Rückblick: Bierfestival Bierbörse Mainz 2010
Heute wollen wir euch einen kleinen Nachbericht unseres Autors Bierfra über die zwölfte Bierböse in Mainz präsentieren. Vom 16. bis zum 18. wurden am Rheinufer in Mainz rund 1000 Biersorten aus 75 Ländern präsentiert. Neben den zahlreichen Brauereien und Essensständen gab es ebenso etliche Musikgruppen, die für Tanz und Freude bei den 15.000 Besuchern sorgten.
Letztes Wochenende war mal wieder schönes Wetter und ich fuhr mit dem Zug nach Mainz. Ein schöner Spaziergang am Rheinufer und was sehe ich da: “Die Bierbörse”, was für ein Zufall (hehe)
Schon zum 12ten mal fand die Bierbörse in Mainz statt. Letztes Jahr war ich ja in Karlsruhe, die Umgebung war bei beiden sehr schön. Auch in Mainz gab es die Probiergläser. 0,1 ltr. mal 20 Proben, hat sich gelohnt. Positiv war auch, dass die Mixgetränke nicht mehr so angeboten wurden. Die meisten Stände und Brauereien konnten und wollten mir Auskunft über ihr Bier geben und waren alle sehr nett. Mit Lieblingsbier.de ist man ja immer vorne mit dabei.

1. Ein Bier aus dem fränkischen Bayreuth. Daher kam die Schinner Brauerei. Hier am Anfang ein gutes, aber etwas zu mildes, Pils mit 5% Alkohol, genau richtig für den Anfang. Das die Franken Bier brauen können, ist ja bekannt. Allerdings fehlt es meist etwas an den Bitterstoffen beim Pils. Aber das lernen die bestimmt auch noch.
2. Bei der Brauerei Svijany aus der nordböhmischen Region Liberec hatte ein gutes Schwarzes im Angebot. Das Bier hatte eine schöne Farbe und war richtig kräftig im Geschmack. Sehr lecker. Ebenfalls gab es auch Hanfbier, was aber etwas komisch war und mir nicht ganz so gut gefiel.
3. Die 1719 gegründete Brauerei Belhaven aus Schottland hatte ein cremiges schwarzes 5% Bier. Das Bier ist süffig, malzig und hat einen herben Abgang. Ein schönes schottisches Bitter Ale, welches allerdings mit einem Guinness nicht zu vergleichen ist. Dort habe ich eine sehr freundliche Unterhaltung mit der Dame hinter dem Tresen geführt, welche mir alle meine Fragen beantwortet hatte.

4. Aus der Tschechei das Bier Radegast der Brauerei in Nošovice. Dort gab es ein Dunkles, naja, man konnte es trinken aber auch nicht mehr. Radegast ist eine sehr neue Brauerei, sie existiert erst seit 1970. Im Jahre 1991 wurde sie privatisiert und durch ausgetüffelte Marketingstrategien zur zweit größten Brauerei in Tschechien.
5. Aus den südlichen Ländern waren die Spanier mit San Miguel und die Italiener mit ihrer bekannten Brauerei Birra Moretti vertreten. Bei letzteren gab es ein Starkbier mit 7,2 Umdrehungen mit dem klangvollen Namen “La Rossa”. Das Bier war nicht schlecht, aber aus Deutschland ist man anderes gewöhnt. Ich fand es einfach viel zu süß.
6. Das Hellgold vom Hofbräu München. Kann man nichts falsch machen, so lange es gut gekühlt und frisch gezapft ist. Dann schmeckt das Helle aus München richtig frisch, fein und perlig.
7. Am längsten habe ich mich am Stand derVan Honsebrouck Brauerei aus Belgien. Dort gibt es das bekannte St. Louis Kirschbier und andere exotische Sorten. Für mich brauen die Belgier das beste Kirschbier. An das Kriek kommt keiner ran. Hier habe ich dann doch noch Nummer 8. getrunken. Ein Barbar, ein Honig-Starkbier mit 8%, welches von mir sofort ein sehr gut bekommen hatte. Der Honig kommt mit in den Brauprozess und wirkt sich beim Trinken erst beim Nachgeschmack aus.
8. Aus Prag kam die bekannteste Tschechische Traditionsbrauerei Staropramen. Dort probierte ich das Cerny, ein malzig mildes Dunkles, welches sehr süffig ist und einen schönen Lakritzgeschmack hat. Lecker.
9. Auch Österreich war vertreten. Die Österreicher sehen sich ja auch gerne als eines der Bierländer. Mich haben sie jedenfalls zum positiven überrascht. Von der Stiegl Brauerei gabs ein Zwickl, das Paracelsus, auch hier gabs ein sehr gut von mir. Frisch, cremig und auf der Börse einmalig.

