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Grillen mit Bier: Das legendäre „Beer Can Chicken“

Sommerzeit ist Grillzeit und während das Fleisch, die Bratwurst oder das Grillgemüse verzehrt wird, passt dazu hervorragend ein leckeres Bier! Doch nicht nur als Begleiter ist Bier bestens geeignet, auch MIT dem Bier lässt sich das „Grillgut“ hervorragend verfeinern. Neben der klassischen „Biermarinade“ gibt es das mittlerweile ebenso sehr beliebte und legendäre „Beer Can Chicken“, bei dem das Bier eine ebenso wichtige Rolle spielt.

Im Folgenden möchte ich euch eines meiner Lieblingsgrillrezepte mitteilen und euch Tipps und Tricks verraten.

Gleich vorweg: Es gibt Stimmen, die behaupten, dass die Verwendung einer Bierdose nicht ganz ungefährlich seiD, da unerwünschte Stoffe aus der Lackierung in das Fleisch gehen können. Hier ist natürlich angemerkt, dass das Risiko jeder selbst trägt. Ich denke, dass es vielleicht nicht ratsam ist eine „Billigdose“ vom Discounter zu nehmen. Eine unbedruckte Dose eignet sich hierbei am Besten. Diese zu bekommen ist natürlich nicht so einfach, doch die Dosen von Ale-Mania werden aktuell nur mit einem Aufkleber versehen, der sich ohne Probleme ablösen lässt. Der Inhalt der Dose kann dabei frei nach eigenem Geschmack gewählt werden und ebenso natürlich ausgetauscht werden. Wichtig ist es natürlich die Dose zu öffnen, sonst entweicht das Bier nicht und am Ende gibt es wohl ungewolltes „Pulled Chicken“. Ich bevorzuge für die Dose einen dunklen Bock (z.B. Andechser oder Aventinus von Schneider Weisse) aber auch ein Rauchbier wie das Schlenkerla Märzen oder ein gut gehopftes Pils passen ebenso hervorragend. Also bitte kein 0815-Standard-BlaBla-Bier nehmen, auch wenn es die Hauptaufgabe des Bieres ist, das Huhn saftig und „weich“ zu machen, geht natürlich auch Aroma und somit Geschmack ins Fleisch über. Ich hab jedenfalls kein Bock mein Huhn mit einem „Plörre-Bier“ zu versetzen.

Nun aber zum Rezept. Das wichtigste ist wohl der Besitz eines großen Kugelgrills unter dem das Huhn auf seiner Bierdose Platz nehmen kann. Für eine stabile Sitzposition eignet sich ein Geflügelhalter für den Grill ganz hervorragend, damit das Hühnchen an Ort und Stelle bleibt. Wer keinen Kugelgrill besitzt kann alternativ auch auf den Backofen ausweichen. Auch hier sollte die Größe bedacht werden. So ein Vogel kann auf einmal richtig „groß“ werden, wenn er Platz genommen hat.

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Also Grill anheizen und zwar am besten so, dass man mit indirekter Hitze arbeiten kann. Das Huhn sollte insgesamt rund 1,5 Stunden bei geschlossenem Deckel ausharren, damit es richtig saftig und lecker wird.
Das Rezept ist eigentlich einfach und leicht zum Nachmachen geeignet. Ich habe ein köstliches Rezept zum Beer Can Cicken im Casando Magazin gefunden. Was Ihr benötigt:
– Hähnchen, ca. 1,2 – 1,4 kg
– Olivenöl
– Rosmarin, Paprikapulver, Senfkörner, Chilli, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmer, Koriander, Zimt, Lemongras und weitere Gewürze nach Wahl für die Marinade. Kreativ sein!
– Bier nach Wahl! Ich bevorzuge einen dunklen Bock oder auch ein Rauchbier. Ein gut gehopftes Pils ist ebenso wunderbar!

Zunächst die Gewürze vermischen. Das Huhn mit Olivenöl bepinseln und die Gewürzmischung kräftig einreiben. Vielleicht bei den Gewürzen überlegen was zum Bier passen könnte. Salz und Pfeffer ist immer gut. Bei einem gut gehopften Pils würde ich dann eine Mischung aus Thymian, Rosmarin, Lemongras und Koriander nehmen. Bei einem kräftig gemalzten Bier wie einem Rauchbier, Bockbier oder Porter passen eher Chilli, Paprika und Knoblauch. Ein IPA harmoniert gut mit Currypulver, Senfkörnern, Kreuzkümmel, Chilli und auch italienischen Kräutern wie Oregano. Auch etwas Knoblauchscheiben und Rosmarinzweige lassen sich gut unter die Haut setzen um mehr Aroma ins Huhn zu bekommen.

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Dann nehmt ihr die Bierdose, macht diese unter heißem Wasser richtig sauber und füllt sie mit dem Bier der Brauerei eures Vertrauens. Alternativ macht ihr sie ganz einfach nur auf. Dann kommt wohl der schwierigste Teil des „Beer Can Chickens“ – Dose in´s Huhn! Ihr stellt die Dose in den Geflügelhalter und schiebt das Huhn über die Haltestangen und die Dose. Grill auf Temperatur bringen, das Huhn so reinsetzen, dass es zum einen unter den Deckel passt und zum anderen nicht direkt befeuert wird. Nun etwas Geduld, je nach Größe rund 1,5 Stunden, und dann könnt ihr ein knuspriges, saftiges und richtig leckeres Hähnchen genießen. Nicht vergessen vorher noch die Bierdose vorsichtig rauszuziehen, in der natürlich noch Flüssigkeit vorhanden ist.

Lasst es euch schmecken und weiterhin einen schönen Sommer!

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Der „Beer Channel“ hat das Ganze Prozedere auch schon mal verfilmt. Anschauen!

Der Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Casando.de entstanden. Vielen Dank für die Unterstützung!

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Brewcifer Crowdfunding – Support the Madness!

Brewcifer aus Hamburg hat seit 2013 für einiges an Furore gesorgt. Nicht nur, dass unglaublich leckere und kreative Biere in Umlauf gebracht wurden, nein, Brewcifer hat auch stets auf Festivals, Craft Beer Events und einfach so für gute Unterhaltung gesorgt. Hinter Brewcifer steht Jochen Mader, kreativer Kopf, Brauer, Vorkoster, Aushilfe und nach eigenen Aussagen Reinigungskraft in einer Person. Brewcifer ist ein „1-Mann-Betrieb“ unterstützt von vielen Freunden und Kollegen. Gebraut wurde bisher beim befreundeten Brauer Simon in der Buddelship Brauerei. Das ist natürlich eine schöne Sache, doch eine eigene „Teufel´s Küche“ soll und muss her um sich voll und ganz dem geilen Bier verschreiben zu können.

Jetzt geht´s los! Mit der Hilfe von uns allen kann das Ziel und der Traum von Jochen verwirklicht werden und deswegen hier der Hinweis an alle sich diese Crowdfunding-Kampagne doch mal anzuschauen und zu unterstützen.

Wir wollen doch alle mehr kreativen Wahnsinn im Bierglas haben oder????

Brewcifer Crowdfunding: Support The Madness! from Brewcifer on Vimeo.

Worum geht es in diesem Projekt?

Die Brewcifer Biere haben in den vergangenen 1.5 Jahren seit dem ersten Sud schon viele Gaumen erreicht und einige (Geschmacks-)Horizonte erweitert.

Die große Unterstützung der Buddelship Brauerei Hamburg, in deren Kessel die Biere derzeit gebraut werden, hat es mir ermöglicht, Brewcifer langsam in Eigenregie und mit viel Handarbeit auf zu bauen und zu etablieren. Nun geht es um den nächsten Schritt: Den Bau von „Teufel’s Küche“ – der eigenen Brewcifer-Brauerei.
Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Brauerei
Die eigenen Kessel dienen vorrangig natürlich dazu, die Produktionsmenge zu erhöhen. Dabei soll diese im ersten Jahr verdoppelt werden, um der hohen und steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Wir sprechen hier jedoch nicht von einem großen Brauroboter, der alles selbst erledigt – die Biere waren immer handgemacht und das sollen sie auch bleiben.

Die Biere werden also weiterhin mit viel Liebe zum Detail von mir persönlich gebraut, nur muss ich eben etwas mehr schwitzen. Aber das ist okay!

Taproom
Außerdem soll die zukünftige Brauerei einen angebundenen, gemütlichen Taproom haben, in dem während der Öffnungszeiten frisches Bier vom Hahn ausgeschenkt wird.
Dort wird auch Raum sein für Verkostungen, Food-Pairings, Ausstellungen, „Wohnzimmerkonzerte“ und mehr.

Imperial Crowd
Es wird einen speziellen limitierten Sud geben, über dessen Zusammensetzung ihr online mitbestimmen dürft, sofern ihr das Imperial Crowd-Dankeschön bucht. Zwei Flaschen davon bekommt ihr natürlich obendrauf.
Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Weil wir alle unseren kleinen Funken Wahnsinn nicht verlieren dürfen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
Eure Investition fließt bei erfolgreicher Finanzierung direkt in die Planung und den Erwerb der Brauanlage und den Ausbau der zukünftigen Braustätte: Edelstahl, Estrich, Rohre, Ventile, Schläuche…

Im Gegenzug gibt es natürlich jede Menge „Dankeschöns“ und bald einen tollen Brauerei-Standort mit Taproom, in dem alle Bierliebhaber jederzeit willkommen sind.

Wer steht hinter dem Projekt?
Jochen Mader – Gründer, Brauer, Chef, Aushilfe, Reinigungskraft und Vorkoster bei Brewcifer.

Was ihr tun könnt?
Fan bei Startnext werden, eure Freunde auf diese geile Kampagne aufmerksam machen und natürlich Teil des Ganzen werden!

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Foto: Claudia Gödke Photography / www.claudiagoedke.com

Foto: Claudia Gödke Photography / www.claudiagoedke.com

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Bierinseln Berlin Logo

Warum die „Bierinseln Initiative“ in Berlin, Hamburg und München so wichtig ist!

Nicola Neumann ist in der Getränkeszene schon längst keine Unbekannte mehr. Mit den Weininseln konnte sie bereits 2013 für alle „Fans der Traube“ eine spannende Initiative organisieren, die sich rasant ausgebreitet hat. Spätestens nach der erfolgreichen Durchführung der 1. Bierinseln in der bayrischen Landeshauptstadt München im letzten Jahr machte sie sich im Bereich des Hopfen und Malzes einen Namen. Da wo Nicola auftaucht und ihre Euphorie über gutes Bier verbreitet ist stets Aufbruchstimmung und Ansteckungsgefahr zu spüren.

Meiner Meinung nach haben vor allem die ersten Bierinseln in München langfristig etwas gebracht. Nicht nur, dass es in unregelmäßigen Abständen „Bierinsel Touren“ gibt, auch die „Vernetzung“ einzelner Brauer, Händler, Gastronomen und Bierfreaks ist seit den Bierinseln „gefühlt“ stärker geworden. Ebenso gab es seit einem Jahr zahlreiche Neugründungen in München und Personen die sich aktiv für eine neue Bierkultur einsetzen.

Was sind die Bierinseln überhaupt?

Bierinseln verstehen sich als Orte der individuellen Bierkultur, an denen „Craft Beer“ gebraut, ausgeschenkt oder zum Verkauf angeboten wird. Die Initiative Bierinseln hat es sich zur Aufgabe gesetzt, kleine Brauereien, inhabergeführte Bierfachhandlungen und Bierbars sowie engagierte Köpfe, die in diesem Umfeld tätig sind, langfristig zu fördern und in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die neue Bierkultur zu schaffen.

Kern der Bierinsel Initiative ist ein „Craft Beer Crawl“ – ein Tag, an dem Gäste verschiedene Orte ihrer Stadt kennenlernen und dort Biere verkosten können: Für 5€ pro „Bierinsel“ gibt es jeweils mindestens drei verschiedene Biere zu kosten.

