Das Deutschlandbier mit den Farben Schwarz-Rot-Gold
Die Welt ist im Fußballfieber und auch wir Deutschen sehen seit den letzten Tagen nur noch schwarz,rot und gold. Nicht nur, dass Autos mit Deutschland-Fahnen unterwegs sind oder ganze Häuser komplett mit einer Deutschlandfahne behängt sind, auch das Bier sieht in den letzten Tagen und hoffentlich auch noch in den nächsten vier Wochen schwarz, rot und gold.
Doch wer jetzt vermutet, bei dem Deutschlandbier handelt es sich um ein Bier einer großen Brauerei, was vor allem durch Farbstoffe, Chemie und Marketing erfunden wurde, liegt weit daneben. Das Deutschlandbier stammt aus einem kleinen Brauhaus aus dem beschaulichen Ort Schwalenberg im Landkreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.
Die Idee zum Deutschlandbier ist, wie soll es auch anders sein, durch reinen Zufall entstanden. Im Kreise der Schwalenberger Brauzunft, einem gemeinnützigen Verein, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat die alte Brautradition im Ort wieder aufleben zu lassen, entstand das Deutschlandbier bei einer Veranstaltung. Wie genau, könnt ihr weiter unten nachlesen.

Insgesamt tüftelten die Brauer mit Malz, Gerste und Hopfen rund vier Jahre am heutigen Deutschlandbier. Das Resultat kann sich sehen lassen und so hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt. Die Farben schwarz, rot und gold stehen wunderbar im Glas aufeinander und geben ein tolles Bild ab. Das Patent ist angemeldet, aber das große Geld wurde bisher noch nicht gemacht. Dies liegt unter anderem daran, da der Verein gemeinnützig ist und keinen großen Gewinn machen darf und will. Aber wer weiß, was die Zukunft den Braueren aus Schwalenberg noch so alles einbringen wird.
Wir haben einen der Erfinder des Deutschlandbieres, Eckhard Strüber, einmal etwas genauer befragt.
Wie seid ihr auf die Idee des Deutschlandbieres gekommen?
Das war ein reiner Zufall. Wir hatten im Herbst 2008 Zunft hell und unser Zunft dunkel gebraut und das Zunft Dunkel war nicht so gut gelungen. Ich wollte dann testen, wie das Bier schmeckt, wenn man es mischt. So zapfte ich das Helle auf das Dunkle und stellte fest, dass sich die Biere voneinander trennten. Sah klasse aus und irgendwie bin ich dann auf die Idee mit dem Deutschlandbier gekommen. Im März 2009 habe ich dann am ersten Brautag des Jahres das erste Deutschlandbier gebraut und es hat auf Anhieb funktioniert.
Könnt ihr etwas über die Zubereitung und das spezielle Brauverfahren verraten oder ist alles streng geheim?
Unsere Braurezepte sind natürlich ein kleines Geheimnis, obwohl ich glaube, dass es für einen Fachmann relativ einfach nachvollziehbar ist. Wir verarbeiten für das Deutschlandbier 10 verschiedene Malzsorten, drei Hopfensorten und untergärige Hefe.
Wie schmeckt eigentlich ein Deutschlandbier?
Das ist natürlich reine Geschmacksache. Dem Einen ist es zu süß, dem anderen zu herb und anderen schmeckt es gut. Wir sind natürlich noch in einer gewissen Erprobungsphase und geschmacklich lässt sich noch einiges verbessern. Das interessante ist, das sich durch die drei Biersorten beim Trinken immer wieder neue Geschmacksrichtungen ergeben.
Alle weiteren Informationen, Bilder und alles rund um den Brauvorgang gibt es auch auf www.deutschlandbier-schwalenberg.de zu sehen.
Alles in allem eine tolle Sache und vor allem geschmacklich ein Erlebnis. Das Deutschlandbier wurde übrigens auch vom ProSieben Galileo-Team genauer unter die Lupe gekommen. Dabei ist ein schöner Beitrag entstanden, welchen ihr euch hier anschauen könnt.
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