2010: Bierabsatz sinkt - Bierpreis steigt

Was wurde nicht während der Weltmeisterschaft in Südafrika alles rund um den Bierabsatz der deutschen Brauereien geschrieben. So sollte der umsatzstarke Monat Juni die schwächeren Monate Mai und April ausgleichen und vergessen machen. Gebracht hat es, trotz der warmen Temperaturen und der WM nicht viel. Der Bierabsatz ist im ersten Halbjahr 2010 weiter in das Minus gerutscht. Ebenfalls meldete sich nun ein Experte zu Wort, mit der Meinung die Alkoholsteuer von neun Cent auf einen Euro zu erhöhen. Jeder Kasten Bier würde dann rund zehn Euro mehr kosten.

Das Statistische Bundesamt teilte in Wiesbaden mit, dass die deutschen Brauereien und Konzerne in den ersten sechs Monaten knapp 49 Millionen Hektoliter Bier absetzten. Dies sind 0,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Der warme Juni konnte immerhin einen Zuwachs um 7,8 Prozent im Vergleich zum Juni 2009 verzeichnen. Im Gegensatz gab es im April mit elf Prozent den größten Rückgang seit 15 Jahren. Trotz des starken Junis ist es die schlechteste Statistik seit Einführung der gesamtdeutschen Messung 1991. Alarmierende Zahlen!

Das Bierland Nummer eins in Deutschland ist übrigens nicht Bayern. Auf Platz eins liegt Nordrhein-Westfalen mit rund 12 Millionen Hektoliter abgesetzten Bier. In Bayern, welches auf Platz zwei liegt, waren es 10,6 Millionen Hektoliter, welche konsumiert wurden. Auf Platz drei, bereits mit weitem Abstand, liegt Niedersachsen/Bremen mit rund 5,4 Millionen Hektolitern.

Aus Sicht der Bierliebhaber gibt es auch eine erfreuliche Nachricht zu vermelden. So ging der Absatz von Biermischungen mit Limonaden, Fruchtsäften oder anderen seltsamen Inhaltsstoffen stark zurück. Immer wieder wurde der Markt für Biermischgetränke als positiver Gegensatz zum sinkenden Bierabsatz gemeldet, dies ist allerdings Geschichte und die Aussichten der Marketingexperten der deutschen Großbrauereien konnte nicht bestätigt werden. Der Absatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 4,3 Prozent. Der Anteil liegt mittlerweile bei 4,1 Prozent.

Was tun also bei diesem sinkenden Bierabsatz? Ständig wird dieser als negativ bewertet, was aber vor allem daran liegt, dass die Lobby der Brauereien gezielte Arbeit leistet und diese Meldungen so verbreitet. Aber ist es nicht ein gutes Zeichen, dass weniger Bier, also auch weniger Alkohol getrunken wird? Eigentlich schon, vor allem aus Sicht der Gesundheit. Bier ist ein Kulturgut der Deutschen und wir haben in der Welt schon immer das Image der Biernation, also muss dieses anscheinend gepflegt werden. Da passt es wenig ins Bild, wenn die Deutschen immer weniger “Lust” auf Bier haben. Aber vielleicht ist das Bier auch einfach zu teuer? Immerhin hat der Bierpreis in den letzten Jahren ordentlich angezogen (vgl.: Lieblingsbier.de: Bierpreis steigt: Die Geduld ist langsam am Ende - ein Kommentar.

Passend zur Veröffentlichung der aktuellen Statistiken, habe ich folgende Nachricht des Wirtschaftsexperten Tobias Effertz gelesen. Er fordert, dass ein Liter Bier genau 91 Cent teurer werden soll. Das Geld soll allerdings nicht als Gewinn den Brauerein zukommen, sondern die Alkoholsteuer soll von neun Cent auf einen Euro erhöht werden. Grund dafür sieht der Experte darin, dass der Kampf gegen die Alkoholkrankeit jährlich rund 26 Milliarden Euro kostet. Ein Kasten Bier würde dann rund 20 Euro oder mehr kosten. Das dieses Argument nicht unbegründet ist, zeigt auch die Statistik der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Jeder Deutsche konsumiert etwa 10 Liter reinen Alkohol im Jahr. Dies ist in der weltweiten Tabelle der Platz 5 und sicherlich eine Problematik die sehr wichtig ist.