Hinzukommen individuelle Ideen und Veranstaltungen in den einzelnen „Bierinseln“, bei denen nicht selten Brauer und andere bekannte Bier-Persönlichkeiten vor Ort sind und Rede und Antwort stehen. Langfristig ist vor allem der „Bierinseln Bier-Guide“ etwas, was hängen bleibt und auch nach den Bierinseln verfügbar ist.

In München haben die ersten Bierinseln sehr gut funktioniert. Eben auch, weil die wenigen Möglichkeiten an gutes Bier zu kommen damals noch sehr „versteckt“ waren. Nicole und ihr Team haben eine Möglichkeit geschaffen diesen Örtlichkeiten eine Bühne zu geben und durch starke Öffentlichkeitsarbeit langfristig einen höheren Bekanntheitsgrad zu geben.

Bierinseln in Hamburg und Berlin überhaupt notwendig?

Im zweiten Jahr der „Bierinseln Initiative“ wagt Nicola einen großen Schritt und bringt die Bierinseln nach Hamburg und Berlin. Zwei Städte die im Bezug auf „gutes Bier“ schon einige Schritte weiter sind/waren als München. Vielleicht nicht in der eigentlichen Vernetzung untereinander, aber vor allem im Angebot.

Berlin vibriert durch Neueröffnungen und Bier-Konzepten in der Gastronomie wie Salt n´Bone (acht Hähne und passende Speisen), The Castle Pub (mittlerweile 20 Hähne), Cafe Mauerwerk (Erweiterung auf 12 Hähne geplant) und bereits schon etablierten Bars wie Kaschk, Hopfenreich oder Monterey Bar. Brauereien wie Heidenpeters, Bierfabrik, Schoppe Bräu, Vagabund, Spent oder BrewBaker sind über die ersten Gehversuche hinaus und haben sich fest etabliert. Neue Marken und Brauereien wie Brlo, Berliner Berg oder Lenny´s Ales bringen weiter neue Biere an die Hähne. Neben den zahlreichen Bierläden wie Getränkefeinkost, Hopfen&Malz, Ambrosetti oder Berlin Bier Shop kommen auch immer mehr Getränkefachgroßhändler und wollen gutes Bier in ihr Sortiment aufnehmen. Neben dem Braufest Berlin wurde in diesem Jahr auch die 1. Berliner Beer Week mit über 90 Veranstaltungen erfolgreich abgehalten. Hinzukommen die zahlreichen Tastingveranstaltungen, Brauer-Events, Tap-Takeovers, Bier- und Essenspaarungen und vieles mehr. Nicht zu vergessen Stone Brewing die aktuell eine Brauerei mit Restaurant in Berlin aufbauen und für einiges an Aufmerksamkeit sorgen. Der Bekanntheitsgrad für „gutes Bier“ in Berlin ist bereits stark ausgeprägt und steckt längst nicht mehr in der unbekannten Nische.

Gestaltete Karte Berlin

In Hamburg sieht es ähnlich aus, wenn auch noch eine Nummer kleiner, dafür in meinen Augen solider. Buddelship Brauerei zieht sein Ding straight durch, Wildwuchs überrascht mit lecker Pils und Bock, Kehrwieder steht kurz vor der Eröffnung der eigenen Braustelle, alles mit Ruhe und Bedacht dafür ohne groß Getöse, was sehr sympathisch rüber kommt. Hoppe Bräu wurschtelt mal hier und mal da, wird am Ende aber wohl ziemlich dicke! Max und Ronald von Brausturm verkaufen nicht nur eine Menge geiles Bier, sondern setzten mit der Konzeption des neuen Bierladens „Beyond Beer“ die Messlatte für einen anständigen Biershop ziemlich hoch. Ebenso, fast nebenbei, eröffneten sie die „Schankwirtschaft“ auf St. Pauli, eine Bier-Bar mit 12 Hähnen und einer feinen Speisekarte, dazu die kreativen wilden wie Jochen von Brewcifer und Klaas von HopsHysteria.de, Letzterer kann nicht nur gut über Bier schreiben, Etiketten und Craft-Beer Buchlayouts gestalten, sondern nebenbei auch noch verdammt leckeres Bier brauen. Dazu Esther aus dem Bierland Hamburg, eine Pionieren des guten Bier-Geschmacks, die mit viel Herzblut, Seele und Leidenschaft sich für gutes Bier einsetzt und immer wieder wichtige kritische Stimmen in die Bierwelt hinaus sendet!

Hamburg und Berlin, da geht was, braucht es da überhaupt eine „Bierinseln Initiative“ die genau diese Orte und Personen probiert in den Vordergrund zu rücken und langfristig zu fördern? Ganz klar: JA! Auch wenn wir alle das Gefühl haben, dass geiles Bier schon fast „Mainstream“ ist, ist dies eigentlich (noch) nicht wirklich der Fall. Ganz im Gegenteil! Gute Bierlocations brauchen noch viel mehr Aufmerksamkeit, noch viel mehr Förderung und noch viel mehr Support. Es trinken noch viel zu viele Menschen langweiliges Fernsehbier der Großproduzenten und lassen sich von Marketing verarschen. Die meisten davon können gar nichts dafür, sie wissen einfach (noch) nicht, dass es Alternativen gibt. Wie auch? Man wird überall von „Billig-Bier-Angeboten“ bombardiert, die große Anzahl aller Restaurants und Bars haben feste Verträge mit Brauereien, die ihnen mit Krediten den Start erleichtern und als Bedingung dann festlegen, dass nur Bier von der jeweiligen Großbrauerei ausgeschenkt wird. Für mich ist klar, dass „Craft Beer“ sicherlich ein Nischenprodukt bleiben wird, dafür ist es zu speziell und im Endeffekt finde ich das sogar gut. Aber es wird auf jeden Fall noch mehr werden, noch viel mehr!

Initiativen wie die „Bierinseln“ sind perfekt und immens wichtig, da sie vor allem Aufmerksamkeit für gutes Bier generieren und die Läden, Brauereien und Bars in den Vordergrund heben, die so nicht wirklich viel Aufmerksamkeit in der „Tagespresse“ bekommen!

Nutzen wir die Bierinseln, freuen wir uns über viele neue und bekannte Gesichter, genießen wir einen Tag voller Bierfreude! München, Berlin und Hamburg zeigen das es gehen kann. Allein die Anzahl der Bierinseln und Teilnehmer ist schon beachtlich. Mehr als 50 Bierinseln und über 70 Protagonisten aus der neuen Bierkultur beteiligen sich und heben diese Initiative auf eine neue Eben! Danke Nicole und Team für eure Mühen und Arbeit die ihr in das Projekt steckt um das Ziel „Mehr gutes Bier für alle“ zu erreichen! Nächstes Jahr dann Köln, Hannover und Stuttgart!

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Infos zu den Bierinseln in Hamburg (11.07.), Berlin (18.07.) und München (25.07.) gibt es hier: www.bierinseln.de

Beim Blog Brunnenbräu findet ihr einen schönen Beitrag über die Bierinseln in Hamburg: klick Bei Hopfenliebe.com ein sehr interessantes Interview mit Nicole: klick

Bierinseln Berlin

Infos zu Teilnehmern & Protagonisten in Berlin 18. Juli 2015
Download des Programm für den 18. Juli

In Berlin findet der Kickoff um 12 Uhr im Pfefferbräu statt, wo die Gäste und Vertreter von der Presse von Schirmherr Thorsten Schoppe begrüßt werden.

Von 12 bis 20 Uhr finden in den teilnehmenden Bierinseln Verkostungen statt, vielerorts präsentieren sich Brauer persönlich und ihre Produkte.

Jeder kann sich seine Tour selbst zusammenstellen: Das Programm zum Craft Beer Crawl und die Craft Beer Map stehen hier zum Download bereit. Das gedruckte Programm mit allen Details liegt auch in allen teilnehmenden Bierinseln aus. Ab 20 Uhr findet eine After Bierinseln Abschlussparty im Pfefferbräu am Pfefferberg statt. Dort präsentieren sich Thorsten Schoppe mit seinen drei Brauprojekten: Pfefferbräu, Schoppebräu und Flying Turtle Beer!

Mich findet ihr beim Heidenpeters und auf der Abschlussparty! Prost!

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Bierempfehlung: Riedenburger Dolden Dark Porter

Maximilian Krieger ist ein guter Typ! Nicht nur, weil er bekennender Fan des 1. FC Nürnbergs ist, sondern auch, weil er als Brauer einen richtig guten Job macht und im Mutterschiff Riedenburger Brauhaus auch immer wieder „Kreativsude“ braut. Als ich zum ersten Mal am Wurst&Bier Markt im Februar eine Kostprobe des neuen Porters mit dem Namen „Dolden Dark“ zu mir nahm, schlackerten mir die Geschmacksknospen! Ein Porter wie es sein muss, dunkel, cremig und kräftig. Ganze 6,9 Vol-% Umdrehungen! Mir kam es fast so vor als wäre Maximilian da der Malzsack beim Einmaischen aus der Hand gerutscht, was auf keinen Fall negativ gemeint ist, sondern sehr positiv. Ein leckerer Tropfen!

Zu dieser Zeit war der Dolden Dark noch nicht offiziell im Handel erhältlich und Sud1 stand gerade vor der Abfüllung. Maximilian war selber etwas überrascht über die Intensität des Bieres, doch er fand es gut und stand voll dahinter. Meine Hoffnung war, dass Sud2 und alle weiteren folgenden genau diese „Porter-Intensität“ inne haben wird und so wartete ich geduldig bis im lokalen Bio-Laden die zweite Version am Start war.

Vorweg: Ich wurde nicht enttäuscht! Ob es jetzt die gleiche Rezeptur war wie beim ersten Sud kann ich natürlich nicht genau sagen aber die Intensität war weiterhin deutlich vorhanden. Viel Röstmalz in der Nase, etwas Kaffee, Schokolade, herbe Hopfennoten. Frischer und röstmalziger Antrunk, dazu weiter Karamell, dunkle Schokolade, Kaffee aber auch fruchtige Beerennoten. Leichte Süße und ein feiner, nicht zu herber Abgang. Alles in allem sehr lecker und sehr schön zum süffeln. Dazu ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis. Dieses Porter gehört als Dauergast in jeden Kühlschrank, egal ob Winter oder Sommer. Für mich ist dieses Porter ausgewogen und hat trotzdem genug Power um nicht langweilig zu sein.

Als Essensbegleiter gut zu Pulled Pork, Spare-Ribs, Steaks, Bratwurst. Austern sind angeblich der Knaller (selber noch nicht probiert!) Aber auch zu scharfen Gerichten wie Chilli con Carne oder indischen Curries ist dieses Porter bestens geeignet, da die Malzsüße schön gegen die Schärfe arbeitet. Zum Dessert geht es ebenfalls wunderbar, Schokopudding, Creme Brulee oder Vanilleeis mit Karamell. Ein Dolden Dark geht immer! Gibt´s im gut sortierten Bio-Markt oder beim Bier-Dealer des Vertrauens! Weiter so, bin gespannt was sonst noch neben dem Dolden Sud (IPA) und Dolden Summer (Session Ale) geben wird.

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Berlin Beer Week – Eine Woche Vollgas!

