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Interview: Ernährungsexperte Sven-David Müller zum Thema Bier

Besser spät als nie wollen wir euch hier ein Interview mit dem Ernährungsexperten Sven-David Müller präsentieren, der bestätigen kann, dass Bier – wider so manchem Schauermärchen – zu den vitamin- und nährstoffreichen Getränken zählt. Dieses Interview sollte eigentlich schon vor dem 23. April veröffentlicht werden, doch haben wir dieses leider nicht geschafft. Nun ist es aber da und wir wünschen viel Spaß beim lesen.

Das Interview führte die Bier-Spezialitätenmarke Mönchshof.

Mönchshof: Woher kommt der sogenannte „Bierbauch“?

S.-D. Müller: Der dicke Bauch von Biertrinkern wird oft als Bierbauch verunglimpft. Einen solchen gibt es überhaupt nicht, denn der Bierbauch ist ein Fettbauch und der kommt durch eine kalorienreiche Ernährungsweise, mangelnde Bewegung und eine genetische Prädisposition zustande. Aus Bier bildet sich kein Bauch!

Mönchshof: Hat Bier wirklich so viel mehr Kalorien als andere Getränke?

S.-D. Müller: Nein! Der Kaloriengehalt von Bier liegt bei durchschnittlich 48 Kilokalorien pro 100 Milliliter Bier. Wein hat beispielsweise 75 Prozent mehr Kalorien. Auch Cola-Getränke oder Fruchtsäfte wie Traubensaft haben mehr Kalorien als Bier. Im Vergleich zu Mineralwasser oder Tee hat Bier natürlich reichlich Kalorien, aber ein moderater Bierkonsum hilft sogar beim Abnehmen. Das beweisen auch verschiedene wissenschaftliche Studien. Aber nur moderater Bierkonsum hilft und moderat heißt ein bis zwei kleine Gläser Bier.

Mönchshof:
Bleiben wir bei den guten Eigenschaften des Bieres. Welche sind besonders hervorzuheben?

S.-D. Müller:
Bier ist durch seinen Hefe- und Malzgehalt ein effektiver Vitamin- und Mineralstofflieferant: es enthält große Konzentrationen der wichtigsten B-Vitamine sowie praktisch alle lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente.

Mönchshof:
Wurde Bier deshalb früher auch in den Fastenplan der Mönche integriert, nach dem Motto „Flüssiges bricht das Fasten nicht?“


S.-D. Müller:
Natürlich ist Bier kein flüssiges Brot, aber ein durchaus gesundes Lebensmittel, das in moderaten Mengen bewusst genossen die Gesundheit fördern kann. Mönche haben von jeher den nährenden Effekt von Bier geschätzt.

Mönchshof: Welches Bier empfehlen Sie als Gesundheitsexperte?

S.-D. Müller: Menschen, die auf ihre Schönheit achten, sollten Bierhefe einnehmen oder ungefiltertes Bier bevorzugt trinken, da es viel Bierhefe enthält. Auch hier möchte ich nochmal betonen, dass Bier moderat getrunken werden sollte, d.h. ein bis zwei Gläser aber möglichst nicht jeden Tag, am besten abends! Zu einem gesunden Essen mit Vollkornbrot und einem frischen Salat.

Mönchshof: Heißt „moderat“ auch „Bier auf Wein, das lass sein!?“

S.-D. Müller: Das ist ein Ernährungsmärchen. Dieser althergebrachte Spruch entbehrt jeder Grundlage. Die Nebenwirkungen des Alkohols sind auf die Menge und nicht auf die Reihenfolge der alkoholischen Getränke zurückzuführen. Grundsätzlich sollten minderwertige Alkoholika – also billiger Fusel – gemieden werden. Auch ist ein Übermaß an Alkohol natürlich grundsätzlich nicht gesund. Also lieber ein gutes Bier aus der Bügelverschlussflasche als ein billiger Wein aus dem Tetra-Pack.

Sven-David Müller ist der bekannteste Ernährungsexperte Deutschlands. Der 40-jährige Wahl-Berliner ist Medizinjournalist, Gesundheitspublizist sowie Diätexperte. An der Universitätsklinik Jena hat er sich zum Diabetesberater DDG fortgebildet, danach eine Redaktionsausbildung in einem medizinischen Fachverlag absolviert und Angewandte Nutritive Medizin studiert.

Sven-David Müller ist Autor von populärwissenschaftlichen Sachbüchern, Fachbüchern und Ratgebern sowie Kolumnist von Zeitschriften. Unter seinen 114 Büchern, die in 9 Sprachen übersetzt wurden, sind Bestseller wie „Moderne Ernährungsmärchen“, „Das Kalorienkiller-Kochbuch“, „Cholesterin-Killer“ sowie die von ihm entwickelte „Müller-Diät“.

Ansprechpartner Mönchshof
Anne Lauth und Nicola Surholt
Rothenbaumchaussee 183
20149 Hamburg
Tel.: 040 – 822 437 00
Fax: 040 – 822 437 77
Email: info@lauthcommunicates.de

Add comment April 25th, 2010

23. April 2010: Der Tag des deutschen Bieres – Eine Abrechnung

Zunächst möchten wir euch die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes nicht vorenthalten, welches anlässlich des „Tag des deutschen Bieres“ am 23. April mitteilte,

„…dass im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert wurden. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.“

Wir haben dies zum Anlass genommen, mal zum einen unserem Blickwinkel auf diese Meldung zu kommentieren und zum anderen unsere Grundhaltung über die derzeitige Situation auf dem Biermarkt mitzuteilen. Im Endeffekt ist ein Text entstanden, welcher frei von der Seele geschrieben wurde und deswegen auch die ein oder andere grammatikalische Schwäche überstehen wird.

Fakt ist, dass der Bierkonsum seit über zehn Jahren zurückgeht. Natürlich beklagen sich viele Brauereien und Braukonzerne, dass sich dies spürbar auf die Bilanz übertragen lässt, doch sind nicht gerade die großen Braukonzerne auch Schuld an dem Rückgang des Bierkonsums?

Wenn wir die Bierpreise der letzten Jahre miteinander vergleichen, lässt sich aufzeigen, dass der Preisanstieg ziemlich stark nach oben gezeigt hat. So hat zum Beispiel die Maß Bier auf dem Oktoberfest im Jahre 1995 noch 9,50 Mark gekostet. Heutzutage kostet die Maß Bier 8,60 Euro. Auch der Kasten Bier ist in den letzten Jahren um rund 40% teurer geworden. Die Brauereien führen das auf die Verteuerung der Rohstoffe Hopfen und Malz sowie die höheren Energiekosten zurück. Mit Sicherheit spielt dies eine Rolle, doch ist dies nicht der ausschlaggebende Punkt, die Preise so derart in die Höhe zu treiben.

Vielmehr wird dies als Ausrede und Entschuldigung genommen um den Preisanstieg zu verteidigen. Hinzukommt, dass die Großkonzerne in den letzten Jahren ihre Inhaltsstoffe der „Premium-Biere“ heimlich, still und leise verändert haben um günstiger produzieren zu können. So lässt sich auf fast jedem Bier, welches industriell durch einen Großkonzern hergestellt wird, der Stoff „Hopfenextrakt“ lesen. Dazu ist zu sagen, dass es drei Möglichkeiten gibt sein Bier mit Hopfen zu brauen. Alle diese drei Möglichkeiten tangieren nicht das Reinheitsgebot des deutschen Bieres, lediglich in ihrem Inhalt und in der Qualität unterscheiden sie sich.
Zum einen besteht die Möglichkeit naturbelassenen Hopfen zu verwenden, dies machen viele kleine und mittelständische Privatbrauereien. Diese Möglichkeit, welche auch wir favorisieren, bietet allerdings bei hohen Kosten die höchste Qualität.
Die zweite Möglichkeit ist, Hopfenauszüge zu verwenden. Dies ist gepresster Hopfensporn in einer Palettsform. Dieser ist günstiger, schneller zu verarbeiten und es kann daraus mehr produziert werden. Auf der Strecke bleibt die Qualität.
Die dritte Möglichkeit, mit der sich derzeit viele Großunternehmen auseinandersetzen, ist die Nutzung von Hopfenextrakt. Bei dieser Variante wird ein dickflüssiger Extrakt aus Hopfenauszügen gewonnen, welches noch günstiger in der Lieferung ist und noch geringere Mengen für die Herstellung benötigt. So reichen bereits 150 – 200 Gramm Hopfen für die Herstellung von einem Hektoliter Bier. Perfekt also für die industrielle Massenproduktion. Die Qualität bleibt dabei fast vollständig auf der Strecke. Ein guter Vergleich kann hier zu Tee gezogen werden. Es kann Kamillentee aus echten Kamillenblüten hergestellt werden oder es kann sich beim Discounter ein Kamillentee gekauft werden, welcher alles andere enthält nur eben nicht die echte Kamillenblüte.

