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Köstlicher April-Scherz: Köstritzer Pale Ale nur ein Gag!

Köstritzer Pale Ale Artikel

Die schwärzeste aller Schwarzbierbrauereien der Welt überraschte Anfang des Jahres die Biertrinker mit der Ankündigung eines Pale Ales. Auf der Facebookseite des Blogs www.neubierig.de tauchte ein Foto eines durchaus echt wirkenden Etiketts auf, auf dem zum einen Köstritzer und zum anderen Pale Ale stand. Verwirrung pur! Auch Lieblingsbier.de rebloggte dieses Köstritzer Pale Ale Foto und kündigte die neueste Kreation aus dem Hause der Bitburger Braugruppe an.

v.l.n.r. Tom Pauwels, Leiter Köstritzer Markenmanagement und Andreas Reimer, Geschäftsführer Köstritzer Schwarzbierbrauerei, präsentierten das "Pale Ale" auf der Jahrespressekonferenz - Foto (c) Bitburger Braugruppe

Die Blogger und Podcaster Maennerabend.info sorgten mit einer welt-exklusiven Video-Verkostung für weitere Propaganda und untermauerten die Glaubwürdigkeit des von Anfang an intensiv durchgeplanten April-Scherzes. Auch der Biertester Usox veröffentlichte schnell noch eine sehr positive Bewertung des neuen Bieres aus dem Hause Köstritzer. Selbst auf der Jahrespressekonferenz der Köstritzer Brauerei wurde das „Pale Ale“ offiziell den Journalisten vorgestellt und sogar extra abgefüllte und etikettierte Flaschen zum Verkosten angeboten. Keine Kosten und Mühen wurden gescheut, was auch die exklusive Verkostung des „Pale Ales“ auf der Nordseeinsel Sylt zeigte.

photo credit: Neubierig.de

Nachdem nun vor einigen Wochen nochmal ein Bild auf der Facebookseite neubierig.de gepostet wurde und gleichzeitig in bekannt wurde, dass der Release auf dem 1. April liegt, sowie dass das Pale Ale im Hochpreissegment in einer Sektflasche in limitierter Auflage in den Handel kommen wird, war es klar. Köstritzer hat uns alle an der Biernase herumgeführt.

Wie auch sonst hätte die Bitburger Braugruppe diesen Vorstoß mit einem „Pale Ale“ in der „Champagnerflasche“ im „Hochpreissegment“ unter dem Namen „Meisterwerke“ rechtfertigen können. (Noch) gar nicht! Beim Inhalt der „April-Scherz-Flaschen“ handelte es sich übrigens um das Pale Ale von Heidenpeters aus Berlin. Dieses wurde direkt gekauft und umgefüllt, clever und kein Wunder das es so viel positive Kritik gab.

Der ein oder andere wird jetzt sicherlich etwas enttäuscht sein, so wird es doch langsam Zeit, dass auch alt eingesessene Brauereien sich langsam den neuen Bierstilen öffnen. Nur mit Hell und Dunkel sowie neuartigen Biermischgetränken werden die Großbrauereien in Deutschland immer mehr den Anschluss verlieren und kein Wachstum mehr generieren können. Das Glas bleibt also weiterhin halb leer.

Pale Ale aus dem Hause Köstritzer ist erst mal weiter Fiktion. Schade, habe ich doch schon sehr darauf gefreut! Trotz allem ein gelungener Coup, der auch bei mir zu Beginn etwas Verwunderung nach sich zog. Prost!

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Bier ist für mich das großartigste und vielfältigste Getränk der Welt und immer wieder für Überraschungen gut. Craft Beer bedeutet für mich Lebensgefühl, Leidenschaft, Transparenz, und Liebe. Das Bier steht an erster Stelle und nicht Marketing, Wirtschaftlichkeit und Absatzzahlen, auch wenn diese selbstverständlich dazugehören.

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