Berlin ist ja schon ganz schön verwöhnt was gutes Bier angeht. In keiner anderen deutschen Stadt sprudelt es aktuell aus allerlei Braukesseln, Zapfhähnen, Bierflaschen und vor allem bei etlichen Veranstaltungen wie Festivals, Tap-Takeovers, Pop-Up Bars, Beer-Food Pairings und Tastings. Nach dem das Braufest Berlin Anfang Mai mehr schlecht als recht zu Ende ging, steht nun die nächste „Monster-Veranstaltung“ an. Die „Berlin Beer Week“ wird vom 13. bis 20. Juni mit über 70 Veranstaltungen, einem „Opening-Festival“ und einem „Closing-Festival“ an den Start gehen! Schauen wir mal ob es angenommen wird oder doch wieder eher „heiße Luft“ entsteht. Für mich ist die „BBW“ ein echter Gradmesser in punkto „Bier-Hauptstadt Berlin“ – Geht was? Geht nix? Wir werden es sehen!

70 Veranstaltungen sind jedenfalls mal eine echte Hausnummer, eine echt große Zahl! Mit dabei sind rund 20 Brauereien, über 35 Bars und Restaurants sowie weitere Organisationen und Vereinigungen rund um gutes Bier. Was die Veranstalter rund um Stefan Krüger (Beergeeks Distribution), Tiffany Herrington (US – Beergeeklady), Dirk Hoplitschek (Bier-Index, Mixology) sowie Meg Zerafa in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben ist schon aller Ehren wert. Respekt dafür! Neben der Organisation und Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmern (wobei jeder für seine Veranstaltung mehr oder weniger selbst verantwortlich ist), wurde nebenbei noch ein Beer Week Bier gebraut, Gläser geordert, Tshirts gefertigt und einiges an Partnern (UBER, Yelp, StarFM, usw..) an Land gezogen! Was beim Braufest Berlin nicht wirklich rund lief, Thema PR und Werbung, konnten die Organisatoren der Berlin Beer Week beobachten, lernen und nun hoffentlich „anders“ umsetzen.

Es wurde ein Radiospot produziert, 10.000ende Flyer und Plakate gedruckt und im Vorfeld „in der ganzen Stadt“ verteilt, Pressemeldungen getippt und verschickt sowie etliche Multiplikatoren genutzt und bespielt. Allein das Hauptfacebook-Event hat mittlerweile 16.000 Teilnehmer! Die Closing-Party allerdings erst knapp 300. Diese „Beer Weeks“ oder auch „Craft Beer Weeks“ sind in den USA ein alter Hut und werden dort sehr erfolgreich umgesetzt. Es geht vor allem darum die Personen der Szene kennen zu lernen, gutes Bier in unterschiedlichen Kontexten zu genießen und natürlich auch ein wenig sich selbst zu feiern.

Ich wünsche jedenfalls allen Beteiligten, dass es eine fetzige Woche wird bei der Veranstalter und Besucher gleichermaßen zufrieden sein werden und am Ende vor allem das geile Bier im Vordergrund steht.

Mich werdet ihr mit Sicherheit am Dienstag, 16. Juni, an der Heidenpeters Bar in der Markthalle Neun finden. Dort wird frisch gemachtes „Mexican Street Food“ von Eddielicious, gepaart mit lecker Bier angeboten. Mit dabei ist u.a. das SPARX, ein Chilli IPA von Brewcifer. Ebenso wurde eigens für die Veranstaltung ein Heidenpeters American Pale Ale infused mit Habanero Chillis zubereitet. Ratet mal wer euch einschenken wird? Freuen wir uns! Hier gibt es mehr Infos: klick

Sonst werde ich wohl mal hier und mal da und vor allem mal dort sein!

Alle Veranstaltungen findet ihr hier als PDF auch zum Download: klick

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Sylvia Kopp Poträt

Interview mit Sylvia Kopp über das Braufest Berlin

Die Berlin Beer Academy konnte sich in ihrem zweiten Jahr zu einer echten Größe im „Fort- und Weiterbildungsbereich“ im Bereich Bierkultur etablieren. Neben diversen Veranstaltungen und Weiterbildungskursen werden die zahlreichen Tastings wie „Achtung, Craft!“, „Bier auf Belgisch“ oder auch der „Schnupperkurs“ stark nachgefragt! Im vergangenen Jahr hat die Berlin Beer Academy erfolgreich den Zertifikatskurs CereVisum rund um Sensorik, Brauwissen und Stilkunde eingeführt. läuft also recht gut und ich persönlich freue ich mich sehr darüber.

Beim Braufest Berlin tritt die Berlin Beer Academy als „Mit-Organisator“ auf. Ebenso ist sie für das Rahmenprogramm vor Ort verantwortlich. Ich kann euch die zahlreichen Tastings und „Talks“ nur wärmstens empfehlen. Das Programm zum Braufest findet ihr am Ende des Beitrags. Im Vorfeld konnte ich Sylvia Kopp, Gründerin und Leiterin der Berlin Beer Academy, ein paar Fragen zum Braufest stellen.

Wir sehen uns vom 14. bis 17. Mai am RAW-Gelände! Mich findet ihr ziemlich oft am Heidenpeters Stand! Prost :)

Was bedeutet deiner Meinung nach das Braufest für die Berliner Bierszene?

Das Festival hatte zwei Vorläufer auf dem RAW-Gelände: Dieses ist nun größer, länger und dank der Vielzahl der handverlesenen Brauereien auch viel, viel interessanter. Es ist das Festival der Hauptstadt mit klarem Fokus auf Craft-Bier. Inmitten der Riege von nationalen und internationalen Ausstellern können die Berliner Brauer nun zeigen, was sie drauf haben. Da ja erfreulicherweise viele Brauer anreisen und selbst ihr Bier mit ausschenken, bietet so ein Festival immer eine gute Gelegenheit für Austausch und Inspiration. Meist trägt das dazu bei, dass sich das Netzwerk enger knüpft und sich Anspruch und Niveau heben.

Die Berlin Beer Academy kuratierte die Brauereien aus Deutschland. Habt ihr nach bestimmten Kriterien die Brauereien ausgesucht bzw. waren irgendwelche Punkte ausschlaggebend?

Gutes Bier war die Grundvoraussetzung Nr. 1. Wichtig waren aber auch Ausrichtung und Anspruch: Das Bekenntnis der Brauerei, des Brauers zur Braukunst und zur kompromisslosen Qualität.

Was würdest du einem „Bier-Novizen“ mit auf den Weg zum Besuch des Braufest Berlin mitgeben?

Rund 70 Brauereien schenken ein, und zwar in drei Ausstellerbereichen: lokal, national, international. Da muss man entweder hart selektieren und vorab planen, welche Biere man trinken möchte, oder man kommt ganz entspannt an allen vier Tagen, nimmt sich pro Tag einen Bereich vor, fängt täglich mit Leichtbieren an, trinkt sich ganz gelassen hoch, um dann zum Ausklang hin die schweren Tropfen zu probieren. Am Sonntag kann man dann aus-chillen und völlig planlos das Festival ausklingen lassen. Mein Tipp: zwischendurch viel Wasser trinken!

Mit Stone, Evil Twin, Steamworks, Lervig und einigen anderen sind global bekannte Brauereien mit am Start, die insgesamt sehr geschmacksstarke und intensive Biere anbieten. Ist das ein Anzeichen, dass die deutsche Craft-Bier Szene mittlerweile ernst genommen wird oder liegt es nur am „hippen Berlin“?

Was den Stellenwert der deutschen Craft-Bierszene betrifft, so stellt sich hier eher umgekehrt die Frage nach der Präsenz der Deutschen im Ausland. Die ist noch schwach, aber die deutsche Craft-Bier-Bewegung ist ja auch noch jung. Umso spannender ist es, von den ausländischen Gästen zu erfahren, was sie von der neuen deutschen Brauschule halten. Die meisten Brauer kommen, weil sie sich vom Metropolenstandort ein großes Publikum versprechen, und weil das Konzept stimmt.

Nebenbei bemerkt: Stone nehmen als Berliner teil, so sehe ich es. Sie bauen ihre Braustätte, haben Brauer eingestellt, am Ende des Sommers wird in Mariendorf womöglich schon gebraut. Außerdem wählte das Stadtmagazin tip den Inhaber und CEO Greg Koch unter die 100 peinlichsten Berliner – also dann gehört man doch wirklich dazu!

Beim 3. Braufest Berlin wird zum ersten Mal mit mit einem elektronische Bezahlsystem gearbeitet. Wo seht ihr darin Vorteile?

Gearbeitet wird mit einer Chipkarte, die nach Wunsch aufgeladen werden kann. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein Bargeld, daher schnelleres Ausschenken und – hoffentlich – kürzere Schlangen an den Ständen.

Was sind deiner Meinung nach die größten Herausforderungen bei der Organisation und Durchführung eines solchen Festivals?

Timing und Glaubwürdigkeit sind das Wichtigste. Timing: In so kurzer Zeit dies alles auf die Beine zu stellen, braucht viel Power und gute Performance. Die Betreiber von Hopfenreich und der neuen IPA Bar, die das Festival organisieren, haben hier ganze Arbeit geleistet. Glaubwürdigkeit: Das Festival muss halten, was es verspricht, gegenüber den Ausstellern, die ihrerseits einen hohen Aufwand treiben, um dabei zu sein. Und gegenüber dem Publikum, das hier keine Saufmeile erleben, sondern spannende, ausdrucksstarke Biere kennenlernen will.

SylviaKoppARD

Worauf freust du dich am allermeisten?

Wir freuen uns über jeden Braukünstler, der persönlich da ist und hoffen, mit möglichst vielen ein Wort wechseln zu können: Tilman Ludwig aus München, Fiete Matthies aus Hamburg, Fritz Wülfing aus Bonn ….. Aber ganz besonders freuen wir uns auf Peeter Keek von Pohjala, der estnische Brauer und seine Biere sind die reinste Wonne.

Was wird die Berlin Beer Academy auf dem Braufest Berlin anbieten?

Wir veranstalten Kickstarter-Tastings – kurz und bündig für alle, die wissen möchten, was Craft-Bier ist, wo es herkommt und wohin es sich bewegt. Wir verkosten dazu die Originale aus dem Mutterland des Craft, Biere aus den USA.

Zudem präsentieren wir in 6 Talk & Taste-Sessions die Brauer, die höchstselbst angereist sind. Die dürfen aus dem Sudkessel plaudern, und wir probieren ihre Biere dazu. Und schließlich führt die Berlin Beer Academy durch eine Podiumsdiskussion „Kultur oder Kommerz – die Bedeutung der Neugründer für die deutsche Bierwelt“

Knapp einen Monat später findet die Berlin Beer Week statt. Ebenfalls mit einer Fülle an Bierveranstaltungen und Festivals. Ist Berlin dann schon wieder durstig oder siehst du eine Gefahr der Übersättigung?

Das müssen wir mal abwarten. Prinzipiell finde ich es gut, wenn sich was bewegt. Denn viele Leute haben noch gar keinen Bezug zur neuen Bierwelt. Deshalb kann es gar nicht genug Veranstaltungen geben, die zeigen: Hier wartet eine Vielfalt auf Euch, die entdeckt werden will! Allerdings sollte jede Veranstaltung durch ein geschliffenes Profil brillieren – sonst wird es beliebig und das neue Bild vom Bier ist nichts weiter als ein billiges Abziehbild.

Vielen Dank!

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Übersicht über die Tastings und Talks der Berlin Beer Academy auf dem Braufest Berlin:

Die Orte liegen im Bereich der Berliner Brauereien – sie werden noch benannt und ausgeschildert.

