Biertest: Festbier der Kulmbacher Bierwoche
Passend zur derzeit stattfindenden Kulmbacher Bierwoche habe ich das Festbier der Bierwoche verköstigt. Hier handelt es sich nicht um das Festbier, welches das ganze Jahr im Handel erhältlich ist, sondern um das, welches speziell zur Bierwoche eingebraut wurde. Früher wurde in Kulmbach noch von verschiedenen Brauereien ein eigenes Festbier gebraut. Diese Zeiten sind leider längst vorbei und die Brauereien Eku, Mönchshof, Kulmbacher und Kapuziner gehören mittlerweile alle zur Kulmbacher AG. Diese gehört zur Brau Holding International, eine der größten Braukonzerne in Deutschland, welche wiederrum zur Schörghuber Unternehmensgruppe gehört. Das einzig regionale ist der Braustandort und die Herkunft der Rohstoffe, welche nach Brauereiangaben aus der Region stammen.
Bierart: Festbier
Name: Kulmbacher Festbier Original
Hersteller: Kulmbacher Brauerei
Brauort: 95326 Kulmbach
Alkohogehalt: 5,8% Vol.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Homepage: www.kulmbacher.de
Aussehen: (Schaum, Farbe, Kohlensäure, Flasche, Besonderheiten, etc.)
Das Bier ist in der typischen Flasche der Kulmbacher Brauerei. Eigentlich ähneln sich alle Etiketten der verschiedenen Sorten, lediglich in der Farbe sind gravierende Unterschiede. Das Etikett des Festbieres der Bierwoche fällt allerdings sehr ins Auge. Sieht eher aus wie ein Werbeplakat, eher rustikal und traditionell gehalten. Passt gut zum aktuellen Plakat der Bierwoche. Gefällt mir aber nicht so gut, ich stehe eher auf die schlichtere Variante.
Das Bier hat eine weiße cremige Schaumkrone, welche sich zwar etwas grobporig aber lang im und am Glas hält. Das Bier ist klar und hat einen feinen Glanz. Die Farbe ist goldhell und geht ganz leicht ins rötliche hinein. Sieht auf jeden Fall sehr erfrischend und trinkbar aus.
7/10 Punkten
Geruch:
Die Geruchsfaktoren der Nase werden beim Kulmbacher Bierwochen Festbier nicht wirklich beansprucht. Es ist mild, leicht süßlich und ein wenig hopfig in der Nase. Hält sich also dezent zurück und wirkt eher fad vom Geruch her.
5/10
Geschmack:
Der Antrunk ist angenehm weich, frisch und etwas malzig. Der Malzteil dominiert und die Bitterstoffe kommen hervor. Um so länger man wartet, umso bitterer wird das Festbier dann, was aber durchaus angenehm ist. Das Bier ist schön süffig und hinterlässt einen kräftig betonten Abgang, welcher leicht nach Getreide schmeckt. Die Bitterstoffe dominieren vom Mittelteil bis zum Ende. Für 5,8% Vol. hat das Festbier keinen wirklichen Alkoholgeschmack, ist aber kräftig im Abgang. Trotz der vielen Bittereinheiten lässt sich das Festbier gut trinken und wird sicherlich dem ein oder Anderen Bierwochen Besucher in den Kopf steigen.
7/10
Letzter Schluck:
Für ein Festbier eine ordentliche Trinkbarkeit und somit ist der letzte Schluck noch frisch und angenehm lecker. Der Alkohol macht sich, wie bereits gesagt, nicht im Geschmack bemerkbar, dafür aber schnell im Kopf. Auf jeden Fall macht es Lust auf mehr und das nächste Festbier ist bereits geöffnet.
8/10
Fazit:
Das Design des Etiketts ist nicht wirklich ansprechend, dafür das Aussehen des Bieres umso mehr. So muss ein Bier aussehen. Tolle Farbe, toller Schaum. Der Geruch ist nicht wirklich bemerkbar, was aber dem Geschmack überhaupt keinen Abbruch bringt. Ein Festbier, dass sich unaufmerksam verhält, dafür sehr ordentlich in die Blutbahn geht. Auch wenn die Gesamtpunktzahl eher wenig ist, was dem fehlenden Geruch geschuldet ist, ist das Bier absolut empfehlenswert. Da es dieses nur für ein paar Wochen im Jahr gibt, sollte sich ein ordentlicher Vorrat zugelegt werden um das ein oder andere Fest zu feiern. Ein wunderbares Ding und eine Vorfreude auf den Besuch auf der Bierwoche.
9/10
Insgesamt:
36/50
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Was ist der Unterschied zwischen diesem Festbier und dem Festbier, welches es das ganze Jahr über zu kaufen gibt?
Wird es dieses Bier ausschließlich zur Festwoche geben oder kann man es auch im Nachhinein bestellen?
Das Festbier der Bierwoche hat etwas mehr Alkoholgehalt und ist insgesamt malziger und etwas kräftiger. Das Bier kommt nur zur Bierwoche in den Handel und verschwindet dann wieder. Restbestände gibt es wohl eher weniger. Ansonsten ist nur das normale “Festbier” das ganze Jahr über erhältlich.