Tobias Effertz: “Wir brauchen eine Anhebung der Steuern auf Bier, Wein und andere alkoholische Getränke mindestens auf die europäischen Durchschnittswerte. Als Obergrenze wäre eine Anhebung bis auf das skandinavische Niveau denkbar. Dann könnte beispielsweise die Steuer pro Liter Bier bis auf einen Euro steigen. Die Krankheitskosten durch Alkoholkonsum betragen mindestens 26,7 Milliarden Euro pro Jahr. Steuererhöhungen sind ein sehr wirksames Mittel, übermäßigen Konsum zu stoppen.”

Ob dieser Appell gehört wird oder unkommentiert bleibt, wird sich zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass der Bierpreis eigentlich immer weiter sinkt und nicht steigt. Der intensive Wettbewerb der Brauer zwingt sie die Preise immer mehr zu senken, bzw. immer mehr Aktionen auszuschreiben. Allerdings ist dies auch eine gezielte Meldung der Brauereiwirtschaft um vielleicht auch wieder steigende Kosten zu rechtfertigen. Wer blickt da schon noch durch?

Quellen:
Bundesamt Mitteilung
Ausführliches Statistikmaterial zum Bierabsatz
rtl.de: Bier-Schock: 20 Euro für die Kiste?
hr-online.de Alkohol – Teufelszeug oder Kulturgut?

1 Kommentar Juli 30th, 2010

Oktoberfest 2010: Die Wiesn Maß Bier kostet zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro

Pünktlich zum Jubiläum des 200. Oktoberfests im Jahr 2010 erhöhen sich einmal wieder die Preise für die Maß Bier. So wird es zum Runden Geburtstag des weltberühmten Volksfestes kein Geschenk an die Gäste geben. Das Festbier wird im Durchschnitt rund 8,65 Euro kosten. Dies sind 20 Cent mehr als im Vorjahr 2009. Vor allem in den zwölf Festzelten ist das Bier so teuer wie nie zuvor. Hier kostet die Maß zwischen 8,70 und 8,90 Euro. In den kleineren Zelten ist das Festbier noch etwas “billiger” und kostet ab 8,30 Euro aufwärts.

Das teuerste Wiesn-Bier kommt nach einer Erhebung zufolge aus dem Fischer-Vroni Festzelt. Dort wurde die Maß Bier um 30 Cent teurer und kostet jetzt 8,90 €. Aber auch in den anderen Festzelten sind die Preise ähnlich. So hat die Maß Bier im Löwenbräufestzelt einen Preis von krumen 8,85 Euro, 25 Cent mehr als im Vorjahr. Das günstigste Bier gibt es wohl in der Augustinerhalle, dort kostet die Maß 8,70 Euro.

Im Grunde sind diese Schwankungen des Bierpreises auf dem Oktoberfest relativ egal, ein jeder Mann und Frau wird wohl 10 Euro geben, da die Bedienungen auch ihr Trinkgeld bekommen. Im Grunde genommen wird also für eine Maß Bier auf dem Oktoberfest 10 Euro bezahlt. Das ist schon wahnsinn, welche Entwicklung der Bierpreis auf dem Oktoberfest in den letzten Jahren genommen hat. Wie wird es wohl nächstes Jahr aussehen? Im Jahr 1990 kostete eine Maß Bier noch 7,55 DM. Dies verdoppelte sich bereits im Jahr 2000 auf 12,40 DM. Im Jahr 2005 kostete die Maß bereits 7 Euro. Eine komplette Statistik findet sich auf br-online.de.



Für die Preise sind ausschließlich die Festwirte selber verantwortlich. Die Stadt prüft die vorgeschlagenen Preise auf ihre Angemessenheit und nickt diese ab. Doch nicht nur die Bierpreise sind in die Höhe gegangen. Auch die Preise für alkoholfreie Getränke wie Wasser oder Spezi haben ordentlich angezogen. So kostet die Maß Wasser 7,30 Euro pro Liter (Vorjahr: 6,63 Euro), Spezi 7,90 (7,76 Euro) und Limo 7,65 (7,44). Ebenfalls eine saftige Erhöhung und im Vergleich zum Bier nicht gerechtfertigt. Gerade das Wasser sollte um einiges günstiger sein.

