Der Krieg um das stärkste Bier der Welt: Franken wieder vorne!
Manche nennen es einfach auch “Wer hat den längsten?”. In dem speziellen Fall geht es allerdings darum, “Wer hat das stärkste?”. Erst im Februar 2010 hat die schottische Brauerei BrewDog den Titel “Das stärkste Bier der Welt” von der fränkischen Brauerei Schorschbräu übernommen. Das Bier hieß “Sink the Bismarck” und hatte unglaubliche 41 Vol. % Alkohol.
Also mehr Schnaps als Bier. Der Braumeister aus Franken Georg Tscheuschner bezweifelte damals, dass der Rekord gültig war, da er vermutete, dass das Bier in alten Whiskey Fässern gebraut wurde. Er kündigte an, ein Bier mit 45 Vol. % Alkohol zu brauen und somit den Rekord wieder nach Franken zu holen.
Was für ein verrücktes Spiel. Worum geht es dabei eigentlich? Geht es wirklich um den Titel oder nur darum um zu zeigen, wer hier “das stärkste” hat oder vielleicht um Aufmerksamkeit der Medien? Im Endeffekt ist es ja auch eigentlich egal, den um Bier geht es dabei wirklich nicht mehr und mit Sicherheit kann man dieses Spielchen auch noch ein wenig weiter treiben. Allerdings hat die Aufmerksamkeit der Medien auf dieses Thema schon ein wenig nachgelassen.
Nichts desto trotz veröffentlichte nun die Schorschbräu Brauerei, welche ihren Sitz im fränkischen Gunzenhausen in der Nähe von Ansbach hat, die Meldung, dass sie ein “Bier” gebraut hat, mit einem Alkoholgehalt von 43 Vol. %. Somit geht der Titel wieder in das fränkische Bierland.
Um den Alkoholgehalt auch offiziell zu bestätigen, wurde eine unabhängige Probe eines Forschungsinstituts durchgeführt, welche den Alkoholgehalt von 43,38 Vol. % bestätigte. Was also durchaus mit Spaß und einem Augenzwinkern begonnen hat, ist langsam bierernst geworden. Dabei wird auch verbal mittlerweile gut ausgeteilt. Die Meldung auf der Homepage der Schorschbräu Brauerei ist dafür das beste Beispiel:
“In unserer Milde und Gnade hatten wir beschlossen, dass die anderen eine Zeit lang Freude daran haben dürfen, den Titel zu führen. Jetzt ist aber gut – ab sofort wohnt das stärkste Bier der Welt wieder da, wo es hin gehört: in Franken! Schorschbock 43% Vol., weil Fränkische Männer Hosen tragen und nicht wie Mädels rumrennen.”
Das Bier, welches vom Braumeister handsigniert ist und in einer Bügelflasche versiegelt, kostet schlappe 100 €. Ob es schmeckt? Wir wissen es nicht. Falls uns einer eine Flasche schenken möchte, sehr gerne.
Nun sind wir gespannt, wie die Schotten reagieren werden oder ob vielleicht eine andere Brauerei den Angriff wagen wird. Abwarten und Bier trinken.
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