Zurück zum Bier. Verständlicherweise kann Hopfenextrakt vornehmlich in Billigbier vorhanden sein, kein Problem. Jeder muss selber wissen, was er in sich hineinschüttet und seinem Körper antut. Doch ist eben gerade dieser Hopfenextrakt in den allermeisten Premium-Bieren vorhanden, welche eigentlich reinen und naturbelassenen Hopfen als Inhaltsstoff ausweisen sollten. Vor allem wenn wir einen Blick auf die Kosten für Premium-Bier nehmen und die durch die Werbung vermittelte wunderbare Qualität des Bieres.

Viele kaufen sich in der heutigen Zeit anstelle des Kastens für die Woche nur noch ein paar Einzelflaschen und trinken nur noch zu bestimmten Anlässen ein Bier und nicht mehr „einfach so“ zum Abendessen um sich der Bierkultur hinzugeben. Wir wollen hier natürlich betonen, dass es sich um den normalen Konsumenten handelt und nicht um etwas Zwanghaftes oder dergleichen. Bier sollte immer als Genussmittel angesehen werden, bei dem es nicht um die Aufnahme von Alkohol geht, sondern um den Genuss des Bieres als Getränk.

Trotz der hohen Preispolitik der Konzerne und dem gleichzeitigen Anziehen der Preise durch kleinere Brauereien (diese kämpfen ja um das Überleben) ist der Rückgang des Konsums, aus unserer Betrachtung, nicht so tragisch wie angenommen. Immerhin gab es im Jahr 2009 auch keine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, welche den Konsum nach oben getrieben hätte (was für Faktoren).

Wie bereits andere Medien es ausdrückten, so sagen es auch wir: Dies ist „jammern auf höchstem Niveau“. Das wichtigste an der Feststellung ist, dass wir weiterhin eine immens hohe Vielfalt an Brauereien in Deutschland haben und trotz der finanziellen Rückschritte bleibt diese weiter bestehen. Zwar müssen auch einige kleinere Brauereien schließen, da einfach die Nachfrage nicht mehr so hoch ist und die Konkurrenz auf dem Markt zu stark ist (der normale Gang des Marktes), doch viele Brauereien halten sich konstant oder können ihren Gewinn sogar nach oben treiben.

Gerade die großen Brauereien sollten das Jammern eigentlich sein lassen. Viele unserer bekanntesten Marken (nicht alle) gehören zu transglobalen Multikonzernen wie InBev oder Carlsberg. InBev hat weltweit 89.000 Mitarbeiter und fährt Jahr für Jahr einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro ein. Es besteht also kein Grund sich zu beschweren bzw. zu jammern. Die Großkonzerne treiben weiter den Preis nach oben um am Ende des Geschäftsjahres mehr Profit rauszuholen. Das ist das einzige Ziel, was diese vermeintlichen Brauereien verfolgen. Dabei geht es nicht um die Brauereivielfalt oder um die Bierkultur im Einzelnen. Es geht, wie bei jedem anderen transglobalen Konzern, um Gewinn und um diesen zu erzielen, werden eben Konkurrenten aufgekauft, Mitarbeiter schlecht bezahlt und mit einer „ganz bestimmten“ Qualität von Rohstoffen ein Produkt produziert, was unter einem hohen PR-Aufwand der Öffentlichkeit angeboten wird und verkauft wird.
Das Schlimme an der Geschichte ist auch noch, dass wir als brave Konsumenten darauf reinfallen und fleißig Bier der Großkonzerne trinken. Dabei möchte ich den Konsumenten in Schutz nehmen. Bei gefühlten 200 Biermarken, welche mittlerweile zu InBev gehören, ist eine Differenz schier unmöglich. Lediglich der Brauer des Vertrauens kann da noch Abhilfe schaffen, ähnlich wie bei einem Metzger. Wir können unser Fleisch für 2,50 Euro abgepackt im Supermarkt kaufen oder wir gehen zur „Metzgerei um die Ecke“ und kaufen dort direkt beim Schlachter, wo wir uns zu 99% sicher sein können, dass das was er uns verkauft, auch das ist was drauf steht. Nun gut, wir schweifen vom Thema ab.

Fakt ist, dass der größte Rückgang des Bierkonsums sich bei den großen Konzernen ausschlägt. Die kleine fränkische oder baden-württembergische Privatbrauerei hat weiter ihre Kundschaft, hat weiter ihre Konsumenten und hat weiter ihren Auftrag die Bierkultur zu erhalten und uns Konsumenten mit ihrer Vielfalt zu beglücken und dies machen sie auch. Vielleicht ist der Rückgang auch ein Zeichen dafür, dass wir Konsumenten wieder mehr Wert auf Genuss legen und nicht auf Konsum und „Besäufnis“. Die Bierkultur in Franken zum Beispiel erlebt eine Renaissance. Viele kleine Brauereien nutzen mittlerweile das Internet um ihr Bier erfolgreich zu verkaufen. Auch größere Getränkemärkte in der Region verkaufen fast nur die regionalen Biersorten, dies anscheinend sehr erfolgreich. So erreicht auch das Bier aus der kleinen Brauerei um die Ecke mehr Konsumenten, welche sich der Biervielfalt hingeben möchten und nicht nur Verbraucher aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft weiter ausgebaut. Auch durch übergreifende Organisationen wie der Verein „Bierland Oberfranken“ oder der Verband der privaten Brauereien, bekommen die Brauereien eine Lobby und eine Stimme, mit der sie kommunizieren können.

Nun freuen sich die Manager und Geschäftsführer der großen Konzerne auf den Sommer, die Fußball Weltmeisterschaft und die großen Volksfeste in Deutschland, da sie dadurch hoffen, dass der Konsum wieder nach oben geht. Doch welcher Konsum geht nach oben?

Die Antwort lautet: Der Konsum der dazu führt, dass Bier trinken wieder zu einem „Besäufnis“ wird und nicht zum Erhalt der Bierkultur. Es geht nicht um die Masse des Bieres, dass wir alltäglich in uns hineinschütten, sondern es geht darum, dass wir die Kultur des Bieres, die Artenvielfalt der Biersorten und die Kunst der Braumeister anerkennen und uns dadurch beglücken lassen. Bier ist Genuss und Genuss ist etwas einzigartiges, was nicht zum alltäglichen werden darf, denn dann ist es kein Genuss mehr. Das Bier brauen ist eine handwerkliche Kunst die viele hundert Jahre überstanden hat und teilweise in manchen Braustätten so abläuft wie zu Beginn der Geschichte des Bieres. Bier brauen ist nicht das mechanische und industrialisierte Zusammenschütten von Zutaten, die zwar noch mit dem Reinheitsgebot übereinstimmen, mit diesem aber nicht mehr viel zu tun haben. Geradezu peinlich ist es, dass jedes Jahr aufs Neue, kurz vor dem Tag des deutschen Bieres, die Großkonzerne dies als Aufhänger nehmen und ihr Bier unter dem Deckmantel des Reinheitsgebotes bewerben und verkaufen. Auch viele Supermärkte mit ihrem eigenen Billigbier (der Kasten für 3-6 Euro) bewerben ihre Produkte mit dem „Tag des deutschen Bieres“. Unserer Meinung nach ist dies Verbrauchertäuschung. Es geht also nicht um die Quantität des Bieres, sondern um die Qualität. Ruhig kann der Bierkonsum weiter sinken, gar kein Problem, solange wir Konsumenten bewusst und überlegt unser Bier einkaufen und die kleineren Brauereien unterstützen.

In diesem Sinne, einen schönen Tag des deutschen Bieres und vielleicht hilft dieser Text, welcher frei von der Seele geschrieben wurde, das der ein oder andere sein Konsumverhalten überdenkt und sich das nächste Mal bei der regionalen Brauerei eindeckt.

Bierige Grüße,

Felix vom Endt

Betreiber Bier Online Magazin - Lieblingsbier.de

6 Kommentare April 23rd, 2010

Initiative Bier PRO e.V. - Vereinigung der Bierkonsumenten

Liebe Leser, Liebe Leserinnen,

heute möchte wir uns in einer etwas ernsteren Sache an euch wenden. Wir werden euch den neu gegründeten Verein “Bier PRO” vorstellen. Bei diesem Verein handelt es sich um die erste ernstzunehmende Vereinigung von Bierkonsumenten. Auch euer Bier Online Magazin Lieblingsbier.de ist mittlerweile Mitglied und wird tatkräftig für das Recht der Konsumenten kämpfen.

