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Fritzale verliert seinen Namen an fritz-kola

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Fritz Wülfing braut bereits seit einigen Jahren unter seinem Namen „FRITZALE“ die verschiedensten Biere. Er selbst bezeichnet sich als „Gypsy-Brewer“ hat also keine eigene Brauerei, sondern braut in Brauereien von Freunden seine Biere. Er prägte mit seinen sehr stark gehopften Kreationen den Anfang der deutschen Bier-Revolution und so sind seine „FRITZALEs“ für jeden Craft Beer Liebhaber der Inbegriff der dieser Revolution geworden. Er selbst betreibt das Bier brauen bisher als Nebenjob und ist weiter hauptberuflich anderweitig tätig. Dies wird sich allerdings in einiger Zeit ändern und Fritz wird in seiner eigenen Brauerei heimisch werden und sich niederlassen. Eigentlich ein Grund zur Freude da so die Verfügbarkeit dieser wunderbaren Kreationen größer wird und Fritz mehr experimentieren kann/darf und sich stetig weiterentwickeln wird.

Allerdings wird es dann die von uns allen so geliebten „FRITZALEs“ nicht mehr geben! Jedenfalls in Bezug auf den Namen. Die bekannte Hamburger Getränkefirma „fritz-kola“ entsendete bereits vor einigen Tagen einen Brief an Fritz, in welchem er mehr oder weniger freundlich darauf hingewiesen wurde doch „bitte“ seinen Namen zu ändern, da dieser eine zu große Ähnlichkeit mit der Marke „fritz-kola“ hätte. BAM! Dazu sei gesagt, dass dieser Brief nicht direkt von „fritz-kola“ kam, sondern gleich von einer Anwaltskanzlei. Nicht die netteste Art oder? Dabei ist „fritz-kola“ doch so sympathisch!

Diese Methoden sind wir doch eigentlich von globalen Großkonzernen gewöhnt. Aber anscheinend ist es in der deutschen Getränkebranche auch eine recht beliebte Nummer. So berichtete ich bereits vor einiger Zeit über die Klage der Augustiner Brauerei gegenüber einer kleinen Biermarke in Hessen. Der Name „Wetzlarer Eselstoff“ hatte zu große Ähnlichkeit mit der Augustiner Marke „Edelstoff“. Die Wetzlarer mussten einem Rechtsstreit aus dem Weg gehen und lenkten ein. Sie bastelten aus der „Umtaufe“ eine Marketing-Kampagne und konnten ihren Umsatz und Bekanntheitsgrad beachtlich steigern.

Grundsätzlich bin ich erschüttert über dieses unverschämte Vorgehen. Es geht hier um Markenrecht und dieses ist teilweise mit normalem Rechtsverständnis schwierig zu verstehen. Meines Wissens nach trugen die Kola-Leute die Marke „fritz“ neu ein. Diese steht in eine Getränkekategorie in der neben Bier eben auch Kola enthalten ist. Nun heißt Fritz Wülfing nun mal Fritz mit Vornamen und dachte sich bereits vor einiger Zeit, das „FRITZALE“ doch eine tolle Bezeichnung wäre. Er sicherte sich natürlich diese Bezeichnung, doch eben nicht „fritz“ und nun hat „fritz“ seit kurzer Zeit eben „fritz-kola“ und Fritz darf eben nicht mehr sein Bier mit „fritz“ nennen. Puh! Ich will hier gar nicht weiter ins Detail gehen und mich nicht mit der Thematik beschäftigen, da es mich graust! Eine genaue Recherche könnt ihr gerne direkt beim „Deutschen Marken- und Patentamt“ durchführen.

Fritz Wülfing - Ein deutscher Craft Beer Brauer der ersten Stunde

Wir können nur hoffen, das er eine Übergangsfrist bekommt und aktuell weiterhin seine Biere verkaufen darf.

