Martin Freitag – Gründer des Österreichischen Brauwarenschutzverein – im Interview über die Bierkultur in Österreich
Nachdem wir unsere neue strategische Partnerschaft mit dem Österreichischen Brauwarenschutzverein verkündet haben, können wir euch nun ein sehr ausführliches und sehr interessantes Interview mit Martin Freitag, Gründer des ÖBWSV, präsentieren. Martin Freitag spricht über den Entstehungsgeschichte des Österreichischen Brauwarenschutzverein, über die österreichische Bierkultur und die derzeitige Situation auf dem Biermarkt. Macht euch genüßlich ein kühles Bier auf und viel Spaß beim lesen des Interviews.
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Stell dich doch bitte kurz einmal unseren Lesern vor,
Mein Name ist Martin Freitag, ich bin 32 Jahre alt und derzeit Obmann des Österreichischen Brauwarenschutzvereins.
Du bist Mitgründer des „Österreichischen Brauwarenschutzvereins“. Was lässt sich darunter verstehen und wie kam es zu der Gründung des Vereins?
Unser Vereinsname klingt erst einmal etwas ungewöhnlich, aber er beschreibt recht treffend, was uns am Herzen liegt: Bier ist ein jahrtausendealtes Kulturgetränk mit einer bewegten Geschichte, und gerade Österreich hat eine unglaublich alte Brautradition. Bier ist somit auch mit der Geschichte unseres Landes untrennbar verbunden, hat aber im Vergleich z.B. zum Wein immer noch ein Imageproblem, das wir nicht einfach so hinnehmen möchten. Uns ist wichtig aufzuzeigen, dass die österreichische Bierkultur tatsächlich schützenswert ist. Gerade viele Klein- und Kleinstbrauereien, die oftmals ums wirtschaftliche Überleben kämpfen, bereichern mit ihrer Vielfalt die Bierlandschaft und müssen aus unserer Sicht unterstützt und bekannter gemacht werden. Das ultimative Ziel ist letztlich die Installation eines neuen Bewusstseins in der Bevölkerung: Bier hat einen hohen, oft unterschätzten Genussfaktor, und hat einfach mehr zu bieten als das heimische „Standardmärzen“, das in Österreich immer noch 80% Marktanteil hält. Genau diese Tatsache wurde uns während mehrerer Reisen durch Österreich richtig bewusst und hat uns passionierte Biertrinker im Frühjahr 2010 dazu veranlasst einen Verein zu gründen, der die Biervielfalt einem breiteren Publikum erschließen möchte.

Als euer Grundsatzziel habt ihr die „Förderung heimischer Braukultur und die Erhaltung österreichischer Biervielfalt“ fest gelegt. Sicherlich ein ehrenwertes und gutes, aber auch ein hochgestecktes Ziel. Was unternehmt ihr um dieses Ziel zu erreichen und welche Herausforderungen siehst du dabei?
Zunächst setzen wir auf Aufklärung. Wir stellen Biere einzelner Brauereien und die Personen dahinter auf unserer Website oder auf Facebook vor, organisieren Verkostungsveranstaltungen, Bierseminare und Ausflüge zu Brauereien und vernetzen uns mit Gleichgesinnten aus der Branche, um einen möglichst großen Wissensaustausch zu ermöglichen. Dadurch möchten wir unser Wissen übers Bier – das der Mitglieder, aber auch das unserer Leser auf den diversen Webplattformen – kontinuierlich vergrößern. So wollen wir den Horizont vieler Menschen erweitern und neue Impulse geben. Vielen Biertrinkern (und Nichtbiertrinkern!) ist nicht bewusst, wie vielfältig das Getränk tatsächlich ist, und dass man ein passendes Bier sogar zu Desserts, Schokolade oder Käseplatten perfekt genießen kann. Oft hört man „Jedes Bier schmeckt gleich – bitter!“. Dass dem nicht so ist kann man während einer Verkostung auch Menschen zeigen, die mit Bier nichts oder wenig am Hut haben. Da sorgt man beim ein oder anderen oft mal für ein „Aha-Erlebnis“, speziell in der Damenwelt. Interessierten soll so die unglaubliche Geschmacksvielfalt von Bier vermittelt werden, ohne aber daraus eine „Wissenschaft“ zu machen, bei der Spaß und Genuss auf der Strecke bleiben. Wertschätzung für ein Produkt ist gut, aber wir wollen letztendlich einen – aus unserer Sicht übertriebenen – „Hype“, wie er beim Wein existiert vermeiden- denn Bier soll für alle ja auch leistbar bleiben. Und darin besteht auch eine der Herausforderungen, die wir sehen: Bier soll die Wertschätzung erfahren, die es längst verdient hätte, gleichzeitig soll es bei aller Liebe zum Produkt kein „Snobgetränk“ werden.
