Interview mit Barbara Gailer: Kandidatin für das Amt der Bayerischen Bierkönigin

Felix | 4. April 2012 | Kommentare (5)

Mittlerweile wird zum dritten Mal vom Bayerischen Brauerbund zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin aufgerufen. Aufgabe der Königin ist es, das bayerische Bier weltweit vertreten zu dürfen. Mittlerweile stehen die sieben Finalistinnen fest, aus welchen dann am 19. April die 3. Bayerische Bierkönigin gewählt wird. Neben einer Fachjury haben alle Bierliebhaber da draußen die Möglichkeit ihre Stimme online ab zu geben.

Bereits bei der ersten Wahl haben wir eine Kandidatin näher vorgestellt und auch dieses Jahr darf ich euch eine angehende Bierkönigin präsentieren. Natürlich wollen wir keinem Vorschreiben, für welche der bezaubernden Damen er seine Stimme abgeben darf und so empfehlen wir euch einfach einen Blick auf die Seite der Bayerischen Bierkönigin zu werfen, auf der ihr euch alle Kandidatinnen etwas näher anschauen könnt und dann selbst zu entscheiden. Aber nun lassen wir mal die Barbara aus der Nähe von München zu Wort kommen und wenn sie euch sympathisch ist, dürft ihr auch gerne für sie stimmen.

Und wenn ihr eure Stimme für Barbara abgeben wollt, dann gelangt ihr hier direkt zu ihrer Wahl-Seite: klick und wählt Barbara Gailer

Hallo Barbara, stell dich doch erst einmal unseren Lesern vor, damit sie sich ein wenig ein Bild von dir machen können
Mein Name ist Barbara Gailer und ich wohne in Hohenbrunn, im Landkreis München. Zurzeit studiere ich Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Hochschule München.

Du hast dich für den Titel der Bayerischen Bierkönigin beim Bayerischen Brauerbund beworben. Wie kam es dazu?
Eigentlich wollte ich mich um den Titel schon vor zwei Jahren bewerben, als zum ersten Mal die Bayerische Bierkönigin gesucht wurde. Durch den heimischen Getränkemarkt haben mich die bayerischen Getränke-, später Bierspezialitäten und Feste von klein auf begleitet. Dadurch habe ich einen besonderen Bezug zu unserer Biervielfalt und den damit verbundenen Traditionen. Die letzten zwei Jahre scheiterte jedoch eine Bewerbung an einem längeren Auslandsaufenthalt in Lateinamerika. Dieses Jahr hat einfach alles gepasst. Ich bringe also die nötige Zeit mit und natürlich das Wichtigste: Meine Begeisterung für unser Bier ist nach wie vor geblieben. Im Gegenteil, sie ist über meine Auslandserfahrung sogar noch gestiegen.

Wie läuft der Wettbewerb ab, kannst du das unseren Lesern erklären? Ihr müsst ja bestimmt mehr können, als “nur” gut aussehen.
Da hast du recht. Neben dem Online – Voting, das noch bis 16. April 12 Uhr läuft, entscheidet am Krönungsabend (19. April) das Saalpublikum und die Jury wer die nächste Bayerische Bierkönigin.
Letztens war deswegen auch ein Filmteam bei mir. Über jede der sieben Finalistinnen wird nämlich ein Homevideo gedreht, dass am 19. April den Gästen und der Jury vorgeführt wird. Dort stelle ich mich nochmals kurz vor und gebe einen Einblick in meine Heimat- und Bierverbundenheit. Am Krönungsabend selbst wird natürlich auch unser Bierwissen geprüft und zwar in Form einer Bierpräsentation. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gern für mich abstimmen! Ich freue mich über jede Stimme, klickt einfach hier: klick

Klingt auf jeden Fall spannend und aufwendig, wie bereitest du dich vor? Gibt es da ein Programm oder einen bestimmten Ablauf?
Mit dem Bayerischen Brauerbund waren wir am 15. und 16.3 in Kulmbach. Wir haben dort nicht nur Bier verkostet und mit Bier gekocht, sondern auch die Mönchshof Brauerei mit dem Bayerischen Brauereimuseum besichtigt und einen eigenen Sud angesetzt. Außerdem habe ich das große Glück, dass ich einige Experten kenne, mit denen ich mich auf die Krönungsgala vorbereite.

Was verbindet dich persönlich mit dem Thema Bier?
Für mich persönlich ist das Bayerisches Bier ein Hochgenuss und unser Bierkultur Ausdruck bayerischer Gemütlichkeit und Gastfreundschaft, sei es in Biergärten, auf Volksfesten, beim Grillen an der Isar, beim Fußball schauen oder gemütlichen Zusammensein mit der Familie und Freunden auf der Hausbank oder in der Kneipe. Als ich 2011 die Wiesn nicht besuchen konnte, weil ich ein Auslandssemester in Chile absolvierte, bin ich meinen Freunden aus aller Welt solange mit der Wiesn und dem guten Bier in den Ohren gelegen, bis sie es auch probieren wollten, weil sie’s mir nicht glauben konnten. Kurzerhand habe ich dann Wiesnbier bei meinen Eltern geordert, das auch eingeflogen wurde. Seit dem Zeitpunkt teilen meine Freunde meine Begeisterung für unser Bier.

