Der Bierpreis steigt – Die Geduld ist langsam am Ende! Ein Kommentar dazu..
Eine nicht erfreuliche Meldung verkündeten Vertreter des Deutschen Brauer Bundes den Bierliebhabern gegenüber. So sollen in den nächsten Monaten wieder einmal die Bierpreise in die Höhe schnellen. Bereits im Januar verkündete der Branchenriese InBev bei seinen Marken die Preise zu erhöhen. Andere Brauereien sind damals schon mitgezogen. (Lieblingsbier.de Bericht vom 21.01.2009)
Grund ist, ebenfalls wie bei allen anderen Preiserhöhungen, der Anstieg der Rohstoffkosten wie zum Beispiel beim Malz und allgemein der sinkende Absatz, welcher die Brauereien unter enormen Druck setzt. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist seit 1976 von 151 Litern auf 111 Liter pro Bürger gesunken, im ersten Quartal 2009 sank er sogar auf ein historisches Tief von nur noch 20,7 Millionen Hektoliter. (Statistik 1. Quartal 2009)
Neben den genannten Gründen ist ebenso der Vertrieb teurer geworden. So bleibe, laut Angaben von führenden Brauereien, unternehmerisch gesehen keine andere Wahl als den Preis anzuheben und das Sortiment zu verändern. Dies wird natürlich auf Kosten der Konsumenten ausgetragen. Um wie viel der Preis nach oben gehen soll ist bisher noch unklar. Hinzukommend soll das bestehende Kastensortiment angepasst werden. So wird es in Zukunft weniger Kästen mit 20 bzw. 24 Flaschen geben, sondern eher auf kleiner Kästen und 6er Packs gesetzt. “In Großstädten gibt es zu 80 Prozent Ein- und Zwei-Personen-Haushalte, die die großen Kästen nicht so sehr nachfragen”, so der Präsident der deutschen Brauer Wolfgang Burgard.
Auch die Füllmenge der Flaschen soll abgeändert werden. Statt 0,33 Liter und 0,5 Liter wird es voraussichtlich vermehrt auch 0,45 Liter geben, welche aller Wahrscheinlichkeit nach, zum selben Preis wie 0,5 Liter verkauft werden.
Ein Kommentar des Chefredakteurs von Lieblingsbier.de zum Thema:
RIESEN SKANDAL – Wir Bierliebhaber sollten uns diese Manipulation und willkürliche Preiserhöhung nicht weiter gefallen lassen. Wir müssen handeln und der ständigen Preistreiberei ein Ende setzen. Keiner braucht sich wundern, wenn der Bierabsatz stetig sinkt und vermehrt billiges, in der Qualität minderwertiges Bier, gekauft und konsumiert wird. Dies hat nix mehr mit Bier als Kulturgut zu tun, hier wird auf Werten, historischen Gegebenheiten und einer wahren Glückseligkeit herum getrampelt! Nur was tun? Kein Bier mehr kaufen? Wohl kaum! Das einzige was hilft ist wohl, wenn vermehrt auf kleine Privatbrauereien aus der Region zurückgegriffen wird. Also einfach mal im Umkreis umschauen, und vor Ort erkundigen. Das Bier dieser Brauereien schmeckt nicht nur besser und ist qualitativ hochwertiger hergestellt, es ist sogar meist noch preisgünstiger. Wobei man eben für einen geringen Preis sogar eine bessere Qualität bekommt!
Boykottiert die Großbrauereien und kauft regional ein. So sichert ihr auch die Existenz dieser Brauer und Mälzer, welche das Bierbrauen als Religion und als ihre verdammte Pflicht ansehen und derzeit um das Überleben in dieser Wirtschaftskrise kämpfen. Viele kleine Brauereien geben diesen Kampf mittlerweile auf und lassen sich von den Brauereiriesen Radeberger oder InBev schlucken, diese können somit immer mehr den Markt dominieren und mit einander Preisabsprachen treffen welche der normale Konsument natürlich am allermeisten spüren wird.
Übrigens, Peter Hahn, Geschäftsführer des deutschen Brauer-Bundes sagte noch in einem Interview im Januar zum Thema des ansteigenden Bierpreies folgendes: “Wegen der hohen Energie- und Rohstoffkosten hätte die Branche weitere Preiserhöhungen zwar bitter nötig, doch nur die wenigsten Brauereien werden sich die angesichts der aktuellen Konjunkturkrise leisten können” – Alles Schwindel, Betrug und Lügerei? Wir meinen: JA!
Felix vom Endt
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