Es ist verdammt wichtig, dass wir uns alle gemeinsam für die Vielfalt der Bierkultur in Deutschland einsetzen und diese fördern und unterstützen. Somit ist es wichtig eine Lobby zu haben, welche sich für die Belange der Konsumenten einsetzt und nicht alles hinnimmt, was von den Brauereien diktiert wird.

Felix vom Endt

Vorstellung Bier PRO e.V.:

Mit seinen rund 1200 Braustätten gilt Deutschland vielerorts als Mutterland des Bieres. Rund 5000 bis 7000 verschiedene Biere und mehr als 40 unterschiedliche Bierstile gibt es hier. Trotzdem kennt sich das Gros der Verbraucher nicht aus. Die meisten wissen wenig über Sorten und Brauarten, geschweige denn Geschmack und Qualitätskriterien. Das Image des Bieres - so belegen Studien – ist denkbar schlecht. Indes liefern sich Brauereien erbitterte Preisschlachten und Verteilungskämpfe, die dazu führen, dass Unternehmen schließen oder aufgekauft werden und letztlich die Vielfalt zugrunde geht.

Anders als in England, Belgien, Dänemark, Holland, Österreich, ja selbst Italien gibt es hierzulande bisher auch keine unabhängige, überregionale Konsumentenorganisation mit umfangreichen Zielen. Das „Bierland Nr. 1“ steht also ohne Lobby für Bierkonsumenten da. Zwar leisten einige lokal tätige Initiativen und Vereine wertvolle Arbeit vor Ort, eine überregionale Vereinigung, die die Kräfte bündelt und eine Lobby organisiert, fehlt bisher.

Bier PRO Logo

Hier möchte der sich in Gründung befindende Verein BIER PRO etwas bewegen.

Schließlich beklagt auch der europäische Gesamtverband, die EBCU (www.ebcu.org), das Fehlen einer deutschen Vertretung. Als Dachverband der europäischen Bierkonsumentenvereinigungen vertritt die EBCU die Interessen der Bierkonsumenten in Brüssel. So gibt es beispielsweise regelmäßige Meetings mit den Mitgliedern des europäischen Parlaments. Denn immerhin werden auf EU-Ebene bereits 80 Prozent der in Deutschland gültigen Gesetze beschlossen.

Insgesamt zählt die EBCU mit ihren nationalen Mitgliedsvereinen mehr als 120.000 Mitglieder in 13 Ländern.

Die BIER PRO Konsumentenvereinigung Deutschland e.V. (IG) versteht sich als Verein, der alle Kräfte in Deutschland zusammenführen und bündeln will, die die Bierkultur fördern und beleben wollen.

Die BIER PRO möchte daher zusammen mit allen Bierfans und bierafinen Organisationen

- das Wissen und die Kenntnis über Bier fördern
- das Bewusstsein für Qualität steigern
- die Vielfalt unterstützen
- die Qualität heben
- das Image des Bieres verbessern
- sowie durch Lobbyarbeit, die Interessen der Konsumenten vertreten und schützen und zwar sowohl auf Bundes- als auch auf Europaebene.

Kurz und gut:

Die BIER PRO will den Nährboden für eine blühende Bierkultur schaffen. Und Spricht daher alle an: Männer und Frauen, junge Leute und Paare, denn Bier ist ein Volksgetränk, das eine breite Basis sucht.

Der Verein steht dabei nicht nur für eine gesellschaftlich-politische Interessenvertretung sondern auch für die Erweckung einer verantwortungsvollen Genusskultur mit lustvollen und geselligen Aspekten.

Ziele und Tätigkeiten der BIER PRO

- Wir möchten Bildungsangebote fördern und schaffen: Seminare, Vorträge, Kongresse
- und Öffentlichkeitsarbeit betreiben: Pressemitteilungen und Lobbyarbeit zu aktuellen gesellschaftlich-politischen Themen.
- Medien produzieren und herausgeben exklusiv für Mitglieder sowie für die Allgemeinheit
- Veranstaltungen für die Allgemeinheit organisieren und somit Plattformen schaffen für fachlichen Austausch und für eine verantwortliche Genusskultur
- Qualitätsprüfungen von Bier im Allgemeinen sowie in Gastronomie und Handel vornehmen

„Die Initiative freut sich über alle, die diese Ziele unterstützen und an ihrer Umsetzung mitarbeiten“, sagt Vereinsgründer Thomas Vogel. Brauereien, Händler, Gastronomen sowie andere Unternehmen und Organisationen der Bierbranche haben zum einen die Möglichkeit, Fördermitglied zu werden. Zum anderen sind sie aufgerufen, als Multiplikatoren zu wirken. „Es würde unserem Vorhaben sehr nützen, wenn wir mit Hilfe der Brauer für Mitglieder werben könnten beziehungsweise wenn Unternehmen der Branche uns mit Bierfans oder bestehenden Vereinen in Kontakt bringen.“

Weitere Informationen, die Satzung und einen Mitgliedsantrag finden Interessierte auf der Webseite:

http://www.bierpro.org

oder per Download unter folgenden Links:

Satzung:
http://www.bierpro.org/dwnld/Satzung-BIERPRO.pdf

Mitgliedsantrag:
http://www.bierpro.org/dwnld/Mitgliedsantrag.pdf

Kontakt:
Thomas Vogel

Dipl. Biersommelier
BIER Pro Konsumentenvereinigung eV (iG)
www.bierpro.org
Email: info@bierpro.org

Anschrift:
BIER PRO Konsumentenvereinigung e.V. (iG)
c/o Thomas Vogel,
Salzberger Str. 3
D-48465 Schüttorf
Tel. geschäftlich: 0 59 23 / 9 93 93 54
Fax geschäftlich. 0 59 23 / 9 93 93 55

Add comment März 26th, 2010

Bericht bei WELT Online über Bier, Bierkonsum und den Widerstand gegen Großkonzerne

Immer wieder berichten wir auch über andere Medien, welche interessante und spannende Artikel rund um das Thema Bier veröffentlichen. Einer dieser Artikel wurde nun auf WELT Online veröffentlicht.
Er handelt vom rückläufigen Bierkonsum in Deutschland, welcher von deutschen Brauereien mit seltsamen Mischgetränken bekämpft wird. Es geht um Existenzangst deutscher Brauereien und der deutschen Brautradition.

Während wir uns mit solchen Problemen beschäftigen, wird wo anders ein Traditionsbier gefeiert und die Bierkultur neu entdeckt. In den USA sträubt sich ein, mittlerweile erfolgreicher, Widerstand gegen die großen Brauereiriesen. Ein Wein-Sommelier hat sich in den USA zum Thema Bier umgesehen und dabei viel Gutes entdeckt.

Wir können euch nur raten den Artikel selber einmal zu lesen:

Welt.de - Bier hat Besseres verdient: Ein Loblied



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Add comment Dezember 2nd, 2009

Kölner Karneval ohne Bier in Flaschen und Dosen?

Derzeit fragen wir uns wirklich, was unsere Ordnungsämter und Politiker in den Städten und Gemeinden rund um Köln und Düsseldorf geritten hat. Erst vor kurzem wurden die Bier-Bikes in Düsseldorf und Köln mit einer Sondernutzungsauflage ausgestattet, welcher allerdings von den Ämtern nicht erteilt wird.

Nun soll rund um den Karneval in Köln an bestimmten Plätzen ein Flaschen- und Dosenverbot verhängt werden. Neben der Altstadt, sind die Ringe und die berühmt berüchtigte Zülpicher Straße betroffen. Offizieller Grund für das Verbot ist die erhöhte Verletzungsgefahr durch Scherben und Splitter. Mit Sicherheit haben die Zuständigen aber auch einen anderen Nutzen im Hinterkopf. Sie erhoffen sich durch das Verbot weniger Betrunkene in der Stadt und somit auch weniger gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Betrunkenen.

Eine Regelung für alle Karnevalstage wird derzeit nicht in Erwägung gezogen, so war anfangs sogar von einem kompletten Alkoholverbot in der Innenstadt die Rede. Aber dies würden die Verwaltungsgerichte sicherlich nicht genehmigen. Auch das jetzige Verbot muss juristisch noch abgesegnet werden. In Freiburg gab es ein komplettes Alkoholverbot für die Innenstadt, dieses wurde allerdings aufgrund eines Urteils vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim wieder aufgehoben. So soll es aber sicher an Weiberfastnacht und am Rosenmontag in Köln ein Verbot geben.



Wie die genaue Handhabung aussieht und ob es Kontrollpunkte gibt oder verstärkte Polizeipräsenz ist noch unklar. Fakt ist aber, dass als Ausgleich die Kioskbesitzer in den betroffenen Gebieten Kölsch in Plastikbechern ausschenken dürfen. Na das wird dem Jecken schmecken.

