür klare, dünnwandige, zylindrische Gläser; so werden die Bierfarbe, die Klarheit und der Glanz eines Bieres am wenigsten beeinflußt.
Die Gläser bitte NICHT in der Spülmaschine spülen, das kann zu Ablagerungen führen die die Qualität des Bieres beeinträchtigen können. Auch haushaltsübliche Geschirrspülmittel eignen sich mit Sicherheit nicht zur Bierglas-Reinigung. Es gibt im Handel jedoch spezielle Reiniger für Biergläser die keinerlei Rückstände hinterlassen, und somit weder Geschmack oder Geruch, noch den Schaum des Bieres in irgendeiner Art verändern.
Wer nicht gleich eine ganze Flasche des Reinigers kaufen will, wendet sich einfach vertrauensvoll an die Kneipe seines Vertrauens!
Warmes Bier ist eine wunderbare Methode sich gegen eine Erkältung zu stemmen. Einen ausführlichen Test mit einem warmen Bier gegen die Erkältung könnt ihr bei uns bereits nachlesen. Nun hat sich unser Autor Bierfra hingesetzt und weitere Rezepte mit warmen Bier getestet und ebenso für begründet, warum ein warmes Bier überhaupt hilft.
Bier heiß zu trinken ist eine alte Bierweisheit und hat seine medizinische Berechtigung. Denn der warme Gerstensaft fördert die periphere Durchblutung und das wirkt sich bei einem Infekt günstig aus. Der Genuss von heißem Bier lindert die Beschwerden, der Atem wird freier, die Gliederschmerzen lassen nach und das Immunsystem wird gestärkt. Am besten wirkt der Zaubertrank, wenn man sich nach seinem Genuss in warme Decken hüllt und die Erkältung dann richtig ausschwitzt.
Die Erklärung für dieses Phänomen ist: Der Alkohol tötet einen Teil der Erkältungsviren ab.
Das Bier sollte nicht gekocht werden, da sonst der heilsame Alkohol entweicht. Mehr als 78 Grad Celsius sollte der Erkältungstrunk nicht haben. Wenn sie das warme Bier nicht so trinken können, dann probieren sie es mal so, wie wir es für sie getestet haben mit einigen weiteren Varianten.
Warmbier:
1/4 ltr. Wasser
1 Flasche dunkles Bier (0,5ltr.)
1/4 ltr. Sahne oder Dosenmilch
Zucker
1 Teelöffel Mehl
Wasser und Bier erhitzen. Das Mehl mit der Sahne oder Dosenmilch angerührt in die heiße Flüssigkeit gießen. Noch ein paar Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen. Mit Zucker abschmecken.
Das Bier erhitzen. Zucker und Eigelb schaumig rühren. Vorsichtig mit dem Bier vermengen. Auf kleiner Flamme mit einem Schneebesen dick und schaumig schlagen. Nach Geschmack kann ein Stück Zimt oder Zitronenschale mit dem Bier erhitzt werden.
Anfang November fand bereits zum 48. Mal die europäische GetränkefachmesseBRAU Beviale im Messezentrum Nürnberg statt. Euer Bier Online Magazin Lieblingsbier.de war mit vor Ort um für euch die aktuelle Stimmung, Trends und andere Dinge einzufangen. Einen ausführlichen Bericht über die Messe findet ihr auf www.brau-beviale.de.
“Starke Messekonzepte beweisen ihre Qualität und Anziehungskraft gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Der BRAU Beviale 2008 ist das einmal mehr auf überzeugende Weise gelungen!” So das Fazit von Walter Hufnagel, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse und wir können dem nur zustimmen. Das außergewöhnliche Messekonzept, mit der Mischung zwischen Fachausstellung und gemütlichem Beisammensein bei dem ein oder anderen Bierchen, wurde auf der “BRAU” wunderbar getroffen. Auch die internationale Mischung der Besucher sowie der Aussteller aus allen Ländern hat sehr zu dieser positiven Stimmung, trotz Finanzkrise, beigetragen.
Mit Schwerpunkt auf die Brautechnologie und Herstellungsprozess rund um das Getränk Bier hat sich uns ein riesen großer Markt aufgetan, der zwar im Wettbewerb steht allerdings auch untereinander Kooperation und Freundschaft pflegt. Viele internationale Firmen vor allem aus Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden sowie aus dem stetig wachsenden Markt in Osteuropa haben sich auf der Messe präsentiert. Ebenfalls wurden innovative Marketingkonzepte, Softwarelösungen für die Getränkewirtschaft, ökologische Herstellung und Anbau von Rohstoffen sowie von Produkten und natürlich auch das ein oder andere Schmankerl präsentiert.
Um für euch die Stimmung auf der BRAU Beviale etwas einfangen zu können haben wir einige Fotos online gestellt. Unter “mehr lesen” könnte ihr alle weiteren anschauen. Zum Abschluss ist zu sagen, dass die BRAU zwar eine Fachmesse ist aber auch für den normalen Konsumenten ein Besuch absolut empfehlenswert ist um einfach mal etwas den Hintergrund und die Entstehungsgeschichte des beliebtesten Getränkes der Deutschen kennenzulernen.
Jedes Jahr aufs neue vergibt die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG) den “Preis der Besten an Brauereien, die über viele Jahre konstante und sehr hohe Qualitätskriterien eingehalten haben und somit ein überdurchschnittliches Qualitätsbier brauen. Ebenfalls haben diese Brauereien mehrfach DLG-Prämierungen für ihre Biere erhalten. So gibt es für über 5 Jahre herausragende Leistungen den Preis in Bronze, für 10 Jahre gibt es Silber und nach 15 Jahren den begehrten Preis in Gold.
Wir haben für euch alle 43 prämierten Brauereien online gestellt, welche dieses Jahr den begehrten “Preis der Besten” in der Kategorie Gold im Produktbereich Bier erhalten haben. So könnt auch ihr schauen, ob euer Lieblingsbier unter den prämierten Brauereien ist oder nicht.
Übrigends kommen 30, der insgesamt 43 prämierten Brauereien, aus dem Bierbundesland Bayern, gefolgt von 11 Brauereien aus dem Nachbarbundesland Baden-Württemberg. Dies nur am Rande erwähnt.