Ich find es einfach nicht fair! Ich finde es gemein und ich finde es persönlich eine dreiste Nummer. Warum muss eine Firma, welche sich selbst auf die Fahnen schreibt, dass sie alternativ und dynamisch ist, diese Methoden nutzen? Die Firma aus Hamburg will nicht mit dem roten Riesen genannt werden und nutzt gleichzeitig ähnliche Methoden wie das globale Cola-Imperium.

Was tun wir nun?

Mein erster Gedanke war: Kämpfen! Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Es muss ein großer Aufschrei durch die Szene gehen. Wir müssen Fritz unterstützen und ihn motivieren dagegen vorzugehen oder sollte der klügere einfach nachgeben?

Grundsätzlich ist Fritz mit den Kola-Leuten in Kontakt, auf eine „humane“ Art und Weise, wie er mir mitgeteilt hat. (UPDATE: Nach aktueller Aussage von Fritz Wülfing hat er mehrmals versucht per Handy und Email Kontakt zu fritz-kola herzustellen, aber bisher nicht durchgekommen. Kontakt ist aktuell nur über den Anwalt möglich). Er wird den Namen wohl ändern (müssen), da er keine große Lust auf einen Rechtsstreit hat. Das verstehe ich. Im Zuge der Umstrukturierung seines persönlichen Arbeitslebens kann dies ein absoluter Neuanfang sein. Ein neuer Name sollte für seine Brauerei sowieso geschaffen werden, „FRITZALE“ war quasi nur als eine Bierlinie gedacht, welche natürlich vom Namen her erhalten bleiben sollte. Dies ist jetzt aktuell nicht möglich.

Ich möchte Fritz unterstützen, auch aus zwei einfachen Gedanken, dem der Solidarität und dem des Prinzips! Es geht nicht an das so etwas passieren kann, mir egal wer Recht hat oder nicht. Es gibt andere Möglichkeiten so etwas gemeinsam zu lösen. Ich habe Kola noch nie richtig gemocht, schmeckt mir einfach nicht! Ich werde fritz-kola sicherlich auch nie mehr eine Chance geben mich zu überzeugen. Jedes Mal wenn ich fritz-kola sehe, werde ich an die „bösen Buben aus Hamburg“ denken. An fieses Geschäftsgebaren und Skrupulosität. Sehr schade eigentlich, da „fritz-kola“ bestimmt eine coole Firma ist und wer auf Kola steht der hat eine gute Alternative.

Ich wünsche Fritz alles Gute, viel Kraft und die nötige Solidarität aus der Szene. Ich fände es toll, wenn sich die deutsche Craft Beer Szene zeigen würde und gemeinsam das Thema anpackt und vielleicht auch in die breite Öffentlichkeit bringt. So kann auch Fritz dem ganzen etwas Positives abgewinnen und seine Biere mehr Menschen vorstellen, ähnlich wie der Esel aus Wetzlar.

Schauen wir mal wie es weiter gehen wird.

Weitere Kommentare und Diskussionanstöße gibt es vor allem in der Facebook-Gruppe: (Craft) Bier in Deutschland und Österreich

Fritz-Kola steht es natürlich frei sich jederzeit bei mir zu melden und ein Statement abzugeben.

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Bier ist für mich das großartigste und vielfältigste Getränk der Welt und immer wieder für Überraschungen gut. Craft Beer bedeutet für mich Lebensgefühl, Leidenschaft, Transparenz, und Liebe. Das Bier steht an erster Stelle und nicht Marketing, Wirtschaftlichkeit und Absatzzahlen, auch wenn diese selbstverständlich dazugehören.

47 Kommentare

  1. Martin sagt

    Mir wird schon ganz anders, wenn ich lese, dass es ein Interview bei Radio FRITZ gegeben hat. Ob das noch legal war :-)