Trotzdem wird auch ein Verbot von Flaschen und Dosen nicht den erforderlichen Nutzen nach sich ziehen. Vielleicht wird es weniger Scherben geben und dadurch weniger Verletzungen, doch dies ist nur der Aufhänger der Politiker und Ordnungshüter. Die eigentliche Hoffnung wird mit Sicherheit nicht erfüllt werden. So gibt es doch eine Menge Dinge um trotzdem weiter den Alkohol in die betroffenen Gebiete zu bekommen und mit Sicherheit wird die Plastikflaschenindustrie in diesen Tagen einen erhöhten Umsatz erzielen. Gott sei Dank haben wir PET-Bier!

Die einfachste Methode ist aber immer noch sich einen Beer Belly, einen eigenen Bierbauch umzuschnallen, fällt an Karneval sowieso nicht auf und ist mit Sicherheit eine coole Sache. Diesen gibt es übrigens auch für Frauen, allerdings dann in Form eines BHs. Für viele Frauen sicherlich auch eine Überlegung wert.

Für alle die jetzt nicht genau wissen was das genau ist, die können einfach mal hier schauen und gleich bestellen: www.thebeerbelly.com

Autor: FvE

Add comment November 5th, 2009

Bierabsatz: Wieder negative Zahlen - trotzdem Hoffnung!

Die Trendwende ist immer noch nicht erreicht. So wurde nun auch im dritten Quartal 2009 weniger Bier abgesetzt als im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte nun die neuen Zahlen mit. So setzten die deutschen Brauereien von Juli bis Ende September 27,6 Millionen Hektoliter Bier um. Dies sind 0,4 Millionen Hektoliter weniger als im letzten Jahr. Die Alkoholfreien Biere, Malzgetränke sowie das aus Ländern außerhalb der EU importierte Bier flossen nicht in die Statistik mit ein.

Mit Sicherheit ist das aber nicht so ein dramatischer Rückgang wie von vielen befürchtet. Es kann sogar gesagt werden, dass eventuell eine Trendwende in Sicht ist. Als freudiger Höhepunkt der neuen Statistik konnte sogar ein leichtes Plus beim Absatz im Inland verzeichnet werden. So stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent auf 23,6 Millionen Hektoliter.
Diese Entwicklung verblüffte auch viele Experten. Grund dafür kann die anhaltende Wirtschaftskrise sein. So trinken gerade in schlechten Zeiten die Menschen mehr Alkohol um ihre Lage etwas positiver zu sehen, auch wenn dies nicht wirklich die Lösung der Dinge ist. Auch die Zahl der Reisenden ist im Sommer zurückgegangen, so hatten die Menschen mehr Zeit im Inland Bier zu trinken. Egal welche Gründe es hat, wir freuen uns sehr!

Leider konnte der Markt der Biermischgetränke ebenfalls ein leichtes Plus verzeichnen. So legte Bier mit Limo, Cola, Wodka, Aromastoffe, pinker Farbe, Kaffee, Abfall, Hühnernägeln oder anderen Zusatzstoffen um zwei Prozent zu. Mit einem Gesamtanteil von 4,7 Prozent des gesamten Bierabsatzes, sind die Biermischgetränke allerdings absolut unwichtig und spielen auch weiterhin keine große Rolle.

Übrigens konnte im ersten Halbjahr noch ein Rückgang von Biermischgetränken, um sage und schreibe 7,4 Prozent, verzeichnet werden. (Absatz von Biermixgetränken sinkt - 13.09.2009)

Autor: FvE

Add comment Oktober 30th, 2009

Europa und sein Bier: 57 Milliarden Euro durch Biersteuer

57 Milliarden Euro haben die internationalen Regierungen in Europa im letzten Jahr durch den Bierkonsum eingenommen. Dies zeigte nun eine neue Untersuchung der Unternehmensberatung “Ernst & Young”. Auf Deutschland fällt knapp eine Milliarden Euro Steuereinahmen ab. Dies ist, bei einer Jahresproduktion von 103 Millionen Hektoliter, eine runde Summe. Deutschland ist somit auch Europas größter Bierproduzent und hält mit 1.330 auch die mit Abstand größte Anzahl an Brauereien im eigenen Land.

Europaweit sind rund 2,5 Millionen Jobs abhängig von der Bierbranche. In Europa werden rund 427 Millionen Hektoliter Bier im Jahr gebraut. Dies ist, weltweit gesehen, der absolute Spitzenwert. Im Vergleich dazu produziert China 393 Mio. Hektoliter und die USA 234 Mio. Hektoliter bedeutend weniger Bier.

Entgegen den Trend, dass deutsche Brauereien langsam aussterben, legte die Anzahl der Brauereien in ganz Europa von 3.000 auf 3.733 zu. Die größten Exporteure sind die Niederlande, Belgien und Irland. Diese Länder verkaufen mehr als die Hälfte ihres Bieres im Ausland. Deutschland liegt mit 15 Mio. Hektoliter Exportbier eher auf den hinteren Plätzen.

Die größten global europäischen Biermarken sind das britische Guinness, das niederländische Heineken und das belgische Stella Artois. Tschechien belegt beim Pro-Kopf-Konsum mit 158 Litern den ersten Platz, darauf folgt Österreich mit 109 und Deutschland mit 108 Litern.

Nun kann auf Grund dieser Zahlen eigentlich gesagt werden, dass es dem Biermarkt in Europa ganz gut geht, doch das ist nur teilweise die Wahrheit.


In Großbritannien macht sich die Wirtschaftskrise vor allem auf dem Biermarkt bemerkbar. Der Absatz ist im letzten Jahr deutlich eingebrochen. Zahlreiche Kneipen auf der Insel sind bedroht und viele mussten bereits ihre Türen für immer schließen. Auch kleinere Brauereien werden entweder von den großen Bierkonzernen aufgekauft oder gehen Konkurs.
Auch die weiteren Bedingungen in der Bierbranche haben sich durch höhere Rohstoff- und Produktionskosten verschlechtert. Die im Vergleich dazu hohen Steuereinnahmen lassen sich unter anderem auch auf höhere Abgaben der Konsumenten zurückführen. So wurde zum Beispiel der Steuersatz für Bier in den Niederlanden und knapp 30 Prozent erhöht. Dies sind alles andere als gute Aussichten.

Add comment Oktober 15th, 2009

Bier Blitzlicht: Aktuelle Neuigkeiten rund um das Bier

Beliebter Nürnberger Biergarten musste schließen

Bereits seit 25 Jahren gibt es neben dem Stadtpark in Nürnberg einen der beliebtesten Biergärten der Franken Metropole. Nun muss das “Anderland” seine Bierbänke und Zapfanlagen abbauen, da die Stadt dort ein neues Wohnprojekt bauen möchte. Neben vielen Stammgästen trauert auch das ganze Team um das Ende des legendären Biergartens. Aber so einfach wollen sich die Mitarbeiter nicht geschlagen geben, den sie suchen bereits nach einem Ersatz-Biergarten, so dass im Sommer 2010 ein neues “Anderland” eröffnen kann. Angebote können unter info@das-anderland.de eingesendet werden. Wir bleiben dran.

Wechsel in der Paulaner Brauerei

Kurz nach dem Roland Tobias als neuer Chef der Münchner Paulaner Brauerei berufen wurde, gibt es nun auch einen Wechsel in der Geschäftsführung.
So verlässt Michael Bartholl, Chef für Marketing und Vertrieb der Brauerei, das Unternehmen. Angeblich gab es eine unterschiedliche Auffassung der weiteren Ausrichtung des Unternehmens in der Bierbranche. Ein Nachfolger steht bereits auch schon fest. Heiner Müller, bisher Geschäftsführer der Fürstlich Fürstenbergischen Brauerei, übernimmt die Position bei Paulaner. Die Fürstenbergische Brauerei gehört genau wie die Paulaner Gruppe zur Brau Holding International. Müller war zuvor Vertriebsdirektor bei der Spaten-Löwenbräu-Gruppe (InBev) und kennt daher die Ausrichtung des Münchner Biermarktes. So können wir gespannt sein, ob sich bei Paulaner demnächst bei der Vermarktung etwas ersichtliches ändern wird oder nicht.

Kiste Bier als Bußgeld

weiter:

Der Torwart der zweiten Fußballmannschaft des Glashütter SV, entschuldigte sich nach einer 1:4 Pleite gegen den VfL Pinneberg II bei seinen Mannschaftskameraden mit einer Kiste Bier für seine Patzer. Einige Tore gingen auf die Kappe des Torwarts. Wenn dies jeder Torwart im Vereinssport machen würde, würde der deutsche Biermarkt schon längst wieder im Plus liegen.

