Interview: Dr. Markus Fohr über den 12. Bierkongress in München
Bereits vom 3. bis zum 4. Mai fand in München der 12. Bierkongress statt. Über zwei Tage verteilt traffen sich hochrangige Manager aus der Bierbranche, Marketingexperten, Bierspezialisten, und ganz normale Brauer um unter dem Motto “Sturm im Bierglas” Themen wie, Alkoholpolitik, Preiskampf gegen Discounter, Differenzierung der Biervielfalt und neuartige Produktvielfalt zu diskutieren. Als Referent war ebenfalls dGeschäftsführer und Brauer der Lahnsteiner Brauerei , Dr. Markus Fohr, anwesend. Im nachhinein konnten wir ihn zur aktuellen Stimmungslage in der Brauereibranche befragen. Viel Spaß!
Hallo Herr Dr. Fohr, willkommen zurück vom 12. Bierkongress aus München, wie ist die derzeitige Stimmungslage?
Hervorragend. Auf dem Kongress wurden viele Punkte genannt, die erfolgreiche Brauereien umsetzen müssen, um in Zukunft zu bestehen. Da wir all dies schon umgesetzt haben fühlen wir uns nun bestärkt. Beispiel: Außergewöhnliche Spezialitäten wir unser Buch, Bierlikör, Bierkäse, Hopfentee etc.
Als Autor des Buches „Besser Leben mit Bier“ und als Geschäftsführer der Lahnsteiner Brauerei hatten Sie die Ehre als Referent tätig zu sein. Wie kam es zu dieser Ehre?
Das Buch wird als erfolgreicher Versuch angesehen, das Image des Bieres zu steigern. Dies geschieht durch Geschichte und Geschichten, aber auch durch Informationsvermittlung in lockerer und humorvoller Form.
Erzählen sie doch bitte kurz worin es in ihrem Beitrag „Besser leben mit Bier – Wege in und aus der Imagekrise des Bieres“ ging.
Wichtigster Punkt: Wir müssen neue Wege finden um das Image des Bieres in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Wir haben entgegen vieler Vorurteile die These „Bier macht schnell, schlank, schlau und schön“ aufgestellt und diese wissenschaftlich bewiesen. Mehr dazu in meinem Buch.
Haben Sie den Eindruck, dass sie ihre Message gut vermitteln konnten?
Ja, denn ich konnte einige Bücher direkt verkaufen, wurde oft auf meinen Vortrag angesprochen und lernte Interessenten kennen, die möglicherweise eine größere Anzahl Bücher kaufen möchten.
Denken Sie, dass die Hauptthemen wie die Alkoholpolitik, die Differenzierung der Biermarken oder der Preiskampf der Brauereien mit den Discountern in einer ausreichenden Lage diskutiert wurden?
Ja, denn dies waren Kernpunkte vieler Vorträge, teilweise (Alkoholpolitik) auch meines Vortrages.
Glauben Sie, dass direkte Ergebnisse des Kongresses auch umgesetzt werden?
Ja, denn anhand der Vorträge gerade von kleineren Brauereien wie unserer Lahnsteiner Brauerei oder der Brauerei Bolten konnte man feststellen, dass vieles schon in der Umsetzung ist. Bis allerdings ein Branchen weites Umdenken kommt wird es noch etwas dauern, denn ein Markt mit 1.300 Teilnehmern bewegt sich in seiner Gesamtheit mit der Trägheit eines Ozeanriesen.
Haben Sie in den zwei anstrengenden Tagen überhaupt etwas von der wunderschönen Bierstadt München gesehen?
Leider nein. Zum Glück kenne ich München gut genug, um mich darüber nicht ärgern zu müssen.
Ganz ehrlich, glauben Sie, dass sich in Zukunft etwas konkretes im deutschen Biermarkt ändern wird?
Ja, das glaube ich. Die Brauereien werden mehr auf das Image des Bieres, auf die Produkteigenschaften wie Qualität und Rohstoffe, auf Tradition, auf Spezialitäten, auf alkoholfreie Biere setzen. Nur wenn wir ein hochwertiges Produkt verkaufen können wir auch die Absätze zu den Preisen erzielen, die wir zum Überleben benötigen.
Vielen Dank Herr Dr. Fohr für das Interview über den 12. Bierkongress in München!
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Category: Bier Interviews