Zu erwähnen ist, dass der Verein gegen betrügerisches Einschenken (VGBE) die Preiserhöhung scharf kritisierte und ein Bürgerbegehren ankündigte. Die Wiesnwirte dagegen verteidigten die Teuerung mit Blick auf gestiegene Rohstoffkosten und Gehaltskosten. Ebenfalls sagten sie, dass die Maß Bier noch teurer und somit zum ersten Mal die neun Euro Grenze druchschritten hätte, wenn dieses Jahr die Wiesn nicht einen Tag länger dauern würde.

Na dann, oans, zwoa, drei, gsuffa.

4 Kommentare Mai 27th, 2010

23. April 2010: Der Tag des deutschen Bieres – Eine Abrechnung

Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,

„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“

Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.

Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?

Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.

Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.

Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.

Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.

Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).

Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.

Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.

Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.

Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?

Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.

In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.

Bierige Grüße,

Felix vom Endt

Betreiber Bier Online Magazin - Lieblingsbier.de

6 Kommentare April 23rd, 2010

Oktoberfest in München 2010 wird verlängert

Am 18. September 2010 startet das 200. Oktoberfest in München. Nun wurde von der Stadt München das Rahmenprogramm rund um die Jubiläumswiesn beschlossen und dabei gab es eine richtige Überraschung.

So wird bereits am Tag vor dem eigentlichen Anstich eine nostalgische Wiesn auf einem separaten Teil des Festgeländes eröffnet. Auf der nostalgischen Wiesn gibt es zum eine Rennbahn, auf der während der Wiesnzeit zwei Mal ein Pferderennen stattfinden soll. Ebenso wird es ein Festzelt, ein Museumszelt und ein Theaterzelt geben. In Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein München wird auch noch ein Tierzelt zu sehen sein, in dem heimische Haus- und Wildtierarten von damals gezeigt werden sollen.

Der eigentliche Knüller ist aber, dass das Oktoberfest um einen Tag verlängert wird. So endet das 200. Oktoberfest nicht wie gewohnt an einem Sonntag, sondern erst am Montag. Das besondere ist, dass die großen Mittelschiffe der Bierzelte an diesem Tag nicht durch Reservierungen belegt sind, sondern jedem frei zur Verfügung stellen sollen. Vor allem für die Einheimischen soll ein Tag geboten werden, an dem in “ruhe” und ohne große Platzsuche gefeiert werden kann. Derzeit wird noch verhandelt, ob der Extratag auch ein “Familientag” mit gemäßigteren Preisen werden soll oder nicht.

Lieblingsbier.de Kritik:

Wir sehen diesen Extratag eher etwas kritisch. Im Grunde genommen reichen 14 Tage Oktoberfest völlig aus und mit dem Sonntag gab es auch immer einen würdigen Abschiedstag auf dem Oktoberfest. Nun wird es einen Zusatztag geben? Aus welchem Grund genau? Es hätte eher einen besonderen Geburtstagstag geben sollen, an dem zum Beispiel der Bierpreis etwas niedriger ist als an anderen Tagen oder es ganz besondere Schmankerl aus vergangener Zeit gibt.

Im Grunde genommen ist dieser Zusatztag auch nur ein weiterer Tag, an dem die Wiesnwirte noch mehr Geld einnehmen können. Immerhin werden an einem Wiesentag rund 20 Millionen Euro umgesetzt, es lohnt sich also. Mit Sicherheit wird dagegen der Andrang an diesem Montag nicht ganz so groß sein, da der Montag ein Arbeitstag ist, Schule stattfindet und die meisten Studenten bereits wieder in den Universitäten sitzen.

Weitere Informationen rund um das Oktoberfest auf: www.oktoberfest-info.de


5 Kommentare März 4th, 2010

Bier kann auch richtig teuer sein

Das der Bierpreis immer höher wird, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Doch dass es auch so richtig teuer geht, beweisen nun unsere Freunde in Großbritannien. Dort wurde bei einer Auktion im britischen Auktionshaus Henry Aldrige and Sons eine alte und seltene Flasche Löwenbräu Lager für verrückte 11.000 Euro versteigert.

Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine handelsübliche Flasche welche es überall zu kaufen gibt. Diese besondere Flasche stammt nämlich aus dem am 6. Mai 1937 in Lakehurst, New York, abgestürzten Luftschiff Hindenburg. Ein Feuerwehrmann fand damals die Flasche und brachte sie vor den Flammen in Sicherheit. Garantiert hatte er damals einen anderen Hintergedanken und wollte sicherlich nach getaner Arbeit seinen Durst stillen. Insgesamt fand er sogar sechs Flaschen, doch wo die anderen fünf sind, ist bis heute ungeklärt. Vielleicht trank er sie ja doch. Übrigens ist das Bier in der Flasche mittlerweile nicht mehr genießbar.