    Ernst beiseite: Das deutsche Abmahnrecht ist seit Jahren extrem reformbedürftig. Ich selbst hatte mit einer Webseite einmal einen Streit, der mit einer hohen vierstelligen Eurosumme noch „glimpflich“ ausging. Als Privatmann (und so sehe ich FRITZ hier mal) hast Du keine Luft ein Risiko einzugehen. Chancen hin oder her. Im Zweifel bringst Du mehr Zeit vor Gerichten zu, um dich zu veteidigen als Bier zu brauen. Da gehen „one-Man“ Shows ganz schnell die Ressourcen aus.
    Recht haben und Recht bekommen sind immer zwei paar Schuhe. Und hier ist das Markenrecht extrem diffizil.
    Und ja: Ich trinke sicher nie wieder koffeinhaltige Brause aus Hamburg!
    Cheers, Martin

  2. Genau das ist es auch. Ein Rechtsstreit ist finanziell einfach nicht möglich!! Selbst wenn Fritz das Geld hätte, sollte er es auch lieber in gute Rohstoffe für gutes Bier investieren… !!!

    Und diese Brause aus Hamburg habe ich noch nie getrunken und werde es auch NIEMALS tun!!!

    Prost!

  3. Vorweg: ich bin kein Anwalt, kein Markenrechts-Experte. Aber nachdem ich beruflich (Marketing) mit dem Thema Markenrecht immer wieder zu tun hatte, kann ich die Aufregung / Empörung zwar verstehen, ich bitte aber in Betracht zu ziehen, das das geschilderte Vorgehen für die Fa. Fritz (Cola) womöglich Alternativlos ist. Sie müssen m.W. aktiv ihre Marken / ihre Markenrechte wahrnehmen und ggf. „verteidigen“. Schon die stillschweigende Duldung von Fritz (Ale) im gleichen Segment (im Getränke-Markt) ist eventuell für Fritz-Cola gefährlich.
    Eventuell haben sie ja auch gleich und zeitnah reagiert nachdem ihnen das Fritz-Ale begegnet ist.

    Und das eine Verwechselung und womöglich sogar eine – nicht beabsichtigte – Täuschung der Verbraucher (Bier und Limo kommen von ein und demselben Hersteller) entsteht, kann weder die Cola- noch die Bier-Firma wollen. Dazu muss dann aber wohl oder übel eine Partei auf den Namen verzichten. Und da die Limofirma vermutlich die älteren Rechte hat …

    Da die Fritz-Leute womöglich auch keine Markenrechtsexperten per se sind, ist es m.E. auch nachvollziehbar und klar das der Brief vom Anwalt kommt.
    Und mit dem von Martin erwähnten Abmahnrecht (und -Unwesen) hat das hier m.E. auch nichts zu tun. Das ist nach meinem Wissensstand der erste und relativ freundliche Schritt um seine Markenrechte zu wahren. Wenn Fritzale dann auf die Nutzung verzichtet ist, von seinen Kosten für die Namensänderung abgesehen, nicht wirklich etwas Schlimmes passiert. Das letzteres für ihn ärgerlich und womöglich kosten-aufwändig ist, will ich nicht bestreiten. Aber das da ein gewisses Risiko hinsichtlich Fritz-Kola besteht, sollte dem Bier-Fritz eigentlich auch bewusst gewesen sein.

    Die Geschichte ist für mich übrigens auch ein schönes Beispiel dafür, das es bei der Etablierung von Craft-Bier-Marken nicht nur um tolle Bier-Rezepte und Zutaten geht, sondern das auch Know-How in Sachen Marke(ting) und Co. für einen langfristig erfolgreichen Markteintritt wichtig sind.

  4. Durchaus richtig, doch gibt es auch ein „Nutzungsrecht“ und einen Mund mit dem man Dinge besprechen kann. Dies ist sicherlich auch möglich gewesen, gerade für ein junges und dynamisches Unternehmen wie fritz-kola, welche ja so „anders“ und „freundlich“ sein wollen. In dieser Hinsicht sind sie nicht anders wie Coca-Cola oder Pepsi.

    Schade!!!

    Und wie bereits gesagt… Für mich geht es hier auch ums Prinzip! Fritz ist einer von uns!!

