Biertest: Oktoberfestbier 2011 die Zweite
Nachdem die erste Woche Oktoberfest fast vorbei ist, möchten wir euch den Oktoberfestbiertest der anderen drei Festbiere nachreichen. Hier geht es zum Artikel der ersten drei getesteten Biere von Spaten, Hofbräu und Löwenbräu. (Biertest: Oktoberfestbier 2011 – Teil 1)
Biertest Augustiner Bräu Oktoberfestbier:
In einer bauchigen Augustinerflasche mit schön gestaltetem Etikett, welches das Augustinerfestzelt als Hauptaufmacher beinhaltet, befindet sich das 6,0% Alkohol starke Oktoberfestbier der Augustiner-Bräu. Die Stammwürze von 13,8% ist die höchste aller Wiesnbiere. Ebenfalls schenkt Augustiner als einzige Brauerei ihr Bier in 200 Liter Holzfässern aus.
Das Bier selbst hat eine dünne, sehr hellgelbe Farbe und trägt eine feonporige, weiße, stark aufschäumende aber relativ schnell zusammenfallende Schaumkrone. Das Geruchsaroma ist stark geprägt vom Hopfen, leicht grasig, malzig und mit ziemlich süßer Note, die absolut im Vordergrund steht. Der Antrunk ist mild, gut gehopft und begleitet von Zitrusfrüchten. Die Rezenz ist durchaus spritzig und das Bier schmeckt frisch. Der Mittelteil wird dann langsam kräftiger, herber und etwas bitter. Der Abgang hält sich aber ausgewogen, zwischen Süße und Bitterkeit, insgesamt sehr stimmig, vielleicht ein wenig zu herb und kräftig, trotzdem sehr süffig und schmackhaft.
Biertest Paulaner Oktoberfestbier
Das Paulaner kommt mit 6,0% Alkohol und einem süffigen Etikett in der NRW-Flasche daher. Laut Statistiken ist es eines der meist getrunkenen Biere auf dem Oktoberfest. Die Farbe ist hell und gelblich. Der Schaum ist eher mittelporig, nicht gerade groß und auch leider nicht wirklich stabil. Beim Geruch kommt eine Alkoholnote zunächst in den Vordergrund, dann macht sich ein leichter Geruch von Hopfen, Getreide und Würze breit. Der Geschmack ist zunächst würzig, sehr weich und hat einen blumigen Charakter. Das Bier ist sehr rund und hat einen leichten Bitterstich am Ende.
Biertest Hacker-Pschorr Oktoberfest Märzen
Mit 5,6% Alkohol gehört das Hacker-Pschorr Oktoberfest Märzen zu den eher „leichteren“ Bieren auf der Wiesn. In einem der beliebtesten Zelte, dem Hacker-Pschorr Festzelt „Himmel der Bayern“, wird es trotzdem gern und oft getrunken. Die Farbe ist im Vergleich zu den anderen fünf Bieren, überraschenderweise, endlich mal etwas verändert. Sie ist dunkler und hat einen tollen Bernsteinton. Daraus lässt sich schließen, dass das Malz stärker geröstet wurde. Die Schaumkrone ist mittelporig, relativ stabil, allerdings nach einiger Zeit kaum noch zu vernehmen. Ein süßlicher und malziger Geruch, gefüttert mit leichten Röstaromen macht sich in der Nase breit. Zu Beginn ist der Geschmack mild und leicht hopfig, wird dann kräftig malzig und endet mit einer leichten Süße im Mund.
Fazit
Wollen wir zum Ende des diesjährigen Oktoberfestbiertests ein kleines Fazit ziehen. Zunächst ist ganz klar anzumerken, dass sich die Biere in Farbe, Geruch und Geschmack kaum unterscheiden und alle eine ganz normale Mittelposition antreffen. Lediglich das Hacker-Pschorr lässt sich da etwas herausnehmen, da es mit dunklerem Malz verarbeitet wurde. Ansonsten sind die Biere für die Massen, eben Biere für das Oktoberfest, eine Massenveranstaltung. Für viele ist der Geschmack sowieso eher nebensächlich und in der ganz besonderen „Atmosphäre“ auf dem Oktoberfest geht es ja sowieso nur um das Eine.
Das Beste Oktoberfestbier: Ein Bier mit Ecken und Kanten
Grundsätzlich hat sich für mich das Spaten Bier als das Oktoberfestbier herausgestellt, welches noch einen richtig eigenständigen Charakter hat. Das Bier hat ein wenig Ecken und Kanten und trifft somit meinen persönlichen Geschmack. Ich mag Bier, welches etwas anders ist, sich abhebt und eine eigenständige Position begleitet. Ebenfalls ist das “echte” Festbier frisch gezapft aus dem Hahn und bekanntermaßen kann ein und dieselbe Biersorte aus der Flasche etwas anders schmecken, als aus dem Fass. Wer sich selber einen Eindruck machen möchte, der muss das Oktoberfest live erleben, ob er will oder nicht.
Als Tipp für alle, welche eher die urige Gemütlichkeit bevorzugen empfehlen wir die „Oide Wiesn“. Dort gibt es ein ganz spezielles Festbier, mit einem eigenen würzigen Charakter. Darüber berichten wir natürlich auch noch. Bis dahin, „oans, zwoa, gsuffa“.
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