10. Danach eins der besten Pils Biere von der Rothaus Brauerei Schwarzwald. Die Brauerei, welche auch das bekannte Tannenzäpfle Bier braut, ist mittlerweile in ganz Deutschland bekannt. Interessant war zu erfahren, dass das Tannenzäpfle mit dem normalen Pils absolut identisch ist. Lediglich der Name und die Flaschengröße unterscheiden sich. Das Bier ist absolut klasse. Schön kräftig, hopfig und mit vollem Körper. So muss ein Pils schmecken.
11. Aus Eggelsbach bei Offenbach in Hessen kam ein kleine Hausbrauerei mit den Namen Schuhbeck´s. Hier habe ich ein Helles und ein Dunkles getrunken. Wie schon unser Motto heißt, kleine Brauereien werden unterstützt, Hausbrauereien erst recht. Das Bier war auch super.
12. Uerige, eine Hausbrauerei aus der Altstadt in Düsseldorf, lieferte ein leckeres Alt Bier. Das Alt ist sehr herb aber durchaus lecker. Dann habe ich gesündigt und mir ein noch Altkirsch gegönnt, auch lecker. Das Alt wird übrigens regelmäßig unter die Besten Biere in Deutschland gewählt. Es wird gebraut aus Gerstenmalz, Caramelmalz und Röstmalz.
13. Kozel ist eine tschechische Biermarke aus Pilsen und wird von der Brauerei Velké Popovice gebraut. Dass das Bier aus Pilsen stammt ist wohl das einzig erwähnenswerte, ansonsten war es nicht ganz so klasse.
14. Das Lokalbrauhaus aus Mainz war unter anderem das Brauhaus Castel. Dort gab es ein Dunkles zum kosten für mich. Leider war es nicht ganz so lecker und konnte mich nicht überzeugen. Es hat irgendwie die Süffigkeit und die Vollmundigkeit gefehlt.
15. Ein sehr gutes Bier gabs dann wieder bei Deutschlands berühmtester Spezialitätenbrauerei Neuzeller Klosterbrauerei. Ich habe ihn wohl schon gekannt aber der schwarze Abt ist einfach lecker. Auch viele andere interessante Biere waren vor Ort. Der schwarze Abt ist absolut harmonisch und die Zutaten sind auf einander abgestimmt. Mit 3,9% Alkohol auch nicht zu stark. Es lohnt sich immer wieder.
16. + 17. Wieder bei einer Hausbrauerei und auch noch bei der ältesten aus Mainz, die Eisgrub-Bräu. Ein Dunkles und ein Helles beide sehr gut. Der Bitterhopfen kam sehr schön zum Vorschein und auch sonst sind die Biere der Brauerei sehr zu empfehlen.
18. aus Frankfurt kam die Spezialitätenbrauerei Wäldches Bräu mit einem Dunklen. Letztes Jahr hatten sie ja noch ein Druidenbier, Gott sei dank dieses Jahr nicht mehr. Das Dunkle war rauchig, würzig und sehr intensiv im Geschmack.
19. Zum Schluss mein Favorit, ein Weltenburger Barock Dunkel. Ein Lächeln kam in mein Gesicht, ich war glücklich.

Als Fazit lässt sich sagen, dass die Veranstaltung absolut klasse war. Sehr gute und interessante Brauereien vor Ort, ein ordentliches musikalisches Rahmenprogramm, lecker Essen und eine sehr gute Organisation. Nächstes Jahr wird die Bierbörse vom 15. bis 17. Juli stattfinden und ich bin wieder dabei.
Viele der von mir beschriebenen Biere gibt es auf www.BierPost.com zu bestellen und zu probieren.
Quelle:
Bierbörse Mainz
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Category: Bierfestival






Ich wusste gar nicht, dass es ein Bierfestival gibt. Ein Besuch scheint sich aber zu lohnen
Schöner Bericht!