Eine weitere Meldung rund um eines der teuersten Biere stammt ebenfalls aus Großbritannien, genauer gesagt aus London. Dort wird in einem Restaurant die weltweit teuerste Flasche Bier angeboten. Diese kostet umgerechnet rund 785 Euro.
Bei der Flasche handelt es sich um eine nicht zu kleine Zwölf-Liter-Flasche der Marke Vieille Bon Secours. Die Flasche wurde die letzten zehn Jahre gelagert und hat einen Alkoholgehalt von acht Prozent. Seit 1995 braut eine belgische Brauerei dieses kostbare Bier.

Übrigens ist das zweit teuerste Bier, dass Samuel Adams Utopie aus den USA. Da kostet die Flasche lächerliche 67 Euro.

Na dann Prost!

UPDATE:

Wie wir auf http://www.winigi.1on.de nachlesen durften, ist der Aufenthaltsort einer weiteren Flasche Löwenbräu bekannt. Diese liegt nämlich, seit geraumer Zeit, im Brauereimuseum der Löwenbräu Brauerei. Vielen Dank für die Information



Valentins - Blumen und Geschenke

3 Kommentare November 16th, 2009

Franken`s schönste Kirchweih: Das Forchheimer Annafest

Im Herzen Frankens beginnt ab Samstag, den 25. Juli 2009, wieder die fünfte Jahreszeit. 10 Tage lang lädt Frankens schönstes Kirchweih Fest Besucher aus aller Welt dazu ein gepflegte fränkische Bierspezialitäten in einer wunderbaren Atmosphäre zu genießen.

Ort des Geschehens ist der schattige Kellerwald bei Forchheim in Oberfranken, der Gegend welche die höchste Brauereidichte der Welt besitzt. Insgesamt werden 33 verschiedene Biersorten, darunter auch die vier Forchheimer Brauereien Greif, Neder, Eichhorn und Hebendanz ausgeschenkt.

Insgesamt 10 Tage lang wird in fränkischer Geselligkeit gefeiert. Das Annafest, welches bereits seit 1840 gefeiert wird, ist mit eines der schönsten Volksfeste in Franken. Insgesamt sorgen mehr als 20 Bierkeller mit 30.000 Sitzplätzen, für das leibliche Wohl der Besucher. Ebenso kommen zahlreiche, vor allem traditionelle Fahrgeschäfte sowie ein buntes Rahmenprogramm mit guter Musik von damals und heute hinzu. Das Beste allerdings ist der konstante Bierpreis auf dem Annafest. Bereits seit Jahren ist der Preis fast gleich geblieben. Eine Maß Bier kostet so auch dieses Jahr nur 6,50 Euro (Im Vergleich: Oktoberfest 8,60 Euro).



Valentins - Blumen und Geschenke

(more…)

1 Kommentar Juli 24th, 2009

Deutsche Großbrauereien weiter im Minus - bis auf Oettinger!

Nicht nur der lahme Sommer ist Schuld an den neuesten Ergebnissen einer Studie bezogen auf den deutschen Biermarkt, auch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt seinen Schatten mittlerweile auf alles was sie kriegen kann.
Laut einer aktuellen Studie des Branchenmagazins Inside haben fast alle der 16 größten deutschen Brauereien in der letzten Zeit weniger Bier abgesetzt.

Nur das Lieblingsbier der Deutschen, das überall beliebte Billig-Pils Oettinger, konnte diesem Trend entgegensetzten. Es legte sogar zwei Prozent zu. Aber bei einem Preis von knapp 3,50 € für einen Kasten “Pils” ist das auch kein Wunder, können sich doch immer weniger Menschen 12 - 15 Euro für einen Kasten Qualitätsbier leisten und es ist ja nicht so, dass die Brauereien den Konsumenten entgegenkommen. Ganz im Gegenteil, der Bierpreis zieht weiter an.