Do., 14.05.:

15:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy
16:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
17:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
18:00 Uhr Diskussionsrunde: Die Bedeutung der Neugründer für die neue Bierwelt

Fr., 15.05.:

14:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy
15:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
16:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
17:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy

Sa., 16.05.:

14:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy
15:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
16:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals

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Wissenswertes zum Braufest Berlin 2015

Nur noch wenige Tage und am RAW-Gelände in Berlin wird die mittlerweile dritte Ausgabe des Braufest Berlin über die Bühne gehen. Dieses Jahr haben sich die Veranstalter wirklich ins Zeug gelegt und ein ziemlich dickes Line-Up an den Start gebracht. Gar nicht so einfach sich da zu orientieren. Wo anfangen? Wo aufhören? Überhaupt aufhören oder einfach alle Tage durchziehen? Bei rund 70 Brauereien ist das auch wirklich eine Herausforderung. Es gibt natürlich die Möglichkeit sich einfach treiben zu lassen. Eintauchen in die Biervielfalt und von Stand zu Stand schlendern. Finde ich immer gut! Trotz allem ist ein wenig „Planung“ im Vorfeld nicht verkehrt und im Folgenden möchte ich euch einige Tipps, Infos und Hinweise geben die vielleicht den Besuch des Braufests und die Zeit in Berlin erleichtern.

Welches Bier von welcher Brauerei soll ich trinken?

Eine „Bierliste“ wird es vorab nicht geben, aber die Liste der Braufest Berlin Brauereien dient doch schon mal ganz gut der Orientierung. Auch die Facebook-Seite des Braufests ist ganz nützlich. Dieses Jahr sind „biertechnisch“ wirklich einige Kracher dabei. Nicht nur unsere deutschen Helden wie Heidenpeters, Ale-Mania, Braukunstkeller, Kehrwieder, Buddelship oder Brewcifer sollten überall ganz oben auf der Liste stehen, auch internationale Größen wie Evil Twin aus New York, Stone aus Kalifornien, Steamworks aus Vancouver, Pohjala aus Estland oder Lervig aus Norwegen werden mit ihren Bieren zu begeistern wissen. Gespannt bin ich vor allem auf die teilnehmenden Brauereien aus Tschechien, Polen und Ungarn! Dort ist mittlerweile auch eine sehr umtriebige Bierszene entstanden mit einigen Brauereien die es echt drauf haben! Auch Vandestreek und Kompaan aus den Niederlanden kann ich jedem nur wärmstens empfehlen. Die vollständige Liste aller teilenehmden Brauereien am Braufest findet ihr hier: klick.

Vielleicht zu Braufest Beginn einfach mal schauen was es wo gibt. Sich einen Überblick verschaffen und dann langsam durch starten. Lieber in kleinen Mengen und am besten mit anderen teilen. So hat man die Möglichkeit viel zu probieren und sich über die Biere austauschen zu können. Ebenfalls geht das Festival vier Tage lang, da gibt es genug Möglichkeiten sich in Ruhe durchzutesten.

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Wie bezahl ich mein Bier?

Eine Neuheit auf dem Braufest Berlin ist das elektronisch eingerichtete „bargeldlose“ Bezahlsystem. Trotz allem wird zunächst erst mal Bargeld benötigt. Dieses ladet ihr an einer der acht Aufladestationen auf eine „Bezahlkarte“. Mindestguthaben ist 5,- Euro, die erste Aufladung 10,- Euro. Pfand für die Karte 2,- Euro! Mit dieser Karte könnt ihr dann an den Brauerei- und Essensstände direkt bezahlen. Klingt alles sehr easy und wenn es keine Komplikationen gibt ist es eine wunderbare Sache. Dabei legen die Brauereien ihre Preise für das Bier selber fest. Wer am Ende des Tages noch Geld auf seiner Karte hat, kann dieses an den Stationen wieder zurückbekommen. Hoffen wir einfach mal, dass das System funktionieren wird! Es sollte dadurch jedenfalls weniger Schlange stehen an den Ständen sein und ein „Wechselgeldchaos“ wird auch nicht stattfinden.

UPDATE: Laut Veranstalter wird es auf Grund technischer Probleme keine „Bezahlkarte“ geben, sondern ganz normal in „Cash“ bezahlt!

Bierbewertung auf einer Mobilen Website

Während des Braufest Berlin haben die Besucher die Möglichkeit die Biere, die sie getrunken haben, auf einer freigeschalteten mobilen Website zu bewerten. Die URL wird kurz vor Start freigeschaltet. Im letzten Jahr gab es noch „Papierzettel“ zum wählen des „Festivalbieres“, dieses Jahr wird das Ganze wohl auch dann elektronisch stattfinden.
www.m.braufest-berlin.de

Wo gibts sonst geiles Bier in Berlin?

Mittlerweile gibt es wirklich einige Adressen in der Hauptstadt! Ich empfehle auf jeden Fall einen Blick auf die Google Map von BerlinCraftBeer.com. Hier kann sich jeder seine „Route“ zusammenstellen. In der Nähe vom Braufest gibt es das BrewPub „Hops&Barley“, den Brauereiausschank von Heidenpeters in der MarkthalleNeun, eventuell gekoppelt mit dem Street Food Thursday Besuch und natürlich die „Hopfenreich“ Bar, circa 10 Minuten zu Fuß von der Markthalle! Das Kaffeehaus Szimpla am Boxhagener Platz hat neuerdings auch eine Zapfanlage mit sieben verschiedenen Bieren.

Alle diese Locations lassen sich bequem per Fußweg erreichen. Ebenfalls in der Nähe ist der „Bottle Shop“ Getränkefeinkost. Für die etwas „späteren“ empfehle ich den „Späti“ am Boxhagener Platz. Ebenfalls eine ganz nette Auswahl an Bier!

Foto (c) Braufest-Berlin.de Mark Hinz/Bálint Meggyesi

Foto (c) Braufest-Berlin.de Mark Hinz/Bálint Meggyesi

Rahmenprogramm beachten!

Das Hauptprogramm in Form von Unmengen leckerem Bier ist natürlich die Attraktion und der Grund warum wir alle auf das Braufest gehen. Doch das Rahmenprogramm ist ebenso spannend und die Berlin Beer Academy hat hier sicherlich einiges in Planung. Lernt die Brauer etwas besser kennen, verkostet spannende Biere und hört euch die „Bier- und Brauertalks“ an. Es lohnt sich bestimmt und gibt viele Hintergrundinfos die nicht nur interessant sind, sondern auch das Thema „Craft-Beer“ leichter verständlich machen.

Do., 14.05.:
15:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy
16:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
17:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
18:00 Uhr Diskussionsrunde: Die Bedeutung der Neugründer für die neue Bierwelt

Fr., 15.05.:
14:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy
15:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
16:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
17:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy

Sa., 16.05.:
14:00 Uhr Craft-Bier: Kickstarter-Tasting mit der Berlin Beer Academy
15:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
16:00 Uhr Talk & Taste: Die BBA präsentiert die Brauer des Festivals
17:00 Uhr Talk über Crowdfunding für Klein-Brauer/Brauerein von Get Your Crowd (Konrad Lauten)

Spaß haben, aber mit Anstand

Auch wenn die Alkoholprozentzahlen bei dem ein oder anderen Ausstellungssück bestimmt im zweistelligen Bereich liegen wird und so Ausfallerscheinungen durchaus eintreten können, übertreibt es nicht!. Ein „Bierfestival“ ist kein Sauffest. Es geht nicht darum möglichst viel in sich reinzuschütten und am Ende wie ein Irrer halbnackt auf den Tischen zu tanzen (auch wenn ich solche Momente sehr gerne in Bild und Ton festhalte), sondern es geht um Genuss um das Verkosten und um den gemeinsamen Austausch miteinander. Ihr werdet sicherlich mit dem ein oder anderen Brauer oder Bierfreak ins Gespräch kommen und ihr wollt ja bestimmt einen guten Eindruck hinterlassen oder? Ihr habt die einmalige Chance Biere zu probieren, die es sonst nicht geben wird. Das Ganze garniert in einer geilen Location, bestimmt bombiges Wetter und guter Stimmung. Bierherz was willst du mehr?

Allgemeine Tipps!

Vor Besuch auf jeden Fall eine ordentliche Essensgrundlage schaffen. Es gibt zwar vor Ort eine Menge „Streetfood“, doch ist es immer gut etwas im Magen zu haben. Während des Braufest unbedingt nicht nur alkoholische Flüssigkeiten zu sich nehmen! Wer es etwas „ruhiger“ mag, der sollte sicherlich früh vorbeikommen, es wird bestimmt voll!

Lageplan

Standpla-d59b1b98

Best of Berlin
62 Bierfabrik Berlin
59 Brauhaus in Spandau
60 Brauhaus Lemke
65 Brautopie
69 BrewBaker
58 BRLO
53 Flessa Bräu
66 Flying Turtle
71 Heidenpeters
52 Hopfenkapelle
56 Hopfenreich & IPA Bar
54 Hops & Barley
55 Lenny’s Artisanal Ales
67 Schoppe Bräu
70 Spent Brewer’s Collective
61 Vagabund Brauerei

Made in Germany
kuratiert von der Berlin Beer Academy

30 Ale-Mania
42 BrauKunstKeller
50 BraufactuM
51 Brauhaus Riegele
43 Brewcifer
44 Buddelship Brauerei Hamburg
33 Camba Bavaria
49 Craftwerk
29 Kehrwieder Kreativbrauerei
38 Kuehn Kunz Rosen
26 Mashsee Brauerei
36 Ratsherrn Brauerei
6 Riedenburger Brauhaus
35 Schneider Weisse
28 Störtebeker Brauspezialitäten
19 Tilmans Biere
5 Wildwuchs Brauwerk

International /
Our Friends from Far Away

18 Bierzauberei (AT)
45 BIIR (ES)
31 Birrificio Lambrate (IT)
3 Brew Age (AT)
72 BrewDog (UK)
2 Brewers & Union (ZA)
48 Cervesa Marina (ES)
32 Duvel-Moortgat (BE)
14 Élesztö Pub (HU)
34 Evil Twin Brewing (US)
10 HumanFish Brewery (SLO)
11 Kompaan (NL)
37 La Pirata Cervesa Artesana (ES)
8 Legenda Sörfözde (HU)
41 Lervig Aktiebryggeri (NO)
46 Liechtensteiner Brauhaus (LI)
13 Loncium (AT)
15 Lucky Bastard (CZ)
21 Monyó Brewing (HU)
40 Northern Monk Brew Co. (UK)
9 Pivo Falkon (CZ)
7 Pivovar Ikkona (SK)
39 Põhjala (EST)
1 Salón Piva (SK)
4 Schwarzbräu (AT)
12 Setka Pub (PL)
27 Steamworks Brewing Co. (CA)
63 Stone Brewing Co. (US)
47 VandeStreek bier (NL)
20 zip’s brewhouse (HU)
22 US Bierselection vom Dérer Import

Finest Streetfood
57 Sauerei
17 Szimpla – Kaffeehaus Budapest
Neue Heimat – „Berlin Village Market“

– – – – – – – – – – – – – –

23 Brewie – brewing machine
16 fritz-kola
24 Good Spirits – Cold Brew Coffee
25 Berlin Beer Academy
Info/ Glaspfand/ Aufladepunkt – gelber Punkt

Harte Fakten

Braufest Berlin 2015
Revaler Str. 99, 10245 Berlin-Friedrichshain
S-Bahn / U-Bahn Warschauer Str.
Tram M10 Revaler Str.
S-Bahn Ostkreuz

Donnerstag, Freitag und Samstag: 12 – 23 Uhr
Sonntag: 12 – 18 Uhr

Eintritt: 2,- Euro
Gläserpfand: 2,- Euro pro Festivalglas, Gläser können an den Ständen gegen frische eingetauscht werden!
Bezahlung: „Metapaycard“ , kann an den 8 Ladestationen gegen Bargeld mit Guthaben aufgeladen werden – Mindestguthaben 5€ | erstmaliges Aufladen 10€.

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becks-taste-the-world

Warum Beck`s unter „falscher Flagge“ segelt!