Russland: Neuer Gesetzesentwurf für Gleichbehandlung des Bieres mit Alkohol

Bisher zählt Bier in Russland nicht unter die alkoholischen Getränke. Dies möchte die linkszentrierte Partei “Gerechtes Russland” mit einem neuen Gesetzesentwurf ändern. Die Folge wäre, dass Bier höher besteuert werden würde, die Bierproduzenten eine Lizenz brauchen, Bierwerbung im Fernsehen und Radio untersagt wird und Bier nicht mehr in Straßenkiosken verkauft werden dürfte. Grund für die Änderung soll der extrem gestiegene Bierkonsum in Russland sein. Noch im Jahr 1995 wurden 15 Liter pro Kopf verbraucht, mittlerweile sind es 80 Liter. Das Durchschnittsalter für den Bierkonsum liegt bei zehn bis zwölf Jahren.



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Add comment Oktober 6th, 2009

International Master Bartender 2009 in Berlin gekürt

Am 01.Oktober 2009 sind in Berlin die Würfel gefallen: Rasmus Kobbegsmad aus Dänemark ist Sieger des Qualitätswettbewerbs “International Master Bartender 2009″. Im Finale konnte er sich gegen 16 internationale Mitstreiter durchsetzten. Den Publikumspreis und dritten Platz im Wettbewerb gewann Maria Abrams aus Berlin. Platz zwei ging an Ivan ŠimonoviÄ aus der Slowakei.

Einzug und Präsentation am Brandenburger Tor, Gesprächsrunde auf der Pilsner-Urquell-Dachterasse am Pariser Platz, öffentlicher Zapfwettbewerb am Marlene-Dietrich-Platz – die Bartender waren am Donnerstag pausenlos im Einsatz, um ihr Bestes zu geben. Die Belohnung des Tages wartete im Deutschen Historischen Museum auf die gespannten Wettbewerber, internationalen Geschäftspartner und Ehrengäste von Pilsner Urquell. Vor einer überwältigenden, architektonischen Kulisse überreichten Moderatorin Verena Wriedt und Frank Höhler, Geschäftsführer der Pilsner Urquell Deutschland GmbH, im Namen der Jury die Preise an die Gewinner.


Nationales Finale in Tschechien


Der Wettbewerb wurde von der Biermarke Pilsner Urquell vor vier Jahren ins Leben gerufen und hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Zapfqualität zu steigern und dem Endkonsumenten dadurch einen verbesserten Service anzubieten. Erstmals wurde das Finale in Deutschland ausgetragen.



Erdbeben Indonesien

Am international ausgerichteten Wettbewerb waren Kandidaten aus folgenden Ländern angetreten. Insgesamt nahmen 2.500 Teilnehmer an dem Wettbewerb teil.

Redi Panariti (Albanien), Dieter Maass (Österreich), Aliaksandr Hlinski (Belarus), Teemu Lahti (Finnland), Maria Abrams (Deutschland), Eftratos Chatzistayrakis (Griechenland), Mr.Idris De Ceuster (Belgien), Vit Voznica (Tschechische Republik), Rasmus Kobbegsmad (Dänemark), Jonny Haynes (Irland), Ron Izraeli (Israel), Mauro Cimino (Italien), Jason Sanguliya (Russland), Ivan ŠimonoviÄ (Slovakische Republik), David Garrancho (Spanien), Majsan Johansson (Schweden), Chris Milner (UK).

Alles in allem eine nette Werbe-Veranstaltung, die dann im Endeffekt auch keine wirkliche Steigerung des Bierkonsum der Konsumenten nach sich zieht. Übrigens, teilnehmern kann jeder, der aus der Pilsner Urquell Fassbier-Gastronomie stammt und zwischen 20 und 40 Jahre alt ist.

Add comment Oktober 4th, 2009

Halbzeit Oktoberfest 2009: 200.000 Maß Bier mehr!

Jedes Jahr wieder schießt der Bierkonsum zum Oktoberfest in berauschende Höhen, dies ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch dieses Jahr konnte in der ersten Woche, trotz Wirtschaftskrise, ein neuer Rekord aufgestellt werden.

Insgesamt strömten bei schönem Spätsommerwetter 3,3 Millionen Gäste, welche knapp 3,3 Millionen Maß Bier tranken, auf die Theresienwiese. Dies sind 100.000 Besucher mehr als im Vorjahr und 200.000 Liter mehr Bier im Vergleich zum Oktoberfest 2008.

Auch bei den Alkoholfreien Getränken verzeichneten die Wirte ein Umsatzplus von 15 Prozent. Dies liegt sicherlich auch am Ansturm von Tagesgästen aus München und Umgebung, welche vor allem das schöne Wetter im Biergarten nutzten.

Selbstverständlich zieht der hohe Alkoholkonsum auch seine negativen Folgen nach sich, so wurden bisher 4.700 Patienten vom Roten Kreuz behandelt. Dies sind 1.500 mehr als im Jahr 2008. Allerdings sind die meisten Patienten schnell versorgt, da es sich nur um Kleinigkeiten handelt.

Bei den bisherigen 400 Bierleichen sieht die Sache da schon anders aus, diese wurden von ärztlicher Seite über einen gewissen Zeitraum überwacht und behandelt, bis sie das unfreiwillig aufgesuchte “Rot-Kreuz-Zelt” wieder verlassen konnten.

Ansonsten gibt es bisher keine besonderen Vorkommnisse oder andere Geschehnisse. Die Zelte sind wie immer bereits vormittags überfüllt, die Gäste meist alle stark angetrunken und die Italiener wie immer nett und freundlich. Auf in die zweite Woche!

Lieblingsbier.de wird für euch ebenfalls vor Ort sein und dann einen netten Abschluss Bericht verfassen. Oans, zwoa, gsuffa!

8 Kommentare September 27th, 2009

Bierkonsum: Absatz von Biermixgetränken sinkt

Das der Bierkonsum in den letzten Jahren immer weiter zurück geht, wissen wir bereits seit einiger Zeit. Bisher konnten die Brauereien mit neuartigen Biermixgetränken diesen Schwund teilweise noch auffangen, doch nun ist auch der Absatz dieser Getränke zurückgegangen. Der Boom der Energy-Apfel-Kiwi-Weizen-Biere aus der Flasche hat wohl nun (endlich) ein Ende.

Die nackten Zahlen sind eindeutig. Von Januar bis Juli sank der Bierkonsum um ein Minus von 4,6 Prozent auf 59,3 Millionen Hektoliter. Der Absatz der Biermischgetränke ging auf 2,6 Millionen Hektoliter zurück. Dies ist ein Minus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Allerdings wird dem Biermixsegment weiter Wachstum beschworen. Laut Branchenangaben, sollen bis zu zehn Prozent am Marktanteil möglich sein. Bisher ist der Anteil der Mixgetränke bei nur vier Prozent.

Wir von Lieblingsbier.de würden uns wünschen, wenn der Trend weiter zurückgeht, dafür wieder mehr “normales” Bier konsumiert wird. Viel Glück!

1 Kommentar September 13th, 2009

Bierkonsum der Deutschen bricht ein

Bereits vor einigen Tagen haben wir über die neuen Minuswerte der deutschen Großbrauereien berichtet. Nun zeigte sich auch im Gesamtabsatz, dass dieser im ersten Halbjahr des Jahres 2009 um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr 2008 eingebrochen ist. Dieses Minus ist so stark, wie nie zuvor! Die aktuellen Zahlen wurden vom Deutschen-Brauer-Bund vorgelegt.

Es herrscht mittlerweile Alarmbereitschaft bei den deutschen Brauereien, so wird auf der einen Seite immer weniger Bier getrunken und auf der anderen Seite werden die Rohstoffpreise und Energiekosten immer höher. Ein Teufelskreis, der entweder zu Lasten der Angestellten mit Entlassungen oder zu Lasten der Konsumenten mit einem höheren Bierpreis abgefedert werden kann. Ebenso kommen der bisher verhaltene Sommer und das Rauchverbot hinzu. “Das macht uns wahnsinnig.”, so der Vizepräsident des Brauerbundes, Michael Weiß.



DER SPIEGEL

Allem Anschein nach, steuert der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland langsam auf die magischen 100 Liter-Marke zu. Vielleicht wird dieser neue Minusrekord schon in diesem Jahr unterboten werden. Im Jahr 2008 wurden noch 111,1 Liter pro Kopf in Deutschland konsumiert.