(more…)

2 Kommentare Juli 18th, 2009

Oktoberfest 2009: Bierpreis offiziell festgelegt

Nun ist auch der Bierpreis auf dem Oktoberfest 2009 offiziell festgelegt worden. So wird der Bierpreis im Jahre 2009 bei 8,60 € liegen.
Bereits im Mai wurde bekannt, dass der Preis bei 8,70 € liegen sollte, allerdings fehlten damals noch die Bestätigung der Wirte und der Stadt München. Trotz einer Korrigierung um 10 Cent, wird der Höchstpreis für die Maß Bier auf dem Oktoberfest in München erzielt. Dies ist bei einigen Festzelten eine Preissteigerung von bis zu sechs Prozent. Trotz dieser erneuten Erhöhung wird auch dieses Jahr das Oktoberfest wieder ein absolutes Massenspektakel werden und Bierfreunde aus der ganzen Welt nach München locken.

Die Bierpreisentwicklung

Zelt 2009 2008
Hippodrom 8,60 8,30
Armbrustschützenzelt 8,55 8,20
Hofbräu Festzelt 8,55 8,25
Hacker-Festzelt 8,60 8,30
Schottenhamel 8,60 8,30
Winzerer Fähnd’l 8,60 8,25
Schützen-Festzelt 8,30 8,30
Käfer’s Wies’n Schänke 8,60 8,30
Löwenbräu-Festhalle 8,60 8,30
Bräurosl 8,55 8,25
Augustiner-Festhalle 8,50 8,20
Ochsenbraterei 8,60 8,25
Fischer-Vroni 8,60 8,25

(c) Oktoberfest.de

Für alle, die sich schon jetzt die Wartezeit verkürzen wollen und der Wiesn ungeduldig entgegenfiebern, lohnt sich ein Blick auf die Internetseite www.oktoberfest-info.de. Das Informationsportal bietet eine Übersicht über die diesjährigen Oktoberfest-Termine, stellt alle Festzelte vor, gibt Tipps und Tricks und hilft überdies bei der Suche nach geeigneten Unterkünften und Hotels oder nach einem Job auf der Wiesn (www.oktoberfest-jobs.com).
Außerdem gibt es hier Hintergrund-Infos zur Geschichte des Oktoberfests, zu Trachten, Brauereien und Fahrgeschäften. Auch das offizielle Wiesn-Plakat 2009 kann man hier schon vorab bestaunen. Ebenso wichtig sind die Veranstaltungshinweise zu After-Wiesn-Partys, denn wenn die Festzelte allabendlich schließen, wird in angesagten Locations weitergefeiert (www.oktoberfest-magazin.de).



Valentins - Blumen und Geschenke

4 Kommentare Juni 22nd, 2009

Der Bierpreis steigt - Die Geduld ist langsam am Ende! Ein Kommentar dazu..

Eine nicht erfreuliche Meldung verkündeten Vertreter des Deutschen Brauer Bundes den Bierliebhabern gegenüber. So sollen in den nächsten Monaten wieder einmal die Bierpreise in die Höhe schnellen. Bereits im Januar verkündete der Branchenriese InBev bei seinen Marken die Preise zu erhöhen. Andere Brauereien sind damals schon mitgezogen. (Lieblingsbier.de Bericht vom 21.01.2009)

Grund ist, ebenfalls wie bei allen anderen Preiserhöhungen, der Anstieg der Rohstoffkosten wie zum Beispiel beim Malz und allgemein der sinkende Absatz, welcher die Brauereien unter enormen Druck setzt. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist seit 1976 von 151 Litern auf 111 Liter pro Bürger gesunken, im ersten Quartal 2009 sank er sogar auf ein historisches Tief von nur noch 20,7 Millionen Hektoliter. (Statistik 1. Quartal 2009)

Neben den genannten Gründen ist ebenso der Vertrieb teurer geworden. So bleibe, laut Angaben von führenden Brauereien, unternehmerisch gesehen keine andere Wahl als den Preis anzuheben und das Sortiment zu verändern. Dies wird natürlich auf Kosten der Konsumenten ausgetragen. Um wie viel der Preis nach oben gehen soll ist bisher noch unklar. Hinzukommend soll das bestehende Kastensortiment angepasst werden. So wird es in Zukunft weniger Kästen mit 20 bzw. 24 Flaschen geben, sondern eher auf kleiner Kästen und 6er Packs gesetzt. “In Großstädten gibt es zu 80 Prozent Ein- und Zwei-Personen-Haushalte, die die großen Kästen nicht so sehr nachfragen”, so der Präsident der deutschen Brauer Wolfgang Burgard.
Auch die Füllmenge der Flaschen soll abgeändert werden. Statt 0,33 Liter und 0,5 Liter wird es voraussichtlich vermehrt auch 0,45 Liter geben, welche aller Wahrscheinlichkeit nach, zum selben Preis wie 0,5 Liter verkauft werden.

