Braustandort der Braugold Brauerei in Erfurt vor dem Aus
Nach Medienberichten des Mittel Deutschen Rundfunks steht der Erfurter Standort der Brauerei Braugold vor dem finanziellen Aus. So soll nach Recherchen des MDR Thüringen die Bier-Produktion in der Braustätte derzeit ausgesetzt sein. Mit den Beschäftigten vor Ort werden Gespräche über die weitere Zukunft geführt. Nach Aussagen des Geschäftsführers soll es weiterhin Braugold-Biere auf dem Markt geben, allerdings werden diese in Zukunft nicht mehr aus Erfurt stammen, sondern in Niedersachsen hergestellt werden.
Die Brauerei Braugold ist neben Köstritzer Schwarzbierbrauerei und der Oettinger Brauerei eine der größten Brauereien im Bundesland Thüringen. Im Gegensatz zu Köstritzer und Oettinger wurde das Bier von Braugold immer in Thüringen hergestellt. Dies hat nun ein Ende.
Die derzeitige Wirtschaftslage der Brauerei (Minus 2,1 Millionen Euro), die ansteigenden Rohstoffpreise und verschiedene weitere Einflüsse, wie die Reparatur eines Kühlhauses, waren ausschlaggebende Punkte um die Braustätte nun in Erfurt schließen zu müssen. Der Inhaber der Brauerei, Getränke-Waldhoff, verkündete, dass nun nach den Abfüllanlagen auch weitere Teile der Produktion nach Braunschweig in Niedersachsen verlegt werden, gleichzeitig bedauere er die Entscheidung, sieht aber wirtschaftlich gesehen keine andere Möglichkeiten mehr.
Ein Verkauf der Traditionsbrauerei, welche bereits seit 1822 Bier braut, steht derzeit nicht zur Diskussion. Das derzeitige Gelände der Brauerei, welches in der Innenstadt Erfurt liegt, soll dagegen zu einer Brauereigaststätte umgewandelt werden und so weiterhin in Benutzung stehen.
Ein Ende der Brauerei hat sich in den letzten Jahren abgezeichnet. Nachdem im Jahr 2002 noch rund 80 Menschen bei der Brauerei gearbeitet haben und die Produktion bei rund 250.000 Hektoliter lag, sind derzeit noch 10 Arbeiter am Standort beschäftigt. Der derzeitige Ausstoß lag bei 90.000 Hektoliter. Die bisherigen Arbeiter gehen teilweise in den Ruhestand oder werden von einer anderen Brauerei übernommen.
Nach aktuellen Verhandlungen wurde nun bestätigt, dass in Erfurt lediglich nur noch die Grundwürze für die sieben Sorten Braugold-Bier hergestellt wird. Für die Grundwürzeproduktion bleiben vorerst nur zwei bzw. drei Mitarbeiter in der Brauerei. Die Verwaltung umfasst noch fünf Mitarbeiter.
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Das ist also das endgültige Aus. Schade.
Glaubt der Besitzer tatsächlich, das noch jemand dies Bier kauft, wenn zwar Braugold draufsteht, aber kein Braugold mehr drin ist?
Dazu gibt es doch zuviele negative Beispiele, wie Magdeburger Bier, Köthener, Dessauer und so weiter.
Nochmal Schade.
Bernd