Mit dem Slogan „Taste The World“ wird Becks in den nächsten Tagen einen weiteren Schritt seiner „PR-Kampagne“ zu den neu gelaunchten Biersorten starten. Neben einem neuen Spot im TV wird vor allem Social-Media mit verschiedenen Video-Spots bespielt werden. Das AB-InBev sich beim „Image polieren“ nicht lumpen lässt zeigen die jährlichen Ausgaben für Marketing und Vertrieb von mittlerweile 7 Milliarden US-Dollar (2009 waren es noch 4,5 Milliarden). Nach einer anfänglichen Euphorie und „Run“ bleiben meiner Beobachtung nach die drei Sorten mittlerweile unberührt im Supermarkt stehen. Einige Händler haben diese anscheinend auch schon wieder ausgelistet. Na dann mal schauen ob die nächste Stufe im „Marketing-Gedöns“ neuen Erfolg einbringt.

Die Kernbotschaft der Spots lautet nach Aussage von Becks folgendermaßen:

“Die Welt ist voller neuer und inspirierender Geschmackserlebnisse, die unser Leben bereichern. Aber nicht jeder von uns ist ein Globetrotter. Beck’s als die einzige international wirklich erfolgreiche deutsche Biermarke bringt für Deutschland eher noch unbekannte Bierstile wie Pale Ale oder Amber Lager aus allen Ecken der Welt nach Hause. Einfach – aber nicht weniger inspirierend.”

Das Ganze ist irgendwie so doof, dass es schon wieder total geil ist. Ich bin echt erstaunt wie es Becks geschafft hat drei neue Sorten auf den Markt zu bringen, die „neue inspirierende Geschmackserlebnisse hervorrufen“ sollen, und trotzdem genau gleich nach normalen Becks Bier schmecken! Das ist wohl die größte Leistung der Produktentwicklung im Bereich „Innovationsmanagement“, die jemals „verkauft“ wurde. Steckt dahinter etwa Kalkül? Wenn die Welt so schmecken soll wie das neue Becks Bier, dann gute Nacht!

Die größte Verwunderung bei mir ist eigentlich, wie die „Entscheider“ es wirklich durchgesetzt haben diese Sorten mit diesem „einzigartigen Geschmacksprofil“ auf den Markt zu bringen. Ich mein das „Pale Ale“ schmeckt wie das normale „Becks“. Das ist eigentlich unglaublich, da es ja angeblich Cascade beinhalten soll. Haben die wirklich keine Ahnung? Oder ist es der gewisse „Becks-Bestrahlungs-Satz“ der den typischen „Geschmack“ hervorruft? Ich mein andere haben es ja irgendwie auch geschafft. Das Köstritzer Pale Ale hat zwar eine Menge Ecken und Kanten, aber irgendwie ja dadurch auch einen Geschmack. Das Störtebeker Atlantik Ale, auch großflächig im Supermarkt angeboten, schmeckt sogar richtig gut für ein Supermarkt-Pale Ale.

Ich kann mir das Ganze nur so erklären, dass Becks unter einer „falscher Flagge“ unterwegs ist. Sie wollen den „Bier-Trinkern“ zeigen, wie scheiß langweillig ein „Pale Ale“ schmecken kann und das es sich nicht lohnt mehr Geld dafür auszugeben, da man im Endeffekt auch nicht mehr davon hat. Lieber bei der „Standard-Pils-Plörre“ bleiben, ist ja eh kein Unterschied, und den Geldbeutel schonen. Für diese „False Flag“ Mission hat Becks alle Register gezogen: Launch-Events, Blogger-Netzwerk aufbauen (was bein den Bierbloggern grandios gescheitert ist!), Virale Marketingkampagnen, Produktdesign, TV-Spots und so weiter. Doch nur eines haben sie wirklich vergessen (vielleicht ja mit Absicht): Das Bier!

AB-Inbev hat Angst, dass der Stammtrinker sich weiter abwendet und der Konsum einbricht, dass die Absatzzahlen sinken und somit der Gewinn und das Gehalt der Top-Manager! Deswegen lieber zeigen, dass es sich nicht lohnt „Pale Ale“ zu trinken. Die Wende und die Bier-Revolution ist im „Pils-Land“ Deutschland allerdings bereits lang angekommen. Der Konsument weiß mittlerweile wie ein „Pale Ale“ zu schmecken hat. Er kann unterscheiden, er versteht Bier mehr als vor zwei oder drei Jahren. Es ist ja nicht so, dass nur wir „Experten“ dem „Becks Pale Ale“ keine gute Verfassung nachsagen würden. Mittlerweile greifen Menschen vermehrt zu geschmacksstarken Bieren von kleinen Brauereien. Gastronomen überarbeiten ihre Getränkekarten, Magazine aller Art berichten über die Bierwende, Supermärkte stocken auf und auch einige deutsche Bierkonzerne tragen ihren Teil dazu bei, dass der Konsument sich weiter zum „echten“ Bier orientiert und „bewusster“ einkauft.

In der aktuellen Pressemeldung von Becks heißt es weiter:
„Wir haben dabei nicht den Anspruch, ein kleines, lokales Craft-Bier zu sein. Das erwartet der Konsument nicht von einer internationalen Marke wie Beck’s. Wir zielen mit den Produkten in die Kategorie „Internationale Biere“ und weniger in die „Craft“-Ecke“!

Gut, dass dies noch mal geklärt wurde! Eigentlich ist es mir auch egal wohin Becks zielt und auch in Zukunft zielen wird. Eins ist jedenfalls sicher, sie haben kräftig vorbeigezielt, ob mit Absicht oder nicht. So viel Finanzkraft, so viel „Know-How“ und trotzdem so wenig Fähigkeit etwas umzusetzen, was auch nur annähernd das ist was es sein soll! Es ist wirklich schön zu sehen, dass der Kompass vieler Biertrinker bereits neu und richtig eingestellt ist. Jetzt heißt es Segel setzen und volle „CRAFT“ voraus!

Prost!

Die Spots will ich euch natürlich nicht vorenthalten!

TV Spot

Pils-Spot

Lager-Spot

Pale Ale-Spot

Quelle: Anheuser-Busch InBev | ab-inbev.de | becks.de

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VCBW2015Logo

Video: Vancouver Craft Beer Week 2015

Als ich vor drei Jahren in die schöne Stadt Vancouver kam, fand gerade mal die dritte Vancouver Craft Beer Week statt. Damals noch mehr oder weniger in den „Kinderschuhen“ hat sich die Stadt und die VCBW zu einer der Craft-Beer Hotspots entwickelt! Allein im letzten Jahr eröffnete eine zweistellige Zahl an Brauereien und auch für 2015 sind noch einige in Planung. Dazu etliche Bars, Liquor Stores und Veranstaltungen rund um Craft Beer. Die VCBW hat ihren Teil von Anfang an dazu beigetragen und konnte mit diversen Veranstaltungen und einem ordentlichen Bierfestival zur Entwicklung der Stadt beitragen. Mittlerweile ist sie das größte Bierfestival Kanadas und am Abschlussfestival nehmen mehr als 100 Brauereien teil! In Berlin haben wir mit der Berlin Beer Week ein ähnliches Konzept und ich bin gespannt wie es sich bei seiner Premiere Mitte Juni bewähren wird. Mehr dazu demnächst!

Sinn der Sache einer solchen Beer Week ist meiner Meinung nach die Stärkung der Craft Beer Community und das gemeinsame Feiern des guten Bieres. Es ist mehr ein Event von der „Community“ für die „Community“. Eine Zeit, in der sich die Szene auch ganz egoistisch selbst feiern kann und darf. Natürlich sind die zahlreichen Events offen für alle und laufen meist über einen Ticketvorverkauf. Es lohnt sich ein Blick auf die Eventliste der VCBW zu werfen.

Jedenfalls sorgten die Teaser für die VCBW immer wieder für Erheiterung und so konnte auch das Video für das Jahr 2015 mehr als überzeugen, vorallem weil es an den wunderbaren Werbespot von Budweiser aus dem NFL Superbowl angelehnt wurde.

Anfang September reise ich für einige Zeit wieder in die „alte Heimat“ nach Vancouver an die Westküste Kanadas und bin sehr gespannt und voller Vorfreude was es alles neues zu entdecken gibt! Ich werde berichten!

LUMBERJACKS from Vancouver Craft Beer Week on Vimeo.

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BraufestBerlin2015Logo

Das sind die Brauereien beim Braufest Berlin 2015 – 14. bis 17. Mai!

Lange hat es gedauert doch nun ist das „Brauerei Line-Up“ des Braufest Berlin 2015 endlich online gegangen. Bereits zum dritten Mal wird das RAW-Gelände vom 14. bis 17. Mai Anlaufpunkt aller Bierliebhaber aus Berlin und darüber hinaus. Dieses Jahr haben die Veranstalter sich nicht lumpen lassen und fahren ein wirklich imposantes Programm auf! Das Ganze wird garniert mit Streetfood von der „Neuen Heimat“, Sauerei, Szimpla-Kaffeehaus-Budapest und verschiedenen Bier-Tastings und Veranstaltungen der Berlin Beer Academy sowie natürlich durch die einzigartige Outdoor-Atmosphäre! So wie viel BUM, BANG und REMIDEMI!

Wünschen wir den Veranstaltern viel Erfolg bei der Durchführung und trinken ein Bier darauf, das alles „läuft“! Mehr gibt´s eigentlich nicht zu sagen außer: HIN DA!
Facebook_Veranstaltung: klick

Tolle Location, geile Atmosphäre und leckere Biere! (c) Braufest-Berlin.de

Tolle Location, geile Atmosphäre und leckere Biere! (c) Braufest-Berlin.de

(c) Braufest-Berlin.de

(c) Braufest-Berlin.de

braufest-berlin-2013-news1

Aus Berlin:

Bierfabrik Berlin
Brauhaus in Spandau
Brauhaus Lemke
Brautopie
BrewBaker
BRLO
Flessa Bräu
Flying Turtle
Heidenpeters
Hopfenkapelle
Hops & Barley
Schoppe Bräu
Spent Brewer’s Collective
Vagabund Brauerei
Wasser und Brot

Special: „Das Braufest Bier“
presented by Hopfenreich & IPA Bar

Aus Deutschland:
kuratiert von der Berlin Beer Academy

Ale-Mania
BrauKunstKeller
BraufactuM
Brauhaus Riegele
Brewcifer
Buddelship Brauerei Hamburg
Camba Bavaria
Craftwerk
Kehrwieder Kreativbrauerei
Kuehn Kunz Rosen
Mashsee Brauerei
Ratsherrn Brauerei
Riedenburger Brauhaus
Schneider Weisse
Störtebeker Brauspezialitäten
Tilmans Biere
Wildwuchs Brauwerk

Aus der Welt:

Bierzauberei (AT)
BIIR (ES)
Birrificio Lambrate (IT)
Břevnovský klášterní pivovar sv. VojtÄcha (CZ)
Brew Age (AT)
BrewDog (UK)
Cervesa Marina (ES)
Crate Brewery (UK)
Duvel-Moortgat (BE)
Élesztő Pub (HU)
Evil Twin Brewing (US)
Hopfanatic Sörfőzde (HU)
HumanFish Brewery (SLO)
Kompaan (NL)
La Pirata Cervesa Artesana (ES)
Legenda Sörfőzde (HU)
Lervig Aktiebryggeri (NO)
Liechtensteiner Brauhaus (LI)
Loncium (AT)
Lucky Bastard (CZ)
Monyó Brewing (HU)
Northern Monk Brew Co. (UK)
Pivo Falkon (CZ)
Pivovar Ikkona (SK)
Pivovar Nomád (CZ)
Põhjala (EST)
Salón Piva (SK)
Schwarzbräu (AT)
Setka Pub (PL)
Steamworks Brewing Co. (CA)
Stone Brewing Co. (US)
vandeStreek bier (NL)
zip’s brewhouse (HU)

Cheers!

