Bier International: Belgisches Bier im Biertest

Oktober 16th, 2009

Anfang der Woche haben wir euch das Bierland Belgien vorgestellt. Nun haben wir für euch vier verschiedene belgische Biere getestet und für euch in einem kleinen Biertest zusammengefasst.
Eins vorne weg, der Geschmack der belgischen Biere ist so unterschiedlich geprägt, da konnten wir für euch keine klare Linie erkennen und haben somit zum Beispiel auch ein warmes Kirschbier im Angebot. Lecker!

Palm Speziale Pils

Das Pils nicht gleich Pils sein muss, dachten sich wohl bei diesem Bier die Belgier. So brauten sie hier ein eher malziges Ale mit vielen Röstaromen. Das Bier hat eine schöne bernsteinige Farbe, ist klar und sanft im Glas und überzeugt mit seinen Aromen auf der Zunge. Allerdings fehlen Bitterstoffe, die das Ganze noch aussagekräftiger machen könnten. Übrigens ist die PALM Brauerei die größte unabhängige Brauerei in Belgien und das Bier Palm das beliebteste Ale.

Palm Bier

De Koninck

Beim De Koninck handelt es sich um ein ebenfalls bernsteinfarbiges, klares und ruhiges Bier. Dieses Bier trägt einen vollen aromatigen Körper, welcher nach Lakritze und Sherry schmeckt und einen alkalischen und rauchigen Geruch nach sich zieht. Es schmeckt eher bitter und trocken auf der Zunge und hinten raus leicht ansetzend. Von den Geschmacksnoten her ist es sehr intensiv und interessant, mit Sicherheit eines der besseren Biere in Belgien.

De Konick

St. Louis Kriek Kirschbier

Interessant. So ist die empfohlene Trinktemperatur laut Hersteller bei 60 Grad. Also gut, Flasche in einen Topf mit heißem Wasser und schön erwärmt. Gerade bei kalten Temperaturen eine leckere und vor allem fruchtige Alternative zum Glühwein. Das Bier hat eine schöne, leicht dunkle, rote Farbe und einen schönen Schaum. Es ähnelt auch einem Gebräu aus einem Chemiebaukasten. Der erste Geruch geht in die Richtung Weihnachtsmarkt und Glühweinstand. Es riecht sehr süß, nussig und nach Nelken. Der Geschmack ist erst mal Wahnsinn! Sehr starke Kirscharomen, sehr sauer und leicht weinartig. Hinten raus sehr kitzelig und cremig im Abgang. Für kalte Tage sicherlich eine Alternative, hat aber leider nix mit Bier zu tun.

Kirschbier

Hoegaarden Witbier

Dieses Weißbier kommt in einer sehr großen 0,75 Liter Flasche daher. Dabei handelt es sich um ein trübes Weißbier mit einem leichten Orangen- und Vanillearoma. Auch der Geruch ist fruchtig, zitronig und die Hefe kommt ziemlich gut durch. Der Geschmack an sich aber eher etwas schal, langweilig und bitter im Abgang. Nicht zu empfehlen und kein Vergleich zu deutschen Weißbieren.

Hoegaarden

Wir hoffen, wir konnten euch einen kleinen Einblick in das belgische Bier geben. Vielleicht kommen in den nächsten Tagen noch ein paar weitere Sorten hinzu, unter anderem das weltberühmte belgische Trappistenbier. Falls ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr auf Bierpost.com online eure belgischen Biere bestellen.

Bei allen Services (Mister Wong, Yigg, Infopirat etc.)

Artikel Kategorie: Bier International, Biertest, Bier Allgemein

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4 Kommentare kommentieren

  • 1. Robin  |  Oktober 16th, 2009 at 2:17 pm

    Hier fehlt eindeutig ein Trappist.

  • 2. Lieblingsbier  |  Oktober 16th, 2009 at 2:37 pm

    Jawohl! Da hast du absolut Recht - dieses Bier wollen wir gesondert mit einem ausführlichen Bericht nachliefern :)
    Grüße

  • 3. jgg  |  Oktober 18th, 2009 at 4:58 pm

    Wo soll man da bloß anfangen…

    1) Palm Speciale ist (natürlich) kein Pilsener, sondern ein Ale.

    2) Daß ein Trappisten- oder wenigstens ein Abteibier fehlt, ist ja schon angemerkt worden

    3) Überhaupt, kann mir jemand die Bierauswahl erklären!?

    Palm und De Koninck sind beides brauchbare Biere (De Koninck sogar *sehr* brauchbar), aber doch vom Stil sehr ähnlich. Die St Louis Glühkriek ist eine Anomalie, und nicht einmal eine gute (wenn Glühkriek, dann Liefmans) — für die in Belgien heute noch gepflegte Tradition der Kirschbiere ist sie definitiv nicht repräsentativ. Und Hoegaarden war einmal ein bedeutendes Bier (es hat den Stil des belgischen Weißbiers wiederbelebt), ist seit einigen Jahren aber leider nur noch Industrieplörre der traurigsten Art. Lambic oder Gueuze fehlen ganz, ebenso flämische Rotbiere, Tripel oder Saison — also genau die Biersorten (neben den erwähnten Trappisten), für die Belgien berühmt ist.

    Das, liebe Freunde, war wohl nix.

  • 4. Lieblingsbier  |  Oktober 18th, 2009 at 11:13 pm

    Hallo jgg,

    Vielen Dank für deine weiteren Ausführungen. Sicherlich ist die belgische Bierkultur weit mehr als unsere vier, willkürlich, ausgesuchten Biersorten. Das haben wir ja bereits im Leitartikel erwähnt.

    Wir wollten eben auch mal die untypischen Biere Belgiens vorstellen und wer weiß, vielleicht folgt ja das ein oder andere belgische Bier noch in der nächsten Zeit. Dann natürlich auch ein Trappistenbier.

    Ansonsten freut es uns, dass der Artikel auch bei dir ein Bedarf der Mittelung ausgelöst hat. Vielleicht kann ja der ein oder andere Bierkenner noch ein paar Anmerkungen zu den belgischen Bieren abgeben.

    Viele Grüße,
    Die Redaktion

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