Weiterhin kritisierte der Vizepräsident des Brauerbundes den Preiskampf der Brauer. Dabei fand er aber, unverständlicher Weise, Lob für die Billigbier-Brauerei Oettinger. Seinen Aussagen zufolge betreibt diese Brauerei sogar einen gesunden Preiskampf. “Schlimmer für das Image des Bieres ist der Preiskampf der TV-Biere.” Seiner Meinung nach, kann es nicht sein, dass die großen Brauereien ihre Kästen mittlerweile im Angebot für unter zehn Euro verkaufen. Seltsame Aussagen des Vizepräsidenten des deutschen Brauerbundes, die auch rein gar nichts aussagen.

Autor: FvE

2 Kommentare Juli 29th, 2009

Der Bierbauch ist keine direkte Folge des Bierkonsums - aber was dann?

Hoher Bierkonsum macht dick, muss jedoch nicht unbedingt einen berüchtigten “Bierbauch” hervorrufen. Das berichten deutsche und schwedische Forscher im European Journal of Clinical Nutrition. Sie untersuchten 20.000 Deutsche - drei Fünftel davon Frauen, zwei Fünftel Männer - über einen Zeitraum von acht Jahren in Hinblick auf ihren Bierkonsum, Körpergewicht und Gewichtsverteilung. Wer viel Bier trank, nahm in diesem Zeitraum zwar eher zu, einen Zusammenhang mit einer überdurchschnittlichen Zunahme rund um den Unterleib beobachteten die Forscher jedoch nicht. Sie folgern daher, dass andere Faktoren mit bestimmen, ob jemand einen Bierbauch bekommt.

“Unstrittig wurde dabei sichtbar, dass Bier dick macht. Das betrifft sowohl den Bodymass-Index, der ein Maß für die allgemeine Fettsucht ist, als auch für den Bauchumfang”, berichtet Heiner Boeing vom Deutsches Institut für Ernährungsforschung. Die Männer waren erwartungsgemäß größere Biertrinker als Frauen, denn sie konsumierten durchschnittlich 0,4 Liter des Braugetränks pro Tag, verglichen mit nur 50 Milliliter bei Frauen. Die stärksten männlichen Trinker legten im Zeitraum der Beobachtung auch am deutlichsten an Gewicht zu. Hohe Gewichtszunahmen gab es allerdings auch in der Gruppe der Bierverweigerer. Bei Frauen zeigte sich hingegen, dass Menge des Bierkonsums und Gewichtszunahme direkt zusammenhängen.



Trotz der zusätzlichen Pfunde zeigte sich im Verhältnis von Taille- und Hüftumfang kein direkter Zusammenhang zwischen Bierkonsum und der Ausbildung des Bierbauchs, denn in allen untersuchten Gruppen kam es zu überdurchschnittlichen Ausprägung des Unterleibes. Nicht der Bierkonsum, sondern andere Faktoren wie etwa Gene oder das Eßverhalten würden somit bestimmen, in welcher Form eine Gewichtszunahme verläuft. “Grundsätzlich weiß man jedoch noch sehr wenig darüber, warum Menschen auf unterschiedliche Weise zunehmen - etwa auf den Beinen, an der Hüfte, am Rücken oder am Bauch. Die Menge des konsumierten Biers bestimmt dies jedoch nicht”, erklärt Boeing.

Als verantwortlich für die Gewichtszunahme durch Bier sieht Boeing nicht die Kalorien im Alkohol, sondern diejenigen aus den restlichen flüssigen Anteilen des Biers. “Es zeigte sich, dass diese zusätzliche Energieaufnahme nicht durch Zurückhaltung beim Essen kompensiert wird.” Wer sein Gewicht halten oder ein beginnende Zunahme abbremsen wolle, sei somit gut beraten, auf sein Bier zu verzichten. “Wer viel Bier trinkt, muss entsprechend weniger Energie aus anderer Nahrung aufnehmen oder körperlich aktiver sein, um die Energiebilanz auszugleichen”, so der Ernährungsforscher.

Quelle: Pressetext.de

2 Kommentare Juli 7th, 2009

Bier News: Licher Brauerei mit neuem Sudhaus

Der Niedergang der deutschen Wirtschaft und der Rücklauf des Bierkonsums ist mittlerweile allen klar und deswegen bleiben positive Meldungen leider ziemlich aus, doch wir haben für euch eine. Die Brauerei Licher aus Hessen investiert mitten in der Wirtschaftskrise in ein neues Sudhaus welches vier Millionen Euro kostet. Der Geschäftsführer Ulrich Peters sprach von einem Zeichen der Zuversicht in diesen schwersten Zeiten. Auch Ministerpräsident Roland Koch konnte ein wichtiges Signal für den Standort Hessen erkennen.

Peters, der für die Technik verantwortliche Chef, kritisierte die Debatten um höhere Steuern und Abgaben, die den Preis für einen Kasten Bier erheblich steigern würden, sowie die Pläne zur Einschränkung von Werbung und Sponsoring. Koch warnte in der Diskussion um Alkoholmissbrauch ebenfalls vor einer “Hysterie”. Kinder müssten mit allen Mitteln geschützt werden, doch der große Teil der Gesellschaft sei in der Lage, vernünftig mit dem Volksgetränk umzugehen.

Auch die Brauerei Licher kann sich mit dieser Entwicklung identifizieren, so wächst zum Beispiel der Absatz des alkoholfreien Pils zweistellig. Auch verschiedene Bier-Mischgetränke im Sortiment können einen starken Wachstum verzeichnen.

“Wir setzen weiter auf erstklassige Qualität”, kündigte der kaufmännische Geschäftsführer Rainer Noll an. Außerdem sicherten Kundennähe und Werbeaktionen den Erfolg. Das Brauhaus Licher wird somit sicherlich auch in den nächsten Jahren von sich Rede machen.

Autor: FvE

Add comment April 27th, 2009

Bierkonsum: Dramatische Entwicklung

Was ist nur los? Auch der Start in das Jahr 2009 wird nicht gerade von einer positiven Entwicklung im Bierkonsum der Deutschen begleitet. Ganz im Gegenteil! Im Vergleich zum Januar 2008 sank der Bierverkauf um unfassbare 18,3 Prozent. So ging zum Beispiel im Bierland Bayern der Absatz zweistellig zurück und nur in einem Bundesland wurde mehr getrunken als im Vorjahr.

Insgesamt verkauften die 1300 heimischen Brauereien gerade mal 6,5 Mio. Hektoliter Bier. „Die Verunsicherung durch die Wirtschaftskrise ist nun auch in der Brauwirtschaft angekommen“, kommentiert Marc-Oliver Huhnholz vom Deutschen Brauer-Bund (DBB) im Gespräch mit WELT ONLINE.


Dabei gibt es regionale Unterschiede in Deutschland. In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland gab es ein Rekord-Minus von jeweils fast 30 Prozent. Bayern verlor unterdurchschnittlich 14,5 Prozent. Das einzige Bundesland welches ein Plus von rund elf Prozent verzeichnen konnte war Sachsen-Anhalt.

Allein im vierten Quartal 2008 sei der Bierabsatz um sechs Prozent gesunken. Im Gesamtjahr lag das Minus bei knapp zwei Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank damit auf rund 110 Liter. Das Jahr 2009 soll nach internen Branchenangaben ein absolutes Katastrophenjahr für die Bierbranche sein. Na dann, Prost!

Autor: FvE

Add comment März 13th, 2009

Bierkonsum: Pro Tag nur noch ein Kölsch oder Alt

Ohje! Kölsch und Alt waren sicherlich zur Karnevalszeit sehr angesagt, doch wurde in diesen Tagen sicherlich mehr als nur ein Glas pro Tag getrunken. Nun veröffentlichte des Statistische Bundesamt die Zahl, dass jeder Deutsche im letzten Jahr durchschnittlich nur noch 0,34 Liter Bier pro Tag konsumiert. Im Jahr 1992 waren es noch knapp ein halber Liter!!

Insgesamt konsumierte jeder dieser potenziellen Biertrinker, ab 15 Jahren, dem Bundesamt zufolge im vergangenen Jahr 123,9 Liter. Die Statistik berücksichtigt allerdings Biermischungen, nicht aber alkoholfreies Bier und Malztrunk. In Deutschland wurden 2008 insgesamt 87,9 Millionen Hektoliter Bier getrunken. So wenig wurde seit der Wiedervereinigung nicht mehr getrunken. Der höchste Stand seither war 1992 mit 115,5 Millionen Hektolitern erreicht worden.

Autor: FvE

Add comment Februar 25th, 2009

Österreich überholt Deutschland beim Biertrinken

Nun ist es das eingetroffen, was Lieblingsbier.de bereits vor langer Zeit prophezeit hat. Bereits am 23.02.2008 berichteten wir über den steigenden Bierkonsum in Österreich. Nun haben unsere Nachbarn im Süden im Jahr 2008 8,6 Millionen Hektoliter Gerstensaft, und damit 109,3 Liter pro Kopf, konsumiert. Somit tranken die Österreicher 1,3 Liter mehr als die Deutschen, welche 108 Liter pro Person konsumierten. Auweia!

