Alkoholprävention: Warnhinweise, Steuererhöhung und Bier ab 18
Bisher ist es noch ein Ideenkatalog und noch kein politischer Vorschlag, aber die Arbeitsgruppe rund um die Drogenbeauftrage der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD), hat ganze Arbeit geleistet. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sollen bald Bier- und Weinflaschen ein Warnhinweis, ähnlich wie bei Zigaretten, tragen. Ebenso soll über ein Werbeverbot über Alkohol diskutiert werden und der Zugang von Jugendlichen zu alkoholischen Getränken erschwert werden. Aber dies ist noch lang nicht alles.
Zunächst wurden diese Vorschläge dem Drogen- und Suchtrat in Berlin vorgelegt. Aber bereits im Herbst 2008 soll dann im Bundeskabinett um Möglichkeiten zur Alkoholprävention in Deutschland gesprochen werden. So wird festgelegt, dass trotz des Rückgangs des Konsums von Alkohol in Deutschland trotzdem Alkohol das dritthöchste Krankheitsrisiko ist und selten so dramatisch gefördert wird wie in den vergangenen Jahren.
Vor alllem soll das schädliche Rauschtrinken Minderjähriger verhindert werden. So soll neben einer Kampagne zur Aufklärung, besseren Alterskontrollen beim Alkoholkauf auch eine Steuererhöhung auf Alkohol in Erwägung gezogen werden. Dies würde dann selbstverständlich auch die Erwachsenen treffen, die Alkohol als “Genussmittel” zu sich nehmen. Eine Steuererhöhung auf die so genannten “Alcopops” im Jahre 2004 brachte übrigends nicht den erwünschten Erfolg ein.
Als weiterer Schritt soll dann die Altersgrenze für Wein und Bier auf 18 Jahre hochgesetzt werden und der Alkoholverkauf an Tankstellen und Autobahnraststätten gänzlich untersagt werden. Auch die Promillegrenze soll drastisch auf 0,0 gesenkt werden und ein Werbeverbot für Alkohol bis 22 Uhr im deutschen Fernsehen sowie im Kino erlassen werden.
Da sind wir ja gespannt, ob sich die Bundesregierung gegen die “Alkohollobby” in Deutschland durchsetzen wird und so ein drastischer Schnitt gemacht werden kann. Aber im Endeffekt wird es so wie beim Rauchverbot laufen. Erst gibt es ein großes Getöse und es werden große Redengeschwungen und am Ende wird alles gelockert und wieder aufgehoben. Also lassen wir die Politiker reden und diskutieren.
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Das sind ja wieder mal Ideen, die schon seit Jahren durch die Lande geistern. Wer Alkoholika trinken will kann sich die noch immer leicht besorgen (lassen). Das wirkungsvollste Mittel um den Alkoholkonsum (nicht bloss Bier) einzudämmen war die Promillegrenze beim Autofahren. Das hält aber unter 18-jährige nicht vom Bier-Trinken ab.
[...] nur, dass die aufgetakelte Edeka Tusse den Ausweis von uns beiden sehen [...]
Völliger Unsinn.
Ich kenne niemanden der sich jemals mit Bier ins Koma getrunken hat. Bier ab 18 wird nichts bringen. Genauso wenig wie harten Alkohol ab 18. Jeder Jugendliche kennt Leute die den Alkohol besorgen. In dem Alter in dem man seine ersten Erfahrungen damit macht, haben viele ältere Geschwister. Ich bin 15 und für mich und meine Freunde ist es echt kein Problem an Alkohol zu kommen. Auch nicht an Vodka, Korn, Ouzo etc.
Ein Verbot bringt gar nichts.