  5. @Felix
    Das mag schon stimmen.
    Aber womöglich sind die Cola-Fritzen keine Markenexperten und haben mit ihrem Anwalt gesprochen. Und der hat gleich angefangen juristische Fakten zu schaffen…

    Für mich steht aber auch im Raum: Fritz-Kola ist schon seit ca. 5 oder 6 Jahren auf dem Markt, relativ gut distribuiert und vermutlich auch dem „Bier-Fritz“ bekannt. Da hätte er ja auch von sich aus aktiv werden können – eigentlich aktiv werden müssen. Wenn er die Cola-Fritzen angesprochen hätte nach dem Motto „… sehe da keine Verwechslungsgefahr, würde aber gerne mit Euch eine gemeinsame Nutzung in einer mehr oder weniger verbindlichen Form abstimmen …“ dann hätte er frühzeitig gewusst woran er ist und wie die „Gegenseite“ das Thema so sieht. Und den Kola-Jungs vielleicht auch das Wind aus den Segeln genommen.
    Jetzt über die – egal ob angemessene oder übertriebene – Reaktion zu lamentieren und den „schwarzen Peter“ komplett an Fritz-Kola zu gegen finde ich nicht richtig. My 2cents. :-)

  6. Ich verstehe die Aufregung nicht, vor allem nicht den Titel „Fritzale verliert seinen Namen an fritz-kola“. Wülfing hat sich den Namen „Fritzale“ eintragen lassen und „fritz-kola“ hätte der Eintragung bis 18.04.13 widersprechen können, das ist nicht geschehen. Damit führt Fritzale den Namen zu Recht – hätte, hätte, Fahrradkette. Wülfing verliert nur, wenn er aufgibt – er sollte sich anwaltlichen Rat holen.

  7. joerandom sagt

    Naja – auch wenn das alles ärgerlich ist: Von unverschämt und Boykott zu reden wird der Sache nicht gerecht. Ein Brief vom Anwalt ist einfach nur das: Ein Brief. Wäre fritz cola wirklich so mies, wie hier kommentiert wird, wäre das eine Unterlassungserklärung und Rechnung über Anwaltskosten gewesen, die klassische Abmahnwelle. So ist das einfach nur ein Hinweis, und hätte sehr viel schmerzhafter sein können.
    Die vermutlichen Beweggründe hat hawanna schon ganz gut zusammen gefasst.

    Insofern: Ärgerlich ja, aber nachvollziehbar. Und ein völlig normaler Geschäftsvorgang.

  8. Genaue Informationen werden sicherlich in den nächsten Tagen zum Thema dazukommen. Mir ist vor allem wichtig, das dies nicht einfach ungehört bleibt. Es gibt sicherlich andere Möglichkeiten als über den Anwalt zu kommunizieren. So etwas passt doch nicht zu den jungen und alternativ geltenden fritz-kolas oder? Aber anscheinend doch!

    Nun ja…

  9. Esther sagt

    Es geht nicht um Recht oder Unrecht. Es geht um eine andere Wirtschaftsform. Es geht darum, daß wir den Neoliberalismus, die Mach-Deinen-Mitbewerber-Methode, nicht mehr wollen.

  10. Tobias E. sagt

    Ich verstehe ehrlich gesagt die Aufregung nicht ganz.

    Natürlich ist es doof, wenn eine Firma gleich einen Anwalt losschickt, statt erstmal die Lage zu sondieren und selbst Kontakt aufzunehmen. Besonders, wenn es sich um eine kleine Firma handelt, die gern hip und cool usw. sein möchte und auch so von einigen gesehen wird.

    ABER: Wenn Fritz Wülfing schon selbst sagt, dass das Gespräch gesucht wird, wo ist dann das Problem?

    UND: Wenn er sowieso über einen neuen Namen nachdenkt, wo ist dann das Problem?

    UND: Hat jemand dieses ominöse Schreiben des Anwalts überhaupt mal gelesen und weiß, welcher Ton darin angeschlagen wurde?

    Außerdem halte ich die Art und Weise, wie hier „Fakten“ geschaffen wurden, für etwas… sagen wir infantil. Ich möchte hier nicht weiter darauf eingehen, aber das Wort „Skrupulosität“ als kleines, für mich durchaus unterhaltsames, Beispiel nennen.