Aber! Das Ganze hat natürlich auch seinen Grund, den im Jahr 2008 fand in Österreich und der Schweiz die Fußball-Europameisterschaft statt und dort stieg natürlich der Durst der Fußballfans enorm an! Insgesamt liegt Österreich, welches zum Vorjahr ein Plus von 2 Prozent erzielen konnte, auf Platz zwei hinter Tschechien. Nach Angaben des österreichischen Brauerbundes soll das Land sogar schon bei der Brauereidichte auf Platz Eins liegen. Ob das allerdings so stimmt ist zu bezweifeln.

Nun wird aber auch im Krisenjahr 2009 die österreichische Brauereibranche nicht den Gewinn einfahren, welcher sich vielleicht erhofft wird. Schauen wir also, welches Land mehr gegen die Krise trinken wird. Da es in Deutschland mehr Banken gibt als in Österreich, denke ich, dass nach dem Jahr 2009 die Deutschen wieder vor Österreich liegen werden.

Hier geht es zur kompletten Pressemeldung: klick

Und wer trotz der Konkurrenz gerne mal ein Bier aus Österreich trinken möchte, ist auf www.oesterreichbier.at genau richtig.

Autor: FvE



BeerStickr

2 Kommentare Februar 24th, 2009

Bierkonsum Voraussage für 2009

Das Jahr 2009 steht allgemein unter dem Kreuz der Finanzkrise. Dieser Schatten wir nach Experteneinschätzungen auch die erfolgsverwöhnte Bierbranche treffen.

Im Jahr 2009 wird der Bierkonsum weltweit stagnieren, dies sagte Jean-Claude Girard, Geschäftsführer des Malzbrokers Interbrau, bei einem Treffen von Fachleuten im französischen Lille. Noch im Jahr 2007 stieg der Bierkonsum um 5,3 Prozent, doch bereits letztes Jahr gab es ein Nullwachstum. In den letzten drei Jahren stieg ebenfalls vor allem in Schwellenländern der Konsum des Gerstensaftes an. Doch mittlerweile müssen dort die Brauereien ihre Kapazitäten zurückschrauben.

“Angesichts der Krise gehen einige Leute davon aus, dass es wohl auf null Prozent Zuwachs hinausläuft”, erklärte Girard. So wurde das erhoffte Wachstum von zwei bis 2,5 Prozent der Brauereibranche gleich am Anfang des Jahres korrigiert. Neben Preiserhöhungen kann auch eine weitere Alternative der Umschwung auf Bier mit einem niedrigeren Malzgehalt sein, dies würde dann preisgünstiger produziert werden können und somit auch eine mindere Qualität aufweisen. In China zum Beispiel fiel der Malzanteil je Hektoliter Bier bereits auf 7,75 Kilogramm verglichen mit durchschnittlich 13 Kilogramm in Europa.

So wird das Jahr 2009 sicherlich kein gutes Jahr für die Brauer weltweit werden. In Deutschland wird es ebenfalls zu einem weiteren Rückgang des Bierkonsums kommen und die ersten Preiserhöhungen haben bereits stattgefunden. Hoffen wir einfach, dass irgendwann wieder Licht am Ende des Tunnels ist und es den deutschen Brauereien, vor allem den Privatbrauereien, wieder besser gehen wird. Das würde sicherlich nicht nur den Bierfreund erfreuen.

Add comment Februar 9th, 2009

Bierkonsum 2008: Und die Deutschen trinken wieder weniger Bier..

Jaja, der gute alte Bierkonsum der Deutschen macht uns jeden Monat neuen Kummer. Nun wurden die ersten Zahlen vom deutschen Brauer-Bund (DBB) für das Jahr 2008 veröffentlicht, welche wiedermal keinen Freudentaumel auslösen konnten. Auf ein Minus von knapp zwei Prozent wird der Bierkonsum für das Jahr 2008 vom DBB geschätzt. So fällt der Pro-Kopf-Verbrauch um 2,2 Liter auf 109,5 Liter pro Person.

“Die Lust der Deutschen auf Bier lässt weiter nach”, sagte DBB-Geschäftsführer Peter Hahn in einem Interview. Die Gründe, laut Hahn, sollen der demografische Wandel, veränderte Trinkgewohnheiten sowie das Rauchverbot sein. Allein durch das Rauchverbot soll der Fassbierabsatz um durschnittlich 20 bis 25 Prozent gesunken sein. Klingt fast so, dass nur Raucher Bier trinken und Nichtraucher keins. Die Perspektive sieht weiter negativ aus. “Für 2009 bin ich für den Gesamtmarkt ebenfalls pessimistisch”, sagte Hahn. “Die Zeiten, als jeder Deutsche wie Mitte der 70er Jahre mehr als 150 Liter Bier im Jahr getrunken hat, sind endgültig vorbei.” So werden wir uns wohl in den nächsten Jahren auf einen enormen Rückgang vorbereiten müssen. Mit Sicherheit wird dabei auch die 100 Liter Marke schnell geknackt sein.

Durch den Absatzrückgang wird es auch immer mehr Zusammenschlüsse und Insolvenzen von kleineren Brauereien geben. So stehen derzeit bereits einige Braustätten vor der Übernahme oder haben Insolvenz beantragt. Für die weiteren Jahre wird allerdings, zum Glück, kein Preisanstieg erwartet.

Hoffen wir das Beste liebe Leser…

24 Kommentare Januar 10th, 2009

Interview: Gründer der Biersekte e.V.

In unserer Bier-Interview Kategorie dürfen wir euch diesmal die Gründer des Vereins Biersekte e.V. vorstellen. Lest selbst über die Entstehung des Vereins, die Hintergründe und Leitsätze sowie die ganz persönliche Einstellung der beiden Gründer zum Thema Bier, Bierkonsum und Brautradition in Deutschland. Viel Spaß!

1. Hallo René, Hallo Michael, stellt euch doch erst Mal unseren Lesern vor

René: Hallo Felix, ich heiße René, bin 27 Jahre alt, Mitglied Nr. 2 in der Biersekte und Schatzmeister in unserem Verein Biersekte e.V. Zurzeit studiere ich Betriebswirtschaft an der Friedrich-Schiller Universität in Jena und kümmere mich nebenher als einer der Webmaster von www.Biersekte.de um zahlreiche administrative Aufgaben.
Michael: Hallo auch! Ich bin Michael, 26 Jahre alt, Biersektenmitglied Nr. 5 und ebenfalls ein Webmaster von Biersekte.de. Seit unserer Vereinsgründung bin ich auch Vorstandsvorsitzender der Biersekte. Im normalen Leben bin ich hingegen Doktorand der Bioinformatik in Rostock. René und ich kennen uns schon seit der Schulzeit und vom gemeinsamen Studium in Jena.

2. Ihr habt bereits vor langer Zeit den Verein „Biersekte“ gegründet. Wie kam es dazu?

René: Wie bei anderen tollen Ideen im Internet kam uns die Idee zur Biersekte 1997 bei einer Kneipentour. Die ersten Jahre wurde die Biersekte nur im kleinen Freundschaftskreis etabliert und ab dem Jahre 2001 haben wir die Biersekte auch durch unsere Internetseite für andere Interessierte „geöffnet“.
Natürlich wurden wir in den ersten Jahren oft belächelt und die Mitgliederanzahl wuchs nur langsam. Aufgrund unserer Arbeit an der Internetseite und später auch zahlreichen Berichten im TV, Radio und Zeitungen können wir jedoch heute rund 7500 Mitglieder in der Ersten Deutschen Biersekte zählen. Zudem haben wir uns 2004 entschlossen, einen eingetragenen Verein, den Biersekte e.V., als „Dachverband“ zu gründen. Dort haben Mitglieder die Möglichkeit die Zukunft der Biersekte auf den Mitgliederversammlungen mitzuentscheiden und sich auch ehrenamtlich einzubringen.

Michael: Genau, die Gründung des Vereins war einfach ein konsequenter Schritt. Wir steuerten damals gerade auf unser 2000. Community-Mitglied zu und da wurde es einfach nötig, dass sich die Leute, die sich besonders für die Biersekte engagieren, regelmäßiger als Verein treffen können. Außerdem steht man als Verein auch rechtlich auf sicheren Füßen.
Nach wie vor ist jedoch unsere Webseite Dreh- und Angelpunkt und die hat damals unser Guru höchstpersönlich ins Leben gerufen. Ja genau, wie es sich für eine Sekte gehört, haben wir einen Guru als Nr. 1 und er war, als die Biersektenidee geboren wurde, übrigens auch derjenige mit dem größten Bierdurst.