Was verbindet dich ganz persönlich mit dem Bier und woher holst du deine Motivation dich intensiv mit der Bierkultur auseinanderzusetzen?
Ich habe immer schon gerne Bier getrunken, kannte aber bis vor wenigen Jahren im Grunde nur drei Bierstile: das klassische „österreichische Märzen“, Pils und Weißbier. Die Leidenschaft kam dann mit den ersten, durch Zufall verkosteten handgebrauten Bieren und völlig neuen Geschmacksnoten, die ich dadurch erfahren durfte. Und wenn man sich einmal mit dem Thema beschäftigt, kommt man angesichts der vielen Facetten nicht mehr vom Bier los. Bier ist für mich ein Bestandteil meines Lebens und gehört auch zur österreichischen Lebensart. Man ist immer von Bier umgeben und man umgibt sich auch gerne mit Bier. Die damit verbundene Kulturgeschichte und vielfältigen gesellschaftlichen Aspekte im Laufe der Historie faszinieren mich – ebenso wie das „Bodenlose“ dieses Themas: Bier ist einfach unerschöpflich, und ein Biertrinkerleben reicht nicht aus, um alleine nur die österreichische Bierlandschaft halbwegs aufarbeiten zu können. Darüber hinaus steht mein Elternhaus auf dem Gelände der ehemaligen „Brunner Brauerei“, die zu Monarchiezeiten eine der größten des Landes war, dann aber von der Bildfläche verschwand. In den ehemaligen Kelleranlagen der Brauerei hat mein Großvater nach dem 2. Weltkrieg Champignons gezüchtet, und ich war schon früh mit österreichischer Biergeschichte konfrontiert. All diese Aspekte, die Geschmacksvielfalt und die Bedeutung von Bier für unser Zusammenleben möchte ich näher erfahren und wenn möglich auch weitergeben.
Welche Unterschiede oder Parallelen siehst du zwischen der deutschen und der österreichischen Bierkultur?
Ich kenne die deutsche Bierkultur, die regional wohl auch unterschiedliche Ausprägungen hat, nicht so gut, als dass ich an dieser Stelle eine profunde Analyse anbieten könnte. Ich glaube aber, dass der Stellenwert des Bieres in Deutschland ähnlich hoch ist, wie in Österreich. Gerade zur Bierkultur im süddeutschen Raum (Bayern) sehe ich viele Parallelen und kaum Unterschiede. Die bevorzugten Bierstile sind mit Sicherheit unterschiedlich – so wird in Deutschland wohl wesentlich mehr Pils und Weizenbier getrunken, als hier in Österreich. Ein weiterer Punkt ist wohl die – meiner Meinung nach übertriebene – Fokussierung auf das Reinheitsgebot von 1516 in Deutschland. Die Biertradition und die Bedeutung von Bier im täglichen Leben sind aber mit Sicherheit vergleichbar.
In Österreich gibt es richtige „Typen“, welche hinter der Bierkultur stehen und diese mit Leib und Seele fördern. Dazu gehören Sepp Wejwar, Conrad Seidl und andere. In Deutschland sind diese „Typen“ eher Mangelware. Wie wichtig sind deiner Meinung nach solche Persönlichkeiten für die Förderung der Bierkultur und woran könnte es liegen, dass in Deutschland diese „Typen“ eher Mangelware sind?