– – – – – – – — – – – – – – – – – – – – –

Braufest Berlin 2015
Revaler Str. 99, 10245 Berlin-Friedrichshain
S-Bahn / U-Bahn Warschauer Str.
Tram M10 Revaler Str.
S-Bahn Ostkreuz
www.braufest-berlin.de

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cbc2015Logo

Mikkeller`s Copenhagen Beer Celebration 2015

Am kommenden Donnerstag geht´s für mich ab nach Kopenhagen. Die Copenhagen Beer Celebration 2015 steht an und wird Beerfreaks aus aller Welt in der wunderschönen Hauptstadt Dänemarks vereinen. Bereits zum vierten Mal veranstaltet das Mikkeller Team dieses einzigartige Bier-Event der Extraklasse! Allein beim durchsehen der teilnehmenden Brauereien läuft jedem Bierliebhaber das Wasser im Munde zusammen. Schon im letzten Jahr hatte ich die Möglichkeit die Veranstaltung zu besuchen und zu meiner großen Freude war mit Freigeist Bierkultur sogar ein junger deutscher Brauer mit am Start – dieses Jahr ist Deutschland nicht dabei! Einen schönen Bericht mit schicken Fotos über die letztjährige CBC findet ihr bei Hopshysteria.de – der ebenso dieses Jahr mit einigen weiteren bekannten Bierfreaks wieder dabei sein wird! Ich freu mich! Dieses Jahr wird die CBC noch mit der „Mikkeller Beer Week“ flankiert. Zahlreiche Events, Tap-Takeovers, ein Beer-Lauf und vieles mehr runden die Hauptveranstaltung ab. Pünktlich wurde auch der neue Brewpub „WarPigs“, eine Zusammenarbeit von Mikkeller und Three Floyds, fertiggestellt. Geilstes Bier und smoked BBQ – Herz was willst du mehr?!

(c) Lieblingsbier.de

(c) Lieblingsbier.de

Insgesamt finden an zwei Tagen vier Sessions statt. Zu jeder Session gab es im Vorverkauf eine gewisse Anzahl an Tickets. Ebenso wurde ein Ticket verkauft was berechtigt an allen vier Sessions teilzunehmen. Ziemlich krass bei einer Anzahl von 45 Brauereien, die allesamt ihre „verrücktesten Biere“ mitbringen sollen. Ich freu mich auf etliche unterschiedliche Fasslagerungen, saure Kreationen, Gewürze, Früchte und tiefe, schwere Biere . Das wird ein Feuerwerk für die Geschmacksknospen die definitiv Höchstleistung zeigen müssen!

Das Konzept der CBC sieht vor, dass eine Session 4,5 Stunden dauert. Zwei finden am Vormittag und zwei am Nachmittag statt. Jede Brauerei hat insgesamt acht verschiedene Biere dabei. Zu jeder Session werden zwei Biere an den Hahn genommen. Ist das Fass leer, gibt es kein Nachschub. Absolut speziell und exklusiv! Jeder Besucher bekommt ein kleines Verkostungsglas und kann dann von Stand zu Stand tingeln. Wer jetzt an heftiges „Massensaufen“ denkt, der kann ganz beruhigt sein. Das Ganze läuft unglaublich entspannt ab und es geht voll und ganz um den Genuss des Bieres. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt. Die Tickets sind meist im Vorverkauf, der ungefähr ein halbes Jahr vorher beginnt, in der ersten Stunde ausverkauft, so groß ist die Nachfrage und ja, es lohnt sich!

Einen kleinen Eindruck gibt es im folgenden Video:

Copenhagen Beer Celebration 2013 from The Evening Brews on Vimeo.

Hier könnt ihr ein kurzes Interview mit Jacob Almsig von Mikkeller lesen.

Beim Blick auf die „TAPLIST“ kann man sich geistlich und körperlich schon mal vorbereiten was da von folgenden Brauereien kommen wird. Schaut sie euch an:

4 Sessions – 45 Brauereien – 360 Biere!

18th Street Brewing (USA)
3Floyds Brewing (USA)
7th Sun Brewery (USA)
8Wired Brewing (New Zealand)
Alpha State (UK)
AleSmith Brewing (USA)
Arizona Wildnerss (USA)
Amager Bryghus (DK)
B. Nektar Meadery (USA)
Bagby Beer Company (USA)
Baird Beer (Japan)
Beavertown Brewery (UK)
Bell´s Brewery (USA)
Boneyard Beer (USA)
Boxing Cat (Shanghai)
Brekeriet (Schweden)
BrewDog (UK)
Buxton Brewery (UK)
Cellarmarker Brewing (USA)
Cigar City (USA)
Cigar City Cider & Mead (USA)
Crooked Stave (USA)
Cycle Brewing (USA)
Edge Brewing (Spanien)
Firestone Walker (USA)
Gigantic Brewing (USA)
Green Flash Brewing (USA)
Gypsy Inc (worldwide)
Jackie O´s Pub&Brewery (USA)
Jester King (USA)
Lervig (Norwegen)
LoverBeer (Italien)
MAD (Dänemark)
Magic Rock Brewing (UK)
Mikropolis (Dänemark)
Omnipollo (Schweden)
Side Project (USA)
Siren Craft Brew (UK)
Stillwater (USA)
Surly (USA)
Superstition Meadery (USA)
The Kernel (UK)
Tired Hands Brewing (USA)
To Ol (Dänemark)
Virtue Cider (USA)
Way Beer (Brasilien)
Westbrook (USA)

(c) Lieblingsbier.de

(c) Lieblingsbier.de

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0006005-6er-probierset-heidenpeters-berlin-kreuzberg

Gewinnspiel: Heidenpeters Probier-Paket von Bierpost.de [BEENDET]

Die kleine Brauerei Heidenpeters aus der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg hat in den letzten Wochen ein neues Bier-Lineup mit einem neuen äußerlichen Erscheinungsbild an den Start gebracht. Da die Biere zum Großteil nur in Berlin verfügbar sind und so die restlichen Bierfans selten eine Möglichkeit haben die Kreationen von Johannes Heidenpeter zu probieren, verlost Lieblingsbier.de in Zusammenarbeit mit der Bierpost ein feines Heidenpeters Probier-Paket mit allen sechs verfügbaren Sorten.

Vor allem das American Pale Ale sucht meiner Meinung nach seines Gleichen! Eine unglaublich intensive Fruchtigkeit von Mango, Grapefruit, Orange, Litschi und Ananas, die durch die verwendeten Hopfensorten Citra, Amarillo und Cascade ins Bier kommt. Dazu eine feine Bitterkeit und ein intensiver runder Geschmack. Ein Bier, dass mit zu den besten seiner Art gehört und nie langweilig wird. Dies sage ich übrigens nicht, weil ich bei Heidenpeters arbeite, sondern weil es verdammt noch mal so ist! Aktuell bin ich ebenfalls großer Fan des German Style IPAs. Die Idee dahinter liegt in der Verwendung deutscher Hopfensorten, aktuell deutscher Cascade, Polaris und Perle. Diese Konstellation ändert sich immer wieder, so wurde der nächste Sud mit Mandarina Bavaria gebraut. Das German Style IPA hat eine intensive Erdbeernote, Pfirsich und etwas Harzigkeit im Geschmack. Es ist leicht vom Körper, sehr rund und wird von einer langanhaltenden nicht zu intensiven Bitterkeit begleitet. Geschmacksstark aber auch elegant!

Heidenpeters Pale Ale

Heidenpeters German IPA

Demnächst bekommt Heidenpeters eine neue Brauanlage. Selbe Größe (5 HL) aber moderner in der Technik. So kann die Produktion verdoppelt werden, da aktuell die Nachfrage bei weitem höher ist als die Produktionskapazität. In Zukunft wird es dann neben den sechs „Standardsorten“ verschiedene saisonale Biere und Sondersude geben und die Verfügbarkeit ausgedehnt. Spannende Zeiten für alle Bierliebhaber!

Lasst euch die Chance auf dieses leckere Probier-Set nicht entgehen und nutzt die Möglichkeit auf lecker Bier in Form von Pale Ale, Thirsty Lady, German Style IPA, American IPA, German Stout und ein Smoked Porter. Alles durch die Bank mit Ecken und Kanten sowie viel Geschmack eingebraut. Natürlich könnt ihr die Biere auch einfach direkt bei der Bierpost.de bestellen – der Vorrat ist wie immer sehr beschränkt, also lieber nicht zögern!

Gewinnspiel-Logo

Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte hinterlässt einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und erzählt uns welches aktuell sein Lieblingsbier ist.

Das Gewinnspiel endet am Freitag, 1. Mai 2015, um 12 Uhr!

Der Gewinner wird zufällig aus allen Teilnehmer ausgewählt und per Email benachrichtigt.

Mitmachen darf jeder, der das 18. Lebensjahr überschritten hat. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach Beendigung des Gewinnspiels wieder gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

UPDATE

Vielen DANK an alle die Mitgemacht haben – der Gewinner wurde zufällig ausgewählt und benachrichtitg!!

Heidenpeters-Produktbanner

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BrewDog Bars 1

BrewDog Bar Berlin eröffnet Ende 2015

Vor ungefähr 1,5 Jahren kündigte BrewDog an, eine ihrer Bars in Berlin eröffnen zu wollen. Dann passierte erst mal nichts und seit der Ankündigung ist viel Wasser die Spree runter geflossen. Die Gerüchte über Zeit und Ort hielten sich allerdings hartnäckig. Zwischendurch wurde noch mal eine BrewDogs Folge in Berlin gedreht. Diese aber eher mit Greg Koch als mit Berlin, schade! Erst heute hörte ich dann noch, dass das Projekt auf „Eis“ gelegt wurde. Doch allem Anschein nach ist es mittlerweile konkret geworden mit BrewDog und der Hauptstadt und die Bar eröffnet wahrscheinlich doch noch vor dem Berliner Flughafen.

Der Laden wird in der Ackerstrasse 28 in Berlin Mitte sein. Eine fantastische Lage, ganz klar. Direkt angeschlossen an den internationalen „Mitte-Ausgehkiez“ mit wunderbaren Bars und Restaurants. Auch die Kaffee- und Bierbar Kaschk, so wie einige weitere gute Kaffeeläden sind in unmittelbarer Nähe. Thematisch passt BrewDog perfekt nach Berlin-Mitte. Kreuzberg oder Neukölln wäre zu „rough“, Friedrichshain zu sehr „feier-vollgas!, Prenzlauer Berg ist zu „schick“ und der Westen sowieso noch „halb tot“. Auch wenn „Mitte“ eigentlich nicht mehr „in“ ist und viele Berliner diesen Teil der Stadt verabscheuen weil zu sehr „hip“ und vor allem zu „teuer“, BrewDog wird hier bestimmt seinen Platz finden. Preislich sicherlich den umliegenden Attraktionen angepasst! Aber mittlerweile gibt es ja auch einige gute Alternativen für „geiles Bier“, die den Geldbeutel etwas mehr schonen. Wobei die Berliner Craft-Bier Gastronomie teilweise sehr hohe Preise hat.

Laut dem aktuellen Beitrag auf der BrewDog Webseite gibt es die Schlüsselübergabe im September und die Eröffnung ist bereits für Ende 2015 angekündigt. Wer Berlin kennt, kann sich allerdings schon auf Anfang/Mitte 2016 einstellen. Was euch in den BrewDog Bars so erwartete, könnt ihr hier im Beitrag nachlesen: „10 Dinge über BrewDog Bars“

Ich wünsche BrewDog und dem Team viel Erfolg in der Hauptstadt und darauf, dass die schottischen Hunde die bereits blühende und kreative Berliner Bierszene bereichern werden. Willkommen!

(c) Bild BrewDog.com

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reinheitsgebot_schild_neu

Wir brauchen ein Reinheitsgebot 2.0!