Ein Kommentar des Chefredakteurs von Lieblingsbier.de zum Thema:

RIESEN SKANDAL - Wir Bierliebhaber sollten uns diese Manipulation und willkürliche Preiserhöhung nicht weiter gefallen lassen. Wir müssen handeln und der ständigen Preistreiberei ein Ende setzen. Keiner braucht sich wundern, wenn der Bierabsatz stetig sinkt und vermehrt billiges, in der Qualität minderwertiges Bier, gekauft und konsumiert wird. Dies hat nix mehr mit Bier als Kulturgut zu tun, hier wird auf Werten, historischen Gegebenheiten und einer wahren Glückseligkeit herum getrampelt! Nur was tun? Kein Bier mehr kaufen? Wohl kaum! Das einzige was hilft ist wohl, wenn vermehrt auf kleine Privatbrauereien aus der Region zurückgegriffen wird. Also einfach mal im Umkreis umschauen, und vor Ort erkundigen. Das Bier dieser Brauereien schmeckt nicht nur besser und ist qualitativ hochwertiger hergestellt, es ist sogar meist noch preisgünstiger. Wobei man eben für einen geringen Preis sogar eine bessere Qualität bekommt!
Boykottiert die Großbrauereien und kauft regional ein. So sichert ihr auch die Existenz dieser Brauer und Mälzer, welche das Bierbrauen als Religion und als ihre verdammte Pflicht ansehen und derzeit um das Überleben in dieser Wirtschaftskrise kämpfen. Viele kleine Brauereien geben diesen Kampf mittlerweile auf und lassen sich von den Brauereiriesen Radeberger oder InBev schlucken, diese können somit immer mehr den Markt dominieren und mit einander Preisabsprachen treffen welche der normale Konsument natürlich am allermeisten spüren wird.

Übrigens, Peter Hahn, Geschäftsführer des deutschen Brauer-Bundes sagte noch in einem Interview im Januar zum Thema des ansteigenden Bierpreies folgendes: “Wegen der hohen Energie- und Rohstoffkosten hätte die Branche weitere Preiserhöhungen zwar bitter nötig, doch nur die wenigsten Brauereien werden sich die angesichts der aktuellen Konjunkturkrise leisten können” - Alles Schwindel, Betrug und Lügerei? Wir meinen: JA!

Felix vom Endt

Kommentieren Juni 19th, 2009

23. April 2009 - Der Tag des deutschen Bieres fällt leider aus

Ist es schon wieder so weit? Ein weiteres Jahr zum letzten Tag des deutschen Bieres ist bereits vergangen? Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht und vor allem was in so einem bierigen Jahr alles passiert ist. Preiserhöhungen, Tarifgespräche mit Warnstreiks, Preiserhöhungen, neue Biermix-Mischungen mit einem exotischen fruchtig Cocktail aus Peru und China, Preiserhöhungen, Hiobsbotschaften die den Einbruch vieler deutscher Traditionsbrauereien hervorbeschwören und natürlich nicht zu vergessen weitere Preiserhöhungen.

Naja, dann gibt es einige Herren, die sich darüber beschweren, dass in Deutschland immer weniger des guten Bieres getrunken wird? Wie kommts? Ideen? Uns Deutschen ist einfach die Lust am Bier vergangen, es macht ja auch keinen Spaß zwischen 12 und 15 Euro für einen Kasten (ohne Pfand) auszugeben, jedenfalls merken immer mehr Leute wie teuer das Bier geworden ist und nun sollen wir den Tag des deutschen Bieres feiern? Jedenfalls nicht mit uns! Wir feiern keinen Tag des deutschen Bieres, wir feiern jeden Tag das deutsche Bier und wollen das Bier als Kulturgut in Deutschland weiter bewerben mit interessanten Artikeln, Biertests, Geschichten rund um Brauereien, Hopfen, Hefe und Malz sowie Kurioses aus allen Herren Ländern rund um das Thema Bier.