3. Welche Ziele verfolgt ihr mit der Biersekte? Und warum nennt ihr euch „Sekte“?

René: Natürlich sind wir keine richtige „Sekte“ und gebrauchen das Wort eher aus Spaß. Das Wort „Sekte“ spiegelt aber auch ziemlich gut den Mythos rund ums Bier, welches es ja schon seit über 5000 Jahren gibt, wider. Und verständlicherweise macht es gerade den Reiz unserer „Gemeinschaft“ aus, denn wer kann schon von sich behaupten, Mitglied einer Sekte zu sein?

Michael: Genau. Ansonsten verfolgen wir mit unserem Biersekte e.V. zahlreiche Ziele: Vor allem möchten wir die lokale Bier- und Brautradition erhalten und fördern. Eine derartige Biervielfalt und Brauqualität wie in unserem Land gibt es eben nicht noch einmal auf der Welt und deshalb setzen wir uns auch dafür ein. Vieles realisieren wir über Beiträge auf unserer Internetseite. Wir möchten einfach rüberbringen, dass Bier einfach ein prima Getränk ist: man kann es in vielen Varianten kaufen, es ist gesund, und gehört für viele bei einer gesellige Runde einfach dazu. Dabei verherrlichen wir das Bier auch nicht übermäßig (Stichworte „Alkohol am Steuer“ und „Koma-Saufen“). Ansonsten bieten wir auch aktive Angebote wie Brauereibesichtigungen und Vereinsveranstaltungen an. Wir fördern die Geselligkeit, z.B. auf unseren Biersektentreffen und auf regionaler Ebene. Weiterhin setzen wir uns, wenn auch derzeit begrenzt auf die Region Weimar, für sportliche Aktivitäten unserer Mitglieder ein, etwa bei Stadtläufen.

4. Wer kann alles Mitglied werden und was hat er dann zu tun?




Valentins - Blumen und Geschenke


René: Im Prinzip kann jeder ab dem 16. Lebensjahr bei uns Mitglied werden, im Biersekte e.V. ab 18. Verpflichtungen oder gar Mitgliedsbeiträge gibt es in der Biersekte nicht. Natürlich sollte jedes Biersektenmitglied eine Vorliebe für das Bier mitbringen. Zudem freuen wir uns, wenn uns Mitglieder bei der Vereinsarbeit, z.B. an der Webseite oder im Diskussionsforum mit Beiträgen unterstützen. Dies ist aber kein Muss.
Michael: Wir werden ja oft gefragt, ob man denn bei uns als Mitglied eine bestimmte Menge trinken muss. Das ist natürlich Unsinn und darum geht es uns nicht. Es ist einfach so, wer gerne ab und zu ein Bierchen am Abend trinkt, der ist bei uns genau richtig. Verpflichtungen gibt es also keine, die Leute sollen einfach Freude am Bier haben.

5. Was bietet der Verein Biersekte sonst noch seinen Mitgliedern?

René: Wir veranstalten regelmäßig Gewinnspiele auf unserer Internetseite, wo es z.B. im Dezember wieder zahlreiche Preise, u.a. eine Bierzapfanlage, zu gewinnen gibt. Zudem laden wir unsere Mitglieder zu einem jährlichen Treffen ein, auf dem dann zusammen bei Musik, Spass und natürlich dem ein oder anderem Bier gefeiert wird. Für ein kleines Entgelt kann jedes Biersektenmitglied sein eigenes Shirt oder Jacke mit seiner persönlichen Mitgliedsnummer erwerben. Mitglieder helfen anderen Mitgliedern bei Problemen und Anfragen in unserem Forum und auch sonst bieten wir via E-Mail und Telefon Support bei Fragen rund ums Bier an.

6. Eure Homepage ist voll von Dingen die mit dem Thema Bier zu tun haben, alles selbst ausgedacht?

Michael: Naja vieles, nicht alles, die Biersekte ist schließlich immer noch nur ein Hobby von uns. Aber wir freuen uns, dass wir täglich zahlreiche E-Mails mit Ergänzungen, Anregungen und Verbesserungsvorschlägen für unsere Internetseite erhalten. Viele Inhalte haben sich so über die Jahre einfach angesammelt.

7. Was haltet ihr von der derzeitigen Entwicklung des Biermarktes in Deutschland?

René: Es ist leider so, dass der Bierkonsum in den letzten Jahren in Deutschland eher rückläufig ist. Zudem setzen Konzentrationsprozesse in der Bierbranche ein, die es vielen kleineren Traditionsbrauereien schwer machen, sich am hart umkämpften Biermarkt zu halten. Wir sollten in Deutschland sehr stolz auf das Reinheitsgebot und die Brauereivielfalt sein und diese Vielfalt sollte auch in Zukunft bewahrt werden.

Michael: Auch von politischer Seite wird es ja gerade kleineren Brauereien oft schwer gemacht. Man denke da an die Auswirkungen des Raucherschutzes in der Gastronomie oder die Diskussion über die generelle Einführung eines Werbeverbots für sämtliche alkoholhaltige Getränke. Erfreulicherweise haben wir ansonsten in den vergangenen Jahren etliche Innovationen im Biermarkt erlebt. Auch wenn etwa Biermischgetränke und Leichtbiere nicht jedermanns Geschmack sind, können auf diese Weise einige Brauereien ihren Absatz sichern.

8. Der Bierkonsum steigt wieder, ein kurzzeitiger Trend oder ein dauerhafter Anstieg?

Michael: Ich befürchte dies wird nur ein kurzzeitiger Trend sein. Ein dauerhafter Anstieg wird wohl nicht eintreten, allein schon wegen der heutigen Preise in der Gastronomie. Ich finde es aber ausgesprochen gut, dass es immer mehr wirklich gute Internetseiten zum Thema Bier gibt, welche die Bierkultur würdigen und einem einfach Geschmack auf ein gut gebrautes Bier machen.

9. Was haltet ihr von Bier mit Kaffee, Wodka oder irgendwelchen anderen chemischen Zusätzen?

René: Ich persönlich halte nicht viel von solchen Bier-Mix-Getränken. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und jeder soll trinken, was er mag und was ihm schmeckt. Aber ein „echtes Bier“ sollte keine weiteren Zusatzstoffe enthalten als im Reinheitsgebot angegeben: Hopfen, Malz und Wasser.

10. Wie seht ihr euch in zehn Jahren?

René: Wir werden versuchen die Biersekte weiter auszubauen, bekannter zu machen und unseren Mitgliedern und Besuchern auch weiterhin Informationen und Unterhaltung rund ums Bier zu liefern. Natürlich wird das einige Zeit benötigen und neben Studium und Beruf nicht besonders einfach werden, aber wir sind zuversichtlich, dass die Biersekte auch noch in vielen Jahren bestehen wird.

11. Was ist euer Lieblingsbier und warum?

René: Sehr gerne mag ich Biere nach Pilsener Brauart. Auf eine konkrete Marke möchte ich mich aber hier nicht festlegen ;-)
Michael: Geht mir ähnlich. Zu Hause habe ich eigentlich immer 4-5 verschiedene Biermarken im Kühlschrank. Und ich probiere immer mal wieder neue aus. Aber Lübzer finde ich ganz lecker…

12. Was würdet ihr heute machen, wenn ihr die Biersekte nicht gegründet hättet?

René: Wenn auch nur ein Hobby, so hat die Biersekte einen großen Stellenwert in meinem Leben eingenommen. Wir haben sehr viele nette Menschen kennen gelernt, die zu echten Freunden wurden. Nebenher sind wir auch viel im Rahmen der Biersekte rumgereist, haben Brauereien besichtigt und dabei auch viel über das Bier gelernt. Was ohne die Biersekte wäre, kann ich leider nicht sagen.

13. Abschließend noch etwas zu sagen?

Michael: Vielleicht eines: Wer Interesse hat, an unserer Webseite mitzuwirken, d.h. neue Inhalte einzupflegen, bestehende Inhalte zu erweitern, sich im Forum zu beteiligen usw., kann sich gerne bei uns melden.
René: Ansonsten möchten wir hiermit noch einmal alle Bierfreunde einladen, sich die Biersekte und unsere Internetseite anzuschauen & wünschen allen Lesern schon einmal einen schönen Jahresausklang und sagen: Zum Wohl!

michaelurene

Lieblingsbier.de bedankt sich ganz herzlichst für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg mit der Biersekte. Mehr Informationen gibt es auf: www.biersekte.de

1 Kommentar November 19th, 2008

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