Solche Menschen sind sehr wichtig und haben bereits jetzt schon viel für die Bierkultur getan. Jeder der einmal an einem Bierseminar mit Sepp Wejwar teilgenommen hat, wird Bier mit anderen Augen sehen. Sie sind bis zu einem gewissen Grad Galionsfiguren und arbeiten mit Leidenschaft daran, Bier attraktiver für Jedermann zu machen, weil es ihnen ein ehrliches Anliegen ist. Mit Nationalitäten hat das nichts zu tun. Ich glaube auch gar nicht, dass in Deutschland solche „Typen“ Mangelware sind. Du bist ja ein gutes Beispiel dafür, und es gibt auch in deinem Heimatland jede Menge „Bierfreaks“, die sich des Themas annehmen, sie sind vielleicht einfach noch nicht so bekannt wie ein Conrad Seidl, der das Thema seit Jahrzehnten bearbeitet, ja eigentlich sein Leben dem Bier gewidmet hat.
Wie würdest du einem Deutschen die österreichische Bierkultur in einfachen Worten erklären?
Der Österreicher ist grundsätzlich sehr gesellig, Bier fördert diese Geselligkeit und gehört einfach zu unserer Identität. Das liegt in unserer langen und erfolgreichen Brautradition begründet. Ein „gepflegtes Krügerl“ (Krügerl = 0,5l) gehört einfach zu einem Gulasch im Wirtshaus, das geht gar nicht anders. Bier ist mit der österreichischen Lebensart einfach untrennbar verbunden: an den Stammtischen wird in bierseliger Runde gemeckert, geraunzt, das Leben von allen möglichen und unmöglichen Standpunkten ausführlich beleuchtet und die österreichische Seele zelebriert. Bei einem guten Bier kommen die „Leut z’samm“! Und während Touristen in Wien den Stephansdom stürmen, oder eine Runde mit dem Riesenrad drehen, zieht sich der Einheimische gemütlich in einen schattigen Gastgarten zurück und lässt sich vom Kellner mit typischem Schmäh und frisch gezapften Bieren verwöhnen …
Ich habe das Gefühl, dass in Österreich viele Großbrauereien auch viele Bierspezialitäten auf den Markt bringen um ihre Sortimente zu verbreiten. So hat die Brauerei „Stiegl“ erst 7 Millionen Euro in einen „Spezialitätenkeller“ investiert. Was könnte der Grund sein, dass die Großbrauereien in solche Bierspezialitäten investieren?
Das ist absolut richtig. Auch die Brau Union, die österreichische Heinekentochter, hat erst vor kurzem ein „Bierkulturzentrum“ mit einer Innovationsbrauerei, die primär nicht auf kommerziellen Erfolg ausgerichtet ist, eröffnet. Diese Entwicklungen sind mehr als erfreulich und wundern mich nicht. Die Großkonzerne haben den momentanen Trend zu mehr Genuss beim Bierkonsum erkannt und wollen als Marktführer natürlich auf diesen Zug aufspringen. Wie ich glaube allerdings bei weitem nicht nur aus kommerziellen Gründen. Auch bei Großbrauereien gibt es engagierte, leidenschaftliche Braumeister, die ihr Handwerk verstehen und sich natürlich dagegen verwehren, ihre Produkte als „Massenware“ bezeichnen zu lassen. Ihnen ist die Bierkultur und die Vielfalt am Markt ebenso ein Anliegen, wie vielen anderen Menschen. Die Großen haben erkannt, dass sich die Konsumenten mehr wünschen, als ein „Einheitsmärzen“. Die geballten Möglichkeiten und die Erfahrung der Großbrauereien sind auf diesem Weg wichtig und unverzichtbar.
Welchen Anteil haben kleinere Privatbrauereien oder Hausbrauereien an der österreichischen Bierkultur?
Einen wichtigen und erfreulicherweise kontinuierlich wachsenden. Die jährlich stattfindende österreichische Staatsmeisterschaft der Haus- und Kleinbrauereien beweist, dass diese Szene unverzichtbar ist und immer wieder für neue Impulse sorgt. Momentan habe ich den Eindruck, dass immer mehr kleinere Brauereien in Österreich entstehen, und dass dieser Trend auch so weitergehen wird. Aber auch immer mehr Menschen entdecken das „Hobby Bierbrauen“ für sich persönlich. In der Gastronomie ist diese Entwicklung leider noch überhaupt nicht angekommen. Biere kleinerer Brauereien lassen sich, auch aufgrund oftmals abgeschlossener „Bierverträge“ mit den großen Brauereikonzernen bei den Wirten schwer unterbringen, spielen höchstens regional beschränkt und punktuell eine Rolle. Das finde ich schade, aber da sind jetzt endlich auch einmal die Gastronomen gefordert, etwas in Bewegung zu bringen und ihrer Kundschaft neue Genusserlebnisse zu präsentieren.