    (Ich erwarte nicht, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich gewählt und fehlerfrei auszudrücken. Aber ich erwarte, dass jemand, der ein Blog betreibt und sich ernsthafte Gedanken macht, diese auch bis zuende denkt und dann nochmal zurück an den Anfang geht, um zu überprüfen, ob er noch beim Thema ist.)

    Warum sollte man jetzt also weiter auf fritz-kola rumhacken, wo sie sich doch offenbar gesprächsbereit zeigen? Ganz einfach: Um ihnen zu zeigen, dass sie beobachtet werden! Dass es Menschen gibt, denen es nicht auf Namen und das Recht des Stärkeren ankommt, sondern auf den verantwortungsvollen Umgang miteinander – und nicht zu vergessen: den Inhalt einer Flasche!
    Dass große Firmen automatisch das bessere Produkt abliefern, dürfte ja auch den Damen und Herren bei fritz-kola bekannt sein, die sich ja (wenn ich mich recht entsinne) aufgrund der Rezeptänderung bei Afri-Cola entschlossen haben, ein altes Afri-Originalrezept wieder auferstehen zu lassen. Also auch ein kleiner Fisch, der bestimmt keine Lust hat, ein zweifelhaftes Ansehen wie andere Großkotzerne auf sich zu nehmen.

    Lieber Fritz Wülfing, ich wünsche dir alles Gute für dein Bier! Es wird nicht schlechter, wenn es anders heißt ;)

  11. Esther sagt

    @Tobias: Ja, es gibt so etwas wie Rechtschreibefehler. Nicht ein jeder hat eine PR-Abteilung in der Hinterhand.

    Und es gibt auch so etwas Ethik und Moral – und wenn man mit denselben Methoden wie Coca Cola kämpft, wundert mich das schon.
    Und sie suchen nicht das Gespräch. Ich habe es selber versucht und habe eine unfreundliche Antwort bekommen.
    Und wir waren mal locker befreundet, dachte ich.
    UND wer der finanziell Stärkere steht wohl außer Frage.

  12. Fritz-Kola sucht NICHT das Gespräch! Fritz Wülfing (fritzales) sucht das Gespräch, findet aber KEINEN GESPRÄCHSPARTNER, sondern nur den Anwalt. Fritz-Kola zeigt sich also überhaupt nicht gesprächsbereit, ganz im Gegenteil. Das ist der aktuelle Stand! Dies ergänze ich gern im Artikel.

    Natürlich kann dies Morgen anders sein. Mir ist das aber auch egal. Ein Blog kann/darf polarisieren und auch skrupelos sein, vor allem dann wenn einer der Eigenen angegriffen wird.

    Selbstverständlich mach ich es mir einfach, selbstverständlich polarisiert der Artikel ganz klar für eine Partei – aber der Blog heißt ja auch nicht Lieblingskola.de oder dergleichen.

    fritz-kola hat jederzeit die Chance Stellung zu beziehen. Jederzeit haben sie die Chance das Ganze für beide Parteien zu regeln.

    Fritz denkt NUR über einen neuen Namen nach, weil er das MUSS!!! Fritzale wäre selbstverständlich bestehen geblieben!!

  13. Roger B. sagt

    Ich muss ja gerade breit Grinsen. Wie immer wenn jemand etwas „böses“ gegen fritz sagt, tauchen sofort gut formulierte Postings auf, die einem vorgaukeln sollen das ja alles gut und richtig wäre wie es gerade ist. Und das man ja aus der alten Afri-Ecke kommen würde. Ja nee du (Tobias), is klar! Schlimm genug das solche Artiel hier überhaupt freigeschaltet werden.

    Danke dafür, dass ihr mal wieder euer wahres Gesicht zeigt!

  14. Esther sagt

    @Roger. Danke! Es ist auch so hanseatisch. Bloß keine Stellung beziehen, es könnte ja einen Deal vermasseln. Hab mal erlebt wie Hanseaten im Theater aufstanden und klatschten und einer zum anderen sagte: Na, mein Ding war es ja nich! Und weiterklatschten.

