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Warum man immer einen Vorrat an Weizenbock haben sollte

WeizenbockBayern

Es gibt so ein paar Dinge, die machen nur zu bestimmten Jahreszeiten Spaß. Spargel und Erdbeeren gehören zu dieser Kategorie. Die gibt es zwar mittlerweile das ganze Jahr über, aber irgendwie macht Spargel zu Weihnachten oder Erdbeerkuchen im Herbst kein Vergnügen.

Beim Bier gibts ähnliche saisonale Spezialitäten: Starkbier zur Fastenzeit etwa, oder das Festmärzen zum Oktoberfest.Und ab November beginnt dann immer die Zeit der Weizenböcke. Wie bei den Erdbeeren gibt es auch hier ganzjährige Varianten, die aber im Unterschied zu den roten Früchten, nicht die schlechtesten sein müssen.

Viele Weizenböcke gibt´s beim www.biershop-bayern.de

Die Böcke sind ideal, um einen durch die Wintersaison zu begleiten. Meist aromatischer (und natürlich alkoholreicher) als das normale Weissbier, kann man sie auch ein wenig wärmer trinken, ideal als genussvoller Absacker, wenn es draußen trüb und kalt ist.

Aber damit fängt der Spass mit dem obergärigem Starkbier erst an. Da der Weizenbock in der Flasche reift, eignet er sich ideal zum Einlagern. An einem kühlen dunklen Ort kann das Bier locker ein paar Jahre reifen.

Dabei verändern sich auch die Aromen und es ist spannend, diesen Änderungsverlauf zu verfolgen, indem man sich alle paar Wochen eine Flasche zur Verkostung aufmacht. Denn auch an einem verregneten Sommertag kann so ein gereifter Weizenbock eine große Wohltat sein.

Schneiders Aventinus, mit dem Erdinger Pikantus eine der ganzjährigen Varianten, wandelt sich z.B. von seiner anfänglichen malzigen Süße hin zu einem eher “weinigen” Charakter, um im weiteren Verlauf sherryähnliche Noten zu entwickeln.

Aber der Weizenbock kann noch mehr. Er ist ideal zum Kochen geeignet. Mit dunklen Böcken zaubert man eine geniale Soße zum bayrischen Schweinebraten. Eine Pasta Bolognese lässt sich damit auch “aufbocken” und beim belgischen Nationalgericht Charbonnade Flamande, ein Eintopf mit Rindfleisch und Zwiebeln, kann man das Abteibier ganz wunderbar durch das obergärige Starkbier ersetzen.

Der etwas seltenere helle Weizenbock eignet sich vorzüglich um den Weißwein beim Risotto zu ersetzen, z.B. zusammen mit weissen Bohnen und Speck, oder mit Schalotten und Steinpilzen.

Es lohnt sich also, auf die Jagd nach besonderen Weizenböcken zu gehen und sich einige davon einzulagern, zumal man für einen Kasten der obergärigen Spezialität meist nicht mehr zahlt, als man für eine 0,75l Flasche “Gourmet” Bier hinblättern muss.

Autor: Paul August Bieringer

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5 Kommentare

  1. Eine kleine Anmerkung falls es jemand probieren möchte:
    Das TAP5 von Schneider eignet sich leider nicht für eine lange Lagerung über das MHD-Datum hinaus. Ich habe hier noch einige Flaschen die 6-12 Monate darüber hinaus gehen und die ersten Kostproben zeigten, dass der leider nicht mehr genießbar ist.
    Anders ist die Situation bspw. beim weißen Bock von Hopf.

  2. meinhard sagt

    …der Weisser Bock vom Hopf ist geradezu ideal … – bei mir liegen seit 1998 immer wieder ein Paar Flaschen auf “ Lager “ … – eine Reife von bis zu 3-5 Jahren machen ein wahres Geschmackserlebnis …

  3. Toller Beitrag. Zumal ich die meisten Weizenböcke geschmacklich spannender finde als die „klassischen“ Doppelbockbiere aus Bayern.
    Liegt das nur an der „besseren“ Rezenz dank anderer Säure und mehr CO2 ?

  4. Paul August Bieringer sagt

    Matthias: Das liegt wohl vor allem daran, dass die Weissbierhefe mehr Aromen produziert, als es bei den untergärigen der Fall ist. Ausserdem arbeitet die Hefe in der Flasche noch nach.

  5. Chile es el país de Sudamérica que en mejores condiciones está y que más ha avanzado en las dos últimas décadas junto a Uruguay pero aún así el 5% de la población acapara el 50% de la riqueza de ese país, algo desolador para todo ese continente¿Tendrá eso algo que ver con la tremenda inseguridad de sus minas?

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