Bier zum Wochenende: Doppelbock der Staffelberg Bräu
In unserer neuen Kategorie „Bier zum Wochenende“ gehen wir in die zweite Runde und haben diesmal eine wunderbare Doppelbock Kreation aus Bierfranken für euch.
Im Schatten des Staffelbergs in Oberfranken liegt im Ortsteil Lohfeld die Staffelberg Bräu. In Franken gehört die Brauerei, welche eine Menge verschiedene Biere zu ihrem ständigen Sortiment zählt, mit zu den beliebtesten und bekanntesten Brauereien. Franken, welche ihr Bundesland verlassen haben oder mussten, nehmen gern beim Heimatbesuch den ein oder anderen Kasten Staffelberg Bräu mit in ihr Exil.
Angeschlossen an die seit 1856 in Familienbesitz stehende Brauerei ist auch ein Wirtshaus, welches gut bürgerliches und sehr schmackhaftes Essen zubereitet. Vor allem der klassische Schweinebraten ist hier sehr zu empfehlen, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Die Brauerei bietet im Bräustüberl auch immer wieder gern die eine oder andere Bierspezialität an um seine Gäste mit tollen Kreationen zu begeistern. Derzeit gibt es Bräu ein Hopfen-Keller-Spezial, welches mit Saphirhopfen eingebraut wurde, und ein Doppelbock auf Eichenholz gereift zu verkosten. Doch dazu wollen wir uns in kurzer Zeit in einem eigenen Artikel rund um die Staffelberg Bräu und ihren Bierkreationen widmen.
Nachdem am letzten Wochenende das Gedenkbier IPA der Giesinger Bräu das Bier zum Wochenende war, wollen wir diesmal aus Bierfranken den Doppelbock der Staffelberg Bräu vorstellen. Das Bier, welches zum wiederholten Male die Goldmedaille beim European Beer Star Award abräumte passt derzeit super in die Bockbierzeit und auch die äußere Witterung und die kalten Temperaturen lassen den geneigten Bierliebhaber zum Bockbier greifen, also warum nicht gleich einen „Star der Bockszene“ auspacken und genießen.
Gründungsjahr: 1856
Brauer: Karl-Heinz Wehrfritz
Ausstoß: 10000 hl
Anschrift:
Mühlteich 4
96231 Bad Staffelstein-Loffeld
www.staffelberg-braeu.de
Öffnungszeiten Brauerei: Mo bis Sa 7 bis 18 Uhr
Der Doppelbock der Staffelberg Bräu hat volle 7% Alkohol und liegt in einer klaren schimmernden gelb-orangen Farbe zur Verkostung bereit im Glas. Der Schaum ist mittelporig, schön weiß und hält sich relativ stabil für einige Zeit. Bevor der Gaumen diese Goldmedaille kosten darf, nimmt sich die Nase noch ein paar kräftige Aromazüge. Ein angenehmer floraler, grasiger, aber auch malzbetonter Duft macht sich breit. Der Hopfen lässt sich beim Geruch auch schon gut bemerken. Ein Indiz dafür, dass der Doppelbock ordentlich gehopft ist und nicht zu süßlich. Ebenfalls lässt sich eine leichte Honig- und auch Marzipannote erahnen, welche sich ganz angenehm im Duft niederlegt. Hmmm, der Doppelbock versprüht wirklich ein tolles Aroma und macht gerade, bei diesem kalten Wetter, Lust auf einen wärmende Verkostung.
Der Antrunk ist überraschend frisch und spritzig, dazu eine ordentliche Portion Malz, die aber durch den Hopfen gebremst wird und eine schöne ausgeglichene Note verleiht. Ganz wenig macht sich der Alkohol bemerkbar, dieser ist aber eher wärmend und angenehm im Körper. Der Abgang ist relativ lang, leicht bitter, wärmend und immer noch erfrischend.
Insgesamt ein feiner Doppelbock, der in all seinen Facetten höchsten Respekt verdient. Hier wurde gute und solide Arbeit geleistet. Gerade das spritzige und erfrischende macht diesen Bock zu etwas besonderem und deswegen auch zum verdienten Goldträger.
Prost und ein schönes Wochenende.
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