In diesem Sinne wünschen wir dir, liebes Bier, alles Gute zum 493. Geburstag und das du uns noch für viele weitere hunderte Jahre erhalten bleiben wirst! Achja, der eigentliche Geburstag ist ja am 23. April und wer sich über bestimmte Festivitäten oder Veranstaltungen informieren möchte, der kann einfach auf www.brauer-bund.de in den Veranstaltungskalender schnuppern und naja, vielleicht gibt es am 23. April ja auch auf www.lieblingsbier.de die ein oder andere Überraschung - oder halt auch nicht!

Eure Redaktion

1 Kommentar April 20th, 2009

Der Bierpreis: Immer wieder schlechte Nachrichten

Wie viele von euch mit Sicherheit schon mitbekommen haben, wird es demnächst wieder eine Erhöhung des Bierpreises geben. So wird der Branchenprimus InBev, zu dem unter anderem Beck`s, Franziskaner und Hasseröder gehören, sowie die Warsteinger Gruppe ihre Preise für die Flasche Bier anziehen. Die Gründe sind wie immer die gleichen. “Aufgrund der Kalkulationsfreiheit von Großhandel, Einzelhandel und Gastronomie sind die Auswirkungen der Preisanpassung auf die Endverbraucherpreise nicht einzuschätzen”, so zitiert aus der Pressemitteilung von InBev. Auch die weltberühmte Augustiner Brauerei aus München wird ihre Preise um drei bis fünf Prozent nach oben schrauben. .

Ein kleinen positiven Lichtblick in der heutigen Zeit konnte Peter Hahn, Geschäftsführer vom Deutschen Brauer-Bund (DBB) verlauten lassen: “Wegen der hohen Energie- und Rohstoffkosten hätte die Branche weitere Preiserhöhungen zwar bitter nötig, doch nur die wenigsten Brauereien werden sich die angesichts der aktuellen Konjunkturkrise leisten können”. Gründe dafür sollen der hohe Wettbewerbsdruck der knapp 1300 Brauereien in Deutschland sein. So kann die ausgeprägte Brauereienlandschaft in Deutschland vielleicht den Endbenutzer des Produktes Bier den Preis retten. Brauereien wie Veltins, Bitburger, Krombacher und Oettinger winkten die Preiserhöhung bereits ab und verkündeten die Preise 2009 nicht zu erhöhen.

Bei der größten Brauereigruppe Deutschlands, der Radeberger AG, dagegen werden die Preise um 5 Prozent erhöht. So werden Bierliebhaber der Sorten DAB, Berliner Pilsener, Berliner Kindl, Jever, Clausthaler, Schöfferhofer, Binding, Brinkhoff`s, Clausthaler, Erbacher, Freiberger, Gilden Kölsch, Hansa Pils, Henninger, Jever, Kronen, Krušovice, Kurfürsten Kölsch, Peters Kölsch, Küüers Kölsch, Radeberger, Rostocker, Schlösser Alt, Teutsch Pils, Sester Kölsch, Sion Kölsch, Sternburg, Stuttgarter Hofbräu, Tucher, Hövels Original, Ur-Kröstizer sowie Reudniter Premium demnächst wohl noch tiefer in den Geldbeutel greifen müssen.

Grundsätzlich wird von einem Preisanstieg von 5 Euro pro Hektoliter ausgegangen. Dabei ist es egal ob Fässer oder Flaschen gemeint sind. Inwiefern der erhöhte Preis beim Endkäufer ankommt ist noch nicht sicher. Zunächst sind die Großkunden der Brauerei wie Getränkemärkte, Supermärkte und die Gastronomie davon betroffen.

Na dann lasst euch das Luxusgut schmecken oder sucht euch ein neues Lieblingsbier!



www.valentins.de

13 Kommentare Januar 21st, 2009

Bier schon wieder teurer??!

Wer sich derzeit über die sinkenden Spritpreise freut, ist beim Blick auf die Bierpreise ziemlich angespannt. Nach den letzten Preissteigerungen, um ungefähr einen Euro pro Kasten, wird nun schon wieder um eine Preiserhöhung spekuliert. Anlässlich der BRAU Beviale 2008 kündigte Gerhard Ilgenfritz, Präsident der Privaten Brauereien in Bayern, auf der Fachmesse eine Erhöhung um 70 bis 80 Cent pro Kasten an.
Als Begründung wird, wie so oft, die höheren Energie- und Rohstoffkosten genannt. Allerdings sind je nach Region und Brauerei große Unterschiede zu erwarten.

