Kochen mit Bier, essen
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Grillen mit Bier: Das legendäre „Beer Can Chicken“

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Sommerzeit ist Grillzeit und während das Fleisch, die Bratwurst oder das Grillgemüse verzehrt wird, passt dazu hervorragend ein leckeres Bier! Doch nicht nur als Begleiter ist Bier bestens geeignet, auch MIT dem Bier lässt sich das „Grillgut“ hervorragend verfeinern. Neben der klassischen „Biermarinade“ gibt es das mittlerweile ebenso sehr beliebte und legendäre „Beer Can Chicken“, bei dem das Bier eine ebenso wichtige Rolle spielt.

Im Folgenden möchte ich euch eines meiner Lieblingsgrillrezepte mitteilen und euch Tipps und Tricks verraten.

Gleich vorweg: Es gibt Stimmen, die behaupten, dass die Verwendung einer Bierdose nicht ganz ungefährlich seiD, da unerwünschte Stoffe aus der Lackierung in das Fleisch gehen können. Hier ist natürlich angemerkt, dass das Risiko jeder selbst trägt. Ich denke, dass es vielleicht nicht ratsam ist eine „Billigdose“ vom Discounter zu nehmen. Eine unbedruckte Dose eignet sich hierbei am Besten. Diese zu bekommen ist natürlich nicht so einfach, doch die Dosen von Ale-Mania werden aktuell nur mit einem Aufkleber versehen, der sich ohne Probleme ablösen lässt. Der Inhalt der Dose kann dabei frei nach eigenem Geschmack gewählt werden und ebenso natürlich ausgetauscht werden. Wichtig ist es natürlich die Dose zu öffnen, sonst entweicht das Bier nicht und am Ende gibt es wohl ungewolltes „Pulled Chicken“. Ich bevorzuge für die Dose einen dunklen Bock (z.B. Andechser oder Aventinus von Schneider Weisse) aber auch ein Rauchbier wie das Schlenkerla Märzen oder ein gut gehopftes Pils passen ebenso hervorragend. Also bitte kein 0815-Standard-BlaBla-Bier nehmen, auch wenn es die Hauptaufgabe des Bieres ist, das Huhn saftig und „weich“ zu machen, geht natürlich auch Aroma und somit Geschmack ins Fleisch über. Ich hab jedenfalls kein Bock mein Huhn mit einem „Plörre-Bier“ zu versetzen.

Nun aber zum Rezept. Das wichtigste ist wohl der Besitz eines großen Kugelgrills unter dem das Huhn auf seiner Bierdose Platz nehmen kann. Für eine stabile Sitzposition eignet sich ein Geflügelhalter für den Grill ganz hervorragend, damit das Hühnchen an Ort und Stelle bleibt. Wer keinen Kugelgrill besitzt kann alternativ auch auf den Backofen ausweichen. Auch hier sollte die Größe bedacht werden. So ein Vogel kann auf einmal richtig „groß“ werden, wenn er Platz genommen hat.

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Also Grill anheizen und zwar am besten so, dass man mit indirekter Hitze arbeiten kann. Das Huhn sollte insgesamt rund 1,5 Stunden bei geschlossenem Deckel ausharren, damit es richtig saftig und lecker wird.
Das Rezept ist eigentlich einfach und leicht zum Nachmachen geeignet. Ich habe ein köstliches Rezept zum Beer Can Cicken im Casando Magazin gefunden. Was Ihr benötigt:
– Hähnchen, ca. 1,2 – 1,4 kg
– Olivenöl
– Rosmarin, Paprikapulver, Senfkörner, Chilli, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmer, Koriander, Zimt, Lemongras und weitere Gewürze nach Wahl für die Marinade. Kreativ sein!
– Bier nach Wahl! Ich bevorzuge einen dunklen Bock oder auch ein Rauchbier. Ein gut gehopftes Pils ist ebenso wunderbar!

Zunächst die Gewürze vermischen. Das Huhn mit Olivenöl bepinseln und die Gewürzmischung kräftig einreiben. Vielleicht bei den Gewürzen überlegen was zum Bier passen könnte. Salz und Pfeffer ist immer gut. Bei einem gut gehopften Pils würde ich dann eine Mischung aus Thymian, Rosmarin, Lemongras und Koriander nehmen. Bei einem kräftig gemalzten Bier wie einem Rauchbier, Bockbier oder Porter passen eher Chilli, Paprika und Knoblauch. Ein IPA harmoniert gut mit Currypulver, Senfkörnern, Kreuzkümmel, Chilli und auch italienischen Kräutern wie Oregano. Auch etwas Knoblauchscheiben und Rosmarinzweige lassen sich gut unter die Haut setzen um mehr Aroma ins Huhn zu bekommen.

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Dann nehmt ihr die Bierdose, macht diese unter heißem Wasser richtig sauber und füllt sie mit dem Bier der Brauerei eures Vertrauens. Alternativ macht ihr sie ganz einfach nur auf. Dann kommt wohl der schwierigste Teil des „Beer Can Chickens“ – Dose in´s Huhn! Ihr stellt die Dose in den Geflügelhalter und schiebt das Huhn über die Haltestangen und die Dose. Grill auf Temperatur bringen, das Huhn so reinsetzen, dass es zum einen unter den Deckel passt und zum anderen nicht direkt befeuert wird. Nun etwas Geduld, je nach Größe rund 1,5 Stunden, und dann könnt ihr ein knuspriges, saftiges und richtig leckeres Hähnchen genießen. Nicht vergessen vorher noch die Bierdose vorsichtig rauszuziehen, in der natürlich noch Flüssigkeit vorhanden ist.

Lasst es euch schmecken und weiterhin einen schönen Sommer!

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Der „Beer Channel“ hat das Ganze Prozedere auch schon mal verfilmt. Anschauen!

Der Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Casando.de entstanden. Vielen Dank für die Unterstützung!

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5 Kommentare

  1. Hallo Felix,
    wir finden die Idee wirklich klasse! Schade ist, dass die Frequenz der Beiträge etwas eingeschlafen ist :-)

    LG
    Stefan

  2. Ich schließe mich meinem Vorredner an: Schade, dass auf einem der profiliertesten Deutschen Bierblogs seit nunmehr 281 Tagen nichts Neues mehr los ist … :(

  3. Das sieht verdammt lecker aus. Jetzt fehlt nur noch das perfekte Grillwetter ;-)

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