  15. Anna Kvist sagt

    @ tobias: ich befürchte, du verwechselst hier (wie viele andere anderswo auch) fritz-kola mit premium-cola.

    bei fritz-kola handelt es sich um ein hamburger unternehmen, dass es sich zum ziel gesetzt hat, coca-cola vom markt zu verdrängen und dem dazu so ziemlich jedes mittel recht ist (siehe link von @0nc3).

    premium-cola ist eine kollektiv organisierte marke, die aus dem alten afri-cola-rezept eine eigene marke kreiert hat (www.premium-cola.de). premium setzt auf kooperation, transparenz und fairness und arbeitet mit „(vermeintlichen) konkurrenten“ wie z.B. hermann-Cola (http://www.hermann-kola.de) oder skull (http://www.drink-skull.de/) zusammen.

    ich hoffe, damit zur klärung beigetragen zu haben. leider werden beide marken noch zu oft als „die kola aus hamburg“ in einen topf geworfen.

  16. Markus Omlin sagt

    Mehr Fakten wären hilfreich um das Ganze besser beurteilen zu können. Das die Empörungsmaschinerie jetzt trotzdem anläuft war natürlich klar. Gut finden muss man beides nicht, denn so eindeutig sind die Rollen in diesem „Spielchen“ garnicht besetzt.

  17. Ich stelle gerade fest: in diesem Land gibt es zu viele Anwälte und zuwenig Bierbrauer! Schade, dabei könnte man mit einem guten Bier viele zwischenmenschliche Probleme aus der Welt schaffen.

    Prost!

  18. Bernd sagt

    Allein schon die Wortmarke ist ein Witz, Widerspruch einlegen und wahrscheinlich dürfte es sich dann schon erledigt haben.

    Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das so schützbar ist!

    Scheiss auf fritz-kola, schmeckt eh nicht!

  19. Artur sagt

    Recht hin, Recht her. Moralisch ist es total verwerflich, wenn Fritz-Cola mit dem Anwalt die Keule schwingt.

    Es gibt nur eine Lösung: Boykott! Wenn alle Biertrinker und deren Freunde und Freunde zukünftig keine Fritz-Cola mehr trinken, geht die Firma bald Konkurs und Fritz kann sein Bier in Ruhe weiter brauen.

  20. Liebe (Internet-)Freunde und Diskussionsteilnehmer,

    anlässlich eurer Beiträge und den offenen Fragen zu FRITZALE und
    fritz-kola möchten wir Euch über die Situation informieren:
    In den vergangenen Monaten kam es immer häufiger zu Verwechslungen oder
    Missverständnissen, ob fritz-kola und FRITZALE zusammengehören oder
    zusammenhängen. Mit wachsender Verbreitung der beiden Marken musste das
    geklärt werden. Es ist im Interesse von beiden Seiten, dass der Absender
    eines Getränkes klar erkennbar ist und nicht unter Umständen einem anderen
    zugeschrieben wird.

    Wir haben uns zusammen mit Fritz Wülfing fair auf folgendes geeinigt:
    Fritz Wülfing wird sein Bier unter einer Marke fortführen, die nicht für
    Verwechslung sorgt, für seine Anhängerschaft aber klar erkenntlich ist. Er
    kann seine Darstellung FRITZALE bis Mitte 2014 nutzen und Materialien
    aufbrauchen. Um das ganz klar und eindeutig festzustellen: Wir wollen
    lediglich das Markenrecht professionell und nicht „zwischen Tür und Angel“
    klären. Das der Ton unglücklich ankam, bedauern wir sehr.

    Wir stoßen auch in Zukunft mit einem leckeren Ale von Fritz Wülfing an.
    Viele Grüße, Mirco Wolf Wiegert

    PS: Nein, der Text kommt nicht von der PR-Agentur, sondern von mir (s.o.)

  21. Tom Bosbach sagt

    Fritz Kola, der Bedarf des Revier Pinkeln besteht nur bei Euch, wohl weniger beim Bier. Ist. Fair geeinigt – gleich zu setzten mit, er hat jetzt keine exorbitanten Prozesskosten zu befürchten?
    Ich kann als mündiger Käufer die Logos und brandings unterscheiden. Das Juristen eine Aufweichung der Marken stattgeben ist leider gängige Praxis. Auch hier stimme ich als Kunde ab. Das mache ich u.a. bei Jack Wolfskin so, die Dawanda Muttis abgemahnt hatten, die Katzen- und Hundepfoten auf handwerkliche Produkte gebracht haben.
    Die Marke habe ich mal bevorzugt, aber ich bin da nicht medial vergesslich. Ich merke mir das und meide das Produkt. Da wähle ich dann hier eben die Pott- Kola oder Hermann Kola.
    Schade ich habe eure Limos gemocht.
    Wenn Ihr da Konsequenz wollt, dann bin ich das gerne.

  22. Pingback: fritz-kola meldet sich zu Wort… | Lieblingsbier.de - Bier Online Magazin

  23. Pingback: Fritz will einfach nur noch Bier brauen… | Lieblingsbier.de - Bier Online Magazin

  24. Ich heiße Fritz und wurde von euch auch nicht gefragt obs so cool is meinen Namen zubenutzen. Ihr habt auch mal klein angefangen und wart für mich etwas anderes als ein großkonzern wie coca cola, so habe ich oft lieber zu eurer so coolen „individuellen“ kola gegriffen. Nur is es irgendwie heftig lustig das ihr jetzt genau in so eine richtung geht. Ein nett gemeintes FICKT EUCH MAL geht an Fritz Kola…ihr seid so wie „kauf dich glücklich“ in der Schanze! TRINKT MEHR (FRITZALE)BIER!!!

  25. jennifer sagt

    Ich finde es spannend wie meinungslenkend solch ein blog sein kann.
    Natürlich bin ich in erster Linie auch immer für den kleineren, aber das heisst ja nicht, dass der größere nicht sein Recht hat. Das heutzutage viele Sachen lieber gleich über einen Anwalt geregelt werden, finde ich persönlich auch schade. Wenn ich jedoch die Möglichkeit hätte, jemanden der sich mit meinem Recht besser auskennt und seine Zeit investiert, während ich mich um andere Sachen kümmern kann (und ich denke in einer eigenen Firma, die mittlerweile Bundesweit aufgestellt ist, ist einiges zu tun)…. ich denke, ich würde es hin und wieder auch nutzen.
    Die Marke Premium macht auch eine super leckere Cola und ich bezweifle auch nicht die Transparenz der Marke, doch schlägt mir die eigene Werbung für die Marke hier in den Kommentaren etwas sauer auf. Bei mir kommen sie gerade an wie ein Kind, dem vor 5 Jahren von einem Mitschüler der Lutscher geklaut wurde, und jetzt wo dieser von anderen für eine andere Sache kritisiert wird, wieder mit ihrem Lutscher anfangen.

    Ich trinke weiterhin Premium und fritz-kola und bleibe von den Wasserklauern in den roten Flaschen weg. Und schaut mal in eure Küche und achtet darauf keine Nestle Produkte mehr zu kaufen, falls ihr das nicht schon tut,….dass finde ich noch eine ganze Ecke wichtiger.
    http://www.naturwelt.org/was-tun/raubtierkapitalismus/nestl%C3%A9/

  26. Trickster sagt

    Ich habe nun jahrelang Fritzkola getrunken, aber da ist nun Schluss für mich. Fritzkola hatte immer das Image gegen das Establishment zu sein. Aber nun benutzen sie genau diese Methoden. Statt sich mit dem Bierbrauer in Ruhe hinzusetzen, wird gleich der Anwalt eingeschaltet. Ganz miese Tour! Mich und noch einige andere haben sie als Fan verloren und darauf trinke ich eine Afri (oder Premium Cola, wenn ich die hier mal finde)!

  27. Noch so ein Fehler, und Fritzkola ist die nächste Bionade. Juristisch ist sicher alles sauber, aber die moralische Dimension vergessen viele Firmen, wenn es um Kohle, mehr Kohle, um die Fritzkohle geht.

  28. Markus sagt

    @Ludger:

    du willst wirklich die moralische Dimension im Marktverhalten als Argument ins Spiel bringen? So ganz im biblischen Sinne,- Auge um Auge?

    Was sagst du dann dazu:

    Aufgrund von Vermutungen bzw. extrem dünner Faktenlage wird ein Shitstorm zulasten eines Produzenten gestartet der eventuell einfach nur professionell die rechtliche Lage klären wollte?

    Für die Folgen ist natürlich nie die Person verantwortlich, die das ganze öffentlichkeitswirksam geleakt hat. Natürlich nicht.

    Das „David gegen Goliath“ Prinzip funktioniert eben echt zu gut, als das man`s lassen könnte. Ganz toll!

  29. Das Ganze basierte auf Fakten und keinen Vermutungen. Wir Medien sind dafür da solches Geschäftsgebaren öffentliche zu machen, ob es dir passt oder nicht!

    Beste Grüße;
    Felix

  30. Ludger sagt

    @markus
    Ich will nicht die moralische Dimension ins Spiel bringen. Das ist auch nicht nötig. Denn die ist immer dabei, egal ob das die Beteiligten wollen oder nicht. Das kann man sich nicht aussuschen.
    Und ob man Teile der Firma an eine Konzern verkauft (wie bei Bionade), 30 Mio. für eine neue Immobilie ausgibt (Bischofsbräu Limburg) oder schlicht einem kleinen Konkurrenten einen Brief vom Anwalt schickt (wohlwissentlich dass dieser sich den Rechtsstreit nicht leisten kann).
    Wer ein bestimmte Image pflegt, und darauf seinen Erfolg baut (sei’s Bio, barmherzig oder einfach cool), darf keine Fehler machen, dann ist das Image im Eimer. Anwälte sind uncool. Is so.

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  33. Pingback: Kommentar zu Artikel “Augen, Nase, Mund” im Fine-Magazin 03/2013 | usoX Bierblog

  34. Markenrecherche... sagt

    …kann man selbst machen:

    register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger

    Dort kann man für Fritz-Kola Gmbh hat (noch) keine eingetragene Wortmarke „fritz“ für das Produkt „Bier“ finden. Diese wurde zwar am 8.10.13 beantragt, befindet sich aber noch in Prüfung, sprich, hier könnten Betroffene noch widersprechen. Aktuell hält nach meiner Recherche die Karlsberg Holding GmbH die älteste Wortmarke „fritz“ für das Produkt „Bier“.

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  36. Pingback: Die Antwort auf #craftgate | usoX Bierblog

  37. Aydin Umutlu (ALI COLA) sagt

    Liebe Diskussionsteilnehmer,

    aufgrund eurer Beiträge und das Thema, sehe ich es als meine Pflicht, euch folgendes zu berichten:

    ich hamburger mit migrationshintergrund. da das thema mich persönlich betrifft und interessiert…und weil mich ein buchautor aus berlin, der von „genen“ spricht, aufregte…habe ich eine cola auf den markt gebracht…die ALI COLA…die Limo, die sich für das miteinander statt gegeneinander einsetzen soll…besonders in bestimmten lokalen, kam und kommen meine Limonaden extrem gut an.

    Um zum Thema zu kommen:

    am 17.05.2013 bekam ich Post von…na, ihr ahnt es schon….richtig, von Fritz-kola ! Ein 8 (!) seitiges Schreiben !

    ich solle sofort das etikett von ALI MIXX und ALI ORANGE ändern. Grund: Verwechslungsgefahr !

    ich bin ein familienvater – kein reicher schnösel, der sich einen rechtstreit mit denen leisten könnte…also habe ich das Etikett ändern lassen, was mich einige hundert Euro gekostet hat.

    das wollte ich zu diesem thema loswerden…

    PS: Dieser Text kommt von mir, da ich immernoch ein EIN-MANN-BETRIEB bin !

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