Das diese Preiserhöhung auf Grund der gestiegenen Rohstoffkosten etwas erstaunlich ist, sagen selbst Experten. „Die Rohstoffpreise sind seit März erheblich nach unten gegangen“, sagte Martin Schraa von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle der Landwirtschaft (ZMP).

(more…)

4 Kommentare November 14th, 2008

Bier News: Bierabsatz geht weiter zurück

Im ersten Halbjahr des Jahres 2008 haben die deutschen Brauereien weniger Bier verkauft als im ersten Halbjahr 2007. Der Absatz ging um 1,7 Prozent auf 51,7 Millionen Hektoliter zurück. Das sind 0,9 Millionen Hektoliter weniger Bier als im Vorjahr. Im Juni allerdings wurde wegen des guten Wetters und der Fußball-EM drei Prozent mehr Bier verkauft als im Juni 2007. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband einen Rückgang beim Bierabsatz von bis zu zwei Prozent.

Vor allem beim Export Bier sank der Absatz um ganze 3,7 Prozent auf 7,7 Millionen Hektoliter. Der Absatz von Biermischgetränken blieb mit 2,3 Millionen Hektoliter, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007, fast unverändert. Die Alkoholfreien Biere und Malzbiere wurden in diese Zahlen nicht mit einberechnet.

Als Gründe wurden vor allem die drastische Erhöhung des Bierpreises und das Rauchverbot in den Gaststätten genannt. Auch das Wetter und der bisherige Verlauf des Sommers konnten nicht gerade zu einer Erhöhung es Bierabsatzes beisteuern.
Hoffen wir nun, dass das derzeitige heiße Wetter uns noch lange erhalten bleibt und wir Deutschen in der zweiten Jahreshälfte doch das ein oder andere Bier mehr trinken werden, sonst ist Deutschland lange Zeit eine Biertrinkernation gewesen.

(more…)

3 Kommentare Juli 30th, 2008

Bierpreise: Ein Euro mehr pro Kasten!

Konsumenten des wahren Genusses aufgepasst! Die Bierpreise werden in den nächsten Monaten wieder einmal drastisch ansteigen. Der Brauereikonzern Inbev, mit 15 Prozent Marktanteil die zweitgrößte Brauerei Deutschlands, will seine hiesigen Produkte verteuern, und dies wird sicherlich nicht die erste und letzte Brauerei sein, die dies in den nächsten Monaten ankündigen und umsetzen wird.

So sollen, laut einem Pressebericht der Reihnischen Post, die Preise für Bier um rund zehn Prozent ansteigen. Der belgische Brauereigigant, zu dem unter anderem die Marken Beck`s, Diebels und Hasseröder gehören, wird ab September pro Kasten einen Euro mehr verlangen. Die Gründe dafür, seien wie so oft schon von den Brauereien benannt, die drastisch ansteigenden Energiepreise sowie höhere Rostoffkosten und Transportkosten der Produzenten. Der Deutsche Brauer Bund rechnet für 2009 mit weiteren Preissteigerungen beim Bier. “Die Kosten für die Produzenten werden weiter auf breiter Front steigen”, so der Geschäftsführer Peter Hahn des Deutschen Brauer-Bundes in einem Interview.

(more…)

3 Kommentare Juli 2nd, 2008

Seiten: 1 2

Aktuelles, bleib informiert!


Bier @ Facebook Bier @ Twitter

Specials

Partner

Bier PRO Konsumentenvereinigung

Tennis Borussia Berlin

zum Biershop Bierpost.com

zur Lahnsteiner Brauerei

Die Biersekte

zum deutschen Brauer Bund

Deine Anzeige oder Banner hier,... anfragen »

Anzeigen

Ferienwohnung bei FeWo-direkt.de

Kategorien

Neueste Kommentare

Blogroll

Feeds

Lieblingsbier - Teambereich

Verzeichnisse

Food & Drink Blogs - BlogCatalog Blog Directory supported by www.rankingcloud.de Blog Verzeichnis und Blog Webkatalog Gelistet im Blog Verzeichnis Directory of Food/drink Blogs

Blogarama

www.seducy.de

Add to Technorati Favorites

Relevante Suchbegriffe: