Jahrespressekonferenz des bayerischen Brauerbundes
Wir haben für euch einen kleinenBericht über die Jahreskonferenz 2009 des bayerischen Brauerbundes online gestellt. Was der Brauerbund aus Bayern zu der derzeitigen Entwicklung des Biermarktes zu sagen hat, könnt ihr hier nachlesen.
Mit rund 300.000 Hektoliter weniger oder -1,3% verglichen mit dem Vorjahresergebnis haben Bayerns Brauer das Jahr 2008 abgeschlossen. Nicht eingerechnet sind hier der Zuwachs von ca. 120.000 Hektoliter alkoholfreien Bieres, das sich weiter großer Beliebtheit erfreut. Trotz stetig wachsender Exporterfolge konnte die bayerische Brauwirtschaft die Auswirkungen des seit Jahren sinkenden Pro-Kopf-Verbrauchs und der veränderten Bevölkerungsstruktur im Inland nicht kompensieren.
Die negative Absatzentwicklung der Branche ist nach Ansicht des Brauerbundes gleichzeitig Indiz für die Unsinnigkeit aktueller alkoholpolitischer Ansätze mit der Zielsetzung, den Alkoholkonsum zur Missbrauchsprävention kontinuierlich abzusenken. Wäre es richtig, dass bei einem Rückgang des Gesamtkonsums auch eine deutliche Linderung des Missbrauchsproblems einträte, hätten die Fälle von Alkoholmissbrauch in den letzten 20 Jahren zurückgehen müssen. Tatsächlich haben sie jedoch trotz sinkenden Alkoholkonsums zugenommen.
Michael Weiß, geschäftsführender Gesellschafter der Meckatzer Löwenbräu Benedikt Weiß KG, Heimenkirch (Allgäu), und Präsident des Bayerischen Brauerbundes, wehrt sich gegen ein alkoholpolitisches Kesseltreiben, das den Erzeugern und Absatzmittlern die alleinige Last einer populistischen Präventionspolitik aufbürdet, die letztendlich wirkungslos verpuffen wird.
Dem geplanten Maßnahmenbündel der Alkoholpolitiker aus Steuererhöhungen, Abgabebeschränkungen oder neuerliche Verschärfung der Promillegrenze setzt Präsident Weiß die Kampagne “gegen Bevormundung und für mehr Eigenverantwortung” des Bayerischen Brauerbundes entgegen: “Wir verabschieden uns damit nicht von einer sinnvollen Missbrauchsbekämpfung, wehren uns aber gegen jeden Versuch einzelner Politiker, den Menschen in allen Lebenslagen vor sich selbst schützen, und ihm einen als idealtypisch festgelegten Lebenswandel aufzwingen zu wollen.”
Die Kampagne der Bayerischen Brauwirtschaft greift einzelne alkoholpolitische Forderungen auf und stellt deren Unsinnigkeit bezogen auf typische mögliche Konsumanlässe von Bier heraus. Gleichzeitig stellt sie die Eigenverantwortung und die Entscheidungsfreiheit des jeweils bildlich dargestellten Konsumenten in den Vordergrund.
Im Rechtstreit gegen die niederländische Brauerei Bavaria N.V. um die Bezeichnung “Bavaria Holland Beer” stellt Weiß die Fehlinterpretation des Plädoyers des Generalanwaltes des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg, die von einer Nachrichtenagentur verbreitet wurde richtig: “Die Eintragung der Bezeichnung “Bayerisches Bier” als “geschützte geographische Angabe” (g.g.A.) wurde dem Grunde nach bestätigt.” so Weiß.
Weitere Informationen gibt es auf www.bayerisches-bier.de
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„Die negative Absatzentwicklung der Branche ist nach Ansicht des Brauerbundes gleichzeitig Indiz für die Unsinnigkeit aktueller alkoholpolitischer Ansätze mit der Zielsetzung, den Alkoholkonsum zur Missbrauchsprävention kontinuierlich abzusenken“ Auf diesen Satz würde ich gerne näher eingehen. Ich glaube nämlich, dass genau das der Punkt ist. Ich kann da wirklich nur voll und ganz zustimmen. Allerdings werden unsere Politiker sich nicht von dieser Idee abbringen lassen und wir müssen wohl oder übel alle mit den Folgen leben.