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DDR Brauerei und Bieretiketten – Bier im Wandel der Zeit

Es ist ja mittlerweile schon fast Kult, sich mit dem Thema DDR auseinander zu setzen. Vor allem zur Zeit in Gedenken an den Mauerfall vor 20 Jahren. Wir haben zusammen mit der Internetseite DDR-Brauwesen.de nun für euch ein paar interessante Informationen rund um das DDR Brauwesen, vor allem in Form der Bieretiketten zusammengestellt.

Die Website DDR-Brauwesen.de beschäftigt sich umfassend mit dem DDR-Brauereiwesen und hat eine riesige Menge interessanter Details zusammen getragen. Es ist ihnen gelungen, eine umfangreiche Sammlung von Bildern der verschiedensten, damals bekannten, Bierdeckel und auch Getränkeetiketten zusammen zu stellen. Durch mühsame Recherche konnte ein Brauereiverzeichnis erstellt werden, in dem mehr als 500 Getränkebetriebe von damals aufgelistet sind.

Obwohl das Angebot damals doch recht begrenzt war, gab es Ende der 80er Jahre trotzdem bereits 37 verschiedene Sorten von alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Man begann sogar damit, auch Veränderungen an den Getränkeetiketten vorzunehmen, um diese dem Lauf der Zeit ein wenig anzupassen. Plötzlich begann man sich für Werbung zu interessieren und veränderte Design und Farben, um schon durch die Getränkeetiketten das Interesse der Kunden zu wecken.

Das Brauereiverzeichnis soll auch die Veränderung im Laufe der Zeit darstellen. So gibt es z. B. die Vita-Cola noch heute. Sie erfreut sich wachsender Beliebtheit, besonders weil sie sich durch einen nicht ganz so süßen Geschmack auszeichnet, der mit einem Spritzer Zitrone ergänzt wurde. Die Getränkeetiketten haben sich im Laufe der Jahre den neuen marketingtechnischen Aspekten angepasst und dementsprechend auch stark verändert. So fällt speziell bei der Vita-Cola die neue Farbgebung auf. Zu DDR-Zeiten war alles doch ein wenig schlichter. Das Design der Bieretiketten oder auch der Getränkeetiketten allgemein war eher zweitrangig.

Ende der 80er Jahre gab es aber nicht nur diese 37 verschiedenen Sorten von alkoholfreien Erfrischungsgetränken, sondern auch 15 verschiedene Biersorten. Auch die Bieretiketten veränderten sich im Laufe der Zeit. Man erkannte, dass der Spruch „Das Auge isst mit.“, in diesem Falle natürlich „trinkt mit“, ein Körnchen Wahrheit enthielt und entdeckte die Möglichkeiten der Umsatzsteigerung durch Werbeträger, wie z. B. Bierdeckel. Diese gab es in jeder Gaststätte in verschiedenen Formen und von den unterschiedlichsten Marken. Das Bierdeckelsammeln wurde sogar für Einige zu einem neuen Hobby. Auf der Seite ist es gelungen, einige Bilder der damals bekannten Bierdeckel zu präsentieren.

Zu den wenigen, ostdeutschen Brauereien, die bis heute im aktuellen Brauereiverzeichnis zu finden sind, gehört sicherlich die Lübzer Brauerei. Auch sie hat ihre Marketingstrategie erfolgreich der aktuellen Marktsituation anpassen können. Sie überzeugt durch neue Produkte und innovative Ideen. Die aktuellen Bieretiketten sind kreativ gestaltet worden und ziehen die Blicke der Kunden auf sich. In Sachen Trendprodukte der heutigen Zeit hat sich die Lübzer Brauerei auch Einiges einfallen lassen. So gibt es nicht mehr nur das klassische Lübzer Pils, sondern z. B. auch das Lübzer Lemon.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass in den letzten Jahren nicht nur geschmacklich eine große Veränderung stattgefunden hat. Auch in Sachen Design der Getränkeetiketten, Bierdeckel und Bieretiketten hat sich Einiges getan.

Das umfangreiche Brauereiverzeichnis macht neugierig, sich einmal gezielt nach Produkten der damaligen Zeit umzuschauen, die sich bis heute auf dem Markt etablieren konnten. Auch wir haben das gemacht und werden in der nächsten Zeit ausführlich über damalige Brauereien aus der DDR berichten, welche noch heute ein Bestandteil der Deutschen Brauereilandschaft sind.

Alles weitere gibt es auf www.ddr-brauwesen.de.

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Bier ist für mich das großartigste und vielfältigste Getränk der Welt und immer wieder für Überraschungen gut. Craft Beer bedeutet für mich Lebensgefühl, Leidenschaft, Transparenz, und Liebe. Das Bier steht an erster Stelle und nicht Marketing, Wirtschaftlichkeit und Absatzzahlen, auch wenn diese selbstverständlich dazugehören.

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