Bier Blitzlicht: einige aktuelle Neuigkeiten
Nach einiger Zeit wollen wir für euch das Bier Blitzlicht mal wieder aufgreifen und euch einige Neuigkeiten rund um die Brauerei- und Bierbranche vorstellen.
Schörghuber will engere Vernetzung des Bier-Geschäftes:
Die Brauereigruppe Schörgruber, zu dem unter anderem Paulaner, Kulmbacher und Karlsberg gehören plant eine zentralere Führung ihres Bier-Geschäftes. So sollen Einkauf und Logistik künftig für zahlreiche Biermarken zentral über eine Abteilung gelenkt werden. Das Konzept sei bereits unter der Führung des im November plötzlich verstorbenen Inhabers Stefan Schörghuber entworfen worden. Ebenfalls sollen die deutlich gestiegenen Kosten für Energie, Hopfen und Malz durch eine engere Zusammenlegung der kleineren Brauereien kompensiert werden. Kein Kommentar gab das Unternehmen zu Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass einige Biersorten wie Mönchshof oder auch Fürstenberg in ganz Deutschland vertrieben werden sollen. In Berlin gibt es schon das fränkische Mönchshof im Einzelhandel, z.B. bei REWE, zu kaufen.
Größte Brauerei der Welt wird in Stuttgart geplant:
Der 1852 gegründete Brauereianlagenhersteller Ziemann plant derzeit für das Unternehmen Corona die Realisierung der weltgrößte Brauerei in Mexiko. Diese Brauerei soll pro Jahr sagenhafte 30 Millionen Hektoliter Bier produzieren. Im Vergleich dazu stellt die größte Brauerei in Deutschland im Jahr sechs Millionen Hektoliter Bier her. Die neue Brauerei wird über einen eigenen Bahnanschluss verfügen und ihr Brauwasser über eine 16 Kiliometer Pipeline beziehen um das Trinkwasser der Bewohner von Piedras Negras an der mexikanisch-texanischen Grenze nicht komplett aufzubrauchen. Das Unternehmen Ziemann produziert für fast jede Brauerei weltweit maßangefertige Brauereianlagen und hat einen jährlichen Umsatz von 400 Millionen Euro. “Ganz egal wie groß ein Brauerei-Projekt ist und wo auf der Welt es sich befindet – Ziemann deckt alle Aufgabenbereiche ab, wir sind also längst nicht mehr Komponentenhersteller, sondern bieten schlüsselfertige Lösungen an”, so Jörg Rositzke, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation bei der Ziemann Ludwigsburg GmbH. “Dazu gehören die Megatanks mit einem Fassungsvermögen bis zu einer Million Liter ebenso wie die Kühlanlagen, Sudbottiche und Filter bis hin zur Software für die Anlagensteuerung.” Mehr Informationen über Ziemann gibt es hier.
Die Bayern mögen kein Bier mehr:
Das Bier-Bundesland Nummer 1 wankt in seiner Stellung. Die Liebe zum Bier geht immer mehr zurück. Im Jahr 2008 wurden 30 Millionen Mass bayerisches Bier weniger getrunken als noch im Vorjahr. So werden trotz derzeit gesunkener Energie- und Rohstoffpreise der Preis des Bieres in den nächsten Monaten weiter erhöht. Dies bestätigte Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes in einem Interview. Weiterhin wird von König die derzeitigen politischen Bemühungen gegen den Alkoholkonsum in der Bundesrepublik mit “reinem Aktionismus” niedergeschmettert. Ebenso wird wohl der Preisanstieg im Zeichen der Finanzkrise nicht zur Steigerung des Absatzes herbeiführen. So wünscht sich der Geschäftsführer für das bayerische Gold einen schönen Sommer, der Absatz und Ansehen des Bieres hebt: “Dann wäre der ganzen Brauwirtschaft geholfen.”
Brauerei Eichbaum vor dem Aus:
Die Traditionsbrauerei Eichbaum aus Mannheim hat im Jahr 2007 einen Minusbetrag von 12 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies geht aus dem veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Die zur Actris-Gruppe (Karamals, Valentins Weißbier) gehörende Brauerei konnte noch im Jahr 2008 vier mal Gold der DLG für ihre Biere einfahren. Die Verluste sollen zum größten Teil aus Abschreibungen auf Beteiligungen und Rückstellungen für die Restrukturierung des Unternehmens entstanden sein. Auch die allgemein sinkende Nachfrage nach Bier und die hohen Rohstoffpreise sollen zum Verhängnis beigetragen haben. Mehrheitsaktionär Dietmar Hopp habe sich bereits von seinen Aktien an der Actris-Gruppe getrennt. Die Brauerei erwartet für das vergangene Jahr etwas “freundlichere Zahlen”.
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Category: Bier Allgemein






Also erstmal glaube ich nicht, dass das mit der neuen und größten Brauerei klappen kann. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass in Zeiten wie diesen so eine Brauerei wirklich Sinn macht. Denn wir haben doch alle eigentlich Probleme und keiner kauft mehr das, was er nicht unbedingt braucht. Und nun noch zu den Bayern. Wenn das Bier immer teurer wird, dann wundert mich das auch nicht, dass keines mehr getrunken wird. Kann sich ja keiner mehr leisten. Und da man auch nicht mehr rauchen darf in den Lokalen, wurde es halt im Jahr 2008 noch weniger.