Beim Tag des deutschen Bieres geht es vor allem um das Reinheitsgebot. Dieses dient in Deutschland vor allem zur Bewahrung der Interessen der Brauindustrie. Deswegen wird es auch vom Deutschen Brauerbund, der eine Lobbyvertretung der Brauindustrie ist, stets gewürdigt und hervorgehoben. Meist mit dem Zusatz, dass es uns Verbraucher vor „Panscherei“ beschützt. Alles was also nicht nach dem Reinheitsgebot (Bierverordnung von 2005) läuft, darf in Deutschland nicht als Bier verkauft werden. Dies bezieht sich allerdings rein auf in Deutschland „gebraute Biere“, also auch auf deutsche Brauereien, die ja der Brauerbund vertritt. Hat der eigene Lobbyverband also Angst, dass seine eigenen Mitglieder anfangen würden zu „Panschen“? Oder dreht es sich wohl doch um den Slogan „Made by the Reinheitsgebot“, dass tatsächlich im Ausland beim „Biertrinker“ für „Qualität“ steht. Im Ausland produziertes Bier mit Zusätzen darf in Deutschland als Bier verkauft werden. Dies regelte der Europäische Gerichtshof bereits 1987 nachdem der Brauerbund dagegen klagte und verlor.

Wer heutzutage in Deutschland ein Wit-Bier mit Koriandersamen und Orangenschalen brauen möchte, darf dies nicht unter der Bezeichnung „Bier“ in den Verkehr bringen. Er muss sich um eine Ausnahmegenehmigung bemühen. Wird diese erteilt, darf er es „Besonderes Bier“ nennen. In Bayern werden diese Ausnahmengenehmigungen nicht erteilt und aktuell darf ein Wit-Bier, wie oben beschrieben, in Bayern nicht in den Verkehr gebracht werden. Auch nicht unter Begriffen wie „Brauspezialität“ oder Ähnliches. Der Bayrische Brauerbund geht aktuell rigoros dagegen vor. Brauereien wie Camba Bavaria und andere mussten bereits Biere vom Markt nehmen, da sie in Bayern z.B. mit Kaffeebohnen oder Orangenschalen gebraut wurden. Bei der kleinen fränkischen Brauerei Pax Bräu kam die „Überwachungsabteilung des Reinheitsgebots“ sogar in die Brauerei, schaute sich alles an und beschlagnahmte Etiketten zur „internen Überprüfung“. Ein starkes Stück! Pax Bräu hat seit Anfang des Jahres „Kein Bier!“ auf seinen Etiketten stehen. Wie dieses Urteil aussehen wird ist aktuell noch nicht klar. Ich bleibe hier natürlich dran!

Jedenfalls kann und darf es so nicht weiter gehen. Brauereien wie Hanscraft mit Sitz in Aschaffenburg brauen dann bei befreundeten Brauereien, zum Beispiel bei Mashsee in Hannover, ein Witbier und vertreiben dieses dann unter „Besonderes Bier“ auch in Bayern.

Wir brauchen eine Veränderung! Wir brauchen ein Reinheitsgebot 2.0! Die Welt bleibt nicht einfach stehen, nur weil man sich selber nicht dreht. Der Brauerbund muss aufwachen und die aktuelle Chance nutzen etwas zu verändern, ja quasi voranzutreiben und sich nicht weiter versperren. Leider ist der Brauerbund eine Lobbyvertretung der Konzerne und die haben natürlich kein Interesse an „Besonderen Bieren“. Wir haben in Deutschland extrem viele Brauereien, deutsches Bier hat ohne Zweifel einen sehr guten Ruf weltweit, vor allem auf Grund des Marketingbegriffes „Made by the Reinheitsgebot“. Wer sich allerdings etwas näher mit Bier beschäftigt, und das machen aktuell ziemlich viele Menschen und es werden nicht weniger, der kommt schnell zu der Ansicht, dass das Reinheitsgebot eine Bremse ist und das Bierland Deutschland weiter zurückwerfen wird.

Es müssen kreative und vor allem kleine Betriebe gefördert werden. Jeder redet aktuell von mehr „Wertigkeit beim Bier“. Wer verleiht dem Bier aktuell mehr Wertigkeit? Sicherlich nicht Becks oder Krombacher! Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer möchte, dass Deutschland als Insel vor sich hin austrocknet!?! Oder etwa doch? Will man bewusst am aktuellen Reinheitsgebot als Marketinginstrument festhalten, will man bewusst modernen Bier-Querdenkern den Hahn zu drehen? Will man die Großkonzerne fördern? Anscheinend schon.

Wir brauchen eine Alternative zum Brauerbund. Ein unabhängiger Verband, ähnliches wie die „Freien Brauer“, die durchaus das Potential haben hier Partei zu ergreifen. Mittelständische Brauereien müssen jetzt die Initiative ergreifen und voran gehen. Den Zug übernehmen und Gas geben. Potential ist genug vorhanden, lasst es nicht einfach verkommen!

Das „Reinheitsgebot“ muss nur wieder an Wertigkeit gewinnen und als echtes Qualitätsprädikat stehen. Es muss entmystifiziert werden und sich den aktuellen Rahmenbedingungen anpassen.

Wie das aussehen könnte habe ich einfach mal frei skizziert:

1. Eine unabhängige „Reinheitsgebots-Behörde“ kontrolliert die Brauereibetriebe und bewertet diese nach zuvor festgelten „Reinheitsgebots – Standards“. Diese Standards zielen nicht nur auf die Verwendung der Rohstoffe, sondern auch auf andere Unternehmerischestandards wie Mitarbeiterpflege, Einkauf, Vertrieb, Marketing, etc.

2. Diese Standards im Bezug auf das Reinheitsgebot beinhalten: Während eines Brauvorgangs (dieser beginnt beim Erhitzen des Maischewassers und endet bei der Abfüllung!) darf die Brauerei tatsächlich NUR Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwenden. Keine weiteren Mittel und Zusätze die das Bier stabilisieren und am Ende wieder herausgefiltert werden könnten (Ich denke, dass 100% der Großbrauereien den Slogan „Made by the Reinheitsgebot“ verlieren würden!)

3. Nur diese Biere, die nach den zuvor festgelten Standards hergestellt werden, dürfen das Prädikat „nach dem Reinheitsgebot gebraut“ tragen.

4. Wir brauchen eine 100% Kennzeichnung der Inhaltsstoffe: Egal ob Farbmalze, Zusatzstoffe, E Nummer, Pfefferkörner, Malze, Orangenschalten, etc. ALLES was im Produkt enthalten ist, steht als „Zutat“ auf dem Etikett. Jeder Konsument hat so die Möglichkeit selbst zu entscheiden.

5. Alle anderen Biere, die heutzutage unter dem Begriff „Besondere Biere“ oder „Brauspezialitäten“ laufen, sprich Biere die mit weiteren natürlichen Zutaten wie Gewürzen oder Früchten gebraut sind, dürfen als Bier bezeichnet werden, wenn der „Großteil“ der Zutaten aus Malz und Hopfen besteht.

6. Wenn ein „Bier“ mit Zusatstoffen, „natürlichen Aromen“ oder anderen chemischen Zusätzen versetzt ist, darf dieses „Produkt“ nicht Bier heißen und ebenso keine Bezeichnung tragen die Ähnlichkeiten zum Bier hervorrufen kann.

Ein Reinheitsgebot, wenn es funktionieren würde, ist in der heutigen Lebensmittelwelt die zugekleistert ist von Zusatzstoffen, E-Nummern, künstlichen Aromen, etc. wirklich etwas ganz wunderbares. Aktuell funktioniert es aber nicht. Es wird getrickst, gemauschelt und gemahnt! Das Reinheitsgebot ist heutzutage ein reines Marketinginstrument und nicht dem Verbraucherschutz verschrieben. Dies gilt es zu ändern. Jetzt!

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Firestone Walker Brewing Tasters (c) Lieblingsbier.de

Craft Beer ist Geschmackssache!

Oft höre und lese ich, dass es sich beim so genannten „Craft Beer“ automatisch um lecker schmeckendes Bier handeln muss/soll. Dies ist natürlich Blödsinn!. „Craft Beer“ bedeutet vor allem geschmacksstark, was aber noch lange nicht bedeutet, dass es lecker schmeckt. „Craft Beer“ meint zurück zum Ursprung, zum Handwerk und zum kreativen Denken über die Art und Weise des Brauprozesses. Vor allem letzteres macht das geschmacksstarke Bier aus und beim Brauen ist es wie beim Kochen, der Brauer bestimmt wie es zu schmecken hat.

Natürlich geht es beim Bier um Geschmack. Ich denke sogar der „Geschmack“ ist das entscheidende Kriterium. Im besten Fall schmeckt es dem Brauer und deswegen findet er es lecker schmeckend, steht hinter seinem Produkt und verkauft dieses. Das heißt aber noch lange nicht, dass es allen anderen schmecken muss. Habe ich allerdings einen ähnlichen Geschmack wie der Brauer, dann schmeckt es mir natürlich auch. Der Brauer steht im Mittelpunkt, da er über den Geschmack seines Bieres entscheidet. Ähnlich wie beim Besuch eines Restaurants. Hier entscheide ich mich „meistens“ auch nach dem Geschmack des Essens. Gute Köche kochen nicht massentauglich und der Restaurantbesuch wird unter „so lala“ abgestempelt.

„Craft Beer“ ist von Grund aus geschmacksstark. Wenn etwas geschmacksstark ist, dann schmeckt es nur einer Minderheit. Das schöne daran ist der Fakt, dass es überhaupt schmeckt! Dies ist bei Großindustriebrauern nicht der Fall, da diese Produkte möglichst ALLEN schmecken müssen. Um etwas allen schmackhaft zu machen, darf es nach nicht viel schmecken, sonst würde es nicht allen schmecken. Klingt logisch oder?! Wenn etwas für die Masse taugen muss, dann muss es glatt und rund sein und darf keine Ecken und Kanten haben. Sobald etwas Ecken und Kanten hat schmeckt es nicht mehr allen. „Craft Beer“ hat vom Ursprung an Ecken und Kanten und somit schmeckt es nicht allen. Für mich mit das schönste beim „Craft Beer“ ist die Diskussion über den Geschmack.

„Craft Beer“ ist also Geschmackssache. Ob gut oder schlecht ist subjektiv dem persönlichen Geschmack geschuldet. Das ist das schöne am Geschmack und deswegen sind wir Menschen auch so unterschiedlich, weil Geschmack unterschiedlich ist. Egal ob bei Bier, Wein, Essen, Mode, Musik, Autos, Möbel und vielen anderen Dingen des Lebens.

Die Diskussion über „Craft Beer“ und Geschmack wird übrigens niemals aufhören, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. In diesem Sinne: Prost!

Die Worte „Craft Beer“ und „Geschmack“ wurden mit Absicht inflationär genutzt!

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Die Macher: Attila Kiss, Daniel Bart und Mark Hinz

Neueröffnung: IPA Bar Berlin – Update!

Die Zeitabstände zwischen Ankündigungen und Neueröffnungen geiler Bierbars nehmen aktuell rasant ab. Die Hauptstadt ist hier der natürliche Schmelzofen der deutschen Bierszene und im Vergleich zum Rest Deutschlands auf seiner ganz eigenen Reise. Dies gilt es zu akzeptieren und vor allem hier und da nachzuahmen, gern mit eigenem Stil und nicht als Kopie. Die Macher der Hopfenreich Craft Beer Bar holen jedenfalls zum zweiten Schlag aus und werden bereits am Wochenende, 10. und 11. April, die „IPA Bar Berlin“ im Berliner Stadtteil Neukölln eröffnen. Bam!

