Klimaneutrales Bier am Beispiel der Härle Brauerei aus dem Allgäu

Felix | 7. Dezember 2009 | Kommentare (0)

Derzeit dreht sich alles um unser Klima auf der Welt. Wird es eine Klimakatastrophe in den nächsten Jahrzehnten geben oder wird es sich doch noch zum Guten wenden?
Fakt ist, dass wir alle zum Handeln aufgerufen sind und jeder seinen Teil zu einem besseren Klima auf der Welt beitragen sollte. Dies gilt natürlich nicht nur für große Unternehmen oder für die Energiekonzerne. Auch kleine Unternehmer oder Privatleute können ihren Teil zu einer Verbesserung des Klimas beitragen. Hier sind vor allem die kleinen Brauereien gefragt, welche die Möglichkeit haben klimaneutrales Bier zu brauen.

Sicher gibt es bereits viele Brauereien, welche bereits klimaneutral brauen. Bei unseren Recherchen ist uns vor allem die Brauerei Clemens Härle aus dem Allgäu aufgefallen und ihr Konzept wollen wir nun einmal vorstellen.

Die Brauerei braut derzeit rund 30.000 Hektoliter Bier und liegt somit eher im unteren Segment der Braustätten in Deutschland. Allerdings ist der Bierumsatz seit dem Jahr 1999 um knapp 15% gestiegen. Somit ist die Brauerei eine der wenigen Brauereien, die sich gegen den gesunkenen Bierabsatz in Deutschland behaupten kann. Mit Sicherheit kann behauptet werden, dass die zwölf verschiedenen Biersorten ein ganzheitlich wunderbares Geschmackserlebnis bilden.

Doch nun zum eigentlichen Anliegen, dem klimaneutralen Bier. Die Brauerei hat in den letzten Jahren einige Schritte dazu geleistet und engagiert sich ebenfalls im Umweltschutz der Region. So sind zum Beispiel 10 Prozent des eigenen Strombedarfs selbst mit zwei großen Photovoltaikanlagen erzeugt. Die restliche Energie wird komplett aus erneuerbaren Energiequellen bezogen.

Ein erster Schritt zu einem 100% klimaneutralen Bier gab es bereits vor über 15 Jahren. Zunächst wurde der komplette Brauprozess der Brauerei untersucht. Im Laufe der Zeit wurde dann ein Konzept mit Unterstützung des Instituts für Agrar-Informatik an der Universität Hohenheim entwickelt, welches schrittweise die Umstellung der Prozesse auf eine klimaneutrale Ebene ausrichtete.



So wurden zunächst alle Fahrzeuge des Fuhrparks auf Biodiesel umgestellt. Dies geschah bereits im Jahre 1998. Allein diese Umstellung, bei zwölf Fahrzeugen mit einem Verbrauch von jährlich 45.000 Liter, sparte zirka 143 Tonne schädliches CO2. Auch der Biodiesel selber wurde in Deutschland hergestellt und ist somit auch klimaneutraler als Treibstoff aus Brasilien oder anderen Ländern.

Im Jahr 2008 konnte dann ein weiterer wichtiger Schritt in die Richtung einer klimaneutralen Brauerei gemacht werden. So wurde eine Anlage zur Verbrennung von Holzhackschnitzel, welche auch aus der Region stammen, errichtet. Diese versorgt das komplette Unternehmen mit Wärme und Energie. Der jährliche Ausstoß von knapp 120.000 Litern Heizöl wurde hinfällig und es konnten weitere 350 Tonnen schädliches Kohlendioxid eingespart werden. Dadurch, dass auch weitere Energie aus Ökostrom gewonnen wird, reduziert sich der jährliche schädliche Ausstoß um rund 900 Tonnen.

Natürlich werden auch die Braugerste, der Hopfen und die weiteren Zutaten aus Betrieben im Umkreis gekauft. Allein durch das Prädikat “100% klimaneutral” konnte sich die Brauerei mittlerweile einen Namen über die Landesgrenzen vom Allgäu hinaus machen. Trotzdem wird das Bier, auch aus Umeltgründen, nur in der näheren Gegend verkauft.

Weitere Informationen rund um die Brauerei gibt es auf www.haerle.de

Autor: FvE

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