Ausgzeichnet: Das Distelhäuser Dinkel
Beim härtesten Biertest Europas spielt die Distelhäuser Brauerei ganz vorne mit. Das Dinkelbier aus der Brauerei im Taubertal erreichte beim „European Beer Star Award 2011“ den ersten Platz in seiner Sparte und wurde dafür mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.
„Wir sehen die jüngste Auszeichnung als Bestätigung unserer Philosophie, kontinuierlich an der hohen Qualität unserer Biere zu arbeiten, aber immer wieder auch Neues auf der Basis des traditionellen Handwerks auszuprobieren“, betont Roland Andre, Braumeister und Geschäftsführer der Distelhäuser Brauerei. So machten sich die Brauer aus dem Taubertal im Jahr 2007 daran, aus heimischem Urgetreide das erste Dinkelbier der Region herzustellen – eine echte Herausforderung an ihre Braukunst. Es dauerte fast ein dreiviertel Jahr, bis die Distelhäuser mit ihrem (Hand-)Werk zufrieden waren und das obergärige Bier auf den Markt kam.

v.l.n.r.: Gerhard Ilgenfritz (Präsident der Privaten Brauereien Bayern e.V.), Braumeister Tobias Kerz (Qualitätssicherung Distelhäuser Brauerei), Roland Andre (Geschäftsführer der Distelhäuser Brauerei) und Hans-Friedrich Kumpf (Vizepräsident des Verbandes Private Brauereien Deutschland e.V.)
Als Grundstoff für das Bier wird Dinkel geerntet, gedroschen und vom Landwirt an die Mälzerei geliefert, die daraus Dinkelmalz herstellt. Doch anders als bei Weizen oder Gerste gibt es keinen speziellen Braudinkel, die gängigen Dinkelsorten enthalten relativ viel Eiweiß und quellfähige „Gummistoffe“ – die Masse, die beim Brauen entsteht, lässt sich daher nicht wie üblich filtern, überschüssige Hefe und Treber müssen über eine Zentrifuge ausgesondert werden.
Doch die Mühe hat sich gelohnt: Das Dinkel-Bier aus Distelhausen hatte bereits in der Testphase beim European Beer Award 2007 eine Silber-Medaille errungen, zwei weitere zweite Plätze in den folgenden Jahren und jetzt der goldene Preis für den besten Geschmack („Beer Tasting Gold Award“) folgten.
Wir haben das Distelhäuser Dinkel natürlich gleich einer Verkostung vollzogen und wollten uns mal überzeugen, ob das Dinkel seine Goldmedaille auch verdient hat. Das Bier fließt in einem trüben bernsteinfarbenen Farbton in das Glas. Die Schaumkrone ist durchaus stabil, mittelporig und cremefarben. Der Duft in der Nase ist fein-würzig, leicht hefig, säuerlich aber auch fruchtige Noten nach süßer Banane und Aprikosen sowie Dörrobst machen sich breit. Sehr angenehm und frisch. Der Geschmack ist sehr ungewöhnlich, aber absolut fantastisch. Es ist eine wunderbare Fruchtnote zu vernehmen, welche in die Richtung von sehr reifen Bananen geht, dazu eine wunderbare Süße und ein toller Hefeanteil. Der Abgang ist allerdings sehr mild, leicht hopfig, aber fast kaum zu vernehmen. Das ist schade, den das Dinkel startet wirklich fantastisch aber es fehlt eben der besondere Abgang ein wenig.
Trotzdem ist der Geschmack super und deswegen die Goldmedaille absolut verdient. Es erinnert übrigens stark von seinen eigenen Eigenschaften an ein Weizen, was sicherlich auch an der obergärigen Brauart liegt. Insgesamt auf jeden Fall ein spannendes Geschmackserlebnis. Das Bier sollte bei einem wunderbaren Verkostungsabend auf jeden Fall zum „Standardprogramm“ gehören, da es dem geneigten Biertrinker wirklich neue Geschmackskomponenten eröffnet, einfach wunderbar.
Alles weitere über die Distelhäuser Brauerei erfahrt ihr auf der Internetseite www.distelhaeuser.de
Keine ähnlichen Artikel.
Category: Bier Allgemein, Bier Spezialität, Biere, Biertest, Brauereien, Neuigkeiten über Bier