Wie glaubst du wir das Bierland Deutschland in 5-10 Jahren aussehen? Bleibt alles beim Alten oder gibt es Veränderungen?
Meiner Meinung nach erleben wir jetzt schon einen Wandel im Bierland Deutschland, der sich auch zukünftig fortsetzen wird. Im Inland ist der Konsum alkoholhaltiger Biere seit einigen Jahren rückläufig, wohingegegen alkoholfreie und leichtere Biere an Marktanteil gewinnen. Ich denke, dass dieser Trend zumindest teilweise auf das gestiegene Gesundheits- und Fitnessbewußtsein in der Bevölkerung sowie auf die verstärkte Sensibilisierung bezüglich Alkohols im Straßenverkehr zurückzuführen ist. Zudem finde ich, dass schon heute Bier viel bewußter genossen wird als noch vor 20 Jahren. Zum Beispiel machen sich immer mehr Gedanken darüber, welches Bier welches Essen am Besten begleitet.

Was sagst du zu neuartigen Biersorten wie “India Pale Ale” oder “Imperial Stout”, welche sich immer mehr auf dem deutschen Biermarkt etablieren? Bist du da eher traditionell oder innovativ?
Solange sich an das Reinheitsgebot gehalten wird, bin ich aufgeschlossen für innovatives und probiere gern neues aus. Das erklärt vielleicht auch warum ich keine Lieblingsmarke und Lieblingssorte habe, sondern die Biervielfalt vorziehe. Vor ein paar Wochen hatte ich bereits die Gelegenheit Biere zu probieren, die mit neuen Aromahopfensorten gebraut wurden und ich finds toll. Das zeigt doch nur, dass das Bierland Bayern nicht stehen bleibt, mit der Zeit geht und sich an neues herantraut. Traditionelle Biersorten sehe ich dadurch nicht gefährdet, vielmehr ergänzt.

Was sind denn deine Lieblingssorten beim Bier?
Ehrlich gesagt, kann ich diese Frage gar nicht pauschal beantworten. Bei mir kommt es immer auf die Gelegenheit an. Im Biergarten und in den Bergen trinke ich gern ein Weißbier oder ein Radler, zu einem leichten Essen ein Pils, auf unseren Volksfesten die stärker gebrauten Festbiere und beim Weggehen tendier ich eher zum Hellen.

Was machst du, wenn du nicht gerade an Bier denkst?
Ich bin ein aktiver Mensch. Dazu gehört für mich das Reisen als Backpacker, um fremde Kulturen und Länder besser kennen zu lernen. Ich bin viel in den Bergen unterwegs, als Sportschützin aktiv, bin großer Fußballfan und treffe mich oft und gerne mit Freunden. Eine häusliche Eigenschaft habe ich auch. Ich backe sehr gern.

Warum bist gerade du Bayerns Bierkönigin?
Auf dem Land groß geworden, bin ich schon seit Kindheitsbeinen mit den bayerischen Bräuchen und Traditionen vertraut. Mir schmeckt nicht nur das bayerische Bier, ich bin auch sehr stolz auf unsere Biervielfalt und unsere regionalen Biertraditionen. Das Bayerische Bier verkörpert auf der ganzen Welt Lebensfreude, Qualität und Geselligkeit. Dies alles gilt es meiner Meinung nach zu erhalten und zu pflegen und erfordert auch ein gewisses Bierwissen. Ich traue mir zu meine Begeisterung für unser Bier und unser Bayern an Menschen auf der ganzen Welt weiterzugeben. Deswegen würde ich mich sehr freuen, die nächste Bayerische Bierkönigin zu werden.

Was würdest du als erste Amtshandlung machen wollen, wenn du Bayerische Bierkönigin werden würdest?
Mit meinen Eltern, all meinen Freunden, fleißigen Helfern und Unterstützern ein Danke-Schön-Fest feiern.

Wenn du nicht bayerische Bierkönigin wirst, wie wird dann dein weiteres Leben aussehen?
Wie bisher, ich werde ganz normal mein Studium abschließen und mich dann um eine Arbeitsstelle bemühen.

Wir wünschen dir ganz viel Glück und Erfolg, egal wie es dann am Ende aussehen wird. Abschließend noch etwas zu sagen?
Ich freue mich über jede Stimme und jede Form von Unterstützung!

Quelle der Fotos: Bayerische Brauerbund e.V., privat

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Kategorie: Bier Allgemein, Bier Events und Seminare, Bier Marketing

Kommentare (5)

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  1. Tobsen sagt:

    Nettes Mädel! Bin zwar nicht aus Bayern, sondern aus Thüringen, aber meine Stimme hat sie auf jeden Fall.

    Prost,
    Tobsen

  2. DanielS sagt:

    Ich werde aber trotzdem für Lena :-)

  3. DanielS sagt:

    ..stimmen..

  4. Felix sagt:

    Jeder wie er mag :-) Hauptsache am Ende hat das Bayerische Bier eine würdige Königin..hehe

  5. Tante sagt:

    Barbara ist meine Nichte, damit bin ich zwar irgendwie befangen, zumal ich die anderen Kandidatinen nicht persönlich kenne. Aber Eins muss ich Euch sagen, Barbara ist wirklich ein ganz, gaaaaanz nettes Mädel – und ich kenne sie praktisch fast seit der ersten Stunde ihres Lebens. Ich bin sehr stolz darauf, was sie in alles erreicht hat. Eine echte Power-Frau!!! Pures Leben!!! Ich wünsche ihr das Allerbeste.

    Liebe Grüße

    Deine Firmpatin

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