Was hältst du vom deutschen Reinheitsgebot? Ist die strenge Einhaltung ein Hemmnis in der Kreativität beim Bier brauen um neuartige Produkte zu schaffen oder ist die Einhaltung wichtig, um die Qualität des Bieres nicht zu verlieren?
Das Reinheitsgebot von 1516 ist für mich im Grunde mittlerweile mehr ein Marketingtrick der Brauereien, als ein tatsächliches Maß für die Qualität eines Bieres. Viele exzellente, innovative Biere könnten bei strenger Einhaltung des Reinheitsgebots einfach nicht gebraut werden, insofern sehe ich es doch als Hemmschuh beim Brauen, da uns viele geschmackliche Ausprägungen vorenthalten bleiben. Was die Qualitätskriterien betrifft, ist die Sache relativ einfach: wenn hier in Österreich ein Bier nach dem Lebensmittelkodex gebraut wird, ist das für mich ausreichend. Der Aufdruck auf einem Flaschenetikett „Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516“ beeindruckt mich eigentlich nicht, denn diese Tatsache bürgt nicht unbedingt für die Qualität des Bieres.
Was ist für dich der ausschlaggebende Punkt für ein „gutes“ Bier?
Beste Rohstoffe, deren sorgfältige Verarbeitung und Liebe und Leidenschaft des Brauers, die man letztendlich auch schmeckt. Ein Bier lebt von den Menschen dahinter, die wiederum ihr Produkt leben. Interessante, ja beinahe kontemplative, oder wenn man so will: fast spirituelle Erlebnisse lassen sich wahrnehmen, wenn man ein Bier direkt vor Ort in der Region, in der es hergestellt wird verkostet. Man schmeckt das Land, die Erde, das Wasser, die Luft im Bier. Das finde ich faszinierend und macht für mich dann auch den Charakter eines Bieres aus, weil man bei jedem Schluck die tiefe Verwurzelung mit Land und Leuten, aber auch die persönliche Note des Brauers spürt. Natur und Kultur im Glas – das gefällt mir!
Was rätst du kleineren Brauereien, die sich gerne mit einem innovativen Produkt von der Masse abheben möchten?
Kontinuierliches Experimentieren ist wichtig, aber auch das Vertrauen in seine Fähigkeiten und Ideen. Momentan glaube ich persönlich, dass generell mehr gehopft werden sollte, dass man Hopfen noch mutiger einsetzen könnte. Und mutige Entscheidungen werden immer belohnt. Bestes Beispiel ist für mich die Zwettler Brauerei, die mit ihrem „Saphirpils“ ein für Österreich eher unübliches Produkt auf den Markt gebracht hat, weil man einfach Lust hatte, dieses Bier zu machen. Dass es dann noch ein kommerzieller Erfolg wurde beweist, dass solche Bierinnovationen gefragt sind und dass der Markt danach verlangt.
Der Preisdruck ist hoch, die Rohstoffe werden teurer. Wie wird sich deiner Meinung nach die Bierlandschaft in den nächsten Jahren verändern?
Die Rohstoffe werden teurer, das ist richtig – speziell eine gewisse Hopfenknappheit lässt sich festmachen. Große Brauereien haben da mehr Spielraum als Kleinbrauereien, die oftmals am Limit arbeiten und keine Gewinne machen. Wenn ich sehe, dass z.B. 0,5l Schankbier in Dosen von gewissen Herstellern um € 0,29 im Einzelhandel verkauft werden, wird mir Angst und Bange um kleine Brauereien, die mit diesem Preisdruck einfach nicht mehr mitgehen können. Da muss man sich dann aber auch bewusst werden, dass hier unterschiedliche Segmente bedient werden. Ein handgebrautes Bier ist einfach etwas anderes, als ein in großem Stile hergestelltes Bier. Aber das gehört einmal in die Köpfe der Menschen, die den Unterschied auch zu schätzen wissen und bereit sein sollten, etwas mehr für so ein Bier zu bezahlen. Ich hoffe, dass sich so ein Bewusstsein einstellen wird, und Bier mehr zum Genussprodukt wird. Und meiner Meinung nach geht der Trend genau in diese Richtung, somit hoffe ich, dass die Bierlandschaft vielfältiger wird und kleinen Brauereien mehr Beachtung geschenkt wird. Gerade in der österreichischen Bierlandschaft erwarte ich mir einen ordentlichen Schub, ich habe das Gefühl, dass das Thema Bier immer attraktiver wird.
