Qualität des Bieres schwindet durch Klimawandel
September 24th, 2009
Das Klima ist im Wandel. Dies wissen wir nicht erst seit der jetzigen Bundestagswahl oder anderen politischen Auseinandersetzungen rund um dieses Thema. Wir merken es eigentlich jedes Jahr. Der Sommer wird kälter, der Winter wird wärmer und dann ist es auch mal wieder anders rum. Doch jetzt allerdings erreicht der Klimawandel auch eines der letzen Heiligtümer dieser Erde - unser Bier!
Nach einer aktuellen wissenschaftlichen Studie des Hydrometeorologischen Instituts in Prag hat sich herausgestellt, dass der Klimawandel und die damit verbundenen steigenden Temperaturen die Qualität des Hopfens mindern.
So fällt nicht nur die Ernte des grünen Goldes schlechter aus, auch ist seit Jahren eine immer schlechter werdende Qualität zu beobachten. Der Grund dafür soll der Gehalt der Alpha-Säure im Hopfen sein. Diese Säure, welche für das Aroma verantwortlich ist, schwindet immer mehr. Umso weniger im Bier umso schaler und schlechter schmeckt unser Lieblingsgetränk.
Auch die Zukunft sieht nicht gerade rosig aus. Laut Aussagen des Studienleiters Martin Mozny, werden die Ernten noch viel schlechter ausfallen als jetzt. Getestet wurde der Saazer Hopfen, welcher eine traditionelle Edelhopfensorte aus Tschechien ist und für authentische Pilsner Biere genutzt wird. So wird aus ihm unter anderem das Pilsener Urquell und das Budweiser gebraut. Allerdings sehen neben Mozny auch weitere Forscher aus der EU die schwindende Qualität des Hopfens voraus. So wurden auch in Deutschland ähnliche Ergebnisse gefunden.
Also liebe Leute - unternehmt etwas gegen den Klimawandel, so dass unser guter Hopfen weiter so gut bleibt und uns wunderbare Biere liefern kann!
Autor: FvE
Artikel Kategorie: Bier News, Bier Allgemein
Tags: Deutschland, Hopfen, Pils, Tschechien
2 Kommentare kommentieren
1. Thomas | September 25th, 2009 at 8:34 am
Der erste Schritt wäre sein eigenes Biertrinkverhalten zu überprüfen und darüber nachzudenken ob es überhaupt vertretbar ist, als Norddeutscher zum Beispiel ein bayrisches Bier zu trinken, was ja vorher quer durch die Republik gefahren wurde.
2. Sinister | Oktober 8th, 2009 at 10:45 pm
Na Klasse, an kaum gehopften Bieren ist jetzt der Klimawandel schuld.
Vergessen die Zeit vor der kleinen Eiszeit, in der Bayern Weinland und Norddeutschland Bierland war? Hopfen wurde damals in Norddeutschland angebaut und erst mit der Klimaverschlechterung wanderten Hopfenanbau und Braukunst nach Süden.
Jetzt wird es wärmer, folglich sollte der Hopfenanbau - na was wohl? Wieder weiter nördlich betrieben werden.
Nu, denn bis denn und
Prosit
Sinister
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