Bierkonsum 2007 in Deutschland auf Rekordtief
Die Lust auf Bier ist im Jahre 2007 bei den Deutschen so niedrig wie noch nie gewesen. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank um drei Prozent auf ein neues Rekordtief. “2007 war für die deutsche Brauwirtschaft ein schlechtes Jahr”, sagt Peter Hahn, Geschäftführer des Deutschen Brauer-Bundes. Der Bierabsatz sank auf 112,5 Liter pro Bundesbürger. Dies sind insgesamt 3,5 Liter weniger als im Jahr 2006, welches durch die Weltmeisterschaft auch einen sehr hohen Absatz hatte. Wenn aber weiter verglichen wird, ist im Jahr 2007 sogar 30 Liter weniger als im Jahr 1990 getrunken worde.
Das deutliche Minus wird unter anderem auf die schlechte Witterung geschoben. “Wir hatten einen verregneten Sommer und letztlich auch nicht den erhofft schönen Herbst”, sagt der Branchenvertreter Peter Hahn. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die demografische Entwicklung der Bundesbürger.“Je älter die Deutschen werden, desto weniger Bier trinken sie”, erklärt Hahn.
Eine Besserung erwartet der Deutsche Brauer-Bund daher auch für die kommenden Jahre nicht. “Wir werden uns auf dauerhaft rückläufige Konsumzahlen einstellen müssen”, prognostiziert Verbands-Geschäftsführer Hahn. Damit setzt sich nach dem kurzen Höhenflug im WM-Jahr 2006, als der Absatz nach sieben Jahren erstmals wieder zugenommen hatte, ein schon jahrzehntelang anhaltender Abwärtstrend fort.
Eine Lösung für die zunehmenden Absatzprobleme der heimischen Brauereien sieht der Verband im Export. Derzeit liege die Ausfuhrquote bei gerade 14 Prozent. “Diese Quote muss in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden”, fordert Hahn. Bier erziele jenseits der Grenze wesentlich höhere Margen. “Nirgends ist Bier so billig wie in Deutschland”, sagt Hahn. Er rechnet allerdings schon kurzfristig mit einem Preisaufschlag von einem Euro je Kiste. “Und das ist auch zwingend nötig angesichts der stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Verpackungskosten.” Braugerste und Hopfen zum Beispiel seien mittlerweile doppelt so teuer wie im Vorjahr. Zudem hätten die Preise für Energie und Verpackungsmaterialien wie Glas um mindestens 40 Prozent angezogen.
Der prognostizierte Absatzrückgang wird sich nach Ansicht des Brauer-Bundes mittelfristig auch auf die große Brauereien-Vielfalt in Deutschland auswirken. Derzeit gibt es hierzulande immer noch 1284 Brauereien – einmalig in der Welt. Doch seit Jahren nimmt ihre Zahl bereits ab.
Was der Verbraucher tun kann liegt ganz klar auf der Hand. Trinken, trinken, trinken und nochmals trinken. Also ein fröhliches Prost *schluck schluck schluck*
Bier-Relevanz / interessante Artikel:
Category: Bier Allgemein, Neuigkeiten über Bier












Ist ja kaum vorstellbar, noch vor einiger Zeit waren wir mit den Tchechen und den Polen einsame Spitze was den Bierkonsum angeht. Naja wird halt alles teurer.