Eine andere wichtige Frage ist natürlich die Frage nach deinem Lieblingsbier. Hast du eins oder kannst du dich bei der Sortenvielfalt nicht festlegen?
Das ist angesichts der existierenden Vielfalt eine schwierig zu beantwortende Frage. Aber wenn ich eines auswählen müsste, dann würde ich momentan das „Victory Hop Devil IPA“ der 1516 Brewing Company in Wien nennen. Das ist wirklich ein „Hopfenteufel“, ein frisches, ausgeklügelt gehopftes IPA, das einfach Spaß macht.
Das Internet ist durch Facebook, Twitter und natürlich den Weblogs um einiges interaktiver geworden. Viele Brauereien nutzen dies schon. Glaubst du, dass das Internet den Biermarkt verändern oder beeinflussen kann?
Auf alle Fälle! Die Welt wächst zusammen, auch in der Bierbranche. Der Wissensaustausch geht schneller und effizienter. Auch die Möglichkeiten, Kunden über seine Biere zu informieren oder seine Biere online zu bewerben, sind wichtig und werden vom Konsumenten erwartet. Die diversen Bierportale und Brauereiseiten, speziell auch in Social Media Netzwerken, zeigen zeitnah neue Entwicklungen auf und haben meiner Meinung nach großen Anteil daran, dass der Biermarkt attraktiver wird und mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerät.
In Zukunft werden wir mit euch einen grenzübergreifenden Austausch über die Bierkultur führen und gemeinsam neue Ideen und Vorschläge entwickeln. Was erhoffst du dir von dieser Zusammenarbeit und wo siehst du den Österreichischen Brauwarenschutzverein in 5 oder 10 Jahren?
Ich freue mich sehr über unsere Kooperation mit Lieblingsbier.de! Ich glaube, dass sich Bierinteressierte generell einfach mehr vernetzen müssen, um ihren persönlichen Horizont zu erweitern oder neue Impulse zu erhalten. Über den Tellerrand hinausschauen ist immer gut. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass jährlich weltweit ca. 140 Milliarden Liter Bier konsumiert werden, ist es doch interessant, sich auch mit anderen Ländern, in denen gutes Bier hergestellt wird, auszutauschen. Gerade auch in einem immer mehr zusammenwachsenden Europa der Regionen halte ich einen regen Austausch zwischen Deutschland und Österreich sehr wichtig. Speziell Süddeutschland und Österreich haben in Sachen Brautradition ja vieles gemeinsam. Ich glaube auch, dass wir zusammen die Attraktivität von Bier noch besser herausstellen können und hoffe, dass wir möglichst viele Menschen für das Thema begeistern können. Ich wünsche mir, dass der ÖBWSV in einigen Jahren mit vielen gleichgesinnten Partnern und engagierten Mitgliedern, Unterstützern und Förderern dieses Ziel weiterhin kontinuierlich verfolgt und allen Biertrinkern zeigen kann, was wir an unserem Lieblingsgetränk haben. Außerdem wünsche ich mir in Zukunft das ein oder andere eigenentwickelte „Vereinsbier“, das unsere Ziele und Vorstellungen verkörpert
Ganz zum Abschluss noch ein paar bierige Weisheiten für unsere Leser? Vielleicht etwas typisch österreichisches?
Wiener Bierweisheiten, Nr. 88: „Der Wiener zeigt erst seine Seele, rinnt ihm ein Krügerl durch die Kehle.“
Ein fröhliches Prost nach Österreich und vielen Dank für das Interview!!
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Category: Bier Interviews






Danke für den informativen Artikel
Guter Beitrag. Gefällt!
Das Interview ist super. Wahre Worte. Ich mag auch die Biere aus Österreich. Kennt ihr das Bier vom Brauhaus Gusswerk? Ein Traum!
Gruß von einem Bierliebhaber aus Passau
Stimmt Bierlover! Und das ist nur ein Beispiel von vielen