Der Name ist Programm und so wird es zur Eröffnung mehr als 100 verschiedene India Pale Ales aus aller Welt in der Flasche geben. Dazu zunächst zwei Biere vom Hahn und in Zukunft dann fünf! Ebenso ein musikalisches Rahmenprogramm mit DJs, die auch in Zukunft am Wochenende die Plattenteller drehen werden. Fertig ist der Laden noch nicht ganz, doch für die Eröffnung reicht es schon mal. Ähnlich wie im Hopfenreich ist auch in der IPA Bar so gut wie alles selber gebaut – Lampen, Tische und natürlich das Herzstück, die Bar!

Der Fokus wird ganz klar auf den hopfigen Bierstilen und ihren Varianten liegen, doch gibt es natürlich auch ein paar weitere Sorten im Ausschank. Persönlich denke ich, dass das Konzept eine Bar einem bestimmten Bierstil zu widmen schon gewagt ist, doch irgendwie hat es auch seinen Reiz und das Team der „IPA Bar“ kann sich voll und ganz darauf konzentrieren die geilsten IPAs nach Berlin zu holen – als kleine Anregung hier schon mal eine ganz interessante Liste beim Pastemagazine: Ebenfalls hat der Bierstil IPA mittlerweile seine eigene Bar verdient oder was denkt ihr?

IPA Bar Tresen

IPA Bar Tresen

IPA Bar digitaler Kamin

IPA Bar digitaler Kamin

IPA Bar - red lights

IPA Bar – red lights

Opening

Fr 10.04. um 20 Uhr
Bar, Tanz, Live-Action
DJs Wild Zero, Überraschungs-DJane | Disco-Electro-Punk-Hits aus den 80ern, 90ern, 2000er
live: The Photsans | 90sCoverTrashPunk

Sa 11.04. | 20 Uhr
Bar & Tanz
DJs Foxy Boxer, Bianca Kruk | Electro, Rocksteady, Noisy Guitars & Rap meets Psychwave, Dancehouse, Post & Early Everything

Öffnungszeiten im April:
10. + 11.04. Opening

16.-18.04. | ab 18 Uhr
23.-25.04. | ab 18 Uhr

ab Mai dann Mi, Do, Fr, Sa, So ab 18 Uhr

IPA Bar Berlin
Karl-Marx-Str. 195
12055 Berlin

Mehr Infos hier: klick

Bild: Attila, Daniel und Mark – Die Macher vom Hopfenreich und dem Braufest Berlin

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Bierempfehlung: Buddelship Kohlentrimmer Schwarzbier

In der Hansestadt Hamburg ist das große „Craft Beer Schiff“ seit einiger Zeit bereits vor Anker gegangen. Kehrwieder hat seinen Heimathafen gefunden, Esther funkt weiterhin stetig und gut gelaunt aus dem Bierland Hamburg, Ronald und Max haben sich frei gemacht und den Brausturm entfacht, Grafiker und Bloggerkollege Klaas von Hops Hysteria findet seinen Weg in das Biergeschäft, Bierbars wie das „Alles Elbe“ eröffnen, der Brewcifer spuckt sein Feuer und Ratsherrn dümpelt vor sich hin. Aber auch „rumdümpeln“ ist wichtig und so hat Ratsherrn mit seiner Finanzkraft im Rücken das Eis gebrochen und den Weg für die anderen Schiffe geebnet. Eines dieser Schiffe bekommt immer mehr an Kielwasser und nimmt weiter an Fahrt auf. Es hört auf den Namen Buddelship und ist mit seinem Kapitän Simon Siemsglüß drauf und dran die Bierwelt im Sturm zu erobern.

Simon kümmert sich auf der einen Seite um die „neue Welt“ in Form von IPAs, Saisons, Porters und so weiter und auf der anderen um die „alte Welt“ und braut auch Weißbier, Pils und andere klassische Sorten. Alle Biere sind durch die Bank sehr gelungen und zeichnen sich durch eine hohe Trinkbarkeit aus. Buddelship macht kein großes Gebims um seine Biere, die Brauerei ist straight nordisch und genau das schätze ich an ihr und natürlich auch an Simon! Tolles Auftreten, hoher Wiedererkennungswert und angenehmer Gesprächspartner – bleib so wie du bist Buddelship! Wie der Brauer so die Brauerei sag ich mal dazu ;-)

Jetzt aber zum Bier…

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Das Schwarzbier nennt sich „Kohlentrimmer“ und ist absolute Extraklasse! Tiefdunkel und blickdicht, cremiger und dichter Schaum. Der Duft breitet sich im Raum aus. Man könnte meinen es ist Schwarzkohle die gerade verfeuert wird. Doch es ist mehr das sagenhafte intensive Röstmalz oder brennt vielleicht doch irgendwo ein Feuer? Schnell löschen! Leichte Raucharomen in der Nase, frisch gebrühter Kaffee, etwas Lakritz. Cremiger Antrunk, perfekte Dosierung der Kohlensäure, angenehm weich und rund. Dazu sehr geschmacksintensiv, frisch, Röstmalz, Kakao, Kaffee, Schokolade – geil! Der Abgang dezent, weich und trotzdem intensiv und lang mit einer feinen Bitterkeit. Ich bin begeistert. Dieses Schwarzbier ist extrem „leicht“ aber trotzdem „komplex“ und tiefgründig. 5,3 Vol.-% und voller Geschmack! Geradezu unfassbarer Geschmack für ein „klassisches Schwarzbier“!
Passt hervorragend zu geräuchertem Schinken, Salami mit Fenchel, Schwarzbrot, Butter, Heringe, Fischbrötchen, Aal, Makrele, Bratwurst, BBQ Rips, Pulled Pork, Chilli! Gerne deftig und fettig! Hunger….Durst…!! Weitermachen lieber Simon! Danke!!

Buddelship Kohlentrimmer Schwarzbier gibt´s bei der Bierpost oder eurem Bierdealer des Vertrauens! Kaufen und genießen!

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Video Edible Films: Garrett Oliver, Brooklyn Brewery

Garret Oliver ist für mich eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der neuen Bierwelt. Seine Philosophie, sein Auftreten und sein Elan für gutes Bier sind bewundernswert. Selbstverständlich ist er ein Charakter-Typ, der hier und da mit seiner Art aneckt. Doch genau das finde ich gut! Ähnlich wie Greg Koch (Stone Brewing), Mikkel Borg Bjergsø (Mikkeller) oder James Watt (BrewDog). Genau diese Charakter-Typen sind immens wichtig, wenn es um den Kampf für gutes Bier geht. Dieser wird vor allem von Persönlichkeiten getragen, die auffallen und die Öffentlichkeit auf sich ziehen. In Deutschland nenne ich hier Oliver Wesseloh (Kehrwieder Kreativbrauerei), Alexander Himburg (Braukunstkeller) und Thorsten Schoppe (Schoppe Bräu) erwähnen.

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Das Video zeigt neben den sehr starken Worten von Garrett Oliver auch einen Einblick in die Produktion am Stammsitz in Brooklyn, New York. Geschichtliches und Hintergründe zu Garrett Oliver und der Brooklyn Brewery findet ihr hier: Brooklyn Brewery mit Video und hier: Brooklyn Brewery Berlin Besuch von Garrett Oliver.

Mittlerweile ist die Brooklyn Brewery fest in Europa angekommen. In Schweden wurde in Zusammenarbeit mit Carlsberg eine eigene Brauerei gebaut, die vor allem den skandinavischen Markt versorgt. In Deutschland ist Braufactum der Vertriebler und das Gerücht, dass die Brooklyn Brewery in Berlin in die alte „Bötzw Brauerei“ einzieht hält sich weiter hartnäckig. Die Biere spannen sich von Lager bis hin zu in Flaschen vergorenen belgischen Bierstilen. Die belgisch inspirierten Local 1 und 2 sowie das Sorachi Ace sind für mich ganz wunderbare Beispiele ihrer Art und immer wieder ein Genuss. Hier bin ich sogar froh, dass Braufactum die Möglichkeit bietet diese Biere zu erstehen. Danke Dr. Oetker! Auch an der Entwicklung der neuen Bierwelt in Deutschland war Garrett Oliver nicht ganz unbeteiligt. Immerhin entwickelte er zusammen mit Schneider Weisse die „Hopfenweisse“ im Jahr 2007. Eins der ersten kommerziell angebotenen Biere mit verstärktem Geschmack! Danke dafür!

Wie dem auch sei! Das Video ist lässig gemacht und macht Lust auf mehr. Cheers!

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HopTheoryKickstarter1

Pimp Mein Bier: Hopfen-Teebeutel für´s Bier

Auf Kickstarter läuft gerade eine Kampagne mit dem Namen „Hop Theory“. Hier wird Hopfen mit weiteren Zutaten wie Koriandersamen und Orangenschalen in Teebeutel gepackt um sie ins Bier zu hängen. Klassisches Prinzip, das durchaus funktionieren wird. Der „Hopfenbeutel“ macht das Bier aromatischer und geschmacksstarker. Die Macher gehen vor allem auf die Schiene „Light Beer“ vs. „Craft Beer“. Finde ich doof, vor allem weil „craft beer“ vor allem als „teuer“ abgestempelt wird. Ok, klar, es kostet mehr aber es schmeckt auch besser und die mehr verwendeten Rohstoffe kosten eben mehr Geld. Jetzt kommt der Hopfenbeutel ins Spiel und ja, ich kann mir durchaus einige Möglichkeiten vorstellen diesen zu nutzen. Egal ob es der typische „Pizzeria Besuch“ ist, bei dem die typischen „Klassiker“ auf der Karte stehen, Stadionbesuch, Konzerte, Bahnfahrten, Aufenthalte an Bahnhöfen wenn die Bahn nicht fährt, Clubs oder Bars mit miesem Bier etc. Klar, es geht nix gegen ein geiles und geschmacksstarkes Pale Ale, Witbier, Stout, Berliner Weiße oder andere leckere Bierchen doch ab und zu könnte man sicher mal einen „reinhängen“ .

Hop Theory 1

Das Prinzip ist übrigens gar nicht so neu. Im Endeffekt handelt es sich um eine wirkliche sehr späte „Kalthopfung“ des Bieres, die nun nicht mehr im Lagertank stattfindet, sondern direkt im Glas. Alternative für Fassbier sind so genannte „Hopfenfilter“, die direkt an die Zapfleitung angeschlossen werden. Diese Filter werden mit Hopfen und allerlei weiteren Zutaten wie Kaffee, Kräutern oder auch mal Gummibärchen gefüllt um das frisch gezapfte Bier mit einem gewissen Aromakick auszustatten.

„Hop Theory“ wird zunächst eine Mischung aus Cascade Hopfen, Orangenschale und Koriandersamen anbieten. Werden die höher gesetzten Ziele erreicht, gibt es weitere Zutaten. Ein Beutel lässt sich bis zu vier mal wiederverwenden und braucht beim ersten Mal 4 Minuten „Einwirkzeit“. Es soll hier natürlich kein Becks Pale Ale oder ähnliche shitty Biere aufgemotzt werden, diese würde ich sowies nicht trinken und die Qualität wird dadurch ja nicht besser.

Hop Theory from Hop Theory on Vimeo.

Das Ganze lässt sich natürlich auch „homemade“ gestalten. Teebeutel gibt es im Supermarkt zu kaufen, diese können locker mal mit allerlei Zutaten gefüllt werden und dann ab ins Bier damit. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und es geht ja nicht nur Hopfen. Frische Himbeeren und Chilli in die Berliner Weiße oder Schwarzer Tee sowie Grapefruitabrieb in das IPA? Yeah! Ein kleines „Gimmick“ für nebenbei, nicht mehr und nicht weniger. Die Kickstarter Kampagne von Hop Theory verfolge ich aber trotzdem mal weiter.

Checkt die Kampagne auf Kickstarter

Gefunden @ Huffingtonpost.com

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